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BeitragVerfasst: 18. Juli 2011, 18:28 
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Nach einer langen Sparphase, einer Durststrecke bis zur 8er-WBK-Erweiterung und einer zu kurzen Bedenkzeit, habe ich mich für eine SIG550 Austria entschlossen. Die Wahl fiel auf die 240mm-Variante, das Zivil-Äquivalent zur SIG552. Warum: Für Praktisches Gewehrschießen und 3Gun IPSC habe ich ein OA15 mit 16-Zoll und 10-Zoll Upper Receiver, die SIG552 gefällt mir einfach ;)

Da es die SIG550 nur von Hiendlmayer legal in Österreich gibt (die offizielle Sport-Variante von SIG Sauer gibt es nicht in einer Österreich-Version), ging meine erste Anfrage direkt an ihn. Rabatt auf das Gewehr oder Zubehör gibt es nicht, egal was man dazu nimmt. Die Grundversion der SIG550 Austria kostet 2990 Euro, egal ob man die Lauflänge 500mm, 430mm oder 240mm wählt. Im Lieferumfang enthalten: ein Koffer, 10-Schuss-Magazin, Putzzeug.

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SIG 550 Austria mit 240mm Lauf. Zubehör von Hiendlmayer mit Außnahme von: Kompensator, Aimpoint, Aimpoint-Montage, Vertical Grip, Rail-Abdeckungen

Für die deutsche Version von Hiendlmayers SIGs gibt es allerdings Preisabstufungen: 500mm = 2780 Euro, 430mm = 2597 Euro, 240mm = 2440 Euro. Bei meiner Anfrage im Jänner 2011 hat die 240mm-Version sogar nur 1990 Euro gekostet – also 1000 Euro weniger als die AT-Variante. Auf meine Nachfrage wie der Preisunterschied zustande kommt, kam nur folgende Antwort (danach schweigen): „Leider weis ich das nicht so genau, hat was mit dem Umbau für Österreich zu tun.
Müßte ich auch meinen Chef fragen. Mit freundlichen Grüßen, Reitberger“

Also, kein Rabatt, keine Antwort. Deshalb habe ich mein Gewehr beim Händler meines Vertrauens (Wertgarner) bestellt, da mir so zumindest die Versandkosten erspart geblieben sind. Zuvor habe ich noch einen eigenen Kompensator zu Hiendlmayer geschickt, um diesen anbringen zu lassen. Kosten für Laufkürzen, Gewindeschneiden und Kompensator anbringen: 250 Euro (!). Das sind 100 Euro mehr als beim Seidler (der ohnehin nicht gerade günstig ist). Dennoch dachte ich, es wäre wohl besser die Arbeit gleich von Hiendlmayer machen zu lassen, da der mehr Erfahrung mit den SIGs hat.

Mit dem Eintreffen der SIG552 begannen die Probleme. Als Freund des „militärischen“ Looks war ich froh darüber, dass die Hiendlmayer SIGs das graue Finish der militärischen SIGs haben und nicht das glanz-schwarze der SIG Sauer Sportvarianten. Allerdings hat Hiendlmayer die Optik der SIG552 – aus Sammlersicht – nahezu vergewaltigt. Der Kastratrionsbolzen, der in den Receiver hineinragt (mehr dazu später), hat eine äußert unschöne Schweißnarbe auf der Außenseite des Receivers hinterlassen. Man sollte meinen, dass, wenn der „Austria“-Umbau 1000 Euro kostet, es möglich gewesen wäre die Naht vernünftig abzuschleifen und zu lackieren. Gleich darunter der nächste Schandfleck: der Hiendlmayer-Stempel, sicherheitshalber gleich zweimal überlappend, damits so richtig hässlich aussieht.

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Außerdem wurde die falsche Picatinny-Schiene mitgeschickt. Ich habe die kurze Variante bestellt, damit ich diese zusammen mit dem Aufsteck-Trommelvisier verwenden kann. Gekommen ist die lange Schiene. Aufgrund von Ungeduld war mir das erst mal egal, kürzen kann man die Schiene später mit dem Dremel immer noch. Als ich zuhause probiert habe die Schiene aufzustecken, ging diese relativ streng. Bei etwa der Hälfte ging fast gar nichts mehr – bis die Schiene gesprungen ist, die übrigens 77 Euro kostet.

Nach einen Beweisfoto hat Hiendlmayer dann recht zügig eine neue Schiene nachgeschickt. Der Grund für die Sprengung war laut Hiendlmayer, dass die Schiene für andere Maße gedacht war. Da alle SIGs eine 11mm Schiene haben, frage ich mich bis heute welche anderen Maße das wohl sein hätten sollen. Aber nun gut. Neue Schiene da, die hat gepasst und endlich gings auf den Schießstand. Einmal abdrücken, ein Peng, keine Hülse. Der Verschluss blieb zu und ließ sich nicht mehr mit einer Hand öffnen. Mit etwas mehr Kraftaufwand gings dann noch. Magazin wieder rein, zweiter Schuss, selbes Resultat. Wieder entladen, diesmal mit Kollegen als Krafthilfe. Das Ding mal genauer angeschaut und festgestellt, dass die Einheit zum Einstellen des Gasdrucks fehlte. Ja, ich gebe zu, es ist auch eine Teilschuld meinerseits, dass ich das Fehlen des grauen Stoppels nicht schon vorher bemerkt habe – aber die Vorfreude und die mangelnde Erfahrung mit einem SIG-Sturmgewehr (bin kein Schweizer Reservist ;) haben mich wohl erblinden lassen.

