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 Betreff des Beitrags: Re: Waffenrecht Fazit
BeitragVerfasst: 30. Juli 2010, 11:10 
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Zitat:
Markus: Stückzahlbegrenzung - Das soll aber weniger daran gelegen haben, dass man es nicht versucht hat,


Doch, der Handel (Siegert und alle anderen) hat es versucht. Wie mir Dr. Siegert im Frühjahr (im Frühstadium der Verhandlungen) zugesichert hatte, gab es seitens des Ministeriums sehr wohl Pläne eine sogenannte Stufenplan bei der Stückzahlbegrenzung einzuführen.

Zitat:
RITM: Wäre aber vielleicht zulasten des guten Gesprächsklimas gegangen.


Ja leider ist Dr. Siegert (und auch die anderen Verhandle waren das) ein sehr vornehmer Mensch. Härte gegen den Gesprächspartner kennt er nicht. Er denkt, daß man alles ausreden könne. Mit einem Wort der personifizierte Kompromiß. Mit seiner Art hat er schon sehr viel erreicht. Diesmal lief es leider anders.
Zitat:
Scrumpi: Seit wann sind die Grünen, die offensichtlich größtenteils in einem Disneyland parallel


Da muß ich widersprechen, die Grünen wissen genau was sie wollen und was sie tun. Nicht ein Disneyland wollen sie installieren sondern eine bolschewistische Diktatur!

Zitat:
Vielleicht eine Idee für Waffenhändler, Vereine und Verbände: Bietet kostenlose Waffenführerscheine an, kostenlos für zumindest Frauen und schneidet die Kurse auf das Zielpublikum zu. Vielleicht in Unternehmen Werbung machen, Gruppenkurse mit praktischem Schießen. Wenn man das als Händler gut aufbaut, setzt man bestimmt auch irgendwann mehr um.


Bin ganz auf Deiner Seite.

Und --- wie ich aus berufenem Munde weiß (Verhandlungsteilnehmer), ist letztlich alles am Kabinett ÖVP gescheitert! Wie schon Kanzler Molterer gesagt hatte („Nur keine schlafenden Löwen wecken!“) hatte das Kabinett Fekter nicht den Mut eine wirkliche Liberalisierung zuzulassen.
Nun ja, damit haben hoffentlich auch die dümmsten Waffenbesitzer begriffen, welchen Stellenwert die ÖVP dem legalen und gesetzestreuen Waffenbesitzer zubilligt. Auf die Stimmen der Waffenbesitzer will sie zukünftig offensichtlich verzichten.


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 Betreff des Beitrags: Re: Waffenrecht Fazit
BeitragVerfasst: 30. Juli 2010, 11:26 
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ich denke das es egal was wir wollen und gerne hätten durchziehen wollen, denen sind wir völlig egal oder maximal ein Ärgerniss.

Das ist leider so.

..........und ich denke das alle die es betrifft, ihr BESTES versucht haben, gegen die EU Marionetten, die unbeirrt und egal ob gut oder schlecht ihr Ding durchziehen. Das beweisen sie mit fast allen handlungen seit bestehen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Waffenrecht Fazit
BeitragVerfasst: 30. Juli 2010, 11:44 
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Zitat:
§23 neuer Absatz 2a:
Schusswaffen der Kategorie B, deren Modell vor 1871 entwickelt wurde, sind in die von der Behörde festgelegte Anzahl nicht einzurechnen.
Seite 2 von 5
WaffG Novelle 2010
Das bedeutet, dass man zwar auch in Zukunft für einen Perkussionsrevolver eine Waffenbesitzkarte oder einen Waffenpass benötigt, die bewilligte Stückzahl dadurch aber nicht betroffen ist.


Das ist eigentlich das einzige Positive, daß ich dem neuen Gesetz entnehmen kann.

Warum nimmt man sich bezüglich der WBK Plätze nicht einfach die Schweiz als Vorbild: Dort ist es möglich binnen einer gewissen Zeit, eine bestimmte Anzahl an WES (Waffenerwerbsscheinen) zu lösen. ... keiner kann binnen weniger Monate hunderte Waffen für einen Kleinkrieg anhäufen (*g*), aber Sammler können so die Erweiterung längerfristig planen, ohne vom "good will" eines Beamten abhängig zu sein.

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 Betreff des Beitrags: Re: Waffenrecht Fazit
BeitragVerfasst: 30. Juli 2010, 12:08 
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FSchmidt hat geschrieben:
Da muß ich widersprechen, die Grünen wissen genau was sie wollen und was sie tun. Nicht ein Disneyland wollen sie installieren sondern eine bolschewistische Diktatur!


