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BeitragVerfasst: 24. April 2014, 14:24 
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Loran hat geschrieben:
Im Zweifelsfall ein Schuß in den Oberschenkel, kurz oberhalb des Knies aus normaler SV-Entfernung - 3 bis 10 m - sollte jeden Angreifer stoppen, wenn man das richtige Kaliber verwendet. Ich bevorzuge .45 ACP.


Ich sage dazu nur Tueller Drill. Selbst aus einer Entfernung von 7 Meter bei bekanntem Angreifer und bekanntem Ablauf und mit ausreichend Vorwarnzeit ist ein gezogenes Messer einer geholsterten Schusswaffe meist überlegen. Ein Treffer im Oberschenkel egalisiert das Trägheitsmoment des Angreifers nicht, die letzen 2 Meter kann der auch fallend zurücklegen. Aus eigener Beobachtung kann ich berichten, dass ein Schussbruch des Oberschenkels zwar die Bewegungsfähigkeit einschränken kann, den Kampfwillen einer selbst nur mäßig motivierten Person aber nicht brechen kann. Daher auch die Empfehlung, den Seitwärtsschritt beim Ziehen regelmäßig zu üben.

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„Lösungen mathematischer Probleme werden nicht durch Abstimmung entschieden.“ – Marilyn vos Savant

"Ich trage eine Waffe weil mir ein Polizist zu schwer ist."

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BeitragVerfasst: 24. April 2014, 23:43 
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Registriert: 11. Februar 2011, 21:00
Beiträge: 146
Pirker hat geschrieben:
Loran hat geschrieben:
Hallo Pirker,
ich kann Deine Frustration verstehen und es ist sicherlich belastend, wenn solche psychischen Traumata die eigenen Kinder oder einen selbst belasten.

Ich bin nicht frustriert sondern zähle nur Fakten auf.

Loran hat geschrieben:
Versuche Dir aber mal vorzustellen, wieviel größer das Trauma sein würde, wenn Dein Kind mitansehen muß, wie Du jemanden tötest( getötet hast) und dafür vielleicht vor den Kadi mußt und dank unserer Rechtssprechung nicht wieder nach Hause darfst...., weil das Gericht eben nicht auf Notwehr erkennt.

Dann würden meine Kinder erkennen, daß die Rechtssprechung in diesem Land manchmal schlecht ist und sich umso mehr freuen, wenn ich wieder auf freiem Fuß wäre. Ich bin dazu verpflichtet meine Kinder zu schützen und bei der richtigen Erziehung erkennen sie auch, wo in diesem Fall der Fehler gelegen hätte. Nochmal, genau dieses Gelabere von wegen, ja aber was ist wenn der böse Richter doch nicht auf Notwehr... bla bla. dient lediglich um unschlüssige Leute zu verunsichern und ihnen ihr Recht auf Selbstverteidigung auszureden! Ich mache nichts Unrechtes wenn ich mein Heim und meine Familie verteidige!

Loran hat geschrieben:
Ich entschuldige mich hier mal schon bei allen, aber ich kann nicht über meinen Schatten springen. Ich habe lange genug als Bodyguard gearbeitet und etliche solcher selbsternannten "Möchtegernhelden" mit Knarre erlebt. Hinterher war der Katzenjammer groß. Heute arbeite ich als Psychotherapeut und betreue Opfer von Gewalttaten und auch Täter in der Forensischen Abteilung einer renomierten Landesklinik.

Ich bin kein "Möchtegernheld", dagegen verwehre ich mich. Das ist ein klassisches AWN Argument, daß absolut haltlos ist. Wir Legalwaffenbesitzer wollen nicht "mit der Knarre rumfuchteln" und Held spielen, sondern wenn es notwendig ist mit der Waffe unser Recht auf Selbstverteidgung ausüben. Leider ist es heutzutage üblich, daß sogenannte Experten die Opfer in die Täterrolle stecken und dann solange therapieren, bis sie sich bei den wahren Tätern vielleicht noch entschuldigen....



@ Pirker:
Du sprichst mir aus der Seele!

Ein dickes +1

LG Steamy

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BeitragVerfasst: 24. April 2014, 23:50 
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Loran hat geschrieben:

Im Zweifelsfall ein Schuß in den Oberschenkel, kurz oberhalb des Knies aus normaler SV-Entfernung - 3 bis 10 m - sollte jeden Angreifer stoppen, wenn man das richtige Kaliber verwendet. Ich bevorzuge .45 ACP.

