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 Betreff des Beitrags: Problem
BeitragVerfasst: 24. Februar 2017, 00:08 
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Registriert: 29. Januar 2017, 14:19
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Hallo zusammen,
bin neu hier und habe eine Frage: ich habe eine Glock 17 die während des schießens ein Magazin verliert, weiß jemand woran es liegen könnte? Ich sehe nicht den kleinsten Unterschied zu den anderen.
Schönen Tag noch.


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 Betreff des Beitrags: Re: Problem
BeitragVerfasst: 24. Februar 2017, 07:44 
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*Thema verschoben*

Herzlich Willkommen im Forum und hoffentlich auch bei der IWÖ!

Kann es sein, daß du unabsichtlich am Magazinauslöser ankommst?

_________________
Lieber Gott, bitte schütze mich vor meinen Freunden, vor meinen Feinden schütze ich mich selbst!

Pirker Dietmar Nr. 6928


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 Betreff des Beitrags: Re: Problem
BeitragVerfasst: 24. Februar 2017, 09:13 
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Beiträge: 141
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Magazinrast eventl abgenutzt ! uhrmacherlupe zum überprüfen sinnvoll ! zieh mal kräftig am magazinboden nach unten bei ungeladener waffe ! kannsein dass die rast nicht ganz einschnappt aufgrund von abnutzung od fabrikationsmangel

lg

_________________
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 Betreff des Beitrags: Re: Problem
BeitragVerfasst: 24. Februar 2017, 10:26 
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Die häufigsten Ursachen sind:

a) Magazin beim (Nach)Laden nicht eingerastet
b) Ungewollte Betätigung des Magazinauslösers (insbesonders wenn nicht Original sondern "Extended" Magazinauslöser verbaut)
c) mechanische Abnutzung am Magazin oder an der Rast

ad a) Den Ladevorgang wie folgt ausführen:
-) Frisches Magazin so erfassen, dass der Zeigefinder entlang der abgerundeten Vorderkante liegt (dazu müssen bei kopfüber im Magazinhalter befindlichen Magazin die Projektile nach vorne zeigen)
-) Magazin zur Waffe bringen, dabei ggf. das verbrauchte Magazin auswerfen
-) Die flache Rückseite des Magazins mit der flachen Rückseite des Magazinschachtes in Kontakt bringen und ca. 2cm einführen
-) Die Hand nun öffnen und das Magazin in einer fließenden Bewegung kräftig bis zum Anschlag einführen
-) Mit der Unterstützungshand den Schlitten bei rückwärtsgerichtetem Daumen von oben erfassen und kräftig nach hinten ziehen (als ob man ihn abreissen wollte), dabei mit der Schusshand das Griffstück nach vorne drücken (richtig ausgeführt kommt die Kraft aus den Brustmuskeln), die Unterstützungshand bei erreichen des hinteren Anschlags vom Schlitten nach hinten quasi abruschten lassen
-) Am Magazinboden ziehen; wenn das Magazin nicht herauskommt ist sichergestellt, dass die Waffe geladen ist.

Ad b) Original Magazinauslösehebel wieder einbauen. Waffengriff kontrollieren, ob der Daumen der Schusshand oder der Daumenballen der Unterstützungshand unzulässigen Druck auf Magazinauslöser und/oder Schlittenfang ausüben. Letzteres kann je nach Richtung des Drucks dazu führen, dass der Schlitten entweder trotz nicht-leerem Magazin hinten bleibt oder trotz leerem Magazin sich wieder schließt.

Ad c) Wie a) nur probeweise mit leeren Magazinen.

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„Lösungen mathematischer Probleme werden nicht durch Abstimmung entschieden.“ – Marilyn vos Savant

"Ich trage eine Waffe weil mir ein Polizist zu schwer ist."

"L'Etat n'est plus nous."


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 Betreff des Beitrags: Re: Problem
BeitragVerfasst: 24. Februar 2017, 11:40 
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Registriert: 20. Juni 2016, 18:32
Beiträge: 59
Gunter hat geschrieben:
-) Am Magazinboden ziehen; wenn das Magazin nicht herauskommt ist sichergestellt, dass die Waffe geladen ist.


auch wenn das magazin "herauskommt" ist die waffe nach dem beschriebenen vorgang geladen!

