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 Betreff des Beitrags: Vorderladerschiessen
BeitragVerfasst: 21. Mai 2007, 14:58 
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Hallo Schützengemeinschaft!

Mein letzer Standbesuch hat eine neue Leidenschaft entfacht, das Vorderladerschiessen, dort hat ein guter Bekannter seine .45 Kentucky getestet, seine Ladung war glaube ich 40 bzw 45 grain Schweizer 2 + Rundball. Das hat ganz schön gerummst, treffsicher war sie und herrlich gerochen hats auch noch! Vorher hab ich die Vordeladerschützen ja immer ein bisschen belächelt aber das war doch schon ganz ordentlich und beeindruckend! :shock:

Lange Rede kurzer Sinn: Ich habe mir ein Perkussiuonsgewehr erworben (1853' Enfield .58 Armi Sport) und hätte da ein paar Fragen.

Da ich nicht lernresistent bin würde und auch ein paar Grundlegene Regeln bereits kenne würde ich hätte ich da noch ein paar Fragen über das Schiessen mit Perkussionswaffen falls Jemand die Zeit aufbringt meine Fragen zu beantworten.

Ich machs kurz:

* Ist Schweizer #2 für Läufe über 80cm geeignet? Oder nur was für Kurzwaffen?
* Ist Schweizer #2 FF FFF oder gar nur F?
* Entspricht 55-60 Grain Schweizer 2 ungefähr der Leistung die damals mit diesem Kaliber ( .58 / 14,70 mm) tatsächlich erreicht wurde?
* Wird Pulver in Grains abgewogen oder im Messröhrchen gemessen? (Volumen oder Gewicht?)
* Gibt es eine bestimmte drucktechnisch Ladungsobergrenze die bei .58 nicht überschreitet werden sollte?
* Ich werde die Kombination Rundkugel .571 / 14,50mm und Pflaster 0,12 (x2) verwenden was eine Differenz von -0,01mm zur Laufwand ergibt. Ist diese Differen zu gross bzw zu klein?

Ich möchte ja nicht am ersten Tag ums Leben kommen wenn ich mein neues Perkussionsgewehr teste! :o

Danke für die Zeit!

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BeitragVerfasst: 21. Mai 2007, 16:50 
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NEIINNN, bloss keine rundkugerln mit pflaster!!!!, in ein enfield diensgewehr gehören minie´s und nix anderes :shock:

ch no 2 passt schon, wird gern genommen.
ich hab aber lieber wano ffg verwendet, war billiger und brannte "nasser" ab.
meine absolute obergrenzenladung verfeuert aus einer richmond 1863iger muskete, cal.58 mit 550grs miniegeschoss, waren 80grs :lol: , da geht die post ab und man trifft damit sogar auf 200m halbwegs noch was.
zumindestens der einschlag hat ordendlich gestaubt :twisted:
standart ladung waren 66grs wanopulver, daumen mal pi abgewogen mit einer entsprechend abgelängten naganthülse, verstaut in so plastikgläschen mit deckel druf.
kannst natürlich auch jede ladung extra abmessen, aber bei dem kaliber bringt das nicht wirklich viel, ausser du verhaust gleich um 5-6grs.


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BeitragVerfasst: 21. Mai 2007, 17:53 
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Zitat:
NEIINNN, bloss keine rundkugerln mit pflaster!!!!, in ein enfield diensgewehr gehören minie´s und nix anderes


Mist!
Da soll noch einer sagen dass Händler wissen was sie da überhaupt verkaufen.... Hab' extra gefragt ob Rundkugeln ok wären, und was ist?:x

Wieso eigentlich nicht, ist der Lauf konisch?

Rein hypotetisch, was wäre wenn man tatsächlich Rundkugeln verwenden würde? :?:

