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BeitragVerfasst: 13. Januar 2018, 12:36 
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Beiträge: 956
Bemerkenswerter Artikel in der Krone.
Ich habe Ende der 1980er selbst 2 jahre in Wien gewohnt, und mich nie im Entferntesten unsicher gefühlt. Hier hat die Politik wirklich ganze Arbeit geleistet.

http://mobil.krone.at/1612819


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BeitragVerfasst: 13. Januar 2018, 15:02 
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Registriert: 4. Januar 2006, 21:02
Beiträge: 1217
Wohnort: Wean
Der eigentliche Skandal ist die Tatsache, dass die Sicherheit des Fahrpersonals die Betreiber der jeweiligen Verkehrsmittel (private wie öffentliche) einen xxxxxxxxx interessiert. Allerdings scheint es so zu sein(meine Beobachtung), dass die Polizei bei Meldung eines Übergriffes gegen das Fahrpersonal jetzt viel schneller vor Ort ist und auch konsequenter durchgreift.

Peter


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BeitragVerfasst: 15. Januar 2018, 09:23 
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Registriert: 4. Januar 2006, 19:53
Beiträge: 3476
Seit die Wiener Linien per Verordnung eine "Waffenfreie Zone" sind gibt es dort nur mehr illegal bewaffnete Personen. Die haben dann dort das Monopol auf Gewalt, nicht zu verwechseln mit dem Gewaltmonopol (das nur bedeutet, dass man über die Notwehr hinausgehende Abhilfe nur mehr gerichtlich geltend machen darf).

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„Lösungen mathematischer Probleme werden nicht durch Abstimmung entschieden.“ – Marilyn vos Savant

"Ich trage eine Waffe weil mir ein Polizist zu schwer ist."

"L'Etat n'est plus nous."


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BeitragVerfasst: 15. Januar 2018, 16:51 
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Registriert: 4. Juli 2015, 06:15
Beiträge: 1057
Gunter hat geschrieben:
Seit die Wiener Linien per Verordnung eine "Waffenfreie Zone" sind gibt es dort nur mehr illegal bewaffnete Personen.

Diese Erkenntnis wird aber niemals in die Bewußtseinsebene der Verantwortlichen eindringen. Denn man begreift nicht, dass sich ein gewisser Prozentsatz an Individuen weder an Gesetze noch Verordnungen hält und somit im Fall des Falles die besseren "Argumente" aus der Tasche zieht. Das Gewaltmonopol des Staates stellt sich somit ad absurdum.

MfG
Resistance

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„Wenn du jedoch die Untertanen entwaffnest, beginnst du, sie zu beleidigen; du zeigst nämlich, dass du ihnen gegenüber Misstrauen hegst, sei es aus Feigheit, sei es aus zu geringem Vertrauen; und beides erregt Hass gegen dich.“
Macchiavelli

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BeitragVerfasst: 16. Januar 2018, 12:06 
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Registriert: 30. Oktober 2016, 10:45
Beiträge: 1
Hallo!

Ich arbeite selber bei den WienerLinien um Bereich Ubahn und Kundenservice.
Ja es stimmt ausnahmsweise mal das was die Kronenzeitzung da schreibt.
Als Personal ist man da fast schon Freiwild für alle möglichen aggressiven und betrunkenen Fahrgäste und die Firma selber tut überhaupt nichts um sein Personal zu schützen.
Ich kenne genug Leute vom Fahrpersonal die trotz Verbotes des Dienstgebers einen Pfefferspray mit haben oder einen Knüppel unter dem Sitz oder irgendwo im Bereich der Fahrerkonsole verstecken damit man überhaupt eine Chance hat gegen irgend welche betrunkene Schlägertypen.
Ich selber führe einen Gel-Pfefferspray immer bei mir und es ist mir egal was mein Vorgesetzter davon hält.
Einfach Mund halten und nicht an die große Glocke hängen und fertig.