_________________
chris
IWÖ M-Nr. 10963


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 Betreff des Beitrags: Re: Problem
BeitragVerfasst: 24. Februar 2017, 14:51 
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Registriert: 4. Januar 2006, 19:53
Beiträge: 3462
winnfield hat geschrieben:
Gunter hat geschrieben:
-) Am Magazinboden ziehen; wenn das Magazin nicht herauskommt ist sichergestellt, dass die Waffe geladen ist.


auch wenn das magazin "herauskommt" ist die waffe nach dem beschriebenen vorgang geladen!


Irrtum!!!

Wenn der Schlitten repetiert wird, dann wird eine eventuell im Lager befindliche Patrone (außer bei defektem Auszieher, in welchem Fall es zu einer Störung kommt) ausgeworfen ==> Die Waffe wird entladen. Ist nun das Magazin nicht eingerastet, dann sitzt es zu tief im Magazinschacht, sodass die oberste Patrone nicht (oder zumindest nicht sicher, Störung möglich) erfasst und zugeführt wird ==> Die Waffe bleibt entladen!

Für die zuverlässige Funktion der Zuführung muss
1) (notwendige Bedingung) der Schlitten eine vollständige Tour (bis zur hintersten Position und unter Federkraft wieder bis zur Verriegelung) durchlaufen, während
2) (notwendige Bedingung) das voll funktionsfähige Magazin korrekt eingerastet ist und dieses
3) (notwendige Bedingung) zuvor mindestens 1 Patrone im passenden Kaliber und in der korrekten Orientierung enthalten hat.

Das o.g. Verfahren garantiert, dass alle 3 notwendigen Bedingungen erfüllt sind, und zwar rein mittels grobmotorischer Vorgänge. Eine - unter Stressbedingungen störanfällige - Kontrolle durch fein motorischen "press check" (Schlitten ein kleines Stück zurückziehen und die Hülse durch Gesichts- und/oder Tastsinn erfassen) kann dann getrost entfalllen.

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 Betreff des Beitrags: Re: Problem
BeitragVerfasst: 24. Februar 2017, 15:00 
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Registriert: 20. Juni 2016, 18:32
Beiträge: 59
wollen wir uns auf folgendes einigen:

es ist nicht sicher das die waffe sicher nicht geladen ist!

Gunter hat geschrieben:
sodass die oberste Patrone nicht (oder zumindest nicht sicher, Störung möglich) erfasst und zugeführt wird

_________________
chris
IWÖ M-Nr. 10963


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 Betreff des Beitrags: Re: Problem
BeitragVerfasst: 24. Februar 2017, 20:22 
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Registriert: 4. Januar 2006, 19:53
Beiträge: 3462
winnfield hat geschrieben:
wollen wir uns auf folgendes einigen:

es ist nicht sicher das die waffe sicher nicht geladen ist!

Gunter hat geschrieben:
sodass die oberste Patrone nicht (oder zumindest nicht sicher, Störung möglich) erfasst und zugeführt wird


Der Vorgang die dazu, den Übergang der Pistole in einen undefinierten Quantenzustand ("Schrödingers Pistole") zu verhindern, bei dem sie zugleich geladen und ungeladen ist und erst zu einem Zeitpunkt durch Abzugsbetätigung gezwungen wird, einen definierten Zustand einzunehmen (welcher nach Murphy im Notwehrfall immer der ungeladene Zustand sein wird).

Wenn ich eine ungeladene Pistole erzeugen will, dann geht das so:

-) Schlitten hinten arretieren
-) Magazin herausnehmen
-) 3 mal repetieren
-) in die Kammer (muss frei sein) und den Magazinschacht (muss frei sein) schauen
-) den Standnachbarn ebenfalls schauen lassen
-) Schlitten durch Zurückziehen (wie beim Laden) entriegeln und unter Federkraft vorschnellen lassen

NB: trocken Abschlagen ist nicht nötig (Federn brechen durch Ermüdung, nicht weil sie gespannt gelagert werden; trocken Abschlagen bringt auch keinen Gewinn an Sicherheit sondern bewirkt, dass die letzte Trainingseinheit für den Abzugsfinger nicht "Abkrümmen" sondern "Durchreissen" lautet).

