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BeitragVerfasst: 21. Mai 2007, 11:07 
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Gleich vorweg: Ich möchte hier keine Diskusion für oder gegen das Bundesheer vom Zaun brechen.
Ich habe nichts gegen das Bundesheer, oder gegen seine Angehörigen! Über Detalis läßt sich diskutieren, aber nicht hier.. ;-)

Vor rund 13 Jahern haben mich diverse Gründe dazu bewogen die Zivieldiensterklärung zu unterschreiben.
Unter anderem, daß ich nicht auf Menschen schießen will, und das Schießen auf Menschen nicht Lernen/Trenieren will.
Ich konnte daher guten Geswissens erklären (Bundesgesetz über den Zivildienst §1):
"1. die Wehrpflicht nicht erfüllen zu können, weil ich es - von den Fällen der persönlichen Notwehr oder Nothilfe abgesehen – aus Gewissensgründen ablehne, Waffengewalt gegen Menschen anzuwenden, und daher bei Leistung des Wehrdienstes in Gewissensnot geraten würde und
2. deshalb Zivildienst leisten will. "

Da ich damals mit Waffen nicht viel "am Hut" hatte, hat mich das 15 jährige Waffenverbot auch nicht weiter gestört.

Inzwischen ist jedoch viel Zeit vergangen und ich würde gerne Sportschißen nach den IPSC Richtlinien betreiben. (Auf Menschen möchte ich noch immer nicht schießen!)
Ein Wiederruf der Ziwildiensterklärung würde vermutlich das Waffenverbot aufheben, ich weiß aber nicht genau was das sonst noch für Folgen haben würde.
Ganz abgesehen davon, daß ich es für pervers halte jemanden der nicht in Gewissensnot kommt Waffengewallt gegen Menschen aus anderen Gründen als der persönlichen Notwehr oder Nothilfe anzuwenden (welche Gründe würden mir da einfallen?: Habgier, Eifersucht, Wut, Haß,...),
den Besitz einer Waffe zu erlauben. Naja Gesetzte sind ja leider nicht immer Sinnvoll!

Vermutlich ist es jedenfalls am einfachsten und dauert wahrscheinlich auch nicht länger als eine ev. Anfechtung des Waffenverbotes, die verbleibenden zwei Jahre abzuwarten und dann ganz normal eine WBK zu beantragen.

Aber was darf ich in den verbleibenden 2 Jahren ohne WBK tun?

- Darf ich "mein" (von einem WBK Inhaber geborgtes) Sportgerät in Beisein des Besitzers zuhause Putzen?
- Darf ich "mein" Sportgerät am Schießstand Tragen und verwenden?
- Darf ich an Wettkämpfen teilnehmen?

Danke im Voraus für Antworten


Zuletzt geändert von r14g am 21. Mai 2007, 11:27, insgesamt 1-mal geändert.

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BeitragVerfasst: 21. Mai 2007, 11:09 
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r14g hat geschrieben:
Ganz abgesehen davon, daß ich es für pervers halte jemanden der nicht in Gewissensnot kommt Waffengewallt gegen Menschen aus anderen Gründen als der persönlichen Notwehr oder Nothilfe anzuwenden (welche Gründe würden mir da einfallen?: Habgier, Eifersucht, Wut, Haß,...),
den Besitz einer Waffe zu erlauben. Naja Gesetzte sind ja leider nicht immer Sinnvoll!


Auf was spielst du damit an ?

Das Thema Zivildienst wurde hier schon öfters besprochen, aktivier mal die Suche.


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BeitragVerfasst: 21. Mai 2007, 11:19 
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rhodium hat geschrieben:
r14g hat geschrieben:
Ganz abgesehen davon, daß ich es für pervers halte jemanden der nicht in Gewissensnot kommt Waffengewallt gegen Menschen aus anderen Gründen als der persönlichen Notwehr oder Nothilfe anzuwenden (welche Gründe würden mir da einfallen?: Habgier, Eifersucht, Wut, Haß,...),
den Besitz einer Waffe zu erlauben. Naja Gesetzte sind ja leider nicht immer Sinnvoll!


Auf was spielst du damit an ?

Das Thema Zivildienst wurde hier schon öfters besprochen, aktivier mal die Suche.


Ich möchte damit niemandem etwas unterstellen. Ich kann mir nur keine Gründe für legalen Baffenbesitz/-gerbrauch vorstellen die der Zivildiensterklärung zuwieder laufen.
Ein Wiederruf der Zivildiensterklärung würde ja heißen, daß ich KEINE Hemmungen hätte aus anderen Gründen als den "legalen" eine Waffe einzusetzen und wenn jemand es schon schriftlich kundtut die Waffe auch illegal einsetzen zu wollen oder zumindest kene Skrupel hat dies zu tun, sollte ("nach Hausverstand", aber das Gesetz hat da wohl andere Kriterien) sojemand keine Waffe bekommen.

