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BeitragVerfasst: 7. April 2007, 20:42 
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Zitat:
Damit würden sie zugeben, daß die vorangegangene Verschärfung ein Fehler war.
net bös sein, aber da würdest du ihnen in bezug auf "freie waffen für freie bürger" verantwortungsbewusstsein unterstellen und nicht eigene motive zur machterhaltung versus lemminge...

und wenn sie das hätten, dann wäre ein "geht ja" effekt genauso möglich wie bei den 15 soldaten, die sie aus dem iran geholt haben. wenn sie wollen, geht´s immer.

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wo ist meine signatur hin?


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BeitragVerfasst: 7. April 2007, 23:27 
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Ich habe erst jetzt bemerkt, daß der ORF link nicht automatisch auf den Bericht verweist den ich meinte:
Zitat:
Waffen billiger als Turnschuhe:
Scheu vor Gewalt ist verschwunden
Zu Opfern werden oft gerade jene, die mit den Gangs nichts zu tun haben wollen.
Blutige Gewalt unter Jugendlichen gibt es in allen Ballungsräumen in Großbritannien, doch nirgendwo ist sie so ungebremst wie in London. Dort hat sich die Zahl von unter 20-Jährigen, die mit einer Schusswaffe gemordet haben, in drei Jahren auf 76 verdoppelt.

"Waffen und Messer sind für viele Jugendliche eine Art modisches Zubehör", zitiert die dpa-Journalistin Ute Dickerscheid eine Sozialarbeiterin. Schusswaffen seien auf der Straße schon um 50 Pfund (rund 75 Euro) zu haben, "das ist billiger als die Designer-Turnschuhe der Kinder".

"Kaum noch eine Hemmschwelle"
Die Gewaltbereitschaft sei hoch, selbst bei kleinsten Auseinandersetzungen werde sofort das Messer oder eine Pistole gezogen. In Londons riesigen Siedlungen von Sozialwohnungen terrorisieren Jugendbanden oft die Anrainer, die Polizei ist machtlos.

Neunjährige würden für Einbrüche und andere Straftaten rekrutiert und stiegen mit zunehmendem Alter in der Bandenhierarchie auf, so die Sozialarbeiterin. "Es gibt kaum noch eine Hemmschwelle", berichtete eine andere Sozialarbeiterin gegenüber dem dpa-Reporter Thomas Burmeister.

Morde aus "Langeweile"
"Solche Morde", so die Sozialarbeiterin, die in einem der problematischsten Viertel Londons mit Jugendlichen arbeitet, "geschehen mittlerweile aus einer Laune heraus, aus Langeweile oder auch als Mutprobe, mit der sich die Täter die Mitgliedschaft in einer Gang erwerben."

Es passt ins Bild, dass Großbritannien laut dem Bericht des UNO-Kinderhilfswerks (UNICEF) zur Situation von Kindern in reichen Industrienationen das traurige Schlusslicht ist. Für britische Kinder seien die Lebensverhältnisse von allen Industrienationen am schlechtesten, heißt es darin.

"Pflicht"-Mitgliedschaft in Banden
In Vierteln mit hoher Konzentration von Sozialwohnungen, die unsichtbar in Machtreviere von Jugendgangs aufgeteilt sind, ist die Zugehörigkeit zu einer Bande auch eine Art Überlebensgarantie. Zu Opfern werden oft gerade jene, die damit nichts zu tun haben wollen.

Straftaten, bei denen Schusswaffen im Spiel sind, werden vor allem von männlichen Tätern zwischen 16 und 25 Jahren verübt. Täter und Opfer werden immer jünger. Gerade wegen ihres jugendlichen Alters sind die Täter oft bald wieder auf freiem Fuß.

Gesetze können Probleme nicht lösen
Exekutive und konservative Politiker fordern nun strengere Gesetze. Dabei hat Großbritannien bereits eines der strengsten Gesetze zur Kontrolle des Waffenbesitzes weltweit, das nach dem Schulmassaker im schottischen Dunblane vor fast elf Jahren erlassen wurde.

