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 Betreff des Beitrags: Re: Brainstorming...
BeitragVerfasst: 13. Januar 2006, 12:01 
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Registriert: 7. Januar 2006, 18:07
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Ich glaube, daß man zw. den Hoplophoben und den Strategen unterscheiden muß. Der Hoplophobe hat angst vor Waffen, darum will er sie verbieten.
Der Stratege plant 10, 15 Züge vorraus, während wir gerade einmal einen oder zwei Züge vorrausplanen. Das langfristige Ziel des Strategen ist definitiv Machterhalt auf Kosten der Freiheit des einfachen Bürgers. Vielleicht nicht für den Strategen persönlich, aber für alle, die ihm folgen werden und seiner Ideologie (die Partei, wobei wurscht ist ob grün, rot oder schwarz) folgen.

Hasenfuss

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 Betreff des Beitrags: Re: Brainstorming...
BeitragVerfasst: 13. Januar 2006, 12:53 
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Registriert: 4. Januar 2006, 20:04
Beiträge: 962
Der (einzige) Grund ist der: An die Macht. Egal wie.


Genauer:
Der Grund für die seinerzeitige AWN- Kampagne war
ohne jeden Zweifel Toni Blairs Wahlerfolg, der genau mit dem FFW-Verbot in England zusammenfiel.

Das war eindeutig aus diversen Wortmeldungen zu hören.



Der damalige salzburger SPÖ- Boss Buchleitner
har in einer Jübelbroschüre sogar ein Gedicht (!)
nebst einer Blair-Karikatur (offensichtlich sein Idol) im Supermannkostüm abdrucken lassen.

Das erklärt auch das Schweigen der Blätter zur Entwicklung in GB, während aus den USA nichts ausgelassen wird.

Toni Blair ist DIE geistige Wurzel unserer Gegner. Und dort müssen wir ansetzen.



grüße motta


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 Betreff des Beitrags: Re: Brainstorming...
BeitragVerfasst: 13. Januar 2006, 14:06 
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Registriert: 5. Januar 2006, 11:17
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Wohnort: südlich von Wien
Hallo Blackpowder!

> Bleibt die Frage, WAS wollen sie wirklich erreichen?
> WELCHE Waffen wollen sie tatsächlich enteignen?
> WEN wollen sie tatsächlich enteignen?
> WELCHE Waffen sollen zusätzlich registriert werden, oder sollen ohnehin alle enteignet werden?


Meine Ansicht dazu:
Ich denke, es handelt sich um eine Mischung von Gruppen und damit von Motiven. Ich möchte einmal die folgenden beiden Gruppen herausgreifen:

1. Die Gutmensch-Fraktion

Die Angehörigen dieser Gruppe glauben an eine Grundwahrheit: Schusswaffen in Privathand stellen eine Gefahr dar. Sie sind deshalb in ihrem Missionierungswahn fest davon überzeugt, mit dem Verbot von Schusswaffen der Menschheit etwas Gutes zu tun. Sie differenzieren daher auch nicht nach Personengruppe oder Waffenart; sie werden stets versuchen, die Schraube noch etwas fester anzuziehen bzw. noch eine Scheibe mehr von der Salami abzuschneiden und immer das Maximum durchzusetzen, das zum aktuellen Zeitpunkt gerade möglich ist. Daher gibt es hier auch keinen definierten Endpunkt; ein halbes Jahr nach einer erfolgten Verschärfung (oder nach einem Anlassfall) geht es wieder von vorne los und die Verbotsspirale dreht sich weiter. Wenn alle Schusswaffen verboten sind, dann eben andere "Offensive Waffen" wie große Schlüsselbunde ((c) Großbritannien).

Von dieser Personengruppe haben wir nichts zu erwarten, höchstens Mitleid, weil wir als Waffenbesitzer nicht zur Gruppe der "Erleuchteten" gehören. Ihr Verhalten gleicht denen von Sektenangehörigen und ist somit entsprechend irrational. Jeder, der weiß, wie schwer es ist, Menschen aus dem Einfluss einer Sekte zu befreien, wird erkennen, dass wir bei dieser Gruppe mit rationalen Argumenten auf taube Ohren stoßen werden.

