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 Betreff des Beitrags: Rechtslage für Perkusionswaffen?
BeitragVerfasst: 7. Juni 2007, 19:04 
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Registriert: 7. Juni 2007, 18:26
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Guten Tag,

Ich habe mir das Waffengesetz durchgelesen, da ich schon des längeren mit der Idee spiele, eine dieser italienischen Reproduktionen des Le Mat-Revolvers zu erwerben. Ich fand in §45 einen Paragraphen, der eine undefinierte "Ausnahmeregelung" für Lunten- Radschloß- und Steinschlosswaffen nennt und im Unterpunkt zwei, dass sich diese auch auf "Waffen vor 1871 erzeugt" bezieht....hat mich nur mehr verwirrt. Perkusionszündungen als solche werden nicht erwähnt, aber die Le Mat wurde in den 1850er schon "erzeugt", was auch immer das nun im Zusammenhang mit dem Gesetz zu bedeuten hat.

Was sind den nun die konkreten Regelungen, wenn man Perkusionrevolver erwerben und zum Schießstand ausführen möchte? Benötige ich eine Waffenbesitzkarte?
Was hat es mit dieser "Waffen vor 1871"-Regelung auf sich? Bezieht sie sich ausschließlich auf den Besitz von Antiquitäten?


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BeitragVerfasst: 7. Juni 2007, 19:49 
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Registriert: 4. April 2007, 11:45
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die regelung ist ganz einfach. handelt es sich um eine schusswaffe, welcher art auch immer, die im originalen zustand ist und vor dem jahre 1871 gebaut wurde, so handel es sich um eine kat. D waffe. grund für diese 1871er regel ist, da 1872 die hinterlader-patronen für revolver eingeführt wurden.
alle waffen, die nach 1872 gebaut wurden, auch repliken von waffen vor 1872, werden wie neue waffen eingeteilt.

ich z.b. besitze einen originalen und nummerngleichen colt perkussionsrevolver modell 1851 baujahr 1858 ohne eine WBK zu besitzen. ist einfach eine freie waffe und schießt auch noch relativ gut für fast 150 jahre am buckel :lol:

mfg stefan


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BeitragVerfasst: 7. Juni 2007, 20:08 
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FSchmidt hat geschrieben:

Oh Du Glücklicher!

Franz


hier gleich noch ein foto davon zur draufgabe :lol:

Bild


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BeitragVerfasst: 7. Juni 2007, 20:32 
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Registriert: 7. Juni 2007, 18:26
Beiträge: 7
Stefan hat geschrieben:
die regelung ist ganz einfach. handelt es sich um eine schusswaffe, welcher art auch immer, die im originalen zustand ist und vor dem jahre 1871 gebaut wurde, so handel es sich um eine kat. D waffe. grund für diese 1871er regel ist, da 1872 die hinterlader-patronen für revolver eingeführt wurden.
alle waffen, die nach 1872 gebaut wurden, auch repliken von waffen vor 1872, werden wie neue waffen eingeteilt.
Das bedeutet, wenn ich mir dieses Original besorge, gilt es als freie Waffe:

Bild

Wenn ich aber dies Replika haben will, bin ich genötigt, mir dieselben Papiere zu besorgen, mit denen ich unter normalen Umständen einen modernen Revolver oder eine Pistole beantragen würde:

Bild

Wer ist für diesen Widersinn verantwortlich zu halten?


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BeitragVerfasst: 7. Juni 2007, 20:43 
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Registriert: 6. Januar 2006, 23:17
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Wohnort: Hausruck
Zitat:
Wer ist für diesen Widersinn verantwortlich zu halten?


die Politiker, die wir wählen ....

GS

PS: einen Original Le Mat hätte ich auch gern; und der Colt von Stafan ist äusserst schick ....

_________________
Der Weg ist das Ziel ! ---- aber wo ist der Weg?
(frei nach Messner)

Mitglied Nr. 364


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BeitragVerfasst: 7. Juni 2007, 21:03 
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Registriert: 12. Mai 2006, 20:34
Beiträge: 144
kakanier hat geschrieben:
eine undefinierte "Ausnahmeregelung"
Die Ausnahmeregelung ist keineswegs undefiniert - Waffen entsprechend §45 unterliegen nur einem Teil des Waffengesetzes, und welcher das ist, steht am Ende des §45.
Nichts "Undefiniertes" dabei.

Stefan hat geschrieben:
die regelung ist ganz einfach. handelt es sich um eine schusswaffe, welcher art auch immer, die im originalen zustand ist und vor dem jahre 1871 gebaut wurde, so handel es sich um eine kat. D waffe.
NEIN!
Die meisten dieser Waffen werden zwar wie Kat D behandelt, da die Bestimmungen der Kategorien B und C sowie das Kriegsmaterialverbot für sie nicht gelten; der §17 gilt aber sehr wohl, womit es natürlich möglich ist, dass eine Waffe zwar unter §45 fällt, aber dennoch Kategorie A und damit verboten ist.
Ausserdem sollte erwähnt werden, dass §45 nur Teile des WaffG aufhebt, nicht aber des KMG (was aber nur bei Aus- Ein- und Durchfuhr zum Tragen kommt; eine Kanone von 1866 oder ein Pressluft-MG unter 6mm ist zwar nicht verboten, aber immer noch Kriegsmaterial).


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BeitragVerfasst: 7. Juni 2007, 22:20 
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Beiträge: 2215
@kakanier

Wenn das Original wirklich Baujahr vor 1872 ist, dann ist es frei erwerbbar. Dies muss man mittels der Seriennummer herausfinden. Kann ja auch sein, dass es ein Originalstück ist, aber erst nach 1872 produziert wurde, auch wenn das Modell vor 1872 entwickelt wurde.

@GSchoenbauer

jo, schick ist das teil wirklich. genau genommen handelt es sich aber nicht um einen colt modell 1851, sondern um das modell 1848 pocket, dass aber im prinzip bis auf den maßstab genau baugleich ist. meiner hat statt den 7,5" lauf einen 5" lauf, daher pocket version.

@AMX

so ists natürlich genau richtig. meine erklärung mit kat D war stümperhaft :(

mfg stefan


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BeitragVerfasst: 8. Juni 2007, 09:46 
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Registriert: 4. Januar 2006, 20:01
Beiträge: 151
Wohnort:
Stefan hat geschrieben:
jo, schick ist das teil wirklich. genau genommen handelt es sich aber nicht um einen colt modell 1851, sondern um das modell 1848 pocket, dass aber im prinzip bis auf den maßstab genau baugleich ist. meiner hat statt den 7,5" lauf einen 5" lauf, daher pocket version.


Ja, ja damals waren die Taschen wohl noch etwas größer :roll: .

_________________
IWÖ-MNr.: 4222


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