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 Betreff des Beitrags: Re: KHOL geht!
BeitragVerfasst: 12. Oktober 2006, 12:49 
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Registriert: 13. September 2006, 15:08
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FSchmidt hat geschrieben:
Der Professor hat mir einmal auf die Frage, ob er in der Waffenfrage wohl standhaft bleiben werde, geantwortet "Was meinen Sie, ich könnt nie mehr nach Tirol nach Hause fahren!"

Solche Männer gibt es leider viel zu wenige.


Bild

:lol: :lol: :lol:

Lieber Franz, mir kommen die Tränen. Du würdest Dich wundern, womit der alles nach Innsbruck zurückfährt. Erinnerst Du Dich an den Cossiga-Plan (echte Selbstbestimmung inkl. Finanzhoheit für Südtirol) und die panische Ablehnung desselben durch den Ultratiroler Khol und seinen Schwarzhaberer den Durnwalder Luisl?

Die Schützen werden halt eine Ausnahmegenehmigung oder Holzgewehre erhalten. Basta. Wenn's damit nicht zufrieden sind, vermittelt der Khol halt ein paar TIWAG-Inserate für's Schützenblattl.

Khol ist DER Ochsenfrosch schlechthin im schwarzen Sumpf. Dem Mann eine Gesinnung zu unterstellen, ist eine Beleidigung für jeden Österreicher, der politische Ideale hat.

Ja, ich kenne ihn persönlich.


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 12. Oktober 2006, 13:10 
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Registriert: 4. Januar 2006, 20:09
Beiträge: 1018
Ihm haben wir es zu verdanken daß nach dem Vorfall in Hamburg kein "Kampf"hunde Gesetz kam! Ich bin zwar nie ein Fan der Wenderegierung, deren geistiger Vater er war, gewesen, aber für die Unaufgeregtheit mit der er an diese hysterischen "100% sichere Welt" Forderungen ging, gebührt ihm übermäßiger Dank!


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 12. Oktober 2006, 13:48 
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Registriert: 13. September 2006, 15:08
Beiträge: 102
Gerald hat geschrieben:
Ihm haben wir es zu verdanken daß nach dem Vorfall in Hamburg kein "Kampf"hunde Gesetz kam!


Ich bin mir sicher, die Eltern der Kinder, die am nachhauseweg von der Schule totgebissen werden und die kleinen Mädchen, denen das halbe Gesicht fehlt, sind genauso dankbar wie Du.

Ich persönlich bin dankbar, daß inzwischen "Südländer"gangs in ihren Bezirken wie z.B. Ottakring Kampfhunde offen als Waffe führen a la Banlieu. Ach ja, Du hast ja einen Fox-Haarspray, mit dem den Köter und die fünf Würstel an seiner Leine einnebelst ...

Dankbar bin ich auch dafür, daß ich kürzlich in selbigem Bezirk ohne Vorwarnung von einem Rottweiler einer Romasinti (oder wie die nunmehr korrekt heißen mögen) Familie attackiert wurde, den die zur Einschüchterung der anderen Nachbarn halten, die etwas gegen ihre gewerbescheinlose Kellerselcherei haben könnten.

Dankbar sind sich sicher auch die Tiroler Jäger. Schließlich weiß ja jeder, daß die nicht mit Jagdhunden auf die Pirsch gehen, sondern mit Pitbulls und anderen Kampfkötern. :roll:


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 Betreff des Beitrags: Re: Verdrängt..
BeitragVerfasst: 12. Oktober 2006, 13:58 
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Registriert: 13. September 2006, 15:08
Beiträge: 102
FSchmidt hat geschrieben:
@Equality Jack, wie Du weißt, habe ich ja auch ein traumatisches Erlebnis mit dem Professor gehabt. Aber weil mein "Erlebnis" nichts mit unserer Sache zu tun hat, habe ich es immer verdrängt.

Vielleicht hast Du recht.

FS 0226


Nein, eigentlich hast Du Recht. Ob er ein A.... ist, ist belanglos, solange er in der Waffenfrage unser verläßliches A... ist. Daß er in der Waffenfrage, wie sonst üblich, hinter einer Lügennebelwand umkippt, konnte ich nicht feststellen. Es gilt also die Unschuldsvermutung. Und relativ ist er immer noch besser als der Nachwuchs.


