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 Betreff des Beitrags: Querschüsse - Hoplophopie
BeitragVerfasst: 13. Juli 2007, 13:44 
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Registriert: 6. Januar 2006, 18:21
Beiträge: 102
Lieber Generalsekretär!

Wie immer trifft die Glosse den Nagel auf den Kopf! Allerdings muss ich diesmal bei einer Kleinigkeit, die mich und vielleicht auch den einen oder anderen Kollegen trifft, widersprechen:

Nicht alle Lehrer sind der Hoplophopie verfallen - NEIN, ein kleiner, aber wackerer Haufen leistet ganz nach dem Vorbild eines ebenso kleinen gallischen Dorfes konsequent Widerstand! (Vielleicht ist der Haufen auch gar nicht so klein, denn bis auf wenige Ausnahmen sind Lehrer durchaus intelligent, aufgeschlossen und meist auch politikerkritisch. Unseren schlechten Ruf verdanken wir durchwegs den selben Umfeld, welches auch hier immer wieder für Aufregung sorgt. Und so nebenbei, auch unter Lehrern gibt es leider schwarze Schafe!)

Zur Statistik: In meiner Schule liegt der Anteil der deklarierten (!) Antihoplophopen bei ca. 10% der Kollegenschaft. Wir erlauben uns sogar gemeinsam zu Jagdausflüge zu fahren!

So nebenbei möchte ich an dieser Stelle das sog. "erste Gebot" eines Lehrers - festgehalten im §2 (1) SchOG - kundtun:

"Die österreichische Schule hat die Aufgabe, an der Entwicklung der Anlagen der Jugend nach den sittlichen, religiösen und sozialen Werten sowie nach den Werten des Wahren, Guten und Schönen durch einen ihrer Entwicklungsstufe und ihrem Bildungsweg entsprechenden Unterricht mitzuwirken. Sie hat die Jugend mit dem für das Leben und den künftigen Beruf erforderlichen Wissen und Können auszustatten und zum selbsttätigen Bildungserwerb zu erziehen.

Die jungen Menschen sollen zu gesunden, arbeitstüchtigen, pflichttreuen und verantwortungsbewußten Gliedern der Gesellschaft und Bürgern der demokratischen und bundesstaatlichen Republik Österreich herangebildet werden. Sie sollen zu selbständigem Urteil und sozialem Verständnis geführt, dem politischen und weltanschaulichen Denken anderer aufgeschlossen sowie befähigt werden, am Wirtschafts- und Kulturleben Österreichs, Europas und der Welt Anteil zu nehmen und in Freiheits- und Friedensliebe an den gemeinsamen Aufgaben der Menschheit mitzuwirken."

Wem das noch nicht genügt, hier noch zwei Absätze aus den "Allgemeinen Bildungszielen" des Lehrplanes:

"Er soll zur Mitwirkung im öffentlichen Geschehen und am Kulturleben befähigt und bereit sein; er soll sich zur Mit- und Selbstbestimmung in der Demokratie bekennen und Verantwortlichkeit angesichts ökologischer und politischer Veränderungen zeigen, indem er Völkerverständnis, Berufsethos, kritisches Konsumverhalten, Schutz der Umwelt und partnerschaftliches Verhalten vertritt und vorlebt. Er soll die Bedeutung der Zusammenarbeit in-nerhalb der Europäischen Union und mit anderen Staaten erkennen.
Er soll sich zu einem sozial- und umweltverträglichen Leistungsbegriff bekennen und die Gesundheit und Leis-tungsfähigkeit durch Lebensform, Freizeitkultur und Weiterbildung wahren. Er soll bereit sein, diese Grundsätze auch auf seine Mitarbeiter zu übertragen und im Sinne eines zeitgemäßen Führungsstiles zu fördern."

Gewappnet mit diesen "Anleitungen" unserer Politker, kann man getrost tagesaktuelle Themen kritisch durchleuchten und Jugendlichen einen anderen Blickwinkel, als die in den Tagesmedien dargestellten, anbieten.