Ich habe auch nicht geschrieben, sie würden Disneyland etablieren wollen, sondern in einer solchen parallel Dimension leben, wenn sie glauben sie könnten wie sie wollten. Das grüne Kernthema - Umweltschutz - ist ja schon gegessen, der Rest ist unwählbar, so linksliberal kann man garnicht sein.

aus8 hat geschrieben:
ich denke das es egal was wir wollen und gerne hätten durchziehen wollen, denen sind wir völlig egal oder maximal ein Ärgerniss.


Kann ich nicht zustimmen. Wenn das stimmen würde, hätte man den privaten Waffenbesitz ersatzlos gestrichen. Die VP scheint ja zumindest nicht grundsätzlich gegen eine zumindest Teilliberalisierung zu sein, hat anscheinend Angst vor negativer Presse. Die professionellen Gschichtldrucker heben sich anscheinend noch etwas negativen Spielraum für den Herbst auf.

Warum eigentlich gerade 1871, die Jahreszahl gibt geschichtlich zwar einiges her, aber was genau steckt da waffenrechtlich dahinter?

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 Betreff des Beitrags: Re: Waffenrecht Fazit
BeitragVerfasst: 30. Juli 2010, 12:30 
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Zitat:
Das ist eigentlich das einzige Positive, daß ich dem neuen Gesetz entnehmen kann.

Ja. Die einläufigen Perkussionswaffen fielen mir da noch ein, der Wegfall der § 26 Meldung(eine "meiner" Forderungen :P , könnts nachlesen) und der Einbau des "Abmahnungsparagraphen". Damit ist es zumindest theoretisch möglich(wenn die örtlich zuständige Behörde will), daß geringfügige Verstöße nicht automatisch den Verlust der Zuverläßigkeit nach sich ziehen.
Das wars dann aber wirklich.


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 Betreff des Beitrags: Re: Waffenrecht Fazit
BeitragVerfasst: 30. Juli 2010, 12:54 
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Zitat:
Warum eigentlich gerade 1871, die Jahreszahl gibt geschichtlich zwar einiges her, aber was genau steckt da waffenrechtlich dahinter?

Nach diesem Datum wurden Revolver und Pistolen, die Patronen (Zünder+Hülsen+Geschoss in einem) verfeuern konnten, entwickelt!

http://de.wikipedia.org/wiki/Colt_House_1871

Die schnelle Nachladbarkeit dieser Waffen war dem Staat wahrscheinlich ein Dorn im Auge!

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 Betreff des Beitrags: Re: Waffenrecht Fazit
BeitragVerfasst: 30. Juli 2010, 14:07 
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Stiftfeuerwaffen sind ja eigentlich auch fast immer vor 1871 gebaut. Warum gibt es eigentlich noch keine Nachbauten dieser sehr interessanten Waffen, mit etwas tüfteln kann man sich selbst Munition machen. Nachbauten von Stiftfeuerrevolvern wären auch ohne WBK-Platz-Verschwendung zu bekommen?

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 Betreff des Beitrags: Re: Waffenrecht Fazit
BeitragVerfasst: 30. Juli 2010, 19:01 
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Zitat:
Nach diesem Datum wurden Revolver und Pistolen, die Patronen (Zünder+Hülsen+Geschoss in einem) verfeuern konnten, entwickelt!


Nicht wirklich. Das war schon ein paar Jahre vorher.

Der wohl erste "ernsthafte" Patronenrevolver dürfte wohl der von Smith & Wesson 1856 auf den Markt gebrachte "Model 1" sein. Kaliber: .22 kurz. Ein niedliches Gerät: Einem Erwachsenen passt es locker auf die Handfläche mit seinen 17-18 cm Länge. (je nach Version, es gab drei davon wobei die dritte zwischen 1869 und 1878 (?)produziert wurde, dort ist es so dass sie je nach Seriennummer frei ab 18, oder WBK pflichtig sind :roll: )

Und schon vorher gab es sicherlich 6mm Flobert Pistolen, denn aus der 6mm Flobert hat Smith & Wesson erst die .22 kurz entwickelt indem sie die Hülse verlängert und etwas Schwarzpulver reingeschüttet haben. (Auf den Patronenpackungen stand damals einfach "for Smith & Wessons No.1", die Kaliberbezeichnung .22 kurz kam erst später)

Irrwege der Waffengeschichte wie Teatfire, Cupfire etc. lassen wir mal bewusst aussen vor. Aber die .22kurz wird auch heute noch produziert. Dem Vernehmen nach sollen viele dieser alten Waffen moderne .22 kurz Patronen mit Nitro Ladung gut abkönnen, solange man nicht gerade Hyper Velocity Patronen verschiesst, die es auch für .22 kurz gibt. Und nat. solange die Waffe in einem guten Zustand ist.