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BeitragVerfasst: 12. Oktober 2006, 14:20 
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Beiträge: 1955
Wohnort: südlich von Wien
Equality Jack hat geschrieben:
Gerald hat geschrieben:
Ihm haben wir es zu verdanken daß nach dem Vorfall in Hamburg kein "Kampf"hunde Gesetz kam!


Ich bin mir sicher, die Eltern der Kinder, die am nachhauseweg von der Schule totgebissen werden und die kleinen Mädchen, denen das halbe Gesicht fehlt, sind genauso dankbar wie Du.

Ich persönlich bin dankbar, daß inzwischen "Südländer"gangs in ihren Bezirken wie z.B. Ottakring Kampfhunde offen als Waffe führen a la Banlieu. Ach ja, Du hast ja einen Fox-Haarspray, mit dem den Köter und die fünf Würstel an seiner Leine einnebelst ...

Dankbar bin ich auch dafür, daß ich kürzlich in selbigem Bezirk ohne Vorwarnung von einem Rottweiler einer Romasinti (oder wie die nunmehr korrekt heißen mögen) Familie attackiert wurde, den die zur Einschüchterung der anderen Nachbarn halten, die etwas gegen ihre gewerbescheinlose Kellerselcherei haben könnten.

Dankbar sind sich sicher auch die Tiroler Jäger. Schließlich weiß ja jeder, daß die nicht mit Jagdhunden auf die Pirsch gehen, sondern mit Pitbulls und anderen Kampfkötern. :roll:


Hallo Jack!

Ich darf vorausschicken, ich bin kein Hundebesitzer und habe auch nicht vor, ein solcher zu werden. Und falls es ein Hundeverbot gäbe, wäre mir das nur Recht, dann habe ich einen guten Grund die Anschaffung eines Hundes abzulehnnen, wenn meine Tocher sich wieder einmal einen Hund wünscht :wink: .

Dennoch - als Waffenbesitzer weiß ich nur zu gut, was Hysterie und Verbotswahn von seiten der Obrigkeit bedeuten. Soviel ich weiß, ist der Begriff "Kampfhund" gar nicht exakt definierbar und somit ein Verbot nicht umsetzbar. Und weiters gibt es die meisten Bissverletzungen nicht durch "Kampfhunde", sondern den guten alten deutschen Schäferhund.

Personen, die Hunde (ebenso wie Schusswaffen, Messer, Prügel, etc.) als Waffen gegen ihre Mitmenschen einsetzen, wird es immer geben. Die Hunde sind ebenso wie die Schusswaffen nicht daran schuld. Man sollte vielmehr etwas gegen diese problematischen Zeitgenossen unternehmen. Und ja, Pfefferspray hilft sehr wohl gegen Angriffe, sowohl gegen Menschen als auch gegen Hunde.

Zuletzt eine Bitte: der Begriff "Kampfhunde" hat schon im alten Forum für Auseinandersetzungen gesorgt. Der einzige Effekt ist: solche Streitigkeiten dividieren uns auseinander. Lassen wir es sein.

Trenck

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IWÖ-Mitgliedsnummer 4198

Als "Kleinbürger mit Abstiegsängsten" bezeichnet die Gesinnungspresse Menschen, die ihr Leben mit Arbeit verbringen, aber keine Neigung verspüren, für noch mehr fremder Leute Rechnungen aufzukommen.
Michael Klonovsky


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 12. Oktober 2006, 14:28 
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Registriert: 4. Januar 2006, 20:08
Beiträge: 814
Trenck hat geschrieben:
Zuletzt eine Bitte: der Begriff "Kampfhunde" hat schon im alten Forum für Auseinandersetzungen gesorgt. Der einzige Effekt ist: solche Streitigkeiten dividieren uns auseinander. Lassen wir es sein.


Hunde sind on-topic im Unterforum "Jagd". :mrgreen:


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BeitragVerfasst: 12. Oktober 2006, 14:37 
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Registriert: 13. September 2006, 15:08
Beiträge: 102
Mich interessiert immer die Realität und Machbarkeit. Mit Hunden passiert sehr viel, mit Legalwaffen sehr wenig. Das genau ist für mich der Unterschied.