Kimme


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BeitragVerfasst: 13. Juli 2007, 14:20 
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Registriert: 4. Januar 2006, 13:29
Beiträge: 701
Nun, unser Generalsekretär formuliert manchmal recht pointiert, aber da er auch mich recht gut kennt, kann er nicht alle Lehrer gemeint haben. :D

PS: Auch die Rechtsanwälte hat er ganz gern im Visier, aber das ist halt der Neid der Notare...... :lol:

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Andreas Rippel


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BeitragVerfasst: 13. Juli 2007, 16:18 
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Registriert: 24. Juni 2007, 14:36
Beiträge: 959
Wohnort: Steiermark
Hallo

Neben meiner beruflichen Tätigkeit bin ich auch Student.

Aber was soll ich sagen? Rein statistisch betrachtet liegt unser Generalsekretär ziemlich richtig.

Man denke nur an die Wahlplakate der kommunistischen Studenten (KSV), die das Bildungssystem in Kuba loben, mit roten Sternen herumlaufen und für die eine Leistungsgesellschaft die Wurzel allen Übels ist :( :oops:

Bei wirtschaftlichen und naturwissenschaftlich/technischen Studienrichtungen ist der Anteil solcher "Gesinnungen" glücklicherweise wesentlich geringer, ich würde sagen sogar unter dem gesellschaftlichen Durchschnitt.


P.S.: Mein Vater ist in seinem Kollegenkreis auch eine Ausnahme. Er ist Lehrer und überzeugter Waffenbesitzer. 8)

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The nine most terrifying words in the English language are: I'm from the government and I'm here to help.
Ronald Reagan
IWÖ Mitglieds-Nr.: 5569

Grüße, Thomas


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BeitragVerfasst: 13. Juli 2007, 18:43 
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Registriert: 29. Juli 2006, 23:06
Beiträge: 3955
Wohnort: Rot-Weiss
Ich denke unser Herr Generalsekretär hat deshalb die Lehrer genannt da diese einen sehr großen Einfluss auf die Erziehung der Schüler haben. Die Politiker haben das insofern auch, als dass sie ja unsere Gesetze machen.

Ich bin übrigens auch Student und habe mich nicht kritisiert gefühlt. Es gibt in jedem Lager den einen oder anderen der sich in gewissen Punkten nicht der Mehrheit anschließt.

Georg

PS: meine Mutter ist Lehrerin, schüttelt immer nur den Kopf wenn wir schießen gehen, sagt aber ansonsten nix :wink:

_________________
"The problem with Socialism is that eventually you run out of other people's money"
Lady Margaret Thatcher


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BeitragVerfasst: 13. Juli 2007, 18:50 
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Registriert: 12. Juli 2006, 19:41
Beiträge: 170
Wohnort: OÖ Linz Umgebung
Zitat:
...Bei wirtschaftlichen und naturwissenschaftlich/technischen Studienrichtungen ist der Anteil solcher "Gesinnungen" glücklicherweise wesentlich geringer, ich würde sagen sogar unter dem gesellschaftlichen Durchschnitt.
...
Ich wage sogar zu behaupten, dass bei naturwissenschaftlich/technischen Studienrichtungen im Regelfall die Vernunft und nicht irgendeine Fraktion regiert!

JG15

_________________
[size=75]...Die Walter PPK unter den Schulsystemen...Das Aspirin Plus C unter den Massenvernichtungswaffen...[/size]
[size=59]Sendung ohne Namen [/size]


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BeitragVerfasst: 14. Juli 2007, 06:00 
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Registriert: 24. Oktober 2006, 08:38
Beiträge: 1524
Das Problem mit dem Lehrertum ist, daß es ein(er der wenigen verbliebenen) lebenslanger Job ist, der von der Basisausbildung her wenig Alternativen bietet. Was soll z.B. ein Geo- oder Religionsleherer in der Wirtschaft machen, wenn er von der Schule genug hat? Außerdem verliert man ja die Pragmatisierung, das genetisch codierte Lebensziel aller Österreicher, für das alles andere zu opfern gilt.

Irgendwann brennen die Leute aus, ohne daß sie in einen anderen Beruf wechseln können oder wollen. Zudem schärft die lebenslange Auseinandersetzung mit Minderjährigen, die einem einfach entwicklungsbedingt nicht das Wasser reichen können, nicht unbedingt den eigenen Geist.