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BeitragVerfasst: 21. Mai 2007, 19:03 
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theoretisch ja, wird aber nix werden.
die enfield hat schöne, breite, flache züge, die sind nun mal für minié geschosse ausgelegt.
ausserdem sind hohlbodenspritzgeschosse (minié) leichter und schneller zu laden als rundkugeln mit pflaster, eben typisch militärisch :lol: .
gepflasterte rundkugeln werden da nicht richtig stabilisiert, auf 100m wirst damit kaum die scheibe treffen.
die miniégeschosse werden direkt, mit fett versehen, in den lauf auf die ladung geschoben und rumms :twisted:
der hohlboden bläht sich durch die explosionsgase-druck auf und liedert exakt an die wandung des laufes. dadurch pressen sich auch die züge in des (weiche) blei wodurch die drallstabilisierung des geschosses erfolgt.
daher is es wichtig den richtigen durchmesser des geschosses zu finden, ein leicht untermasiges ist ideal.
es sollte, gefettet, von alleine an der mündung halten und durch das eigengewicht des putzstockes in den lauf getrieben werden.
nimmt man ein ungefettetes geschoss und steckt es in den lauf soll es langsam und ohne zu stecken in den pulversack rutschen und beim umdrehen des laufes nach unten von alleine mit einem leichten "blopp" wieder aus dem lauf rutschen.

ich hab versuchsweise mit der richmond mal ein paar solcher pflasterkugeln rausgeheizt, ergebniss war mehr als ernüchternd :? .
auf 50m gerade so noch die scheibe gehalten (pistolenpräzision), auf 100m waren die irgend wo aber nicht da wo sie hin gehörten.
mit den richtigen minés (reinblei) und pulverladung traff das teil auf 100m etwa 8x8 cm (wobei die löcher ja schon 12mm hatten :P ) ,auf 150m zersägte ich damit einen alten hackstock eines bekannten :twisted: und bei 200m wäre durchaus noch ein manntreffer drinnen gewesen.
muss mal in meinem archiv kramen ob ich nicht wo die fotos davon find.

auf jeden fall darf man die kraft was so ein vorderlader entwickelt nicht unterschätzen :!:


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BeitragVerfasst: 21. Mai 2007, 19:20 
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nachtrag: es waren keine 550iger sondern 680grs schwere bleibatzen die ich da durch den lauf getrieben hab :twisted: .
bei zu leichten geschossen funktioniert die stabilisierung (dralllänge) nicht einwandfrei und es verblässt dir buchstäblich die murmeln.

bei einer durchschnittlien v0 von knapp 300m/s und einem geschossgewicht von 44gramm kann man sich leicht ausrechnen was sich dann vorne abgespielt hat, der hackstock zumindestens hat da nicht lange mitgespielt :shock: .


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BeitragVerfasst: 21. Mai 2007, 19:46 
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Nur - eine bescheidene Frage :
Weiß jemand, wo man Hohlboden- ( Minie ) Geschoße erhalten kann ?
( Raum Wien )
Bitte Antwort per pm. ( Wir wollen ja keine unlautere Webung machen )
mit Dank iv. u. fG. d.


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BeitragVerfasst: 21. Mai 2007, 20:11 
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selber giessen, is das leidige los des vorderladers.
zu kaufen gabs mal welche , nur die waren die etwas zu teuer und nicht massgenau.
passende kokillen gibs im internet bei diversen händlern, gar nicht mal so teuer und halten ewig.
blei bekommt man beim schrotthändler, aber bitte nicht das alte wuchtblei vom autohändler verwenden, is zu hart legiert.


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BeitragVerfasst: 21. Mai 2007, 20:17 
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Danke, ich weiß von Vorderladerschützen, die Luftdruckwaffengeschoße ( natürlich aus dem Kugelfang ) , Wasserleitungsrohre ( nach eingehender Reinigung ) und ähnliches Weichblei verarbeiten.
Und - danke für die Auskunft.

mfG. d.


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BeitragVerfasst: 21. Mai 2007, 20:26 
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hi,

ist so fischerbleikugerln oder autobatterieblei auch zu hart?

is a anregung, ich bleib derweil noch bei den mosins :-)

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wo ist meine signatur hin?


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BeitragVerfasst: 21. Mai 2007, 21:36 
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Auch wenn das Miné viele Vorteile hat wie zb. schnelles laden und hohes Geschossgewicht ist es für mich leider unmöglich diese zu kaufen oder Minès selber herzustellen da ich weder Zeit, Elektrofen, Knowhow und passenden belüfteten Raum habe. Ausserdem geht schon viel Zeit fü die Reinigung und das verladen der Pulverröhrchen drauf.
Und irgendwie ist die Rundkugel doch eher was für die den Puristen wie mich.

Muss ich das Teil abbestellen, schade eigentlich, aber is mir zu umständlich und Zeitaufwendig. :(

Gibt es denn eigentlich ein Perkussionsgewehr über .50 (.54,.58 oder gar .69?) welches hautsächlich für Rundkugeln ausgelegt ist? :?:

Könnte man theoretisch auch real-Geschosse verwenden?

