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BeitragVerfasst: 16. April 2007, 00:17 
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Hallo Forum,

es ist so weit, meine Frau und ich kaufen Flinten.

Vielleicht bekommen wir ja von Euch ein paar Tipps aus der Praxis, worauf wir beim Kauf achten sollten (auch in Bezug auf Gebrauchte)?

Ich will eher weniger Geld ausgeben, und wollen Bockdoppelflinten mit Einabzug im Kal 12/70 oder 76 kaufen.

Keine Ahnung, was sonst noch als Vorinfo wichtig sein könnte...

lg digital

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Digital - Nr. 5415
"Ich dachte Sie sind ein sympathischer Mensch, und jetzt entpuppen Sie sich als Jäger!"


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BeitragVerfasst: 16. April 2007, 13:44 
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gebraucht wird schwer, da das Groß Querflinten in Kal 16 mit Doppelabzug sind. Das würde ich heute noch kaufen, außer als Herzeigwaffe und gelegentlich ne Feldjagd.

12/70 und Bock ist schon richtig, vor allem für gelegentliche TT-Übungen. Bei Jagden ist es nicht so wichtig, aber wenn du auch Taubenjagd, Krähenjagd und Entenjagd aufüben möchtest ist 12/70 und Bock deutlich besser.

Das Problem ist, dass den Jägern in wahrscheinlich den nächsten 5 Jahren Bleischrot verboten werden wird und die Stahlschrotpatronen erfordern Magnumbeschuss, ergo 12/76. Also heute eine 12/70iger Gebrauchte ist billiger, unterm Strich kommst du über Jahre teurer, da du dir bald eine (zwei) neue kaufen kannst. Alternativen gibt es zwar, in Form von Wismut und wasweißichzumteufel Patronen, da kostet der Schuss aber 3€. Auch auf Dauer keine Lösung.

Falls du wirklich eine Gebrauchte kaufen willst sei dir folgendes gesagt.

1) moderne Bockflinten wurden meist von TT Schützen ein paar Jahre gebraucht und werden abgestoßen, da diese sich neue Flinten kaufen. Da gibts dann meist gebrauchte Beretta´s, Miroko´s, Rottweil´s, Browning´s usw ab 500€ aufwärts. Sehen noch toll aus, haben aber meist schon mehrere 10.000 bis 100.000 Schuss hinter sich und sind somit in Wahrheit ausgelutscht. Ist ähnlich wie Firmenautos. Erst 3 Jahre alt, aber schon 250.000km runter. Nur die Flinte hat halt keinen Schusszähler integriet.

2) findest du ein Modell, so ist das wichtigste, dass sie dicht ist. Dies testet du als Laie indem du bei geschlossener Flinte den Vorderschaft abnimmst und die rechte Hand packt am Pistolengriff, die Linke am Lauf wo normaler weiße der Vorderschaft ist. Jetzt versucht du durch verdrehen festzustellen, ob auch nur minimalst Spielraum am Verschluss herrscht. Wenn ja, dann kannst du die Flinte vergessen, da sie nachgedichtet gehört, was a) Geld kostet und b) nicht all zu lange hält.
Dieses Spiel tritt meist bei Flinten auf, die oft geschossen wurden. Deswegen sind auch Bockflinten so modern, da diese deutlich länger brauchen bis am System Spiel auftritt. Querflinten waren da immer sehr anfällig.

3) lass dich niemals vom Zustand des Schaftes abschrecken. Die besten Gebrauchten haben oft die meisten Schrammen im Schaft. Häufig schleppen Jäger ihre Flinten Jahrelang durchs Gebüsch wodurch viele Schrammen ins Holz kommen, schießen aber nicht mal 1000 Schuss in dieser Zeit!

