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BeitragVerfasst: 2. August 2006, 10:03 
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Leider schweigt sich die ÖVP vornehm über die kalte Verschärfung der Anwendung aus.
Aber abgehobene Politiker kümmern sich ja nicht, was Beamte aus ihren Gesetzestexten machen...


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BeitragVerfasst: 2. August 2006, 11:01 
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Hans hat geschrieben:
Wer ist überhaupt Frau Kroczek?

motta hatte schon einmal mit ihr - wohl intirekt - zu tun.

Habe eine Google-Cache-Eintragung von ihm im alten Forum gefunden:
Zitat:
Verfasst am: Mo Jan 24, 2005 9:31 am Titel: Antwort-Email von der ÖVP

--------------------------------------------------------------------------------

Ein Bekannter von mir hat letzte Woche den Timesonline Artikel über die steigende Schusswaffenkriminalität in England an Schwarz und Rot geschickt. An Schwarz mit dem Hinweis, deren Haltung zu Privatwaffen wäre unklar.

Die erste Antwort kam von der ÖVP:


Zitat:
Sehr geehrter Herr .......

ich bestätige gerne den Erhalt Ihrer email und den interessanten Link, den ich auch an unsere Fachreferenten gerne weitergebe. danke für Ihre email.

Ihren Vorwurf "inzwischen die Haltung der ÖVP zum privaten Waffenbesitz unklar ist", können wir nicht nachvollziehen. Privater Waffenbesitz ist in Österreich in einem der modernsten Waffengesetze der Welt geregelt. Dieses Gesetz bewährt sich gut. Wir sehen daher keine Veranlassung, daran etwas zu verändern.

Mit freundlichen Grüßen

Ursula Kroczek
Abteilung Politik



Nachzulesen hier

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Gruß
Richard Temple-Murray


Cui bono?

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BeitragVerfasst: 31. August 2006, 00:41 
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Ich weiss nicht, wie viele von Euch mit der VP intensiver zu tun hatten, aber ich würde meine Hand dafür ins Feuer legen, dass das Thema Waffen von der ÖVP als eines der letzten in negativen Sinne angegriffen werden würde. Warum:

1) Ich bin der festen Überzeugung, dass der Zugang zum Thema Waffen sich für die ÖVP primär - dafür aber untrennbar stark verbunden - an den Jägern aufhängt. Manche werden jetzt sagen, die Jäger werden privilegiert. Ja! Das ist auch gut so, weil es damit entschärft wird, und massentauglicher wird. (Ich bin übrigens kein Jäger.)

Die Selbstverteidigungs-Sache ist zwar für die VP OK, aber denke ich eher ein nicht erwähnter Nebeneffekt. Die gehört sehr ins Law and Order Spektrum der Blauen. (Die das Thema aber wiederum nur positiv beantworten, weil man danach fragt.)

Warum groß drüber reden, wenn es eh erlaubt ist - denn die SV groß hervorzuheben, hieße über die Lage im Land (Kriminalität) zu raunzen. Und in Südafrika leben wir ja auch nicht gerade. Also ich finde, die Richtung stimmt.

2) Die ÖVP ist die Partei, die "am Land" durchgehend am besten aufgestellt ist. Das ergibt von vornherein durch die Jagd eine Koppelung an das Thema und die Kernwählerschichten.

3) Abgesehen davon wird das Jagen besonders in ÖVP-Kreisen von vielen höheren Funktionären ausgeübt. Was wieder eine unlösbare Bindung mit sich bringt.

4) Der Bauernbund ist weiterhin eine unglaublich starke Lobby in der ÖVP. Was das heisst, ist logisch.

Fazit: Sie würden sich die Finger verbrennen, und Kernschichten vergrämen.

Zum Thema der Jugend und dem bevorstehenden Generationenwechsel in der VP (stand glaub ich in einem anderen Thread):

Ich denke, dass sich am Ende nicht viel ändert, egal wer kommt. Ich kenne die Generation(en), die nachrücken werden, und mache mir im Bezug darauf recht wenig sorgen. Und die stringente Themensetzung wird schon von der Bundespartei gesteuert. So professionell wie die arbeitet sonst in Österreich niemand im Bezug auf sowas.

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Digital - Nr. 5415
"Ich dachte Sie sind ein sympathischer Mensch, und jetzt entpuppen Sie sich als Jäger!"


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BeitragVerfasst: 31. August 2006, 07:28 
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Wohnort: Wien Süd
Zitat:
….das Jagen besonders in ÖVP-Kreisen von vielen höheren Funktionären ausgeübt.

Das würde ich nicht unbedingt als Argument betrachten. „höhere Funktionäre“ werden immer jagen können – egal wie die Gesetze sind. Bei den Kommunisten war das auch so.

Zitat:
Jäger werden privilegiert.

Damit wird eine Spaltung der Interessenten vollzogen und man hat es nur noch mit kleineren Gruppierungen zu tun.

Zitat:
Sie würden sich die Finger verbrennen, und Kernschichten vergrämen.

Ich glaube, wenn Waffengegner lautstark und werbewirksam schreien ist das Vergrämen von Wählern schnell egal. Das bereut man dann erst vor der nächsten Wahl.

_________________
Gruss Erpi
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Ich bin zwar verantwortlich für das was ich schreibe, aber nicht dafür, wie es ein Anderer versteht.


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BeitragVerfasst: 2. September 2006, 00:51 
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Falls wer den Anblick hat, der soll das Interview mit Andreas Kohl zum Thema "Rot - Grün und das Waffenrecht" mal lesen - ob das nur Wahlwerbung ist, oder der Wahrheit entspricht??

