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 Betreff des Beitrags: Krone: Firma wirbt mit Flinten und Messern für Kinder
BeitragVerfasst: 18. November 2007, 19:40 
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ein absoluter Trottel-Artikel in der heutigen Krone:

Firma wirbt mit Flinten und Messern für Kinder
Na, wenn das keine schöne Bescherung wird! "Querflintenset ab drei Jahren", das Schießspiel "Jägerkids" oder doch das "Kindermesser" mit acht Zentimeter Plastikklinge? Während die ganze Welt über Gewalt an Schulen diskutiert, bietet eine Firma in ihrem Katalog eher radikale "Geschenkideen für Kinder" an. Viele Eltern in Österreich sind empört. Infobox krone.tv: Das musst du gesehen haben! Infopics - klick dich durch die Bilder des Tages! Teste dein Wissen beim Wochenquiz!"Gefahrlos, kindergerecht, ab drei Jahren" - so kann man das "Infrarot-Gewehr" ("Man hört echte Natur- und Schussgeräusche") natürlich auch bezeichnen. In der Rubrik "Abenteuer Natur" wirbt die Firma für all jene Geschenke, die das Christkind immer gerne bringt. Etwa das Kindermesser für 21,95 Euro mit Lederscheide. Immerhin: "Die 8 cm Klinge ist im vorderen Bereich nicht scharf geschliffen."
Für 59,90 Euro gibt es weiters die Flinte für "Jungjäger". Mit im Preis inbegriffen: Gewehrriemen, Patronengürtel und Schrotpatronen. "Der helle Wahnsinn", so ein verärgerter Vater. "Wer kauft denn seinen Kindern diesen Unsinn?"

Von Michael Pommer, Kronen Zeitung
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hoffe auf zahlreiche Reaktionen dazu !


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 Betreff des Beitrags: die mail-adressen:
BeitragVerfasst: 18. November 2007, 19:41 
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 Betreff des Beitrags: Re: Krone: Firma wirbt mit Flinten und Messern für Kinder
BeitragVerfasst: 18. November 2007, 20:47 
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chris hat geschrieben:
Viele Eltern in Österreich sind empört.


Zwingt sie ja niemand das zu kaufen. Sollen sie ihren Sprösslingen halt Spongebob-Polster oder Shrek-Puppen unter den Christbaum legen, ist pädagogisch bestimmt wertvoller. :wink:

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BeitragVerfasst: 18. November 2007, 23:10 
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Ein Querschuß ist schon abgefeuert


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BeitragVerfasst: 19. November 2007, 00:16 
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Hab mir sowas schon gedacht, als ich den Kettner Katalog im Postfach sah und gemerkt hab, dass es ein Postwurf ist (wie können die sich so einen Streuverlust leisten??)

Gegen diese Verdummung der Gesellschaft muss man doch was machen können. (Beziehe das auf die Reaktionen zum Angebot)

lg digital

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BeitragVerfasst: 19. November 2007, 10:36 
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Ich frage mich immer wieder, wie meine Freunde und ich "unbeschadet" groß geworden sind. Wir spielten im Garten oder im Wald mit Kapselrevolvern und Gewehren, Pfeil und Bogen und auch Speeren Cowboy und Indianer, es ist nie leise zugegangen, blaue Flecken gabs auch immer (vor allem bei den Bockerlschlachten im Wald...).

Es ist keiner der Spielkameraden von damals ein Attentäter oder Mörder geworden, irgendwie eigenartig oder?

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BeitragVerfasst: 19. November 2007, 11:15 
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[ironie]
Naja, ich mein, seien wir doch bitteschön ehrlich mit uns: Du, ich, wir alle sind doch nur tickende Zeitbomben. Ich mein, wie man sieht sind wir ja alle gestörte Waffennarren geworden. Wir müssen uns das endlich eingestehen.

Generelles Spielzeugverbot sofort! Barbieverbot wegen nicht feminismuskonformem Frauenbild! Spielzeugwaffenverbot wegen UN! Teddybärverbot wegen Tierschutz!
[/ironie]

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BeitragVerfasst: 19. November 2007, 11:18 
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Irgendwie ist mir in letzter Zeit meine Ironie abhanden gekommen. Die Realität ist noch schwärzer als mein Humor...

JPC 200

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BeitragVerfasst: 19. November 2007, 11:20 
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Zitat:
Du, ich, wir alle sind doch nur tickende Zeitbomben.


Wie recht Ihr habt.
z.B. ist ein Freund mit 68 Jahren gestorben, ehe er noch Zeit hatte, zu explodieren..
Und ich selber ticke auch schon einige Jahrzehnte ..
:roll:


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BeitragVerfasst: 20. November 2007, 20:17 
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Andreas Rippel


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BeitragVerfasst: 20. November 2007, 21:14 
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Was ist eigentlich in diesen Hilfslandesjägermeister gefahren?
Zitat:
"Das ist ein völlig abzulehnender Unsinn. Eine Waffe ist immer etwas Gefährliches und man darf es nie als Spiel darstellen, eine Waffe anzuwenden. Das wird hier gemacht", ist Landesjägermeister-Stv. Walter Grafinger entsetzt. Besonders abwegig sei die Anpreisung "gefahrlos, kindgerecht, ab drei Jahren". Grafinger, der auch Präsident des Salzburger Landesgerichtes ist, meinte, man müsse auch prüfen, ob das Verschießen von Gummigeschossen durch Dreijährige gesetzlich einwandfrei ist.