4) am besten wäre es jetzt den Hinterschaft vom System zu trennen. Das geht wirklich ganz einfach, ist im Geschäft aber meist nicht möglich. Ein guter Büma macht das aber. Dann kannst du nämlich den Zustand der Rasten auf den Schlagstücken erkennen. Diese müssen scharfkantig sein und nicht schon abgenudelt. Auch kann man so den Zustand der Schlagfedern erkennen. Ist nämlich oft ein Problem, dass die Selbstspannerflinten (fast alle Kipplaufflinten seit über 100 Jahren) ungeladen aber gespannt Jahrelang in den Schränken stehen. Die Federn werden aber dadurch auch nicht besser und verlieren an Kraft. Kann dann soweit kommen, dass du nur noch einen schwachen Abdruck auf dem Zündhütchen hast, aber die Patronen nicht losgehen. Hab ich alles schon gehabt und für so alte Schätzchen ist es oft nicht einfach passende Federn zu bekommen. Solche Flinten lassen sich dafür häufig wie von Butter öffen und somit auch Spannen. Kein Wunder, wenn die Federn fast keinen Wiederstand mehr haben.

Das wären die wichtigesten Punkte beim Gebrauchtkauf!

Lass dir aber von mir gesagt sein, dass du mit zwei neuen Flinten egal welcher Marke unterm Strich deutlich billiger kommen wirst als mit gebrauchten Stücken, da eine Flinte in der Regel eine Waffe für ein Jägerleben (auch Menschenleben) ist. Die ganze Tauscherei ist reine Liebhaberrei, aber keine Vernunftsache. Sagt dir zumindest einer, der schon 5 verschieden Flinten besaß und jetzt wieder überlegt seine BDF zu verkaufen :oops:

mfg Stefan


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BeitragVerfasst: 22. April 2007, 13:38 
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Es wird viel um Stahschrot diskutiert und manchmal richtiger Mist
verzapft. Stahschrot müsste metallurgisch Weicheisenschrot heißen,
da es sich um einen geringen Anteil von Kohlenstoff handelt.

Ich selbt habe eine Doppelflinte 12/70 mit der ich "Stahlschrot" bis 3,25
verschießen kann.

Genaueres findest du hier:
http://www.beschussamt-ulm.de

Weihei

Kodiak


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BeitragVerfasst: 22. April 2007, 17:04 
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Mittlerweile gibt es ja auch Tungsten-Schrot (= Wolfram-Schrot). Eigentlich eine Sauerei einen solch teuren Werkstoff in der Gegend herumzuschiessen.


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BeitragVerfasst: 22. April 2007, 20:41 
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Geb ich dir recht, aber ob es sich durchsetzen wird stehen viele
Fragezeichen ?????????

Abfallmaterialien werden aber bereits in verschiedenen Produkten
wie z.B. Fischerei seid Jahren verwendet da es als Beschwerungsmaterial
für Nymphennachbildungen ein enorm höheres spezifisches Gewicht aufweist wie Blei.

Hier wurden aber auch bereits Bedenken für die Umwelt angemeldet.

Staub wird in Gummiartigen Lösungen oder gepresst als Kugeln
angeboten.

Deshalb mein Fragezeichen des Bestehens, enorm mehr Gewicht
kürzere Reichweite beim Schuss. Sollte ich falsch liegen, lass ich mich gerne belehren.

Weihei

Kodiak


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 Betreff des Beitrags: Empfehlung!
BeitragVerfasst: 24. Mai 2007, 01:17 
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In 12/70 kann ich euch die Mercury Light empfehlen, ist eine nette BDF und kostet auch neu nur kleines Geld! Die Läufe schießen echt toll zusammen und insgesamt sind 5 Chokes dabei - von Zylinder- bis Vollchoke!

Hab selbst eine - is auch beim TT lustig mit der!


Als Flinten würd ich für die Deine eine Remington Model Seven CDL oder eine UltraLight von Steyr in 22-250 empfehlen, mit einem beliebigen 8x56 Glas!

Für dich eine Steyr Pro Hunter oder Sako 75 in 308 oder 30-06 mit 4-12x56 Glas!

Damit habt ihr alle jagdlichen (in Österreich relevanten) Zwecke abgedeckt!