Danke für den Tipp mit der Suche, werds nochmal probieren, hab aber bisher nur laaaange Diskussionen für/gehen BH gefunden...


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BeitragVerfasst: 21. Mai 2007, 11:46 
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Servas!

Suche: Zivildienst Waffenverbot ...

http://iwoe.org/bbforum/viewtopic.php?t=183

http://iwoe.org/bbforum/viewtopic.php?t=3007

http://iwoe.org/bbforum/viewtopic.php?t=3888

http://iwoe.org/bbforum/viewtopic.php?t=3426

vielleicht ist ja was brauchbares für dich dabei ...


leider wurden einige Postings aus dem Zusammenhang gerissen, weil der Ersteller sie einige Monate später editiert hat, wieso wohl? :lol:


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BeitragVerfasst: 21. Mai 2007, 12:09 
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Danke für die Links!

Möchte meine Frage(n) nochmals präzisieren und mich auf das Wesentliche beschränken:
Die Zivildienstpflicht ist der Grund dafür warum ich derzeit noch keine WBK bekomme.

Was ich wissen möchte (das scheint mir in den Threds bez. Zivildienst nicht abgedeckt) ist was darf ich OHNE WBK tun?
(Am Schießstand schießen, Trockentraining zuhause in Beisein des Waffenbesitzers, etc.)


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BeitragVerfasst: 21. Mai 2007, 13:21 
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Hallo,

Kategorie C und D Waffen kaufen und schießen.

Kategorie B kriegst du erst wenn das 15-jährige Waffenverbot vorbei ist.


Georg

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 Betreff des Beitrags: was darf ich in so einem falle?
BeitragVerfasst: 21. Mai 2007, 13:37 
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was darf ich in so einem falle?

meines wissens:

JA:
-freie, meldepflichtige waffen (kategorie c und d) erwerben und besitzen

NEIN:
-auf einem behördlich genehmigten schießstand schießen
-auf einem privaten schießstand in beisein des inhabers schießen (dies wäre besitzer einer wbk/wp möglich)

WEISS NICHT:
- bei einem waffenbesitzer seine waffe putzen ? (wozu?)

soweit meines wissens,
bitte die juristen um korrektur wenn falsch

mfg
magazinfeder

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BeitragVerfasst: 21. Mai 2007, 14:05 
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ich denke auf einem offiziellen Schießstand mit Aufsicht dürfte er schiessen,
auch wenn er keine WBK hat, müsste für einen Zivi auch gelten,
bei einem Waffenverbot wegen einer Verurteilung sieht es natürlich anders aus ... aber ich bin auch kein Jurist

ein interessanter Thread bzgl. http://iwoe.org/bbforum/viewtopic.php?t=3753


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BeitragVerfasst: 21. Mai 2007, 14:18 
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Warum soll er seine Kat. C nicht auf einem Schießstand schießen dürfen???


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BeitragVerfasst: 21. Mai 2007, 15:06 
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er darf alles tun, wozu er keine WBK oder WP braucht:

Kat B auf behördlich genehmigten Schießständen schießen,
Kat C und D alles wie jeder andere Staatsbürger ohne Waffenverbot.

Es ist ihm ja nur der Besitz und das Führen genehmigungspflichtiger Schusswaffen für 15 Jahre untersagt; das heisst aber noch lange nicht Waffenverbot!

GS

PS:

zu den ursprünglichen Fragen:

Zitat:
- Darf ich "mein" (von einem WBK Inhaber geborgtes) Sportgerät in Beisein des Besitzers zuhause Putzen?


Nein, das wäre vom Besitzer ein Überlassen an Unberechtigte

Zitat:
- Darf ich "mein" Sportgerät am Schießstand Tragen und verwenden?


Ja, denn auf behörlich genehmigten Schiessstätten ist das Waffengesetz nicht anzuwenden.

Zitat:
- Darf ich an Wettkämpfen teilnehmen?


das wird vom Reglement abhängen, ob Du mit der EIGENEN Waffe schießen musst. etc...

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Der Weg ist das Ziel ! ---- aber wo ist der Weg?
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BeitragVerfasst: 21. Mai 2007, 16:19 
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raptor hat geschrieben:
Warum soll er seine Kat. C nicht auf einem Schießstand schießen dürfen???


... meldepflichtige und sonstige Waffen sind ja trotz Zivildienst eh kein Problem

ich ging eigentlich von einer WBK-pflichtigen Waffe aus, da "WBK" ja einigemale genannt wurde, er sich auch im Beisein eines WBK-Inhabers eine Waffe ausborgen könnte/möchte ...

denke da geht es um eine Kurzwaffe :roll:


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BeitragVerfasst: 21. Mai 2007, 17:27 
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Hallo,

Zitat:
§ 14. Für die Benützung von Schußwaffen auf behördlich genehmigten
Schießstätten sind die Bestimmungen über das Überlassen, den Besitz
und das Führen von Schußwaffen sowie die Bestimmungen über das
Überlassen und den Erwerb von Munition für Faustfeuerwaffen nicht
anzuwenden. Waffenverbote (§§ 12 und 13) gelten auf solchen
Schießstätten jedoch.