Würde mit Legalwaffen so viel wie mit Hunden passieren, würde ich der Fr. Mag. Ferrero die Türe einrennen.

Außerdem sei dahingestellt, ob Hundehaltung in der Großstadt tiergerecht und nachbargerecht (Kotproblematik) ist.

ANDERERSEITS: Es gäbe ja Leinen und Maulkorbpflicht. Jeder kann sich täglich davon überzeugen, daß diese weder eingehalten noch exekutiert wird. Deshalb den paar, die sich dran halten und ihren Dackel bemaulkorben, denselben wegzunehmen, wäre in der Tat widersinnig.

Deshalb: Leinen- und Maulkorbpflicht durchsetzen, dann gibt es auch kein Problem mit Hunden. So einfach wäre das, aber wir leben ja in Österreich. Da gelten manche Gesetze penibelst (WaffG), andere sind bereits zum Zeitpunkt der Verabschiedung augenzwinkernde Makulatur. Die Zeche zahlen die Kinder, denen das halbe Gesicht fehlt.


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BeitragVerfasst: 12. Oktober 2006, 15:00 
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Registriert: 5. Januar 2006, 11:17
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Wohnort: südlich von Wien
Equality Jack hat geschrieben:
Mich interessiert immer die Realität und Machbarkeit. Mit Hunden passiert sehr viel, mit Legalwaffen sehr wenig. Das genau ist für mich der Unterschied.

Würde mit Legalwaffen so viel wie mit Hunden passieren, würde ich der Fr. Mag. Ferrero die Türe einrennen.


... und mit Autos passiert noch mehr. Dennoch bin ich gegen ein grundsätzliches Autoverbot, wie gegen ein Hundeverbot oder ein Schusswaffenverbot. Das ist eine prinzipielle Frage und hat mit der Anzahl von Missbrauchsfällen nichts zu tun.

Unabhängig davon hast du Recht, dass beim Vollzug von Gesetzen bei legalen Schusswaffenbesitzer besonders penibel vorgegangen wird, im Gegensatz zu anderen Bevölkerungsgruppen.

Trenck

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Als "Kleinbürger mit Abstiegsängsten" bezeichnet die Gesinnungspresse Menschen, die ihr Leben mit Arbeit verbringen, aber keine Neigung verspüren, für noch mehr fremder Leute Rechnungen aufzukommen.
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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 12. Oktober 2006, 16:02 
Das mit dem Autoverbot lässt sich aber nicht durchsetzten, da Autos
das Leben sehr erleichtern. Sie haben Sinn und Zweck.

Weswegen werden Kampfhunde gehalten? Meist, um als Waffe eingesetzt
zu werden. In manchen Ghettos hat jeder zweite Mann einen Kampfhund.
Diese Hunde leben unter unsäglichen Zuständen, und fallen bei falscher
Erziehung auch schon mal Kinder an. Deswegen stehe ich einem
Kampfhundeverbot positiv gegenüber ( besonders gegenüber
vorbestraften Hundehaltern ).

Viele Menschen stehen auch einem Waffenverbot positiv gegenüber,
weil sie Sinn und Zweck einer Waffe nicht verstehen. Sportschiessen-
alles verkappte Amokläufer. Jagd -alles Tiemörder. Selbstverteidigung-
um Gottes willen, da wird der Täter ja verletzt. Widerstand gegen un-
demokratische Regime- fällt den meisten nicht ein, weil wir ja schon
eine ganze Weile Demokratie haben. Diesen Missverständnissen und
Fehlurteilen in der Gesellschaft müssen wir durch viel viel Überzeugungsarbeit entgegenarbeiten. Das wird noch ein langer Weg....


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 12. Oktober 2006, 17:10 
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Registriert: 13. September 2006, 15:08
Beiträge: 102
In der Praxis geht die Aushöhlung durch Staatsratsvorsitzende Merkel und Konsorten derart salamiartig vor sich, daß der richtige Zeitpunkt zum Widerstand nicht erkennbar und ohnehin niemand dazu bereit sein wird. Man könnte ja das Zweitauto und das Weihnachtsgeld verlieren.