Was man allerdings tun kann, ist, den Einfluss dieser Fanatiker auf die Politik einzuschränken. Das führt mich zu einer Analyse der nächsten für uns interessanten Gruppe:

2. Berufspolitiker

Diese bestimmen direkt durch ihr Abstimmungsverhalten und indirekt durch ihren Einfluss in den Parteien sowie ihr Verhalten in den Medien die Gesetzgebung. Ein typischer Berufspolitiker weiß nahe Null vom Thema privater Schusswaffenbesitz (abseits von der Jagd). Ein typischer Berufspolitiker will sich stets bei seinen potentiellen Wählern als vorbildlich präsentieren, als einer, der ihre Interessen vertritt. Und genau das liegt die Anfälligkeit von Politikern bezüglich der Agitation der AWN. Diese sind erstens (obwohl nicht zahlreich) sehr lautstark und präsentieren ihr Anliegen der Entwaffnung sehr geschickt mit positiv besetzten Begriffen wie "Sicherheit", "Fortschritt", o.ä.

Unsere Aufgabe muss nun sein, bei den Politikern entsprechend gegenzuhalten. Dies kann und soll nicht in gleicher Weise wie durch die AWN passieren (hysterisches Gekreische ist nicht unser Ding), aber mit der klaren Botschaft an jeden Politiker, der sich einer Wahl stellt:

1. Der private Schusswaffenbesitz ist für uns ein Kernthema.

2. Wenn Du für die Abschaffung oder für die Einschränkung des privaten Schusswaffenbesitzes eintrittst, bist Du unser Gegner.

3. Wenn Du für ein liberales Waffengesetz eintrittst, bist Du unser Freund.

4. Wir, die Waffenlobby, haben ein sehr langes Gedächtnis, was unsere Gegner und unsere Freunde betrifft. Und, einmal gewonnen, sind wir eine deutlich treuere Wählerschaft als alle AWN jemals sein können.


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Trenck

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Als "Kleinbürger mit Abstiegsängsten" bezeichnet die Gesinnungspresse Menschen, die ihr Leben mit Arbeit verbringen, aber keine Neigung verspüren, für noch mehr fremder Leute Rechnungen aufzukommen.
Michael Klonovsky


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 Betreff des Beitrags: Re: Brainstorming...
BeitragVerfasst: 13. Januar 2006, 17:32 
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Registriert: 5. Januar 2006, 11:17
Beiträge: 1950
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Hallo Blackpowder!

Um eine effektive Strategie zu entwickeln, müssen wir uns Gedanken machen, WAS unsere Gegner genau wollen. Genauer: Wem sie welche Waffen wegnehmen wollen!
Und in welcher Weise Waffenbesitz eingeschränkt werden soll.


Ich fürchte, die Frage ist nicht so einfach zu beantworten. Die von den AWN getriebenen Politiker werden sich (ähnlich den Aasgeiern) situationsbedingt immer auf die "leichteste Beute" stürzen; und das ist die, die jeweils im medialen Schussfeld steht. Neulich waren es aus gegebenem Anlass die halbautomatischen Langwaffen. Wenn es einen Anlassfall gibt, werden sie draufkommen, dass die halbautomatischen Schrotflinten (analog den Pump-Guns) dringend verboten gehören. Wenn ein Sportschütze etwas anstellt, dann kommt die verpflichtende Aufbewahrung der Schusswaffen im Verein. Und wenn es einen Zwischenfall bei der Jagd gibt, dann wird den Jägern z.B. das Recht auf das Führen einer Faustfeuerwaffe entzogen.

Kurz gesagt: wenn wir nicht Einigkeit demonstrieren, werden unser aller Rechte nach der Salamitaktik immer weiter reduziert werden.

Trenck

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 Betreff des Beitrags: Re: Brainstorming...
BeitragVerfasst: 13. Januar 2006, 19:15 
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Registriert: 5. Januar 2006, 11:17
Beiträge: 1950
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Was wir wollen steht hier:

http://www.iwoe.at/inc/nav.php3?cat1=Ak ... orderungen

Klar und erschöpfend. Ich denke nicht, dass wir hier das Rad neu erfinden müsssen.

