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 Betreff des Beitrags: Frage an die Nimrode
BeitragVerfasst: 29. März 2020, 10:42 
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Registriert: 4. Januar 2006, 21:32
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Liebe Freunde!

Ich wende mich heute mit einer Frage an euch.

Ich habe da einen schönen Artikel über die Jagd in meinem Archiv gefunden.
Leider habe ich keine Quellenangaben. Die wäre für mich aber sehr wichtig.

Vielleicht ist einem von euch dieser Artikel bekann und kann mir die Quelle nennen.

Der Artikel lautet wie folgt:

Neben den Sportschützen sind es vor allem Jäger, die in Österreich Waffen besitzen. Geschätzte 120.000 Menschen widmen sich dem edlen Weidwerk in Österreich, naturgemäß mit Schusswaffen. Man mag zur Jagd stehen wie man will, richtig ist zweifellos: Der schnelle und schmerzlose Tod durch einen Schuss ist dem langsamen und qualvollen Verenden in heimtückischen Fallen oder dem Verbluten nach Treffern durch Speere oder ähnlich vorsintflutlichen Gerätschaften vorzuziehen.
Das Waffenrecht sieht daher natürlich auch Regelungen für den Waffenbesitz durch Jäger vor und setzt ihm Grenzen. Sie sind allerdings für den jagdlichen Laien nicht immer nachvollziehbar. Die Vorschriften basieren zum Teil eher auf dem stark ausgeprägten Traditionsdenken und –empfinden der Jäger und erscheinen nicht immer zwingend notwendig. Im Prinzip sind Jäger privilegiert, wenigstens aus waffenrechtlicher Sicht, denn sie dürfen Langwaffen praktisch unbegrenzt erwerben und in großer Zahl besitzen. Auf den ersten Blick mag das als Einladung zu unkontrollierter Waffenbeschaffung erscheinen. In Wirklichkeit aber trägt das nur der Tatsache Rechnung, dass je nach Beutetier unterschiedliches Schießwerkzeug erforderlich ist. Töten kann man im Grunde mit jeder Schusswaffe problemlos. Darum geht es aber eben nicht. Waffe und Munition müssen der Beute angepasst sein. Ein Reh könnte man mit einem Kleinkalibergewehr erlegen (was Wilderer auch mit Vorliebe machen), aber nicht mit der nötigen Sicherheit; es könnte leiden, vielleicht noch flüchten und müsste jämmerlich zugrunde gehen. Daher setzen Jäger ein entsprechend stärkeres Kaliber ein. Dieses für Rehwild geeignete Kaliber kann andererseits für Wildschwein oder Hirsch schon nicht mehr ausreichend sein und dann wieder unerwünschte Probleme bereiten. Umgekehrt kann das, was für die Jagd auf Wildschweine zugeschnitten ist, bei einem Reh oder einem Fuchs einen völlig unsinnigen „Overkill“ bedeuten. Das Tier würde regelrecht zerfetzt. Neben der Kaliberfrage spielt die Munition eine Schlüsselrolle. Enten im Flug mit einer Kugelwaffe zu treffen ist nahezu unmöglich. Es verbietet sich auch aus Sicherheits- gründen. Hier eignet sich Schrot.
Aus alldem geht hervor, warum Jäger eine gewisse Zahl von Waffen brauchen. Sie jagen eben unterschiedliches Wild. Da kommen dann schnell mehrere Gewehre zusammen. Sehr bald ist dann ein Waffenschrank eines Jägers voll mit Gewehren. Ein Dutzend oder mehr Waffen in solchen Kreisen sind da keine Seltenheit.
Die Jagd mit Kurzwaffen ist in Österreich, anders als in den USA, verboten. Und doch dürfen Jäger solche Waffen besitzen und führen. Eine Pistole oder ein Revolver gesteht das Waffenrecht dem Jäger zu. Abgesehen davon, dass sich viele Waffenbehörden nicht an die Vorgaben halten und in vorauseilendem Gehorsam keine Waffenpässe an Jäger ausgeben wollen. Der Jäger braucht solche Kurzwaffen für besondere Aufgaben, beispielsweise für den Fangschuss – zum Erlösen von krankgeschossenem Wild oder von verletzten Tieren etwa nach einem Verkehrsunfall. Der Laie hat gar keine Ahnung wie viele Tiere auf der Straße angefahren werden. Auf dem ersten Blick erscheint das seltsam, dass man hierfür eine Pistole einsetzt. Es ist meistens aber so, dass verletzte Tiere sich tief ins Dickicht verkriechen, wohin man mit einem sperrigen Gewehr kaum zu folgen vermag. Deshalb bedarf es zum Aufspüren und zur Erlösung vom Leiden handlicher Waffen. Und es braucht leistungsstarke Kaliber sowie mehrere Patronen im Magazin oder in der Trommel. Denn es ist nicht immer ein relativ harmloses Reh, dem der Jäger nachspürt. Manchmal folgt er der Fährte eines angefahrenen oder angeschossenen Wildschweins, das gerade unter Schmerzen hochgradig gefährlich sein kann. So gemütlich die Tiere sonst grunzen mögen, so ungeheure Kraft entwickeln sie im Angriff. Handelt es sich gar um einen mächtigen Keiler und kommt er mit vollem Tempo auf einen zu, dann muss der erste Treffer sitzen, sonst bleibt man womöglich selber „auf der Strecke.“


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 Betreff des Beitrags: Re: Frage an die Nimrode
BeitragVerfasst: 30. März 2020, 09:47 
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Hast du in etwa eine Ahnung wo der Artikel erschienen ist? Über Google hab ich leider nichts rausbekommen.