Zitat:
auf jeden fall darf man die kraft was so ein vorderlader entwickelt nicht unterschätzen

Yup, das zynische Lächeln wurde mir nach ein paar 45 grain Schüssen schnell aus dem gesicht gezaubert, hat einen ganz eigenen Schussknall ergeben, wie eine Kanone, und die Rauchentwicklung war auch beachtlich. :twisted:

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Zuletzt geändert von Michael am 21. Mai 2007, 21:49, insgesamt 2-mal geändert.

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BeitragVerfasst: 21. Mai 2007, 21:45 
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BeitragVerfasst: 22. Mai 2007, 10:55 
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Zitat:
Gibt es denn eigentlich ein Perkussionsgewehr über .50 (.54,.58 oder gar .69?) welches hautsächlich für Rundkugeln ausgelegt ist?


Die englische „Brown Bess“, Kaliber .75, donnert ordentlich. http://www.davidepedersoli.com/ArmiCate ... 35&lang=de . Sie ist zwar nicht für präzise Schüsse gebaut, trotzdem haben die Briten damit viele Schlachten gewonnen.

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Gruss Erpi
Mitglied 3910
Ich bin zwar verantwortlich für das was ich schreibe, aber nicht dafür, wie es ein Anderer versteht.


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BeitragVerfasst: 22. Mai 2007, 13:29 
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Welche Waffe würdet Ihr einem Vorderlader-Einsteiger empfehlen? Die am einfachsten erhältlichen Waffen sind ja die Hawken Rifle ... bekommt man ja oft für wenig Geld.

Wie sind eigentlich die Sharps Nachbauten mit Blockverschluß? Kann man die mit "Papier"- und Metallpatronen laden, ich Blick da nicht ganz durch.

Remington baut übrigens für die Jagd spezielle Vorderlader (in den USA dürfen Jäger mit VL-Waffen etwas früher in die Saison starten). Sicher nichts für Freunde alter "Designs":

http://www.chuckhawks.com/remington700MLS.htm

Wurde mal im IWM getestet. Gut verarbeitet und recht präzise. Wenn man den "Verschluss" öffnet kommt ein Piston für das Zündhütchen zum Vorschein.


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BeitragVerfasst: 22. Mai 2007, 16:58 
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´ne sharp is auch eine feine sache.
allerdings ist die herstellung von papierpatronen auch nicht grad was für jemanden der 2 linke hände hat.
die "metallpatronen" sind eigendlich nix anders als der ersatz für die papierhülsen (die man selber rollen und kleben muss, vorzugsweise aus "nitriertem" papier), eigendlich nur ein stückerl messingrohr wo im boden ein loch für´n zündfunken drinnen is.
zudem pfeifft´s bei diesen konstruktionen, bedingt durch den nicht immer 100% dichten verschluss, manchmal recht ordendlich hinten raus.
man kann rundkugeln und langgeschosse verwenden.

wenn schon richtige metallpatronen mit schwarzpulver dann bitte aus einer sharp´s in 45/70 :wink: , da kann man auch nitropulver verwenden und die dinger schiessen echt gut und sehen geil aus :shock: .

die hawkenrifles von diversen anbietern sind ein guter grundstock zum anfangen beim vorderladerschiessen :) .
einfach in der handhabe, günstig, rubust. werden mit rundkugeln und pflaster gestopft und treffen in der regel recht gut, zumindestens bis 50m.
und das beliebte .45iger kaliber is auch nicht grad ein schulterknacker :P .
dafür bekommt man auch genug zubehör für diese trötte und fertige kugerln und pflaster gibts im internet.


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BeitragVerfasst: 22. Mai 2007, 19:44 
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Die Brown Bess ist ein fantasticher Vorderlader oder besser Schulterkanone im kaliber .75, der Preis ist allerdings ähnlich gross wie das Kaliber. 800-1100 € für die .58 - .69 Händlerpreis! :shock:
Mal ganz abgesehen von den 20,00 € pro 50 stk. Rundkugeln-.

Bleibt mir wol nichts anderes übrig als ein .45 er Modell zu nehmen, nicht meine erste Wahl aber was solls. Vielleicht wirds ja die Kentucky mit angenehmeren 300-400 €. Die Hawken scheint auch ganz ordentlich zu sein.

Mal sehn'.

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