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Die gesprengte Picatinny-Schiene

Wutentbrannt beim Händler angerufen, der dann gleich Hiendlmayer angerufen und sogar (an einen Samstag) erreicht hat. Der Gasstoppel lag auf der Werkbank vom Hiendlmayer. Er hat ihn runtergenommen, um den Kompensator zu montieren. Wertgarner hat noch am selben Tag einen Ersatz auftreiben können, von einen gelagerten SIG-Gewehr – was ich ihm hoch anrechne. Als Entschuldigung hat Hiendlmayer noch ein Gratis-Magazin nachgereicht. Nett gemeint, aber da ich bereits die SIG552 mit sechs Magazinen bestellt hatte, hätte ich mich über eine Barerstattung mehr gefreut :)

Am selben Tag: Gasdruck-Stoppel montiert, SIG hat weiter blockiert. War wohl die typische Einschussphase. Nach etwa 100 Schuss hat die SIG552 aufgehört nach jeden zweiten oder dritten Schuss zu blockieren und funktioniert seitdem ohne Hemmungen. Ein kleines Problem, wofür aber Hiendlmayer nicht kann: Die Hülsen werden gegen den Receiver geworfen, das Finish geht an der Stelle ab und die Hülsen sind am Hals, Körper oder beiden Stellen beschädigt, was Wiederlader nicht besonders freuen dürfte.

Bild
Finish-Abrieb durch Hülsenaufschläge

Etwas später habe ich dann das von Hiendlmayer für die SIG-Gewehre angebotene RAS-System mit einem Vertical Grip ausgestattet. Ich habe mich für einen handelsüblichen Tangodown-Grip entschieden. Leider hat wohl Hiendlmayer eine andere Auffassung vom Picatinny-Standard als der Rest der Welt: Der Griff konnte nur mit Brachialgewalt und Gummihammer auf das RAS geschoben werden. Und ja, ich weiß wie man einen Tangodown-Griff installiert, ich habe bereits 3 Stück auf drei unterschiedlichen RAS-Schienen anderer Hersteller angebracht.

Bild
Abrieb am Tangodown Vertical Grip durch das Schieben auf die RAS-Schiene
Bild

Beim nächsten Besuch auf dem Gewehrstand wurde dann das Aimpoint M3 montiert und eingeschossen. Am Abend stellte ich dann fest, dass die Montage (eine ARMS-Schnellspann-Montage) auf der Schiene etwa einen mm vor- und zurückgeschoben werden konnte. Wutlevel: Extrem. Nach dem ganzen Ärger und einem Kaufpreis von über 4000 Euro für die Waffe mit Zubehör habe ich Wertgarner ein eMail geschrieben, mit der Bitte es an Hiendlmayer weiterzuleiten. Inhalt: Problembeschreibung, Bezeichnung der ARMS-Montage mit Link und die Aufforderung entweder eine Schiene mit richtigen Picatinny-Maß zu schicken oder eine flache Aimpoint-Montage, die auf der Schiene hält. Ebenso die Erklärung, dass genau diese ARMS-Montage problemlos auf einem OA15 Upper hält, einem RRA Upper , einem KAC, DD und BT Rail-System und einer Benelli M1-Practical-Schiene.

Bild
Abrieb an der Aluminium-Picatinny-Schiene an der Stelle, an der die ARMS-Schnellspann-Montage angebracht war

Folgende Antwort kam per eMail:
Zitat:
Warum wird das gute original Zubehör nicht benutzt
Der Stanag-Träger mit den verschiedenen Ringgrößen von 26 mm bis 34 mm ist für diese Waffe optimal.

Die Picatinny-Schiene hat lediglich 1/10 Übermaß, was bei richtiger Montage keine Rolle spielt da die Picatinny-Stege an den Montagen ohnehin wesentlich kleiner sind

Er hat diese Picatinny-Schiene in einem Fertigungsbetrieb seines Vertrauens fertigen lassen. Dieser Betrieb hat schon diverse Präzisionsteile für uns gefertigt.
Ein Nachmessen war hier nicht nötig

Er möchte auch gerne wissen, wer das Glas montiert hat. Ein ZF aufschrauben oder montieren macht einen Unterschied. Dafür sind die Büchsenmacher da.