_________________
Lieber Gott, bitte schütze mich vor meinen Freunden, vor meinen Feinden schütze ich mich selbst!

Pirker Dietmar Nr. 6928


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 Betreff des Beitrags: Re: Frage an die Nimrode
BeitragVerfasst: 30. März 2020, 11:40 
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Registriert: 4. Januar 2006, 21:32
Beiträge: 297
Hab alles gegoogled, leider ohne Erfolg.
Hab festgestellt, dass ich diesen schönen Text in meinem Buch (Abschnitt Jagd) habe ohne Quellenangabe. Sieht so aus, als wollte ich mich mit fremden Federn schmücken.

Mein Buch = 1 einziger Prototyp in Luxusausgabe. Danke EU und DSG-VO!
444 Seiten Text, 23 Jahre Arbeit, außer Spesen nichts gewesen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Frage an die Nimrode
BeitragVerfasst: 30. März 2020, 19:32 
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Registriert: 11. Februar 2011, 21:00
Beiträge: 169
Zitat:
Hab alles gegoogled, leider ohne Erfolg.
Hab festgestellt, dass ich diesen schönen Text in meinem Buch (Abschnitt Jagd) habe ohne Quellenangabe. Sieht so aus, als wollte ich mich mit fremden Federn schmücken.

Mein Buch = 1 einziger Prototyp in Luxusausgabe. Danke EU und DSG-VO!
444 Seiten Text, 23 Jahre Arbeit, außer Spesen nichts gewesen.
Aber Nein!

Dann schreibst halt "unbekannter Autor" od. eine ähnliche Floskel. Man(n) muß nicht immer alles beweisen.

Und zu deinem Buch: Ich will´s haben (habe ich eh schon mal hier geschrieben), natürlich bezahle ich einen angemessenen Preis u. Spesen.

Die EU gibt´s nach der Coronakrise eh nimmer, u. auf die dsgvo ist dann gesch****

Bleib´g´sund!!!
Und lass ja nicht den Kopf hängen!!!
Denk daran: "Lächeln ist die schönste Art der Welt die Zähne zu zeigen"

LG Steamy

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Mitglied Nr. 370


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 Betreff des Beitrags: Re: Frage an die Nimrode
BeitragVerfasst: 30. März 2020, 21:03 
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Registriert: 4. Januar 2006, 21:32
Beiträge: 297
Geschätzter Steamy:

Die Entscheidung ist gefallen. Wegen der DSG-VO und den darauf fußenden Strafen kann und darf ich es nicht veröffentlichen. Meine finanzielle Existenz wäre gefährdet.
Den Text so zu anonymisieren, dass meine Identität nicht zu ergründen wäre ist ausgeschlossen. Wer würde so etwas drucken. Letztendlich würde das auf das Druckhaus zurückfallen.

Da ich kein Priveligierter der VO bin, müsste ich 1.100 Personen aus dem Namensverzeichnis (wenn auch nur zitiert) um eine schriftliche Einverständniserklärung bitten. Sehr viele davon würden diese niemals geben, weil sie nicht gut wegkommen. Viele würden sich freuen, weil sie und ihre findigen Advokaten nur darauf warten um sich durch die DSG-VO bereichern zu können. Strafen nach oben praktisch unbegrenzt, sogar Hausdurchsuchung kann es geben. Nein danke!

Es tut mir leid, dass ich dich enttäuschen muss. Ich weiß, dass du, wie ungefähr 500 andere auch, auf meiner Bestellliste standest.
Vielleicht werde ich namesneutrale Kapitel im Forum veröffentlichen. Mehr kann aber nicht geschehen.

Der größte Teil der Personen in meinem Buch setzt sich ja in prohibitionistischer Art und Weise mit dem Legalwaffenbesitz auseinander. Der Titel lautet ja: "Das Schwarzbuch der Waffenrechtsdebatte."

Ich habe mich leider mit meiner Tätigkeit bei der IWÖ bei vielen Menschen unbeliebt gemacht. Diese lieben Freunde würden sich sehr freuen, wenn sie mir eins auswischen könnten. Diese Freude mache ich ihnen aber nicht. Mein Sendungsbewusstsein und meine Profilierungssucht sind nicht so stark ausgeprägt, dass ich das negieren könnte.