Gerade im Bereich Ubahn gibt es zur Zeit Umstrukturierungen die eine Verschlechterung im Bereich Sicherheit&Kundenservice darstellen.
Früher gab es in fast jeder Ubahnstation eine Stationsaufsicht die zumindest Erste Hilfe leisten konnte oder die Polizei/Rettung/Feuerwehr alarmiert hat wenn etwas passiert ist.
Diese Aufsichten werden nun eingespart bzw. durch eine eigene Sicherheitstruppe ersetzt die meiner Meinung nach schlecht ausgebildet ist und durch schlechte Bezahlung kein vernünftiges Personal bekommt.
Der Fahrgast bleibt dann großteils sich selber überlassen wenn etwas passiert bzw muss schauen wie er mit Gewalt und anderen unbilen im Öffiverkehr zurecht kommt.
Gerade so Stationen wie der Westbahnhof, Praterstern, Kagran, Josefstätterstraße,Burggasse und Nachts der Schwedenplatz sind echte Sammelpunkte für das Gesindel aus aller Herren Länder.
Die Polizei tut was sie kann aber oft sind denen selber rechtlich die Hände gebunden sodas Störenfriede, Schlägertypen oder Randalierer nach kurzer mitnahme auf das Wachzimmer meist gleich wieder bei der Ubahnstation auftauchen und dann weiter machen wie vorher.
Ganz schlimm ist es auch mit diversen Gutmenschen geworden, selbst wenn ein Obdachloser in volltrunkenen Zustand mal wieder im Fahrzeug zwischenden Sitzen rumliegt oder andere Fahrgäste belästigt und man ihm aus den Zug rauswerfen will dann hat man noch diverse Gutmenshcen umsich die sich aufregen und die Dienstnummer verlangen.
Nebenbei wird man dabei noch als Nazi, Faschist, Oa...loch und ähnliches beschimpft und darf die nächsten Tage mal wieder bei seinem Vorgesetzten, Obermeister oder Abteilungsleiter antanzen und sich rechtfertigen weil da so viele Beschwerden wegen dem Vorfall mit dem Sandler gegeben hat.
Natürlich wird einem dann dies negativ ausgelegt und man wird von der dienstlichen Leistung negativ Bewertet was in gröberen Fällen schon mal bis zur Kündigung gehen kann.
Viele Kollegen sind dann extremst demotiviert von solchen Sachen und dem Umgang der Vorgesetzten mit solchen Problemen sodas viele nur noch Dienst nach Vorschrift machen und froh sind das sie unversehrt nach Hause kommen und am Monatsende weiterhin ihr Geld aufs Konto bekommen.

Weil ich gelesen haben das einige Leute wegen dem Waffentransport in den Öffis und den Beförfderungsvorschriften hier im Forum gefragt haben:

Normalerweise ist das (sichtbare) mitführen von Waffen aller Art in den Fahrzeugen der Wiener Linien nicht gestattet außer man ist von der Polizei oder einer anderen waffentragenden staatlichen Behörde.
Aber der typische Messerstecher und Straßenschläger wird sich sicher einen Dreck drum scheren.
Ebenfalls würde es mir als WBK Inhaber und Waffenbesitzer sicher nicht in den Sinn kommen das ich jemanden beanstande oder die Polizei hole wenn jemand mit einem Waffenkoffer in ein Fahrzeug der WienerLinien einsteigt.
Eine sinnlose und zahnlose Vorschrift wie ein Großteil der Beförderungsvorschriften die aufgrund mangelnder Durchsetzungsfähigkeit sowieso nur Wischiwaschi sind.

Noch ein Tipp:
Falls ihr mal mit eurem Waffen unterwegs seid und irgendwer vom Personal was dagegen sagt, dann sagt einfach im Koffer ist ein Musikinstrument oder irgend eine andere harmlose Sache.
Zum reinschauen in euer Behältnis hat das Personal der WienerLinien kein Recht, egal wie sehr sich der Herr Security oder die Frau Fahrscheinkontrollor aufbläst.
Das einzige was ihr denen zeigen müsst das ist euer gültiger Fahrschein und sonst nix.
Falls bei so einem Kasperltheater mal eure persönlichen Daten verlangt werde dann verweigert diese und verlasst das Fahrzeug und den Stationsbereich der WienerLinien und fertig.
Da ihr nur gegen die Beförderungsbestimmungen bzw. Hausordnung verstoßen habt, kann euch auch kein Kontrollor oder anderer Wichtigtuer festhalten oder sonst was machen.
Leider gibt es vereinzelt doch noch einige Kollegen die glauben sie müssten sich bei den normalen Fahrgästen aufspielen aber das sind dann auch die selben Leute die bei Ärger mit Randgruppen die ersten sind die abhauen wenns brenzlig wird.

Ich hoffe euch damit einen kleinen Einblick in die Welt der WienerLinien gegeben zu haben.


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BeitragVerfasst: 16. Januar 2018, 15:26 
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Registriert: 4. Juli 2015, 06:15
Beiträge: 1057
Hallo Katzenmeister,

danke für deine erfrischend ehrliche und offene Auskunft. Die Wiener Linien als typischer Vertreter der "Augen zu und Deckel drauf" Fraktion ist ohnehin gleichzusetzen mit fast allen öffentlichen Institutionen in diesem Land.

MfG
Resistance

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Macchiavelli

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BeitragVerfasst: 16. Januar 2018, 20:07 
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Registriert: 11. Februar 2011, 21:00
Beiträge: 148
@ Katzenmeister,

auch von mir recht herzlichen Dank für deinen ehrlichen u. interessanten Bericht.

LG Steamy

_________________
Mitglied Nr. 370


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BeitragVerfasst: 16. Januar 2018, 22:50 
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Registriert: 4. Januar 2006, 21:32
Beiträge: 69
Auch von meiner Seite Dank und Anerkennung für Deinen ehrlichen und mutigen Beitrag.

Franz Schmidt
Ehrenmitglied der IWÖ


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BeitragVerfasst: 17. Januar 2018, 19:36 
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Registriert: 23. März 2010, 19:19
Beiträge: 3318
Wohnort: 1210 Wien
Natürlich auch von mir ein herzliches Dankeschön für die Klarstellung, habe mir schon gedacht, daß diese "Hampelmänner" vulgo Securities KEINE Exekutivgewalt haben und Fahrgäste weder perlustrieren dürfen noch das Gepäck kontrollieren dürfen......
grüsse
sousek, 718


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