Die paar, die viel zu spät Widerstand leisten, holt dann die GSG9 ab. Die Medien warten vor der Tür und berichten über die Unschädlichmachung des gefährlichen Volksfeindes.

In Nordkorea haben's 1984, bei uns werden's halt Brave New World umsetzen. Mit Fickzwang ab 11. Cross- und Intergender, sonst gibts ein paar Spritzen in der Psychiatrie.


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BeitragVerfasst: 12. Oktober 2006, 17:29 
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Registriert: 4. Januar 2006, 20:09
Beiträge: 1018
Die Hunde Diskussion ist hier off topic, aber soviel geballten Stuß kann man nicht unbeantwortet stehenlassen.

Zum ersten, "Kampfhunde" gibts nicht- die letzten sind mit den spanischen Conquistadores ausgestorben. Kampfhund ist ein debiles Label einiger Zeitungsfritzen um die Schar der Hundebesitzer besser spalten zu können.* So wie Sportschütze vs. Combatschütze oder Sportwaffe vs. Sturmgewehr. Daß gerade Waffenbesitzer primitiver Blödzeitungspropaganda auch auf dem Leim gehen, ist einfach nur deprimierend. :roll:

Und bitte jetzt nicht die Bißkraft ins Spiel bringen, denn von den Verletzungen her besteht kaum ein Unterschied zwischen dem Biß eines Schäferhundes und dem eines Staffordshireterriers. Nachdem die überwiegende Anzahl schwerer Bißverletzungen zu Hause passiert, bieten auch noch so drastische Beikorb und Leinenzwänge keinen Schutz. Ich finde diese Fokusierung auf den Einzelfall und den allgemeinen Applaus wenn dann Hüftschuß-Anlaßgesetzgebung den Rechtstaat weiter verwässert schlicht lächerlich. Im Mittelalter wurden auch Tiere als Mörder hingerichtet weil man sie als straffähig ansah- recht viel weiter sind wir nicht gekommen.
Witzig auch daß die Stadtneurotikerszene 0,01% Restrisiko bei Hunden (Hundebestand vs. gefährliche Hunde) zum Anlaß für ein weitgehendes Verbot nehmen würde ("zum Schutz der Kinder") und zugleich die 25% Rückfalls-"Restrisiko" bei Gewalttätern, insbesondere Sexualstraftätern, hinnimmt. Dort wäre Anlaßgesetzgebung natürlich unmenschlich. Weil es ist ja das Tatmittel, das den Menschen böse macht. Wie gesagt- Mittelalter...

Fakt ist nur daß gewisse Rassen in der vielkopierten Hiphop Szene ein Statussysmbol darstellen. In Europa sind es die türkischen Einwanderer die am liebsten mit "böse aussehenden" Hunden posieren.
Und was machen wir: wir nehmen unzähligen ganz normalen Familien ihren vierbeinigen Gefährten weil uns einige "Möchtegern-GangstaRapper" oder schlicht Kriminelle in Angst und Schrecken versetzen.
Auf einer grundsätzlicheren Ebene finde unsere Gesellschaft wirklich interessant. Da mißhandelt ein 18 (!!) mal Vorbestrafter seinen Hund solange, bis dieser schließlich ein Kind tötet. Die Hunde in dem Vorfall in Hamburg vor einigen Jahren waren auch bereits mit Auflagen versehen. Doch die Exekutive traut sich in dieses Stadtviertel gar nicht mehr hinein. Und alles was uns einfällt, ist nach einem Hundeverbot zu schreien. Wenn Ibrahim wieder freikommt (und das wird er) und die nächste Tat mit einer Schußwaffe verübt, verbieten wir diese. Cooper hatte schon recht mit seinem "the age of the wimp"....
Ich habs jedenfalls satt via Anlaßgesetzgebung für irgendwelche x-mal Vorbestraften büßen zu müssen. IMHO müssten die Vorzeichen dieser Diskussion geändert werden-
es geht nicht darum ob Hunde beißen können oder nicht, Waffen töten können oder nicht (logisch, daß sie das können), sondern darum ob all diese Gesetze, die Beschneidung von Grundrechten, das grobe Beeinträchtigen unzähliger Menschen- wie Hundeleben, die Hysterisierung der Öffentlichkeit, auch nur ein Quentchen mehr Sicherheit schaffen. Wir bewegen uns auf eine Gesellschaft zu, die total irrational nur mehr in Wahrscheinlichkeiten denkt- zB. "weniger Kampfhunde könnten weniger Bisse bedeuten", "weniger Waffen weniger Tote" ohne Fakten oder Argumente zählen zu lassen.
Der Psychohistoriker Lloyd de Mausse spricht am Beispiel der Hexenverfolgung von "Gruppentrance" in der jedes logische Denken verschwindet, nur mehr gehandelt und geopfert werden muß um der kollektiven Psyche Erleichterung zu verschaffen- irgendwie könnte man das Konzept auch auf heute anwenden.