Doch Gesetze können mit der gesellschaftlichen Entwicklung nicht mithalten, warnen Soziologen. Der Zerfall der Familienstrukturen sei erschreckend, mahnte die "Times". Ohne Vorbild zu Hause oder in der Schule fänden Jugendliche oft nur in Banden Anerkennung, der Weg in die Kriminalität sei vorgezeichnet.
Da geht es schon mehr zur Sache als im Beschwichtigungs-Leitartikel.

Allerdings verstehe ich auch das Dilemma der Regierung Blair: zuzugeben, daß sozialistische Gesellschaftsphantasien und damit einhergehende Multikultiideologie die Mißstände erst verursacht haben wird man nicht erwarten dürfen.

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Niemals wollen wir so tief sinken
von dem Kakao, durch den man uns zieht,
auch noch zu trinken.
(Erich Kästner) Nr.546


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BeitragVerfasst: 8. April 2007, 08:07 
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Beiträge: 4516
Sowie ein Entwaffnung der Bürger und drakonische Abstrafung derselben, sollten sie sich doch noch gegen Verbrecher zur Wehr setzen.


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BeitragVerfasst: 8. April 2007, 14:47 
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Also wer heutzutage in England nächtens viel zu tun hat, ist schon eine arme Haut. Da kann Dir eine Jugendbande aus Lust und Laune einfach mal die Lampe löschen ... die Chance das man sich dagegen (legal) wehren kann, sind gleich null.

Dann darf man sich noch vom Blair anhören, dass das Waffengesetz zu verschärfen ist ... :shock:

Diese Insel wird untergehen ... mitsamt den Ratten :?


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BeitragVerfasst: 8. April 2007, 14:59 
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Tja die "splendid isolation" wird hoffentlich auch umgekehrt funktionieren.
Allerdings sind die Ratten längst schon unter uns. In Frankreich testen sie schon mal was so geht.


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BeitragVerfasst: 8. April 2007, 20:52 
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Beiträge: 1950
Wohnort: südlich von Wien
Zitat:
Allerdings sind die Ratten längst schon unter uns. In Frankreich testen sie schon mal was so geht.
Bitte nicht die Ratten beleidigen. Das sind sehr intelligente und soziale Tiere. :wink:

Trenck

_________________
IWÖ-Mitgliedsnummer 4198

Als "Kleinbürger mit Abstiegsängsten" bezeichnet die Gesinnungspresse Menschen, die ihr Leben mit Arbeit verbringen, aber keine Neigung verspüren, für noch mehr fremder Leute Rechnungen aufzukommen.
Michael Klonovsky


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BeitragVerfasst: 24. April 2007, 12:16 
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Beiträge: 4775
Noch ein Artikel aus GB, man wird unwillkürlich an die Monty Phytons erinnert, unglaublich ! :lol:

Daily Mail, 09.02.2007

Bild zum Artikel :lol:
Bild
Bildunterschrift: How to defeat a mugger, according to Labour's Police Minister
Zitat:
Jump up and down and shout to beat street crime
By JONATHAN OLIVER - More by this author »
Last updated at 13:31pm on 9th February 2007
Witnesses to violent street crime should try to 'distract' attackers by honking their car horns or even 'jumping up and down'. That's according to Labour's Police Minister.

[...]

For the Tories, Shadow Police Reform Minister Nick Herbert said: "Jumping up and down and waving your hands in the air in a hopeless manner does seem to be the standard Home Office response to problems these days. The public need some consistent guidance about what they should do in these circumstances." Figures out this month showed a two per cent rise in crime over the past year to a total of 2.44million incidents, with gun crime soaring by ten per cent. And there was a 46 per cent surge in householders suffering the terror of being robbed at gunpoint in their home.

[...]

Extract from the full Panorama interview

Jeremy Vine: "You see a young man looking aggressive, shouting at an old woman. What do you do? Do you retreat and ring the police?'
Tony McNulty: "I think you should in the first instance. It may well be simply shouting at them, blowing your horn or whatever else deters them and they go away."
Jeremy Vine: "He's now hitting her and the police haven't come. What do you do then?'
Tony McNulty: "The same, the same, you must always..."
Jeremy Vine: "Still wait?'
Tony McNulty: "Get back to the police, try some distractive activities."
Jeremy Vine: "What? Jump up and down?'
Tony McNulty: "Sometimes that may well work."