Für alle die es nicht wissen, mit der DSG-VO (ausgehend von der EU) hat man vorlauten Zivilisten das Maul gestopft. Wohin die Reise mit der EU geht, sollte mittlerweile dem Dümmsten aufgefallen sein.
Was mein Buch anbelangt ist es gelungen. Das gilt aber nicht für mich persönlich. Ich werde mir in Diskussionen im Rahmen der Gesetze den Mund von niemanden verbieten lassen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Frage an die Nimrode
BeitragVerfasst: 31. März 2020, 10:11 
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Registriert: 16. Februar 2011, 12:57
Beiträge: 2531
Wohnort: Niederösterreich
Franz, zitiere einfach mit "Autor unbekannt" oder "ohne Autor", somit vermeidest du das Plagiat und bist weiterhin wissenschaftlich Seriös. Sollte der Autor ausfindig gemacht werden kann man das dann ja immer noch ergänzen.

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Lieber Gott, bitte schütze mich vor meinen Freunden, vor meinen Feinden schütze ich mich selbst!

Pirker Dietmar Nr. 6928


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 Betreff des Beitrags: Re: Frage an die Nimrode
BeitragVerfasst: 31. März 2020, 12:08 
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Registriert: 4. Januar 2006, 21:32
Beiträge: 297
Wenn das geht. Werde mich erkundigen.
Ein sachkundiger Freund (juristisch gebildet) hat mir in einem 2-stündigen Vortrag die Fallstricke der DSG-VO vorgetragen. Danach kam ich zum Schluß, dass ich mein Werk unveröffentlicht abschließe.
Tatsächlich ist es wirklich schade, nicht nur um die v i e l e Arbeit, sondern um den Inhalt, der so nicht an meine Freunde weitergegeben werden kann. 1.100 verschiedene Personen kommen darin vor und etwa 1.200 Fußnoten hat das Werk. Es ist kein Roman, sondern eine Aneinanderkettung von einzelnen Absätzen, kapitelweise sortiert. 444 Seiten Din A 4, Schriftgröße 11 (Word). Einfach eine geballte Ladung an Argumenten.
Interessant: Ich habe es sicher schon 15 mal gelesen - und ich finde noch immer Fehler zum Korrigieren! Sonderbar, das man über eigene Fehle hinweglesen kann. Zur Zeit korrigiere ich es (vorläufig) zum letzten Mal.
Die Chronik (wurde schon einmal im Forum veröffentlicht) beginnt 832 or Christus und endet mit der letzten EU-Feuerwaffenrichtlinie.

Aber ich sollte niemanden Lust auf das Werk machen, wo ich nicht weiß, ob es jemals veröffentlicht werden wird.

Mein General (Brigadier der Polizei und General der UNO) hat mir nach seinem Korrekturlesen mitgeteilt, dies wäre die beste Dissertation die er je gelesen habe. Korrekturlesen ist ja erlaubt.


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 Betreff des Beitrags: Re: Frage an die Nimrode
BeitragVerfasst: 1. April 2020, 11:00 
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Registriert: 25. Februar 2007, 21:44
Beiträge: 179
Zitat:

Interessant: Ich habe es sicher schon 15 mal gelesen - und ich finde noch immer Fehler zum Korrigieren! Sonderbar, das man über eigene Fehle hinweglesen kann. Zur Zeit korrigiere ich es (vorläufig) zum letzten Mal.
Die Chronik (wurde schon einmal im Forum veröffentlicht) beginnt 832 or Christus und endet mit der letzten EU-Feuerwaffenrichtlinie.

Aus eigener Erfahrung: Der Geschäftsbericht wurde vom Generaldirektor abwärts von zahlreichen Abteilungsleitern genauestens überprüft, vom externen Korrektor gewissenhaft durchgesehen, von mir und meinen Kollegen mindestens 10 bis 15 Mal auf Inhalt, Tipper, Rechtschreib- und Grammatikfehler abgeklopft - und kurz vor Drucklegung wurde per Zufall festgestellt, dass ein peinlicher Irrtum wahrscheinlich eine Millionenklage verursacht hätte. Fazit: Lass deine Arbeit hintereinander von zehn Fachleuten korrigieren - der elfte Korrektor findet immer noch einige Fehler!


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 Betreff des Beitrags: Re: Frage an die Nimrode
BeitragVerfasst: 1. April 2020, 12:10 
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Registriert: 4. Januar 2006, 21:32
Beiträge: 297
Danke Konrad, so wird es sein.
P.S: Von H noch keine Antwort.

Ich wollte eigentlich nicht von meiner eingangs gestellten Frage ablenken. Kennt diesen schönen Artikel über die Jagd wirklich niemand?


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 Betreff des Beitrags: Re: Frage an die Nimrode
BeitragVerfasst: 1. April 2020, 19:47 
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Registriert: 25. Februar 2007, 21:44
Beiträge: 179
Zitat:
Ich wollte eigentlich nicht von meiner eingangs gestellten Frage ablenken. Kennt diesen schönen Artikel über die Jagd wirklich niemand?
Habe ein bisschen im Netz gegoogelt. Könnte es sein, dass der Text aus einem Jagdforum stammt oder aus einer Fibel für Jungjäger?
Zitat:
P.S: Von H noch keine Antwort
Schade! Liegt vielleicht aber auch daran, dass er nicht ständig dort lebt?


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