In einem liberalen Rechtsstaat hat nuneinmal nicht der Bürger seinen Besitz zu rechtfertigen, sondern der Staat den Eingriff. Und mit "rechtfertigen" meine ich nicht bloße Behauptungen, sondern harte Fakten. Für jeden dem Grundrechte ein Anliegen sind- und gerade für Waffenbesitz im weitesten Sinn-, ist es wichtig die Mechanismen derartiger Kampagnen zu durchschauen.
Die Kette "Anlaßfall- Medienkampagne- rückratlose Politiker beschließen Anlaßgesetze" kann uns sonst ganz schnell auch bei anderen Themen das Genick brechen. Das "oberste Grundrecht Sicherheit" das Schilly uns verspricht, kann der Staat eben nicht garantieren, indem er immer mehr Gesetze immer restriktiverer Art erläßt ohne auf die wahren Ursachen, nämlich habituelle Gewalttäter, die Hunde, Waffen oder auch Alltagsgegenstände mißbrauchen, abzustellen.

Diktat der Mehrheit, mangelndes Grundrechtsverständnis,
Gruppendenken in der Gesellschaft, Medienhetze, die Erodierung des Rechtsstaats durch Anlaßgesetzgebung und Kollektivstrafen- das sind jene Mechanismen auf die wir gerade in Europa sensibel reagieren sollten.


Also- in Zukunft Hirn einschalten vor dem Posten, denn die Hysterie sollten wir den Angstneurotikern und ihrem Kreuzzug "100% sichere Welt" überlassen.

MfG

Gerald


*Übrigens berichtete auch DER STANDARD- bekannt hundefeindlich- in dieser Richtung:

Zitat:
Kampfhunde: Laut Studie deutlich friedlicher als ihr Ruf
Tierärztliche Hochschule in Hannover führte mehr als 1.000 "Wesenstests" durch
Hannover - Die Mehrzahl der so genannten Kampfhunde sind einer Untersuchung der Tierärztlichen Hochschule (TiHo) in Hannover zufolge vom Wesen her friedliche Tiere. Diesen Schluss zieht die TiHo aus mehr als 1.000 Wesenstests der vergangenen fünf Jahre.

Studienergebnisse
96 bis 98 Prozent der untersuchten American Staffordshire Terrier, Bullterrier, Pitbullterrier, Dobermänner oder Rottweiler verhielten sich durchgängig nicht angriffslustig und genauso ausgeglichen wie die Golden Retriever in einem Vergleichstest. "Der Bullterrier ist einer der freundlichsten Hunde", stellte Professor Hansjochim Hackbarth, Leiter des Instituts für Tierschutz und Verhalten an der TiHo, fest.
Aggressives Verhalten bei Hunden könne man nicht an der Rasse festmachen, sagte Hackbarth. "Von den Hunden, die den Test nicht bestanden haben, ist die Mehrzahl nur wegen ein oder zwei Situationen durchgefallen." Es seien überwiegend Situationen gewesen, in denen die Hunde bedroht wurden. Die durchgefallenen Hunde seien zudem auffällig oft als Schutzhunde eingesetzt worden, oft auch mit entsprechender Prüfung.