Das ist der Punkt, an dem die Lehrer dann in die Gremien drängen. Egal welche, ob staatlich oder kirchlich. Natürlich warten alle auf den Lehrer, der ja formal eine hochstehende Ausbildung hat und sich in Österreich, weltweit einzigartig, schon mal Professor nennen darf.:lol:

Leider hat der Herr Professor in den letzten Jahren nur Profil und Standard gelesen, das hat seinen inzwischen verminderten Talenten und auch der Aufnahmefähigkeit der pickeligen Schülerlein entsprochen. Deshalb wird man grüner Gemeinderat oder ein antirömischer Kirchenvolksbegehrer, der mit einer Liturgie experimentiert, die er in der Originalform nicht einmal genau kennt.

Wenn dann die Realität dräut, nämlich daß nicht alle auf den retardierten Professor gewartet haben und daß andere Erwachsene durchaus zurückreden, weil man sie nicht auf Fünf prüfen kann, dann wird man linksextrem und hysterisch-schrill. Enter Hoplophobia, da braucht man auch nicht viel können, weil ja jeder weiß, daß ...


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BeitragVerfasst: 14. Juli 2007, 19:21 
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Beiträge: 1385
Wohnort: südlich von Wien
@ raptor
Haahaa! Messerscharfe Analyse.

Kenne solche Exemplare von Lehrern auch (grüner Gemeinderat z.B.).

lg digital

_________________
Digital - Nr. 5415
"Ich dachte Sie sind ein sympathischer Mensch, und jetzt entpuppen Sie sich als Jäger!"


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BeitragVerfasst: 15. Juli 2007, 00:11 
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Beiträge: 10548
Ich war immerhin 35 Jahre Lehrer. Ich gehöre auch zu den 10%, aber ich kenne natürlich die Lehrer schon ganz gut.


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BeitragVerfasst: 15. Juli 2007, 14:18 
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Registriert: 24. Oktober 2006, 08:38
Beiträge: 1524
Die wichtigste Schulreform wäre, Lehrer zu einem Beruf auf Zeit bzw. Teilzeitberuf zu machen. Dann wüßten alle Lehrer worüber sie überhaupt reden, was im Leben Bedeutung hat und was man unterrichten sollte, das den Leuten später was nützt.

Ich kann mich an unser Mathe z.B. genau erinnern, das wurde von einem übergelaunten Hr. Dr. gehalten, der es nicht in die Wissenschaft geschafft hatte. War pickelhart und mit theoretischer Mathematik nur so vollgestopft. Für Zinsrechnung, Wahrscheinlichkeitsrechnung und Statistik fehlte dann aber leider die Zeit, dafür warum wir superfirm bei mathematophilosophischem Schrott wie irrealen Zahlen. :roll:

Englisch war so wie der schlechte Lehrer in "Club der toten Dichter". Kein Scheiß, wir hatten auch so ein Formelbuch zur Gedicht- und Belletristikrezension. Wirtschaftstermini? Weit gefehlt, schließlich war den Professoren die Privatwirtschaft etwas grindiges.

Oder wie sagte der Physikprof, der den späteren millionenschweren Popstar rausgeprüft hat, mit schadenfrohem Unterton: "Die Wirtschaft braucht auch Leute."


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BeitragVerfasst: 15. Juli 2007, 20:09 
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Registriert: 4. Januar 2006, 22:38
Beiträge: 10548
Eine Lehrerdiskussion wäre endlos, ist aber nicht unser Thema. Es geht darum, daß die meisten Lehrer Waffen verteufeln, ohne sich wirklich kundig zu machen.

In meiner Zeit als Lehrer habe ich versucht, aufklärend zu wirken, was auch ganz gut gelungen ist. Aber das war schon eine höhere Schule, wo das leichter ist, als in einer Volksschule oder einer allgemeinbildenden Schule.

Vom wirklichen Leben haben da die Lehrer oft keine Ahnung und daher regieren die Vorurteile.


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BeitragVerfasst: 16. Juli 2007, 03:56 
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Registriert: 24. Oktober 2006, 08:38
Beiträge: 1524
Zitat:
Es geht darum, daß die meisten Lehrer Waffen verteufeln, ohne sich wirklich kundig zu machen.
Genau das wollte ich sagen. Ist aber nicht spezifisch für Waffen.


