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BeitragVerfasst: 14. November 2006, 06:49 
Guten Morgen an Alle,

ich wäre sehr dankbar, wenn mir jemand einen Tipp geben könnte, wie ich meine Waffen (9mm und Doppellauf) nach Kolumbien einführen kann.
Slebstverständlich habe ich in Österreich die legale Besitzerlaubnis (Waffenschein und -besitzkarte).

Weiters möchte ich fragen, in wie weit es möglich ist, für die Zeit, welche ich in Österreich verbringe, einen (vorübergehenden?) Waffenapß zu beantragen. Zur Begründnung; cih bin mit einer Kolumbianerin verheiratet, welche Tochter eines Industriellen ist und darum auch normalerweise unter Personenschutz auftritt. Die Verbrechenslage in Österreich übersteigt eigentlich die von Kolumbien (zumindest in den relevanten Bezirken) und damit ist auch ihre Sicherheit nicht wirklich gewähleistet. Auf Anfrage an das BMI, teilte dieses mir mit, das a) ihr Personenschutzkommando nur ohne Waffen und auf vorherigen Visaantrag einreisen dürfte und b) ich auch keine Tragerlaubnis bekäme. Österreich verlor dadurch natürlich ein FDI iHv ca. EUR 3.000.000.- ihres Vaters, welcher dieses nun in der Schweiz tätigt. Aber da Österreich mein Heimatland ist, möchte ich, daß Sie auch dieses kennenlernt únd auch jährlich mit mir meine Familie besucht...

Bitte um Auskunft.

Heimattreue Grüße

Michael


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BeitragVerfasst: 14. November 2006, 10:40 
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Registriert: 12. Januar 2006, 10:07
Beiträge: 2604
Hallo Michael!
Bei der Ausführ von Waffen, (Pistolen, Revolver, Gewehre) die nicht zum Handel bestimmt sind, gibt es eigentlich kaum Probleme, außer es handelt sich um:
Kriegsmaterial; Bestandteile von Tieren oder Pflanzen, die unter das Washingtoner Artenschutzabkommen fallen; Waffen die älter sind als 50 Jahre mit einem Wert von 50.000 Euro; um Gegenstände welche Spraydosen enthalten, und diese wieder vollhalogenierte Fluorchlorkohlennwasserstoffe. Und dann gibt es noch eine Handvoll Embargoländer: In ganz Amerika zählt aber nur Haiti dazu.

Mit dem Problem der Einfuhr nach Kolumbien bin ich mangels Spanischkenntnissen leider überfragt.

Grundsätzlich dürfte es aber wie in allen Ländern zwei Problemkreise geben:
Die Einfuhr (ggf. Entrichtung von Abgaben).
Die Berechtigung zum Besitz/Führen.
Als Startseite zum Suchen und Durchfragen würde ich diese nehmen:
http://www.gksoft.com/govt/en/co.html


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BeitragVerfasst: 14. November 2006, 19:40 
Danke für Deine prompte Antwort,

aber kannst Du mir Auskunft geben, wie der Behördenweg in Österreich vonstatten geht? Welche Papiere benötige ich und wie sind die Waffen hinsichtliches der Flugreise zu verpacken? Brauche ich auch noch eine Genehmigung der Airline?

lg, Michi


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BeitragVerfasst: 15. November 2006, 13:45 
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Registriert: 12. Januar 2006, 10:07
Beiträge: 2604
Das ist aber gleich eine riesige Frage :shock:

Na ich versuchs mal nach bestem Wissen und Gewissen (ohne Gewähr).

Behördenweg in Österreich:
Grundsätzlich ist Deine Bezirksverwaltungsbehörde als Waffenbehörde zuständig.
Dorthin ist jede Wohnsitzänderung zu melden.
Also abhängig davon, ob Du einen österreichischen Hauptwohnsitz aufgibst oder diesen in einen Nebenwohnsitz umwandelst, würde ich dies mit dem dazugehörigen aktuellen Meldezettel und einer Erklärung, daß Du Deine Kat. B und C Feuerwaffen ins Ausland verbringst, eingeschrieben dort melden. Für die Ausfuhr selbst braucht man keine weiteren Bewilligungen außer dem Waffenrechtlichen Dokument.