PS: Noch ein passender Artikel,
Das mit der Messeramnestie war wohl nicht so ein großer Erfolg :lol:
Scotsman, 23.04.2007
Zitat:
A killing every three days as violence surges on the streets
MICHAEL HOWIE
(mhowie@scotsman.com)
Murders in Scotland increase by nearly a third in past year
Encouraging figures from last year marked record drop Rise in knife killings a blow to Executive after campaign ...


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BeitragVerfasst: 2. Juli 2007, 09:18 
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Beiträge: 4775
Zum Terroranschlag auf den Flughafen von Glasgow:
Der Standard vom 01.07.2007
Zitat:
... Andere Passagiere wollen gesehen haben, dass einer der beiden mutmaßlichen Attentäter noch versuchte, den Wagen mit Benzin zu übergießen, bevor er von Passagieren niedergeschlagen wurde. ...
Weil ich gerade drübergestolpert bin:
Wieviele Jahre Gefängnis bekommt man in GB für sowas?
Von solchen Aktionen in gerade diesem Land sollte man dringend die Finger lassen. Werde in einiger Zeit nochmal recherchiern, was mit den Passanten passiert ist. :evil:


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BeitragVerfasst: 2. Juli 2007, 21:07 
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Registriert: 4. Januar 2006, 20:18
Beiträge: 8655
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Dem verletzten Attentäter würde ich doch als erstes die Hilfe versagen ... das man diesen A.... jetzt noch auf Staatskosten aufpäppelt ist doch eine wahre Frechheit.


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BeitragVerfasst: 3. Juli 2007, 08:54 
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Beiträge: 4775
@rhodium
Tote reden nichts, und dazu braucht man die Täter noch!

(Obwohl ich unter Umständen auch dem Satz von Otto Schily "Wer den Tod will, kann ihn haben" etwas abgewinnen kann)

Das eigentlich größte Sicherheitsproblem in GB sind aber immer noch nicht die Terroristen, sondern die alltägliche Straßengewalt. Mit der Bombengeschichte kann man davon aber ganz gut ablenken.
Artikel dazu in "Life Style Extra", 25.06.2007

PS: Beunruhigend wirds erst nach der bevorstehenden Niederlage der Amerikaner im Irak, dann können wir uns hier (auch in Ö.) ein wenig wärmer anziehen (und zwar nicht nur wegen den Terroristen sondern wegen heimtückischen Gesetzgebern in Brüssel, Wien oder sonstwo).
Schau Dir zB. das hier an. Ganz aktuell!! Gegen wen wird sich das wohl richten?


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BeitragVerfasst: 3. Juli 2007, 18:35 
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Beiträge: 4516
Was anderes, aber weils zum Thema paßt.
Vorige? Woche war ein bericht auf arte über den "digitalen Widerstand" und Bürgerechtsbewegungen gegen ständige Überwachung.
So nebenbei: Chips aus Pässen(wie in unseren neuen) können auf mehrere Meter ausgelesen werden und die Identität "kopiert" und natürlcih mißbraucht werden.
Ok, ich bin etwas vom Thema abgekommen.
Warum ich hier posten wollte war folgendes:
In GB haben sie jetzt offenbart wozu die Überwachungskameras wirklich sind:
Verkehrsübertretungen zu ahnden!
Ein Betroffener hat berichtet, daß er eine Strafe bekommen hat, wegen vorschriftswidrigem abbiegen. Er hat sich natürlich gefragt, warum, weil er dort schon öfter falsch abgebogen ist(jeder kennt das, den eigenen manchmal nicht total erlaubten schleichweg). Seit kurzem steht dort eine Überwachungskamera!!!!!!
Section control gibts bei uns ja schon und keiner weiß was mit den Daten passiert.


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