Auch in anderen Randfeuerkalibern die heute obsolet sind gab es schon vor 1871 allerlei Revolver, Pepperboxes und Derringer.

Soweit ich weiss kam die Datumsgrenze 1871 durchs WaffG 1931 zustande, damals hat man sich wohl einfach gesagt: was 60 Jahre alt ist und älter, das ist sicher minderwirksam.

1873 kam der Colt SAA auf den Markt, und auch der deutsche "Reichsrevolver" in .44 Russian. Sicherlich wollte man solche "moderne" Revolver bereits ausschliessen, die alten und teils (Kalibermässig: .32RF .41RF .44RF) obsoleten Randfeuer Waffen hat man aber nicht reglementiert, genausowenig die "überholten" Vorderlader.


Und so gibt es auch heute noch einige alte Patronenrevolver frei ab 18 zu kaufen, wie:

Smith& Wesson No.1 .22kurz (7 Schüssig)
Smith & Wesson No.2 .32rimfire (5 Schüssig)
Smith & Wesson No. 1 1/2 .32 rimfire (5 Schüssig)
Remington Rider Pepperbox .22 kurz ( 5 Schüssig) (gab es auch in .32 RF)
Sharps Pepperbox .22 kurz /.32RF und ich glaube auch .41 RF (4 Schüssig)
Colt Derringer .22kurz/.32RF/.41RF (einschüssig)
Allen & Thurber Sidehammer .22kurz (7 schüssig)

um nur einige wenige zu nennen. Dazu gab es noch hunderte(!) unlizensierte Nachbauten von "everyone and their mothers" die in Hinterhöfen und Kellern gebaut wurden und oft 1zu1 Kopien anderer Originale von renommierten Herstellern waren.


Zum Abschluss sei noch gesagt dass man die obsoleten Randfeuerkaliber wie .32, .41 und .44 heutzutage wiederladen kann.
Dazu nimmt man eine Messinghülse die am Patronenboden eine exzentrische Bohrung hat um ein 6mm Flobert Platzpatrönchen einzusetzen, und den Rest lädt man ganz normal wieder mit Schwarzpulver. Das einzige Manko ist dass beim einsetzen in die Waffe auf die Lage der Patrone etwas geachtet werden muss damit der Schlagbolzen auch an einer "scharfen" Stelle aufschlägt.

http://www.Dixiegunworks.com bietet solche an, ebenso wie http://www.hc-collection.com (aus Frankreich?)

Ich hoffe ich habe euch nicht gelangweilt....

lg MRS


Zuletzt geändert von MRS am 30. Juli 2010, 19:09, insgesamt 1-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Re: Waffenrecht Fazit
BeitragVerfasst: 30. Juli 2010, 19:06 
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MRS hat geschrieben:
Ich hoffe ich habe euch nicht gelangweilt....
Hätte schlimmer sein können... :mrgreen:
Danke, MRS! :wink:

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Gruß,
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 Betreff des Beitrags: Re: Waffenrecht Fazit
BeitragVerfasst: 30. Juli 2010, 19:37 
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Was heißt hier gelangweilt, danke für den Exkurs in die Vergangenheit............
grüsse
sousek, M.Nr. 718


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 Betreff des Beitrags: Re: Waffenrecht Fazit
BeitragVerfasst: 30. Juli 2010, 20:11 
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Zitat:
Nicht wirklich. Das war schon ein paar Jahre vorher.

Danke! Wusste ich nicht.

Zitat:
Ich hoffe ich habe euch nicht gelangweilt....

Nein wieso? Hab wieder was dazugelernt.

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 Betreff des Beitrags: Re: Waffenrecht Fazit
BeitragVerfasst: 30. Juli 2010, 22:58 
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Scrumpy hat geschrieben:
Seit wann sind die Grünen, die offensichtlich größtenteils in einer Disneyland parallel Dimension leben, eine Fraktion, auf die man in Ministerien etwas gibt? Abschaffung der Stückzahl oder zumindest eine einheitliche geregelte Erweiterung mit Rechtssicherheit, ist ein absolut bürgerfreundliches Thema.