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BeitragVerfasst: 16. Juli 2007, 09:17 
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Registriert: 30. August 2006, 17:07
Beiträge: 1375
Wohnort: früher Oberösterreich, jetzt bei Wr. Neustadt
naja,

bin ja auch lehrer (HS), allerdings vorher berufssoldat gewesen und erst mit 29 matura gemacht und studiert. hab auch eine firma für webdesign und computerschulung, damit ich net von der strickliesl und nachfolgern erpressbar bin :-)

muss die kollegen aus der VS und HS a bissl in schutz nehmen. es ist in der unterstufe zumindest genau net wichtig, dass die lehrer zuviel "ahnung" vom leben haben. da würdens die kinder net packen. da sind mehr die mamaersatzfähigkeiten gefragt, das fördern, das wohlfühlen etc.

das leistungsdenken ist altersmäßig bei unserer klientel (die zu 87% mihigrus sind, aber sicher net blöder als die hausmastergfraster - ehers gegenteil) noch net so gefragt.

wennst die die fussballregeln vom öfb fürs jugendtraining anschaust, steht dort ausnahmslos der fun im vordergrund, wennst die gschrappen da schon verbrennst, schei..en sie dir ein leben lang auf den sport. deshalb sind blut-schweiss-tränen lehrer in diesem alter voll kontraproduktiv.

ausserdem haben wir die pflichtschule, wenns deppat sind, kannst es net aussihaun -> such dir eine andere arbeit :-) geht net. in der oberstufe kenn ich mich net aus, schätze, da sind andere fähigkeiten gefragt. schließlich sind die schon älter. und lehrer is net lehrer, ich halt VS-lehrerinnen im geist auch net aus, die halten jeden für deppat oder 6 jahre alt...

zu den hoplophoben kann ich nix sagen, kenn an meinem standort keine, zumindest keine lauten. ich hab ein 8x57IS geschoß als schlüsselanhänger und bisher habens zwar gefragt, was das ist, aber dann kam keine deppate meldung :-) - die gschrappen genauso. eher interesse.

ich denk mir, dass die meisten leute die lehrer verteufeln, ohne sich wirklich kundig zu machen....ähhh kommt mir der satz net bekannt vor? 8)

_________________
wo ist meine signatur hin?


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BeitragVerfasst: 16. Juli 2007, 09:41 
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Registriert: 24. Oktober 2006, 08:38
Beiträge: 1524
Geb Dir voll Recht. Zwischen Pflichtschul- und Oberstufenlehrer ist ein Unterschied wie Tag und Nacht. Erstere stehen meist mit beiden Beinen voll im Leben. Sie erwarten sich auch nicht, daß jeder einen Kotau vor ihrer Professoralität macht.

Bei zweiteren liegt es wahrscheinlich an der universitären Verbildung auf die dann kein subjektiv als angemessen empfundener Zahltag (für Junglehrer) und kein entsprechendes Sozialprestige folgt. Die rabiaten Linksbots finden sich typischerweise an der sog. "Höheren Schule".

Oft ist auch ostentative Ideologie bei Menschen generell ein Nebelvorhang für mangelndes Können und Wissen. Meiner subjektiven Wahrnehmung nach waren es an der Uni unter den Geistes- und Wirtschaftswissenschaftlern eher die Dünnbrettbohrer, die Lehramt studiert haben.

Um den Bogen zurück zum Thema zu schaffen:
Generell sind formell hoch gebildete, die nicht entsprechend sozial aufsteigen, anfällig für, in Anbetracht ihrer Bildung, überraschend plumpe Ideologien. In unserer Zeit z.B. Hoplophobie, Islamismus und Antiamerikanismus.


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BeitragVerfasst: 16. Juli 2007, 14:09 
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Registriert: 4. Juni 2007, 01:10
Beiträge: 686
Wohnort: Im Reiche des Steinadlers
es geht aber auch so:
http://www.absv.at/ABSV_07/absv07/index.html

geht zu News / ABSV anklicken

ich finde diese Action sehr lobenswert.

_________________
LG Old Sam
StyriaMountainMen


IWÖ Nr.: 2940


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