Siehe auch: Auf der IWÖ-Seite: Waffenrecht/Gewerberecht den
Link Elektronische Zolldokumentation 2004 Waffen http://iwoe.org/img/VB-0400-1.pdf,

Pkt. 2.3.9. (Seite 6)
Zitat:
(9) Für die Ausfuhr von Schusswaffen und Munition hiefür bestehen, soweit nicht Abschnitt 3 der ZD Kriegsmaterial (VB-0401) Anwendung findet, keine administrativen Verbote und Beschränkungen.

Aus taktischen Erwägungen würde ich mit den Vorbereitungen der Sache beim Zielort beginnen. Dort kommt es nämlich drauf an, ob Du mit Gewehr und Pistole aus dem Flughafengebäude rausspazieren kannst.

Also Reihenfolge:
1. Meldezettel über Wohnsitz in Kolumbien oä.
2. Bewilligung zum Besitz und Einfuhr der Waffen in Kolumbien. (Könnte evtl schon eine Bedingung sein, damit Dich eine Fluglinie mitnimmt)
3. Aussuchen der Fluglinie (die Berförderungsbedingungen sind vermutlich überall anders.) schau zB. hier, Waffen müssen beim einchecken deklariert werden.
http://www.billigfliegen.cc/archives/11-Verbotene-Gegenstaende-in-Flugzeugen.html
http://www.usatipps.de/Tips_1/Fluege/Gepaeck/hauptteil_gepaeck.html
Würde bei der Fluglinie selbst fragen und auch Fragen über über Zwischenlandungen stellen. Bei manchen Ländern (zB. Deutschland) gibt es ziemlich drastische Durchfuhrverbote!
4. Meldung an die österreichische Waffenbehörde, (ggf. gem § 26 Waffengesetz)
Beilagen wenn Änderung des Wohnsitzes, : österr. Meldezettel, Ausländ. Meldebescheinigung, zusätzl. Einfuhr- u. Besitzberechtigung fürs Ausland (schadet nicht).
Die Ausfuhr würde ich mir beim Flughafen-Zollamt bestätigen lassen und diese Bestätigung der Ö. Waffenbehörde schicken (Eine DS brauchst Du evtl. auch bei der Ankunft).
Von allen erwähnten Dokumenten würde ich Kopien in ausreichender Anzahl anfertigen und während der Reise bereithalten, auch einen Wertnachweis für den Fall, daß Du bei der Ankunft Einfuhrabgaben bezahlen musst. Ein Satz kommt zum Gepäck (falls Du davon getrennt wirst, was beim Fliegen leicht passieren kann).

So, mehr fällt mir nicht ein, hoffe es geht nichts schief :roll:


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BeitragVerfasst: 15. November 2006, 16:05 
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Wohnort: Innsbruck
Für die Ausfuhr meines Halbautomaten (Marlin Camp Carbine) ins Fürstentum Liechtenstein war eine Ausfuhrbewilligung des BMWA nötig. Ging problemlos, die Beamten war sehr freundlich.


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BeitragVerfasst: 15. November 2006, 18:30 
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Registriert: 12. Januar 2006, 10:07
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Hätte ich fast vergessen zu erwähnen: :oops:
Die Außenhandelsverordnung!!! :lol:
Auf der IWÖ-Homepage:
Waffenrecht/Gewerberecht/AußenhandelsVO/Militärgüter
http://iwoe.org/img/AH-3200-21.pdf

Siehe Pkt. 2.5. (Seite 15) Ausnahmen, Befreiungen und Sonderregelungen

@Rhodium:
Deinen Genehmigungs-Fall kann ich mir nur durch den Halbautomaten erklären.

@michelangelo1978
Frag zur Sicherheit lieber mal beim Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit nach, für alle Fälle.

(Kostet höchstens Zeit, und man gewinnt schlimmstenfalls ein Buchbinder-Wanninger Erlebnis gratis)


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