Der Mann gehört sofort abgewählt. Wer mit den Kinderfreunden im Chor der Antiwaffenhysteriker heult, hat auf einem Posten als Interessensvertreter der Jäger nichts verloren.


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BeitragVerfasst: 20. November 2007, 21:53 
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Es ist nur noch beschämend wie in den letzten Tagen alles aufgefahren wird was als Instrumentalisierung herhalten kann. Mir scheint es sich hier um eine Hetzjagd zu handeln.

ich glaube nicht mehr an Zufälle!

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"...nach FEST kommt AB..."
"...wer für alles offen ist kann nicht ganz dicht sein..."
"...ich kann mich nicht daran erinnern..."


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BeitragVerfasst: 20. November 2007, 22:32 
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Beiträge: 6102
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@ Bortak

Es ist schon eine merkwürdige Ansammlung von Artikeln. Ganz abgesehen davon, dass sich plötzlich jeder Schwachkopf dazu berufen fühlt, seinen Senf auch noch beisteuern zu müssen. Bestes Beispiel: Kinder und Jungendanwalt ...


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BeitragVerfasst: 20. November 2007, 22:39 
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Wohnort: Graz
Anweisung von oben. Es gilt die Akzeptanz für ein Totalverbot auszuloten. Die gleichgeschalteten Medien reagieren darauf, indem sie jede Situation, in der auch nur entfernt eine Waffe vorkommt, bis zum geht nicht mehr aufbläst und die Reaktionen beobachten.
Stellt sich nur mehr die Frage wer die "oben" sind...

Hasenfuss

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 Betreff des Beitrags: Der Standard, 21.11.2007
BeitragVerfasst: 20. November 2007, 23:14 
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Beiträge: 279
Jagdwaffen - "gefahrlos und kindgerecht"

Katalog wirbt mit Gewehren für Dreijährige - Rechtliche Schritte geplant

Salzburg - Zahlreichen Salzburger Haushalten ist in den vergangenen Tagen der Weihnachtskatalog eines österreichischen Jagd-Geschäftes ins Haus geflattert, in dem für Kinder ab drei Jahren genaue Nachbildungen von Jagdwaffen angeboten werden. Die Kinder- und Jugendanwaltschaft hat umgehend eine rechtliche Prüfung angekündigt. Die Kinderfreunde Salzburg und der stellvertretende Landesjägermeister Walter Grafinger stimmen dem zu: Das Angebot eines Schießspiels für Kinder ab drei Jahren, mit dem sie üben können "Tontauben zu schießen - wie bei den Profis", sei "rechtlich bedenklich".

Zusätzlich werden in dem Katalog auch Ersatz-Gummipatronen angeboten. Alles sei "gefahrlos und kindgerecht", heißt es im Katalog. Außerdem wird auch noch ein sogenanntes "Querflintenset" mit Schrotpatronen für "Jungjäger" ab drei Jahren angeboten. Der Geschäftsführer des Unternehmens, Helmut Dieter Kus, rechtfertigt die Geschenkidee zum Weihnachtsfest: Die Gummipatronen zum Tontaubenschießen seien "weich und deshalb ungefährlich". Und die Patronen für die nachgebauten Schrotflinten seien überhaupt nur Attrappen und zum Knallen da.

"Wir haben keinerlei Kriegsspielzeug, wir haben nachgebildete Jagdwaffen, die aus Kunststoff, Holz oder Metall hergestellt sind und keinerlei Gefährdung für Kinder darstellen", so die Stellungnahme des Unternehmens. Einer rechtlichen Prüfung der Kindergewehre durch die Jugendanwaltschaft sehe man "gelassen" entgegen.

Völliger "Unsinn"

"Das ist ein völlig abzulehnender Unsinn. Eine Waffe ist immer etwas Gefährliches und man darf es nie als Spiel darstellen, eine Waffe anzuwenden. Das wird hier gemacht", zeigte sich Grafinger entsetzt. Besonders abwegig sei die Anpreisung "gefahrlos, kindgerecht, ab drei Jahren". Grafinger, der auch Präsident des Salzburger Landesgerichtes ist, meinte, man werde prüfen müssen, ob das Verschießen von Gummigeschoßen bei Dreijährigen wirklich "gesetzlich einwandfrei" sei.

Ein "Tötungsgerät"

"Kriegsspielzeug ist nachgebildetes Tötungsgerät, das die Vernichtung des Gegners zum Ziel hat. In Kinderhänden haben Waffen besonders brisante Symbolkraft." Die Kinderfreunde Salzburg lehnen die Anpreisung von Kriegsspielzeug vehement ab. Rudolf Barkmann, Landes-vorsitzender der Kinderfreunde Salzburg, sagte zu dem Fall, er sei "empört". Gerade in Zeiten von merkbar gestiege- nem Aggressionspotenzial bei Kindern und Jugendlichen, von Amokläufen an Schulen in Finnland und Nordrhein-Westfalen und Berichten von Kindersoldaten in Dritte-Welt-Ländern seien derartige Produktionslinien "nicht akzeptabel".

(APA, ker/Der Standard, printausgabe, 21.11.2007)
 


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