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 Betreff des Beitrags: guardian angel
BeitragVerfasst: 16. Oktober 2017, 18:08 
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Registriert: 18. Januar 2013, 06:34
Beiträge: 63
guten abend vorerst
was mich schon länger beschäftigt, wann darf man einen pfefferspray oder einen guardian angel hat 2 düsen mit pfeffer verwenden. ich wurde heute wieder einmal fast von einen irren attakiert, ich bin in der shopping city gestanden am behindertenparkplatz, ich habe eine berchtigung. als ocj zum auto gekommen bin ist eine buberl vor mir auch auf einen behinderten parkplatz gestanden, ich bin in mein auto eingestiegen, ud mein handy hat geläutet, ich habe telefoniert, worauf der ausgestiegen ist weil seine partnerin gekommen ist hat sinen kofferaum von seinen auto aufgemacht und hat einmal mich mit irgendwas bedacht, ich habe nicht reagiert, ich habe gestartet, er hat mein auto angespuckt ich habe wieder nicht reagiert worauf er nahe daran war auf mich losgehn wollte, sogut einmal
aber wann kann ich einen pfefferspray einsetzen ( ich habe einen waffenpaß und waffen) muß ich da warten bis er mich niedertritt oder sonstiges, weil wenn ich den spray oder den pfeffer schiesser einsetzte bekomme ich sicher waffenverbot, oder???
danke im voraus


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 Betreff des Beitrags: Re: guardian angel
BeitragVerfasst: 16. Oktober 2017, 21:07 
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Registriert: 16. November 2011, 18:41
Beiträge: 501
Zitat:
Notwehr StGB § 3.

(1) Nicht rechtswidrig handelt, wer sich nur der Verteidigung bedient, die notwendig ist, um einen gegenwärtigen oder unmittelbar drohenden rechtswidrigen Angriff auf Leben, Gesundheit, körperliche Unversehrtheit, sexuelle Integrität und Selbstbestimmung, Freiheit oder Vermögen von sich oder einem anderen abzuwehren. Die Handlung ist jedoch nicht gerechtfertigt, wenn es offensichtlich ist, daß dem Angegriffenen bloß ein geringer Nachteil droht und die Verteidigung, insbesondere wegen der Schwere der zur Abwehr nötigen Beeinträchtigung des Angreifers, unangemessen ist.

(2) Wer das gerechtfertigte Maß der Verteidigung überschreitet oder sich einer offensichtlich unangemessenen Verteidigung (Abs. 1) bedient, ist, wenn dies lediglich aus Bestürzung, Furcht oder Schrecken geschieht, nur strafbar, wenn die Überschreitung auf Fahrlässigkeit beruht und die fahrlässige Handlung mit Strafe bedroht ist.


Durch eine Spuckattacke auf ein Fahrzeug oder eine Ehrenbeleidigung liegt keine Notwehrsituation vor, sosehr man auch auch verärgert sein mag.

Das Zeigen im Sinne von sichtbar machen einer Waffe kann trotzdem je nach Situation ungemein deeskalierend wirken. Dabei reicht es zb dass eine unter der Kleidung geführte Waffe etc für den Aggressor sichtbar wird. Trotzdem wäre ich da behutsam mit gewissen Andeutungen. Wenn man eine Waffe sichtbar macht, sollte man erstens gute Gründe dafür haben und zweitens das Gegenüber verbal auf die Grenzen aufmerksam machen, sich trotzdem weiterhin ruhig verhalten und abwarten, bis der Aggressor die Handlung eingestellt.

Sinn jeder Handlungen sollte das Wiedererlangen der Kontrolle und Beruhigen der Situation sein. Es könnte daher auch Flucht oder Verlassen des Ortes in Frage kommen. Auf keinen Fall sollte man sich provozieren lassen.

Das Ziehen einer Waffe, und dazu kann auch das Hervorholen eines Pfeffersprays zählen, gilt als Drohung und stellt eine Straftat dar, sofern es sich nicht eindeutig um eine Notwehrsituation handelt und die Gerichte nehmen das recht ernst. Faustregel: Wenn man Zeit zum Nachdenken hat, ob Notwehr oder nicht, ist es mit hoher Wahrscheinlichkeit keine Notwehr. Von daher - Streithanseln aus dem Weg gehen!


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 Betreff des Beitrags: Re: guardian angel
BeitragVerfasst: 16. Oktober 2017, 21:27 
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Registriert: 18. Januar 2013, 06:34
Beiträge: 63
danke ich provoziere sicher nicht, ich habe mich abgewendet und bin weggefahren die waaffe habe ich selten mit nur in der nacht wenn ich jagen gehe oder nachtfischen
danke


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 Betreff des Beitrags: Re: guardian angel
BeitragVerfasst: 17. Oktober 2017, 09:06 
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Registriert: 4. Januar 2006, 19:53
Beiträge: 3469
Ein Pfefferspray dient zur "Beruhigung" einer verbal aggressiven Person unmittelbar bevor diese handgreiflich wird. Die Indikatoren für einen unmittelbar bevorstehenden körperlichen Angriff sind gestiegener Blutdruck (roter Kopf), Adrenalinausschüttung (geballte Fäuste) und Fokussierung auf das Angriffsziel (stechende Bewegung mit ausgestrecktem Zeigefinger). Typisch ist auch das schnelle umschauen nach Zeugen unmittelbar bevor die Faust fliegt bzw. der vorgetäuschte Rückzug (sogenannter "Sucker Punch" aus der Drehung).

Gegen einen bereits im Angriffsmodus befindlichen oder chemisch beeinträchtigten Aggressor kommt der Pfefferspray eher zu spät.

Wichtig ist, dass man genau artikulieren kann, warum man zum Einsatz eines bzw. gerade dieses Notwehrmittels gezwungen war. Und was man alles zur Deeskalation versucht bzw. zur Eskalation nicht beigetragen hat.

Wie schon angesprochen: Notwehr ist vermutlich nicht gegeben, wenn man noch darüber nachdenken kann, ob sie angebracht ist oder nicht.

_________________
MgNr 3730

„Lösungen mathematischer Probleme werden nicht durch Abstimmung entschieden.“ – Marilyn vos Savant

"Ich trage eine Waffe weil mir ein Polizist zu schwer ist."

"L'Etat n'est plus nous."


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