Trenck

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 Betreff des Beitrags: Re: Brainstorming...
BeitragVerfasst: 14. Januar 2006, 13:12 
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Registriert: 5. Januar 2006, 11:17
Beiträge: 1950
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Ich glaube nicht, dass es sinnvoll ist, hier in diesem Forum über die juristischen Details eines vom Vorstand beschlossenen Grundsatzpapiers zu diskutieren. Mir jedenfalls fehlen dazu die Fachkenntnisse.

Trenck

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 Betreff des Beitrags: Re: Brainstorming...
BeitragVerfasst: 16. Januar 2006, 13:15 
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Registriert: 4. Januar 2006, 22:38
Beiträge: 10548
Mein Beitrag:

Was wir wollen, steht in unserer Liste "Forderung an die Bundesregierung". Würde das erfüllt werden, kann man zufrieden sein und mit dem Gesetz, wie wir es dann haben, recht gut leben.

Auf dem status quo stehen zu bleiben, ist gefährlich, weil wir ja dann überhaupt keine Gegenpostion zu Verbotsforderungen haben.

Das heißt: Verhandlungen bedeuten immer einen Kompromiß. Verlangen die ein Verbot, wäre der Kompromiß eine Verschechterung des gegenwärtigen Gesetzes, weil wir ja irgendwo nachgeben müssen.

Gehen wir aber in die Verhandlungen (wenn es welche geben sollte) mit Forderungen unsererseits hinein, müssen auch wir etwas bekommen. Wir treffen uns in der Mitte.

Taktik ist also klar: Nicht die Bewahrung des derzeitigen Zustandes ist unser Ziel, sondern eine Verbesserung (Liberalisierung).

Von einer völligen Freigabe zu träumen, ist natürlich Phantasie, ist auch gar nicht nötig.

Die Einteilung der Gegener ist richtig. Allerdings werden die "Gutmenschen" von den Politikern nur als Werkzeug benützt. Kein Politiker (egal von welcher regierenden Partei) sieht es gerne, wenn das Volk Waffen besitzen darf. Das ist denen unheimlich und gefährdet ihre Macht.

Aus dieser Ecke kommen die Waffenverbote. Die Kriminalität ist dabei völlig gleichgültig. Im Gegenteil, die herrschende Politik profitiert ungemein von steigender Kriminalität, weil man damit Argumente bekommt, Grund- und Freiheitsrechte weiter einzuschänken.

Man muß daher die Lügen in dieser Argumentationskette bekämpfen, klar. Aber man darf dabei nicht die Grund- und Freiheitsrechte nicht vernachlässigen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Brainstorming...
BeitragVerfasst: 17. Januar 2006, 23:59 
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Registriert: 5. Januar 2006, 11:17
Beiträge: 1950
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Trigger schrieb:
> Die Aussage "der Vorstand hat was beschlossen also machen wir das so und
> diskutieren nicht weiter" - auch nicht im Forum -
> widerspricht eindeutig nicht nur meiner Meinung
> sondern auch Hayeks.


Hallo Trigger!

Das sehe ich nicht so. Hayek wendet sich (in aller Kürze zusammengefasst) gegen Zwangsmaßnahmen. Mich hat kein Mensch dazu gezwungen, der IWÖ beizutreten. Und sollte ich mit Grundsätzen oder Maßnahmen der IWÖ in Zukunft nicht einverstanden sein, wird mich kein Mensch mit Gewalt daran hindern, wieder auszutreten.

Ausserdem: ein treffendes Zitat von jemandem zu verwenden, heißt noch nicht, seine Ideen zu 100% zu vertreten. Ich werde wohl kaum in den Verdacht geraten, ein großer Fan von Alfred Gusenbauer zu sein :) , aber eines meiner Lieblingszitate stammt von ihm:
"Wenn man jedes Recht abschafft, das auch missbraucht werden kann, dann werden wir bald in einer Steinzeitdiktatur leben!"

Meiner Meinung nach ist es aber nicht sinnvoll, eine ÖFFENTLICHE Diskussion über ein vom Vorstand verabschiedetes Grundsatzpapier zu führen. Vielleicht sehe ich es zu vorsichtig - aber ich denke, im Moment ist Geschlossenheit noch außen Priorität #1.

Trenck

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