Gruß Loran


Werter Loran,
ich möchte Dir nicht nahetreten, aber Dein posting gibt Grund zur Annahme, dass Du noch nie mit einer FFW in der Hand Dein Leben verteidigen musstest.

Ich schon.

LG Steamy

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BeitragVerfasst: 25. April 2014, 07:35 
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Staemy,
Du hast Recht. Ich mußte men Leben noch nie mit einer Waffe verteidigen. Ich habe bisher meinen Ar*** immer für andere hinhalten müssen und auch wenn die es manchmal darauf anzulegen schienen, daß sie Ärger bekommen, hab ich noch nie scharf schießen müssen. Ich hoffe, das bleibt so.

Gruß Loran


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BeitragVerfasst: 25. April 2014, 07:39 
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@ Steamy:

+1 retour! :wink:

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Lieber Gott, bitte schütze mich vor meinen Freunden, vor meinen Feinden schütze ich mich selbst!

Pirker Dietmar Nr. 6928


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BeitragVerfasst: 25. April 2014, 07:41 
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Grundsätzlich ist es nicht die beste Option, auf sich bewegende Körperteile zu schießen. Eine Windmühle zb. würde ich als Artillerist zerstören wollen, indem ich mitten in das Gebäude schieße und nicht auf die Flügel des Windrades.

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Wer seine Waffen zu Pflugscharen schmiedet wird für jene pflügen, die dies nicht getan haben.


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BeitragVerfasst: 25. April 2014, 07:51 
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Beiträge: 120
Die Thematik Messer gegen Schusswaffe haben auch mal die Mythbuster ausgiebig getestet, unter 6-7 Meter war der mit dem Messer meist der Schneller. Wobei ich da aber nicht wirklich das Problem sehe. Der kann vielleicht schon der Schnellere sein, allerdings ist doch so ein Kampf nach dem ersten Zustechen nicht automatisch vorbei oder irre ich mich da!? Hier wird dann eine SChusswaffe die etwas mehr Durchschlagskraft als ein Messer hat sicher auch von Vorteil sein. Ob man dann mit zig Messerstichen aber noch selbst überlebt ist ja ein anderes Thema.
Sollte man einer Konfrontation aus dem Wege gehen können wäre dies sicher von Vorteil. Zumal man sich durch etwas Abstand vielleicht auch einen taktischen Vorteil verschaffen kann für ein späteres Eingreifen, zumindest besser als wenn einen der Agressor mit heruntergelassen Hosen kalt erwischt.
Sollte man allerdings in eine Notwehrsituation kommen, dann würde ich mit Maximaler Härte vorgehen, ohne Rücksicht auf Sachen wie Trefferpunktlage.
Der Glaube dass Verbrecher beim Anblick einer Waffe das Weite suchen ist meiner Meinung nach Überholt. Richtige Verbrecher kommen heute aus Regionen wo Gewalt alltäglich vorgelebt wird. Die haben wenig Skrupel auch mir gegenüber hart vorzugehen ( sieht man ja momentan bei den Überfällen auf die ÖVPler). Dass kann aber jeder sehen wie er will und sich vor den Gerichten fürchten...


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BeitragVerfasst: 25. April 2014, 08:45 
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Zitat:
Der Glaube dass Verbrecher beim Anblick einer Waffe das Weite suchen ist meiner Meinung nach Überholt.

Das wird auch daran liegen, dass viele Leute in unserer degenerierten Gesellschaft glauben, man wagt es ohnehin nicht, seine Feuerwaffe zu verwenden.

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Gruss Erpi
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Ich bin zwar verantwortlich für das was ich schreibe, aber nicht dafür, wie es ein Anderer versteht.


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BeitragVerfasst: 25. April 2014, 09:15 
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Cappet hat geschrieben:
Der kann vielleicht schon der Schnellere sein, allerdings ist doch so ein Kampf nach dem ersten Zustechen nicht automatisch vorbei oder irre ich mich da!?


Eine nichtlethale Messerwunde erkennt man daran, dass man noch Zeit hat, darüber nachzudenken. Lethale Messerwunden führen idR binnen 30-45 Sekunden zur Bewusstlosigkeit. Die Zeiten, als man in der Drogenszene (Wirtshaus) Streitigkeiten durch gezieltes Zerschneiden der Kleidung geregelt hat sind seit 100 Jahren vorbei. Heute geht es bei einem Messerangriff (im Gegensatz zur Drohung mit dem Messer zwecks Raub) entweder um einen eskalierenden Streit (wofür man sogar als Opfer verurteilt werden kann, wenn man sich mit dem Messer gegen eine Übermacht verteidigt und dabei einen tötet; siehe Fall in Graz) oder um einen Mordanschlag. Solch ein Angriff erfolgt nicht mit einem einfachen Stich, sondern das Messer wird seitlich herausgerissen, mit entsprechend großflächiger Wunde.

