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BeitragVerfasst: 12. Juni 2017, 19:45 
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Beiträge: 81
Gunter hat geschrieben:
"Kategorie D wird gestrichen (damit wird er Altbestand an Kategorie D registrierungspflichtig)."

Nicht zwingend, die Richtlinie verlangt dies nur für den Neubestand:
„Kategorie C — Meldepflichtige Feuerwaffen und Waffen
...
7. lange Einzellader-Feuerwaffen mit glattem Lauf/glatten Läufen, die am oder nach dem 14. September
2018 in Verkehr gebracht wurden.“
v) Kategorie D wird gestrichen.
----------------------------------------------------------------------------------------

Damit fällt der (bisher nicht registrierte) Kat. D Altbestand aus der Richtlinie.

Da Neukäufe ja bereits jetzt registriert werden, bräuchte man das Gesetz in diesem Punkt gar nicht ändern.
Es würde nur wieder jene Legalwaffenbesitzer kriminalisieren, die nichts von dieser Änderung mitbekommen haben.
Besonders die Jäger wären davon betroffen, da wohl jeder von ihnen eine Flinte besitzt.

Vielleicht könnte die IWÖ - zusammen mit den Landesjagdverbänden - darauf drängen, dass hier nichts geändert wird !


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BeitragVerfasst: 12. Juni 2017, 22:14 
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Registriert: 4. Januar 2006, 22:38
Beiträge: 10529
Drängen würden wir schon. Aber da müßten auch andere (Jäger, Sportschützen) mitmachen. Ist derzeit nicht zu sehen ob die mitmachen


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BeitragVerfasst: 16. Juni 2017, 15:25 
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Registriert: 16. Juni 2016, 18:06
Beiträge: 5
Die Schweizer nehmen das Ganze nicht so gelassen:

https://www.blick.ch/news/politik/schwe ... 68831.html

Zentrale Aussagen im Artikel:
Die Entscheide aus Strassburg haben politischen Zündstoff: Offensichtlich bereits problematisch ist die Magazingrösse. Das Magazin des weit verbreiteten Sturmgewehrs 90 der Armee fasst nämlich 20 Schuss. Zusammen mit den anderen Punkten sind die Schützen nicht bereit, diese Pille zu schlucken.

Für Dora Andres, Präsidentin des Schweizerischen Schiesssportverbands (SSV), ist jetzt klar: «Wir werden das Referendum gegen diese Bestimmungen ergreifen.» Sollte das Volk den Schützen Recht geben, wäre die Mitgliedschaft der Schweiz im Schengen-Raum in Frage gestellt.

Für Andres ist aber klar: Mit den «unsinnigen Verschärfungen» würden keine Terroranschläge verhindert, sondern «aufrechte Waffenbesitzer diskriminiert». Ein «Vereinszwang» sei für den SSV «inakzeptabel», so die ehemalige Berner FDP-Regierungsrätin.


Alternative und Frage ins Forum:
Wie stehen unsere Politiker zur geplanten Richtlinie - und zwar jeder einzelne? Zwingen wir sie doch, ihr Abstimmungsverhalten offen zu legen.
Bisher konnten sie sich in der Anonymität ihrer Partei verstecken, die Abstimmung im Nationalrat verläuft gesichtslos und damit muss auch keiner der Politiker sichtbar Verantwortung für sein Votum übernehmen. Erst wenn jeder Abgeordnete sich VOR der Wahl mittels einer Befragung eindeutig artikulieren muss, diese Aussagen per IWÖ Homepage öffentlich gemacht und alle Schützen darüber informiert werden (über Verbände, Waffenhändler, pers. Info usw.) dann scheidet sich die Spreu vom Weizen.
Derjenige wird auch aufmerksam gemacht, dass die Verweigerung einer Antwort gleichgesetzt wird mit der Brüsseler Linie und dies auch so veröffentlicht werden wird.
Angesichts des Anstiegs der Kriminalitätsrate, der Übergriffe auf Einheimische (besonders Frauen) und des Nichthandelns der Politik gegenüber den kriminellen Flüchtlingen, was Abschiebungen angeht und den stark gestiegenen Waffenkäufen dürfte eine Sabotage aktueller Gesetze durch Zustimmung zur Waffenrichtlinie wenig förderlich für den Stimmzuwachs der für das aktuelle Desaster verantwortlichen Parteien sein.