Eine "Schonzeitwaffe" ist auch nie schlecht, da kann ich nur zur CZ 452 Varmint oder American raten, tolle Dinger!

Das is mein persönlicher Geschmack, über den sich bekanntlich streiten lässt!

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kein ß!!!


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BeitragVerfasst: 24. Mai 2007, 08:11 
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GUTE GÜNSTIGE BDF mit Einabzug

BAIKAL IJ27


Viel Rums fürs kleine Geld 12/76 Einabzug mit oder ohne Ejektor 644.-Euronen

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Lebe deine Träume


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BeitragVerfasst: 24. Mai 2007, 09:42 
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Die haben wir jetzt auch tatsächlich gekauft! Danke für die Tipps!

Verarbeitung ist zwar naja, aber dafür echt günstig.

Hab mittlerweile die zweite, da der Schaft zu wackeln begonnen hat. Waffengeschäft konnte es nicht richten, deswegen wurde die Waffe sofort ausgetauscht.

lg digital

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BeitragVerfasst: 24. Mai 2007, 10:56 
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Wie sind eigentlich die Stahlschrote ? Da braucht man ja einiges mehr an Volumen um die Leistung von Bleischrot zu erzielen.


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BeitragVerfasst: 24. Mai 2007, 12:38 
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Wohnort: OÖ Linz Umgebung
Dichte Blei: 11.3t/m³
Dichte Stahl: 7.8t/m³
Dichte Nickel: 8.9t/m³

Ekin = (m*v²)/2 = (Vschrot*rho*v²)/2

Mathematik ist dein Freund

JG15

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...Die Walter PPK unter den Schulsystemen...Das Aspirin Plus C unter den Massenvernichtungswaffen...
Sendung ohne Namen


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BeitragVerfasst: 24. Mai 2007, 17:03 
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Kleines billiges Bockdoppelflintchen:

http://egun.de/market/item.php?id=1339066

Kaliber .410


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BeitragVerfasst: 24. Mai 2007, 18:23 
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so eine BDF in .410 suche ich schon seit längerem. Seitdem ich einmal mit einer Baikal Einlauf in .410 schießen durfte hats mir die kleine Patrone angetan. Ist einfach eine KK Schrotflinte.

Aber die Flinte bei egun kann man getrost vergessen. Die sind so schlecht verarbeitet, dass man glaubt die fallen beim Schießen auseinander. Bei meinem Büma stand genau so ein Teil mal rum. Eindeutig nein danke!


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BeitragVerfasst: 25. Mai 2007, 07:35 
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Eine Flinte in cal .410 ist ja ganz lieb, nur fressen Dich die Kosten für die Muni auf (>= 420€/1000#).

Fasane haben aber nichts zu lachen...

Mit einer 20er bist jedenfalls wesentlich besser dran (aber eine 12er ist eine 12er).

JPC 200

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BeitragVerfasst: 25. Mai 2007, 08:24 
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Ich hab selber vor einiger Zeit im Dorotheum ein 20er Hahndoppelflinte günstig erstanden. hat mich einfach nur so aus der Gelegenheit heraus "gejuckt".
Ich hab aber in der Zwischenzeit den Eindruck gewonnen, daß Kal.20 (zumindest unter der Jägerschaft) nicht sehr ernst genommen wird ... oder irre ich mich da?

GS

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Der Weg ist das Ziel ! ---- aber wo ist der Weg?
(frei nach Messner)

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BeitragVerfasst: 25. Mai 2007, 08:37 
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Hallo GSchoenbauer!

Du irrst. Eine 20er Flinte ist ein braves Ding, unterschätze die Wirkung nicht!

Es gibt ein paar Könner, die bewegen die Flinte auch sportlich perfekt. Du hast natürlich nicht so viel Schrotvorlage wie in einer 12er, aber das Wild liegt. Und Du als Jäger schleppst nicht so viel Gewehr mit Dir rum.

Viel Freude mit Deiner Hahnflinte! Ich hoffe Du bewegst diese auch ordentlich...

lg, JPC 200

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