Nicht umsonst lautet die Faustregel "run from a knife".

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BeitragVerfasst: 25. April 2014, 10:47 
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Revierler hat geschrieben:
Grundsätzlich ist es nicht die beste Option, auf sich bewegende Körperteile zu schießen. Eine Windmühle zb. würde ich als Artillerist zerstören wollen, indem ich mitten in das Gebäude schieße und nicht auf die Flügel des Windrades.


Anscheinend gibt es hier in A eine ganz andere Mentalität, was den Einsatz von Schußwaffen zur persönlichen Verteidigung betrifft.
Ich oute mich hiermit mal als Zuwanderer aus Deutschland. Bei uns trainieren selbst die Streifenpolizisten das Schießen auf die Extremitäten, da Körpertreffer "nach Möglchkeit zu vermeiden sind".


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BeitragVerfasst: 25. April 2014, 10:54 
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Unsere Mentalität (bei Privaten nicht bei der Polizei) scheint aber besser zu sein. Das bewußte Schießen auf Extremitäten ist verfehlt. Ein Oberschenkeldurchschuß wird oft gar nicht wahrgenommen und der Knochen ist kein wirklich großes Ziel. Den wird man absichtlich kaum treffen können.


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BeitragVerfasst: 25. April 2014, 11:21 
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Cappet hat geschrieben:
Die Thematik Messer gegen Schusswaffe haben auch mal die Mythbuster ausgiebig getestet, unter 6-7 Meter war der mit dem Messer meist der Schneller.

Ich nehme an, da ging es um geholsterte Waffen und darum, ob man rechtzeitig ziehen und schießen kann?

Für die meisten von uns ist aber viel eher die SV in den eigenen vier Wänden interessant und da hat man meiner Meinung nach einen grundlegenden Fehler gemacht, wenn man einem Einbrecher mit geholsterter Waffe gegenübersteht.

Genauso, wie die Waffe unterladen zu führen o.Ä.

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Wolfgang


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BeitragVerfasst: 25. April 2014, 11:27 
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@ Loran:

In einer Selbstverteidigungssituation geht es darum, einen gegenwärtigen oder unmittelbar drohenden rechtswidrigen Angriff abzuwehren, dazu kann es notwendig bzw. am zweckmäßigsten sein eine Schußwaffe einzusetzen.

Wenn man einmal soweit ist, von der Schußwaffe Gebrauch machen zu müssen, dann sollte das auch auf zweckmäßige Art und Weise erfolgen, sprich: der Angreifer muß nachhaltig dazu gebracht werden, von seinem rechtswidrigen Vorgehen abzulassen - erst dann ist der Angriff beendet! Das erreicht man am besten durch einen körpermittigen Treffer, das lernt schon jeder Rekrut beim Bundesheer.

Kunstschützen, die dem Übeltäter die Waffe aus der Hand oder ihm "nur ins Bein" schießen sind im Zirkus besser aufgehoben. Überall sonst würden sie nicht sehr alt werden.

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Gruß
Richard Temple-Murray


Cui bono?

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BeitragVerfasst: 25. April 2014, 15:13 
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Wohnort: Wien Süd
Zitat:
Anscheinend gibt es hier in A eine ganz andere Mentalität, was den Einsatz von Schußwaffen zur persönlichen Verteidigung betrifft.

Es freut mich zu lesen, dass Österreich noch nicht völlig vertuntet ist. Man beachtet hier, im Falle der Notwehr noch nicht, ob der Schußknall die Kinder des Nachbarn erschrecken könnte oder dass man nach 22:00 Uhr keinen Lärm machen darf.

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Gruss Erpi

Mitglied 3910

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BeitragVerfasst: 25. April 2014, 19:59 
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Wohnort: 1210 Wien
Also, meiner Meinung nach hat das Richard genau auf den Punkt gebracht, alle anderen Diskussionen sind wohl mehr akademisch...es geht letztendlich darum den rechtswidrigen Angriff auf körperliche Unversehrtheit bzw. Vermögen SOFORT zu beenden. Wie immer gilt der Grundsatz: "Besser 8 Geschworene als 6 Sargträger.
So sehe ich das zumindest.
grüsse
sousek, M.Nr. 718


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