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 Betreff des Beitrags: Re: Problem
BeitragVerfasst: 25. Februar 2017, 10:56 
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Registriert: 20. Juni 2016, 18:32
Beiträge: 59
Gunter hat geschrieben:
"Schrödingers Pistole"


absolute zustimmung 8)

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chris
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 Betreff des Beitrags: Re: Problem
BeitragVerfasst: 26. Februar 2017, 03:22 
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Registriert: 11. März 2016, 15:48
Beiträge: 60
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Ich will ja als Newbie nicht den Oberlehrer heraushängen lassen, aber diese Diskussion ist obsolet, wenn jeder die erste Sicherheitsregel bei Waffen kennt.

_________________
Demjenigen gehört die Zukunft, der Bestehendes infrage stellt um neue Tore zu öffnen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Problem
BeitragVerfasst: 26. Februar 2017, 23:05 
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Registriert: 25. März 2013, 10:20
Beiträge: 111
WolfgangF hat geschrieben:
Ich will ja als Newbie nicht den Oberlehrer heraushängen lassen, aber diese Diskussion ist obsolet, wenn jeder die erste Sicherheitsregel bei Waffen kennt.

Hast schon Recht, aber ich halte was von so ausführlichen Ablaufbeschreibungen und Diskussionen, solange sie beim Thema bleiben. Warum?

Das Forum soll informieren, Wissen und Kenntnisse vermitteln. Der Kenntnis und Wissensstand derer, die sich für das Schießen interessieren ist sehr unterschiedlich und will angehoben werden. Dazu beizutragen ist eine noble Aufgabe. Detaillierte Ablaufbeschreibungen regen das analytische Mitdenken an und provozieren weiterführende Fragen, tragen so zu Kenntnisverbreitung bei und bekämpfen Mythenbildung.

Wenn ich mich zu irgendwelchen Themen in einschlägigen Foren eingelesen habe, waren gerade derart ausführliche Beiträge sehr nützlich, haben mich weitergebracht. Ich konnte meinen Wissensstand schärfen und überprüfen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Problem
BeitragVerfasst: 27. Februar 2017, 09:31 
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Registriert: 4. Januar 2006, 19:53
Beiträge: 3462
WolfgangF hat geschrieben:
Ich will ja als Newbie nicht den Oberlehrer heraushängen lassen, aber diese Diskussion ist obsolet, wenn jeder die erste Sicherheitsregel bei Waffen kennt.


Die 4 Regeln nach Jeff Cooper stellen bei religiöser Befolgung sicher, dass man niemandem (sich selbst eingeschlossen) unabsichtlich mit einer Waffe weh tut.

Auf einem Schießstand, wo idR niemand auf einen schießt, keine Eile besteht und danebenschießen keine Folgen hat (oder nur geringfügige finanzielle, wenn man an der Einrichtung was kaputtschießt), kommt man auf verschiedensten Wegen an das Ziel, Löcher (möglichst nahe an der beabsichtigten Stelle) in Papierscheiben zu stanzen.

Ist man allerdings mit einem potentiell letalen Angriff konfrontiert, hat man buchstäblich den Rest seines Lebens um das Problem zu lösen. Da braucht man reflexartig funktionierende Fertigkeiten, die auch unter hohem Stress (d.h. rein grobmotorisch) funktionieren, weil man zu 100% damit beschäftigt sein wird, was jetzt zu tun ist und keine Kapazität für das wie übrigbleibt.

Ich halte es daher für überaus sinnvoll, genau jene Abläufe auch dann einzusetzen und damit einzuüben, wenn es ohne Stress und vollkommen ungefährlich zugeht. Außerdem zeigt sich, dass die Anzahl der Handlungsmöglichkeiten direkt proportional zur Entscheidungszeit ist. Daher auch nur 1 definierte Aktion (und zwar jene, die auch die häufigste Ursache für den Reiz beseitigt) für 1 bestimmten Reiz.

Kein Peng -> (häufigste Ursache: Leere Kammer) -> Nachladen (Beseitigt auch Zündversager, eingeklemmte Hülse, nicht vollständig eingeführtes Magazin, ...) -> immer noch kein Peng -> (häufigste Ursache: doppelte Zuführung) -> große Störungsbehebung (Schlitten arretieren, Magazin raus, ...) (Beseitigt auch defektes Magazin, Ausziehversagen, ...) -> immer noch kein Peng -> zum Büchsenmacher laufen (falls sich das im jetzigen Leben noch ausgeht) und das ganze ohne Nachdenken während man die schon vorher angepeilte Deckung aufsucht.

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