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 Betreff des Beitrags: Springer
BeitragVerfasst: 21. Juni 2007, 10:29 
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Registriert: 4. Januar 2006, 21:11
Beiträge: 59
Wohnort: im Mühlviertel
Jene die hier schreiben, dass ein Springer "sinnlos" und "unnötig" ist, haben keine Ahnung von der Sache.

Ich habe 25 Jahre ein Springmesser (legal - damals mit Jagdkarte) und seit ein paar Jahren ein zweites, ein Böker Speedlock II in Verwendung. Ob bei der Jagd, in meiner Kleinlandwirtschaft, Hobbygärtnerei oder im Alltag - einfach praktisch, wenn man das Messer mit einer Hand öffnen kann. Ich würde nie mehr darauf verzichten.

Übrigens: Bei der Jagd habe ich natürlich als zweites Messer einen Knicker dabei.
Und noch was: Demnächst kaufe ich mir ein drittes Springmesser.

Grüße, bertl


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 21. Juni 2007, 12:17 
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Registriert: 22. Mai 2007, 11:46
Beiträge: 199
Wohnort: Austria
zakrajsek hat geschrieben:
Und wer soll denn entscheiden, ob man etwas "brauchen" darf?
Brauchen wir Fernsehen, brauchen wir Radio, brauchen wir schöne Kleidung, brauchen wir gutes Essen, brauchen wir Barolo?


Es ging mir nicht um das Brauchen, es ging mir um das Gebrauchen solcher Messertypen.

Abgesehen von qualitativ hochwertigen Produkten, sind Springer allesamt mit mehreren Schwachstellen behaftet.

Hat schon einer der geneigten Anwender, mit einem Balisong mit voller Wucht in eine Schweinehälfte gestochen????
Oder es etwa unter Hochstress mit kalten Fingern im Winter schnell und zuverlässig geöffnet???

Ich hab in einer Zeit Messer geführt, als das Wort Einhandmesser noch nicht am Markt existierte. Und ich hab jeden meiner Folder mit einer Hand aufgemacht. In einem bekannten Messergschäft hat man mir Mitte der 80er mal dabei ungläubig auf die Finger gesehen.
2 Wochen später präsentierte man mir dort einen selbst umgebauten Prototypen, mit einer kleinen Schraube in der Klinge, um sie mit dem Daumen öffnen zu können. Wir haben damals nur gelacht und gesagt: "Na servas... des is wos fia de potschatn..."
Und einige Monate später, gabs sowas plötzlich von namhaften Herstellern zu kaufen.

_________________
Nein, tut mir leid... Goethes Faust ist ausverkauft. Da waren aber auch nur 2 da...


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BeitragVerfasst: 21. Juni 2007, 20:52 
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Registriert: 21. März 2007, 21:58
Beiträge: 1703
Wohnort: Niederösterreich
Gerade weil, etwas „unnötig“ ist, bedeutet es nicht dass es verboten werden muss.

Balisong sind, meiner Meinung nach, vielleicht nicht der beste Messerentwurf, aber viele Philippinen verwenden nichts anders. Zwei Philippinische Söldner die ich gekannt habe, beide mit viel Erfahrung in „real world“ Krieg und Bodyguard Tätigkeiten, konnten richtig gut umgehen mit ihren Balisongs und es war bestimmt nicht nur Show. Die Philippinen haben ein warmes Klima und die Leute sind leicht bekleidet und schneiden wird dort viel mehr als stechen verwendet. Viele der normalen Messerkampfmuster bestehen aus ungefähr 6 Schnitttechniken und 3 Stechtechniken, zwei von ihnen in die Kehle oder Augen, also weiche Ziele. Ähnliches Muster wird mit der Machette benutzt aber das stechen wird mehr als Ablenkungsmanöver gebraucht.

Ich hatte vor einigen Jahren ein deutsches Fallschirmjägermesser (Eickhorn) in meiner Sammlung aber ich verkaufte es zusammen mit meinen Stockdegen, bevor ich nach Österreich kam.

Franz, ich hoffe Du hast viel Freude mit Deinen neuen Knicker. Ich habe selbst eines gekauft in Ferlach. Fehlt mit nur noch die Lederhosen :-) Aber ich glaube der Anblick von einem Südafrikaner mit langem Haar und Bart, gekleidet in Lederhosen mit einem Messer in der Messertasche ist viel zu erschreckend für das Wiener Publikum :-)


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 Betreff des Beitrags: Re: MESSER
BeitragVerfasst: 21. Juni 2007, 22:09 
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Registriert: 4. Januar 2006, 20:08
Beiträge: 814
FSchmidt hat geschrieben:
Zweitens hab ich eine schöne Steirer-Lederhose (kurz). Das bedingt schon aus folkloristischen Gründen, daß ich einen Knicker offen in der dafür geschaffenen Aussentasche führe!!! Das Heft steht fast 10 cm hoch heraus. Sieht schön aus. Manche - vor allem solche, die nicht aus unserem Kulturkreis stammen, blicken mich ganz eindringlich an. Wird wohl ihre Unkenntnis über unserere Tracht sein.


Franz FTW!


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BeitragVerfasst: 21. Juni 2007, 22:51 
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Wohnort: Im Reiche des Steinadlers
A Lederne ohne Knicker ist für einen gstandenen Steira sowieso unvorstellbar!!

_________________
LG Old Sam
StyriaMountainMen


IWÖ Nr.: 2940


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BeitragVerfasst: 22. Juni 2007, 08:57 
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Registriert: 4. Januar 2006, 22:38
Beiträge: 10574
Der Knicker ist natürlich trachtenmäßig unverzichtbar. Zur Lederhose habe ich auch einen. Aber praktisch ist er nicht. Außer zum Knicken (was aber kaum mehr einer macht oder kann) kann man ihn nicht gut gebrauchen. Zum Aufbrechen ist er überhaupt untauglich.


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BeitragVerfasst: 22. Juni 2007, 09:35 
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Registriert: 4. Januar 2006, 21:14
Beiträge: 2113
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@FSchmidt

Bin kein Jäger, daher meine Frage: Was ist "knicken"?
Aufbrechen kann ich mir vorstellen, das tote Tier (ich weiß, das heißt auf jägerisch sicher anders) aufschneiden und ausnehmen?

cowroper

_________________
SASS # 66906, NRA # 168015547


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BeitragVerfasst: 22. Juni 2007, 10:32 
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Registriert: 6. Juni 2006, 09:13
Beiträge: 117
Wohnort: Bayern
zakrajsek hat geschrieben:
Und wer soll denn entscheiden, ob man etwas "brauchen" darf?
... brauchen wir Barolo?

Ja, definitiv!


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BeitragVerfasst: 22. Juni 2007, 11:47 
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Registriert: 5. August 2006, 18:00
Beiträge: 1389
Wohnort: südlich von Wien
cowroper hat geschrieben:
Was ist "knicken"?


"Knicken" oder auch "Gnicken" ist die kalte Version des Gnadenschusses: Das Durchtrennen des Rückenmarkes durch einen gekonnten Stich unterhalb des Schädelloches.

Nicht jedermanns Sache, weil dabei Körperkontakt zwischen Tier und Mensch besteht.

lg digital

_________________
Digital - Nr. 5415
"Ich dachte Sie sind ein sympathischer Mensch, und jetzt entpuppen Sie sich als Jäger!"


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