Also mir brauchst du das nicht zu erklären... :wink:

Fakt ist aber leider, dass "die Grünen" überproportional viel zu melden haben, da sie es offenbar immer wieder schaffen, dass "ihre" Ideen und Vorstellungen, und seien sie noch so weltfremd und abstrus, zum Gesprächsthema Nummer 1 werden. Einfach weil sie am lautesten schreien und den Großteil der Journalisten auf ihrer Seite haben. Dass man in der Politik genau davor Angst hat, ist für mich sogar einigermaßen nachvollziehbar...

Bzgl. dem Rest deines Kommentar kann ich dir nur zustimmen.

FSchmidt hat geschrieben:
Zitat:
Markus: Stückzahlbegrenzung - Das soll aber weniger daran gelegen haben, dass man es nicht versucht hat,

Doch, der Handel (Siegert und alle anderen) hat es versucht. Wie mir Dr. Siegert im Frühjahr (im Frühstadium der Verhandlungen) zugesichert hatte, gab es seitens des Ministeriums sehr wohl Pläne eine sogenannte Stufenplan bei der Stückzahlbegrenzung einzuführen.

So war's eigentlich auch gemeint - die Doppelte-Verneinung unmissverständlich zu gestalten ist mir zu so später Stunde wohl nicht mehr so ganz geglückt. :oops:

Ist eigentlich bekannt, warum man von der Idee einen Stufenplan einzuführen dann schlussendlich wieder abgekommen ist?


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 Betreff des Beitrags: Re: Waffenrecht Fazit
BeitragVerfasst: 31. Juli 2010, 06:38 
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Zitat:
Ist eigentlich bekannt, warum man von der Idee einen Stufenplan einzuführen dann schlussendlich wieder abgekommen ist?


Weil es am ÖVP-Kabinett gescheitert ist. ("Nur keine schlafenden Löwen wecken.")


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 Betreff des Beitrags: Re: Waffenrecht Fazit
BeitragVerfasst: 31. Juli 2010, 12:04 
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Zitat:
Fakt ist aber leider, dass "die Grünen" überproportional viel zu melden haben, da sie es offenbar immer wieder schaffen, dass "ihre" Ideen und Vorstellungen, und seien sie noch so weltfremd und abstrus, zum Gesprächsthema Nummer 1 werden. Einfach weil sie am lautesten schreien und den Großteil der Journalisten auf ihrer Seite haben. Dass man in der Politik genau davor Angst hat, ist für mich sogar einigermaßen nachvollziehbar...


Hier ein Kommentar eines Blogschreibers zu den deutschen Grünen
"Die grüne Tyrannei"
http://backyard-safari.blogspot.com/200 ... annei.html
http://backyard-safari.blogspot.com/200 ... ei-ii.html

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 Betreff des Beitrags: Re: Waffenrecht Fazit
BeitragVerfasst: 31. Juli 2010, 12:26 
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markus hat geschrieben:
Fakt ist aber leider, dass "die Grünen" überproportional viel zu melden haben, da sie es offenbar immer wieder schaffen, dass "ihre" Ideen und Vorstellungen, und seien sie noch so weltfremd und abstrus, zum Gesprächsthema Nummer 1 werden. Einfach weil sie am lautesten schreien und den Großteil der Journalisten auf ihrer Seite haben. Dass man in der Politik genau davor Angst hat, ist für mich sogar einigermaßen nachvollziehbar...

Das ist nicht das Verdienst der Grünen.
Das ist die traurige Manifestation des Versagens der ehemaligen "Großparteien".

Hatten Renner, Figl, Raab, Gorbach, Klaus, Kreisky, ja sogar Sinowatz, Angst ihre Politik zu machen? Bei den drei erstgenannten waren noch die Russen da, vor denen haben sie sich aber nicht so angesch..... wie offenbar die heutige Regierung vor den sogenannten "Grünen".

Irgendwann in den 80er-Jahren ist da etwas passiert, das eine Eigendynamik bekommen hat. Die "Grünen" stehen heute für eine ganze Menge an Farben (von rosa bis schwarz), "grün" sind die schon lange nicht mehr. Bei den Wahlen stagnieren sie bzw. werden schwächer.
Demnichtzutrotz werden sie offensichtlich von den wirklichen Entscheidungsträgern hoffiert.
Eigentlich ein bewundernswertes Marketingkonzept.

_________________
Gruß,
Richard Temple-Murray


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