Mit der Befragung sollte den Abgeordneten auch gleich Info Material bzgl. legale/illegale Waffen im Umlauf, Kriminalstatistiken und Studien bzgl. Waffen zugesandt werden. Dann erübrigt sich das pauschalierende Gefasel von den bösen Waffenbesitzern, wenn Kriminelle und Terroristen gemeint, mangels Zugriffmöglichkeiten aber die legalen WBKler schikaniert werden.

Ich bin bereit, an einem solchen Fragebogen mitzuarbeiten oder die Auswertung der Rückmeldungen aufzubereiten.

Bitte um Kommentare und Rückmeldungen bzgl. eines solchen Vorgehens.


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BeitragVerfasst: 16. Juni 2017, 18:18 
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Registriert: 4. Juli 2015, 06:15
Beiträge: 1037
bellringer hat geschrieben:
Wie stehen unsere Politiker zur geplanten Richtlinie - und zwar jeder einzelne? Zwingen wir sie doch, ihr Abstimmungsverhalten offen zu legen.

Da bei uns der Klubzwang üblich ist, wird man keinen "Abweichler" von der jeweiligen Parteilinie finden.
bellringer hat geschrieben:
Erst wenn jeder Abgeordnete sich VOR der Wahl mittels einer Befragung eindeutig artikulieren muss, diese Aussagen per IWÖ Homepage öffentlich gemacht und alle Schützen darüber informiert werden (über Verbände, Waffenhändler, pers. Info usw.) dann scheidet sich die Spreu vom Weizen.

Siehe oben.
Ausserdem haben sich bereits alle Parteien, welche im NR sitzen, klar positioniert.
Unsere Feinde: SPÖ, ÖVP, Grüne; NEOS
Unsere Freunde: FPÖ, TS (was halt davon übrig ist, bzw. ob die ab Oktober noch da sind)
Jeden einzelnen Abgeordneten quasi aus der Masse herauszufischen und festzunageln wäre gut, spielt es aber in diesem Land nicht.

bellringer hat geschrieben:
Angesichts des Anstiegs der Kriminalitätsrate, der Übergriffe auf Einheimische (besonders Frauen) und des Nichthandelns der Politik gegenüber den kriminellen Flüchtlingen, was Abschiebungen angeht und den stark gestiegenen Waffenkäufen dürfte eine Sabotage aktueller Gesetze durch Zustimmung zur Waffenrichtlinie wenig förderlich für den Stimmzuwachs der für das aktuelle Desaster verantwortlichen Parteien sein.

Richtig, wird die Herrschaften aber nicht stören. In der Politik gehts schon lange nicht mehr um Logik oder Vernunft. Man setzt auf Emotionen und Ideologien, wir sehen es im Zusammenspiel mit den Medien täglich.
Ich habs auch hier schon mal gesagt: Die Richtlinie ist beschlossen (leider) - Österreich ist verpflichtet, diese umzusetzen (leider).

bellringer hat geschrieben:
Mit der Befragung sollte den Abgeordneten auch gleich Info Material bzgl. legale/illegale Waffen im Umlauf, Kriminalstatistiken und Studien bzgl. Waffen zugesandt werden. Dann erübrigt sich das pauschalierende Gefasel von den bösen Waffenbesitzern, wenn Kriminelle und Terroristen gemeint, mangels Zugriffmöglichkeiten aber die legalen WBKler schikaniert werden.

Die Herrschaften interessiert das alles nicht. Hier gehts ausschliesslich um ideologische Standpunkte. Man schikaniert ein paar Hundertausend und erhält Applaus von ein paar Millionen - noch Fragen?

Dein Engagement in allen Ehren, aber m.M.n. kann man nur versuchen, die Entscheidungsträger im Ministerium soweit zu bringen, dass die nicht über die Stränge schlagen. Da müssen unsere Spezialisten der IWÖ ran - die sind erfahren und kennen diese Leute.