Einfluss der Hundehalter entscheidend
Zwar seien sie dann häufig nicht aggressiv gegen Menschen, wohl aber verstärkt gegen Artgenossen. Fehlende Freilaufmöglichkeiten und aggressive Erziehungsmethoden, aber auch schon der Ruck an der Leine verstärkten beim Hund nachweislich die Aggressionen gegen andere Hunde.
Der Wesenstest habe zudem gezeigt, dass Hundehalter mehr Einfluss auf das Verhalten ihres Tieres haben als die Gene. Man könne jeden Hund zum Beißen bringen. "In unserer Gesellschaft sollte ein kompetenter, fachlich gebildeter, verantwortungsvoller Hundebesitzer gefördert werden, denn dieses ist die wirkungsvollste Maßnahme, um Verhaltensproblemen bei Hunden vorzubeugen", sagte Hackbarth.(APA/dpa)

16. April 2005 DER STANDARD,


PPS: Zum Studium empfohlen:

A.Univ.Prof. Dr. Irene Stur, Zur Frage der besonderen Gefährlichkeit von Hunden auf Grund der Zugehörigkeit zu bestimmten Rassen, Institut für Tierzucht und Genetik
der Veterinärmedizinischen Universität Wien
http://www.canis.info/hund/sturgutachten.htm

Bernd Reinhardt, Der soziale Aspekt in der Kampfhunde-Diskussion
http://www.wsws.org/de/2000/aug2000/hund-a17.shtml


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BeitragVerfasst: 12. Oktober 2006, 19:40 
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Registriert: 5. Januar 2006, 11:17
Beiträge: 1955
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Hallo Gerald,

das sehe ich genauso.

Trenck

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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 12. Oktober 2006, 19:59 
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Registriert: 30. März 2006, 20:39
Beiträge: 155
Wohnort: Wien
Ich kann mich Trenck da nur anschließen - auch wenn's off topic ist:

Danke Gerald

Das größte Problem ist nicht der Hund sondern am anderen Ende der Leine zu finden

LG, Gü

PS: Auch ganz vorne mit dabei in der Beiss-Statistik: Der Spaniel

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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 12. Oktober 2006, 23:03 
Deswegen bin ich auch für ein Kampfhundverbot für alle Vorbestraften.

Die Maxime: Weniger Waffen gleich weniger Tote" ist natürlich Blödsinn,
das wissen wir alle, dann werden nämlich andere Tatwaffen eingesetzt

Die Maxime: "Weniger Kampfhunde bedeuten weniger Bisse" stimmt
dagegen schon. Anders als Waffen oder anderen bösen Gegenständen
ist ein Hund ein eigenständiges Wesen, das selbst handeln kann. Eine
Waffe kann nicht wild um sich ballern, ein Kampfhund geht dagegen
selbstständig auf die Umgebung los (allerdings sehr selten ). Und es
kann mir keiner erzählen, dass der Hundehalter dass Viech auf ein
kleines Kind gehetzt hat. Vielleicht ist der Hund von dem Halter scharfgemacht worden, aber ein Hund ist letztlich im Gegensatz zu
einer Waffe unberechenbar. Der Hund greift ein kleines Kind an,
das weder für den Hund noch den Halter eine Bedrohung darstellt.

Schiesst man mit einer Waffe, ist die Wirkung genau abschätzbar
( z.B. ein Loch in der 10 )

Hält man dagegen einen Kampfhund und macht in auch noch scharf, sind
die Konsequenzen unabschätzbar. Es kann gut gehen oder auch nicht.....


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 12. Oktober 2006, 23:17 
Und zum Schluss ein kleines Rechenspiel :

In D gibt es etwa 10 Millionen legale Waffen, mit ca. 10 wird jedes Jahr
eine Straftat verübt. Also sind 99,9999% der Waffen kein Problem,
wenn ich mich nicht um eine Dezimalstelle vertan hab. Und die 10 Taten sind meist Beziehungtaten, die man eh nicht verhindern kann

Wenn jetzt 98% der "Kampfhunde", wie du geschrieben hat, ungefährlich sind, sind also 2% gefährlich. Auf 100 "Kampfhunde" sind das dann 2.
In einer Grossstadt wie z.B. Berlin mit vielleicht 100.000 Viechern macht das 2000. Auf das Bundesgebiet hochgerechnet sind es also eine ganze Menge. Wenn nur jeder 20. von den gefährlichen "Kampfhunden" pro
Jahr durchdreht, ist das ein ziemliches Sicherheitsrisiko, finde ich


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