Für alle die ihn nicht habe: Andreas Kohl erklärt, die SPÖ habe den Versuch das Waffengesetz zu verschärfen nur zurückgestellt, sobald sie aber an der Macht sind, werden sie es wieder versuchen - vor allem wenn rot grün an der MAcht ist

Lg
Kulmer A

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Damit der Friede gewahrt beleibt: Mitgliedsnummer: 5163


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BeitragVerfasst: 2. September 2006, 10:56 
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Zitat:
...wenn er das Maul aufmacht....


Schon etwas von "Nettiquette" oder auf gut Deutsch von Manieren gehört ?

Man kann die gleiche Aussage auch mit zivilisierter Wortwahl machen..


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BeitragVerfasst: 2. September 2006, 12:05 
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diegutealteschwarze hat geschrieben:
Die ÖVP hat das WaffG seit 2000 auf kaltem Weg verschärft sowie auf EU-Ebene weiteren Verschärfungen zugestimmt.

Jammert's doch bitte nicht so viel. Wir können sehr froh darüber sein, was wir haben. Wie manche Bestimmungen gelebt werden, kann man kritisieren, OK.

Aber Ermessensspielraum und Willkür gibts überall in der Verwaltung.

Konkrete - relevante - Verschärfungen des WaffG 1996 hat diese Bundesregierung gar keine vorgenommen, das ist völliger Schwachsinn. Kleinigkeiten, die eigentlich aus der Beamtenebene kommen, und in Verordnungen Niederschlag finden, passieren eben. Dies aber konkret der ÖVP zu unterstellen ist schlichtweg unfair. Bitte beachtet den Zeitgeist. Waffen sind gesellschaftlich nicht sehr toleriert. Darum kommt man als Partei nicht herum und muss den Eiertanz hinbekommen. Ich finde, sie machen das ganz gut.

Das Thema lässt sich nur auf einem kühlen, vernünftigen Weg behandeln. Da ist weder zu viel Liberalisierungsforderung, noch zu wenig (=Verschärfung) zielführend. Meines Wissens nach gibt es nur eine Partei, die diesem Vorgehen entspricht. Abgesehen davon, dass diese Partei nicht jedem in der Zielgruppe das erzählen muss, was er hören will, um zu überleben.

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BeitragVerfasst: 3. September 2006, 21:55 
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@Werner

Da hast Du leider vollkommen Recht ... aber wie kann man das ändern. Keine der beiden Großparteien hat Interesse daran Vereinfachungen für den Waffenbesitzer durchzuführen. Liberalisierungen gibts keine aber kleine Verschärfungen ständig ... scheibchenweise in Salamitaktik.


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BeitragVerfasst: 3. September 2006, 22:17 
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Eine Liberalisierung des WaffG ist von der ÖVP wohl kaum zu erwarten. Was hätte sie auch politisch davon ? Waffen, so wie wir sie sehen, entsprechen einfach nicht dem "Zeitgeist". Mit der ÖVP könnte man maximal einige Vereinfachungen im Vollzug erreichen, aber mehr schon nicht.

Von der SPÖ ist diesbezüglich noch weniger zu erwarten. Ich glaube ihnen auch, dass sie im Moment keine Verschärfung vorhaben. Die Partei hat einfach jetzt andere Probleme um sich damit befasssen zu können. Sollten sie aber wieder fest im Sattel sitzen, wär ich mir da nicht mehr so sicher.

Die FPÖ und die BZÖ würden wahrscheinlich noch das meisten für eine Liberalisierung tun, doch tonangebend werden sie wohl beide nach der Wahl nicht mehr sein. Sie hätten wahrscheinlich auch den Mut etwas in der Richtung zu tun. Mut hat beispielsweise Gorbach gezeigt mit seinem Vorschlag für Tempo 160. Von der ÖVP oder SPÖ wäre soetwas nie gekommen.

Wäre also des Waffenrecht das einzige Anliegen, was wir als Wähler hätten, dann müssten wir wohl nach folgender Vorzugsliste wählen:
1. FPÖ oder BZÖ
2. ÖVP
3. SPÖ

alle übrigen Parteien wären aus dieser Sicht unwählbar.

sg

BF

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BeitragVerfasst: 4. September 2006, 08:49 
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Spät aber doch ist jetzt die ÖVP aufgewacht. Am Donnerstag hat es ein Gespräch mit Funktionären gegeben und es wurde versprochen, das Innenministerium gesprächsbereit zu machen.
Ich werde von der Entwicklung berichten.


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BeitragVerfasst: 4. September 2006, 09:06 
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In der Septemberausgabe des Österreichischen Weidwerk ist ein Interview mit Dr. Andreas Khol zu lesen, leider nicht online.
Eine Frage befasst sich mit dem Waffenrecht.
Hervorgehobene Kernaussage: Eine Verschärfung ist absolut unnötig.


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BeitragVerfasst: 4. September 2006, 09:14 
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Khol ist immer treu zu uns gestanden und hat sich dafür auch viele Angriffe eingehandelt, die er aber mannhaft, wie ein richtiger Tiroler, getragen hat.
Es gibt aber - wie in jeder Partei - auch andere in der ÖVP, denken wir an Pröll oder an den früheren Vizebürgermeister Görg oder gar Morak. Das sind - waren - erklärte Gegner des privaten Waffenbesitzes und haben uns natürlich auch geschadet.
Im wesentlichen aber hat die ÖVP immer zu den Waffenbesitzern gehalten.


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