Nur meine Meinung dazu

MfG
Resistance

_________________
„Wenn du jedoch die Untertanen entwaffnest, beginnst du, sie zu beleidigen; du zeigst nämlich, dass du ihnen gegenüber Misstrauen hegst, sei es aus Feigheit, sei es aus zu geringem Vertrauen; und beides erregt Hass gegen dich.“
Macchiavelli

M - 10092


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BeitragVerfasst: 16. Juni 2017, 20:42 
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Registriert: 23. März 2010, 19:19
Beiträge: 3261
Wohnort: 1210 Wien
Also, folgende Dokumente sind mir kürzlich übermittelt worden: Anfrage von Dr. Susanne WINTER und anderer Abgeordneten an den Hrn. BM Mag. Wolfgang Sobotka (GZ12588/J vom 29.03.2017) ich zitiere, verkürzt: Die nationalen Parlamente müssen diese Richtlinie nun innerhalb von 15 Monaten umsetzen. Sie, Hr. Bundesminister haben im Vorfeld betont, daß keine Änderungen für Waffenbesitzer zu befürchten sind. Das würde bedeuten, daß Österreich diese Richtlinie juristisch bekämpfen wird, was jedoch Insider bezweifeln, haben doch beide Regierungsparteien in Brüssel dafür abgestimmt.
Die unterzeichneten Abgeordneten stellen daher folgende Anfrage: 1. Werden Sie gen die EU-Feuerwaffenrichtlinie juristisch vorgehen?
2.Wenn ja, wie?
3. Welche Teile der Richtlinie widersprechen dem Subsidaritätsprinzip?
4. Werden Sie gemeinsam mit den anderen Innenministern von Schweden, Tschechien und Polen gegen diese Richtlinie vorgehen?
Antwort des BMI (GZ: LR2220/0324-III/3/2017) vom 29.05.2017 an die Präsidentin des Nationalrates, Doris Bures
"Diese Anfrage beantworte ich nach den mir vorliegenden Informationen wie folgt:
Zu den Fragen 1,2 und 4: Dies ist nicht beabsichtigt
Zu Frage3: Die primärrechtliche Beurteilung von Rechtsakten der EU ist nicht Gegenstand der Vollziehung des Bundesministers für Inneres und unterliegt daher nicht dem Interpellationsrecht.
Mag. Wolfgang Sobotka.

Meine Frage: Welcher Partei gehört Hr. Mag. Sobotka an???
Mach sich bitte jeder seinen Reim darauf!!!
grüsse
sousek, 718


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BeitragVerfasst: 21. Juni 2017, 23:13 
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Registriert: 16. Juni 2016, 18:06
Beiträge: 5
Frei nach Danzer: Des kann do no ned ollas gwesen sei...?

Also gehts dann weiter mit einem Frage/Antwort Ritual der IWÖ mit den EU Ja Sager Parteien ÖVP und SPÖ, den Lunatics und den Pinken, die analog zum von Sousek zitierten Schreiben antworten werden - Marke: nur kane Wön. Einzig bei Blau und TS ist klar, dass die beiden auf unserer Seite sind.

Und dann? Hoffen auf die Wahlen?

Würde die IWÖ einen Musterprozess Subsidiaritätsprinzip betreffend führen?

Bitte um Aufklärung.


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BeitragVerfasst: 22. Juni 2017, 13:13 
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Registriert: 4. Januar 2006, 22:38
Beiträge: 10529
Noch was: Man sollte sich jetzt keine Gedanken darüber machen, wie man die Richtlinie dann befolgen wird, sondern wie man jetzt dagegen kämpft.

Es hilft jetzt nur mehr die Politik und der politische Zwang, der durch Wahlen erzeugt wird.


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BeitragVerfasst: 23. Juni 2017, 13:16 
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Registriert: 4. Januar 2006, 19:53
Beiträge: 3450
bellringer hat geschrieben:
Würde die IWÖ einen Musterprozess Subsidiaritätsprinzip betreffend führen?


Würde jeder Waffenbesitzer für jede seiner registrierten Schusswaffen 1 EUR spenden, dann hätten wir über 800.000 EUR für einen solchen Prozess.

Dem ist aber bei weitem nicht so (siehe die Anzahl der IWÖ Einzelmitglieder und das Gezetere wegen jeder Erhöhung des MGB bei der GV), daher: Mit welchem Geld?

_________________
MgNr 3730

„Lösungen mathematischer Probleme werden nicht durch Abstimmung entschieden.“ – Marilyn vos Savant

"Ich trage eine Waffe weil mir ein Polizist zu schwer ist."

"L'Etat n'est plus nous."


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