Betrifft das auch die Waffenverbote für Zivi's, oder ist das ein spezielles Waffenverbot (etwa kein behördlich ausgesprochenes, aber kein Anspruch auf WBK)?

Georg

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BeitragVerfasst: 21. Mai 2007, 17:58 
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also erstens:

Zivis haben kein Waffenverbot!
sie sind nur vom Erwerb und Besitz genehmigungspflichtiger Waffen und vom Führen ausgeschlossen.

ZDG:
Zitat:
(5) (Verfassungsbestimmung) Zivildienstpflichtigen, für die nach
dem 30. September 2005 eine Feststellung gemäß Abs. 4 getroffen
wird, sind der Erwerb und der Besitz von verbotenen Waffen, Kriegsmaterial und genehmigungspflichtigen Schusswaffen sowie das Führen von Schusswaffen für die Dauer von 15 Jahren untersagt. Die
Frist beginnt mit Eintritt der Zivildienstpflicht.


und zweitens:

Das Waffengesetz bezieht sich explizit auf die eigenen Paragraphen 12 und 13

Zitat:
Waffenverbote (§§ 12 und 13) gelten auf solchen Schießstätten jedoch


Zitat:
Waffenverbot
§ 12. (1) Die Behörde hat einem Menschen den Besitz von Waffen und Munition zu verbieten (Waffenverbot), wenn bestimmte Tatsachen die Annahme rechtfertigen, daß dieser Mensch durch mißbräuchliches Verwenden von Waffen Leben, Gesundheit oder Freiheit von Menschen oder fremdes Eigentum gefährden könnte.


Zitat:
Vorläufiges Waffenverbot
§ 13. (.1) Die Organe der öffentlichen Aufsicht sind bei Gefahr im Verzug ermächtigt, 1. Waffen und Munition sowie 2. Urkunden (ausgenommen Jagdkarten), die nach diesem Bundesgesetz zum Erwerb, Besitz, Führen oder zur Einfuhr von Waffen oder Munition berechtigen, sicherzustellen, wenn sie Grund zur Annahme haben, daß deren Besitzer durch mißbräuchliches Verwenden von Waffen Leben, Gesundheit oder Freiheit von Menschen oder fremdes Eigentum gefährden könnte;


und nicht aufs Zivildienstgesetz

GS

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BeitragVerfasst: 21. Mai 2007, 18:00 
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Beiträge: 10
Georg hat geschrieben:
Hallo,

Zitat:
§ 14. Für die Benützung von Schußwaffen auf behördlich genehmigten
Schießstätten sind die Bestimmungen über das Überlassen, den Besitz
und das Führen von Schußwaffen sowie die Bestimmungen über das
Überlassen und den Erwerb von Munition für Faustfeuerwaffen nicht
anzuwenden. Waffenverbote (§§ 12 und 13) gelten auf solchen
Schießstätten jedoch.


Betrifft das auch die Waffenverbote für Zivi's, oder ist das ein spezielles Waffenverbot (etwa kein behördlich ausgesprochenes, aber kein Anspruch auf WBK)?

Georg


Erst mal vielen Dank an alle die bisher gepostet haben für ihre Beiträge!

das im $14 des Waffengesetz erwähnte Waffenverbot bezieht sich ausschleißlich auf Waffenverbote nach §§ 12 und 13 des Waffengesetzes ("unzuverlässige Person"). Das 15 Jährige Waffenverbot für Zivildienstpflichtige ist aber im Zivildienstgesetz festgelegt.
Diese zwei Verbote haben, nach meinem Wissensstand also nichts mit einander zu tun (andere Gründe und andere Auswirkungen).

Das Waffenverbot laut Zivildienstgesetzt ist eigentlich das verbot eine WBK oder einen WP zu besitzen. Somit gelten für Zivildienstplichtige die selben Einschränkungen wie für jeden unbescholtenen Bürger ohne WPK oder WP.


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BeitragVerfasst: 21. Mai 2007, 18:12 
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r14g hat geschrieben:
Das Waffenverbot laut Zivildienstgesetzt ist eigentlich das verbot eine WBK oder einen WP zu besitzen. Somit gelten für Zivildienstplichtige die selben Einschränkungen wie für jeden unbescholtenen Bürger ohne WPK oder WP.


Exakt.

Deshalb sollte man korrekterweise nicht von einem Waffenverbot sprechen. Sondern vom Ausschluß von der Erteilung eines waffenrechtlichen Dokuments auf 15 Jahre.

Ein behördliches Waffenverbot ist etwas anderes. Da darf man dann nicht mal einen Pfefferspray besitzen.


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