Mit freundlichen Grüßen
Fa. Hiendlmayer i. A. Bachmeier
Nach dem Lesen dieser Antwort war das Wutlevel in etwa so hoch wie die Temperatur der Sonne.
1) Ich habe schon im vorigen Mail erklärt, warum ich die Picatinny-Schiene verwende: Weil ich mit einem Stanag-Träger nicht das Aufschub-Trommelvisier verwenden kann und imho die SIG ohne Trommelvisier hässlich kastriert aussieht.
2) Die Aussage „das gute original Zubehör“ sag, dass die Hiendlmayer-Schiene nicht gut ist. Danke, das habe ich auch so gemerkt.
3) „Ein Nachmessen war nicht nötig“: Ein Waffenhändler der so handelt ist imho nicht vertrauenswürdig. Wer weiß was noch alles nicht nachgemessen wird.
4) Ich habe im eMail erklärt welche Montage es ist, welche Optik und sogar einen Link mitgeschickt, damit Herr Hiendlmayer sieht, was eine ARMS-Montage ist. Mit der Aussage: „Dafür sind Büchsenmacher da“ sagt die Firma Hiendlmayer, dass ich zu dumm bin eine Spannmontage anzubringen. Sehr nett, dass man sich nicht nur abzocken, sondern auch noch beleidigen lassen muss. Ich habe bisher alle Optiken meiner Selbstlader auch selbst angebracht und hatte bisher keine Probleme.

Ich habe Hiendlmayer diese Punkte per Mail geschrieben, keine Antwort. Ein paar Wochen später kam dann die Antwort an Wertgarner, dass ich die Schiene zurückschicken soll und das Geld zurückerstattet bekomme. Ich habe daraufhin den Kontakt mit Hiendlmayer abgebrochen, da ich bereits mehrmals erklärt hatte, dass ich eine Schiene brauche und dies ignoriert wurde. In der Zwischenzeit habe ich auch eine Larue Mount mit verstellbarer Spannmontage gekauft. Diese hielt dann auch fest – bis nach dem nächsten Schießstandbesuch. Nach etwa 60 Schuss war wieder der 1mm-Spielraum vorhanden – obwohl ich die Montage auf einer anderen Position auf der Schiene angebracht hatte, als es die ARMS-Montage war. Ich habe die Larue-Montage jetzt nochmal enger gestellt und hoffe, dass sie jetzt fix bleibt und ich nicht wieder nach 50 Schuss nachjustieren muss.

Und wie versprochen hier noch ein Bild des Kastrationsstiftes: Dieser ragt in den Receiver und ist in der Laufbahn des Verschlusses. Im Verschluss wurde eine Schiene eingeschliffen, damit dieser an den Zusatzbolzen vorbeikommt. Der Bolzen ist noch dazu ein hübscher Schmutzfänger und macht das Entfernen der Messing-Ablagerungen zum Geduldsspiel.

Bild
Kastrationsstift mit Messingresten

Fazit:
Die SIG-Austria-Gewehre sind überteuert, wenn man nicht gerade die 500mm-Variante nimmt. Die Zubehörteile von Hiendlmayer, die nicht „Original“ sind, sind nahezu unbrauchbar und definitiv nicht zu empfehlen. Auch die Umbauarbeiten auf die Austria-Version wirken nicht professionell, ebenso die Kommunikation mit Kunden. Wer sich trotzdem für eine SIG entscheidet, sollte sie bereits beim Händler gründlich auf optische Defizite und Vollständigkeit überprüfen und, wenn es irgendwie möglich ist, auf die Hiendlmayer-Schienen verzichten.

Bild
Die SIG552 am besten im dunklen schießen - dann sieht man die verpfuschten Stellen nicht ;)

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IWÖ Nummer 5212


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BeitragVerfasst: 18. Juli 2011, 20:26 
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Schöner aber irgendwie trauriger Bericht über eine Waffe die ich auch immer wollte. Das ist ja wirklich schlimm. Da zahlt man ein halbes Vermögen für eine Waffe und dann wurde da gepfuscht. Bei so einen Preis darf man normalerweise eine makellose Verarbeitung erwarten.

Macht das Mündungsfeuer der Komp und der kurze Lauf so stark?

Habe mir jetzt ein Steyr Aug gekauft. Da kommt auch noch der Komp drauf.

Das einzige Manko bei meiner war das der Büma meines geringsten Missvertrauens mir in Schrottglas angedreht hat.

Habe zu ihm gesagt das es auf die 4-500€ auch nicht mehr ankommt und er soll mir ein gutes ZF anbieten, weil ich mich da auch nicht so auskenne.

Dann wurde es ein Walther um 85€ Das würde auf 100m und mehr locker reichen. Naja bei 100m sieht man die Scheibe nicht mehr weil das Glas keine Schärfeneinstellung hat. Das Glas ist wahrscheinlich für ne Softgun konzipiert.

Vorübergehend habe ich das 120€ Bauer Glas von meinen KK Repetierer in verwendung. Da treffe ich auch 100m auch noch was.

mfg francy


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BeitragVerfasst: 18. Juli 2011, 20:48 
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hm, hab schon des öfteren gehört, dasses konstruktionsbedingt gewisse Anfälligkeiten bei der SIG552 gibt - unabhängig von der Austria Version (hat ja anscheinend ein geringfügig anderes System als die 551 bzw 550er)

Aber das was du da beschrieben hast kann man wohl getrost als bodenlose Frechheit bezeichnen. Allein schon das "abtun" der offensichtlichen Mängel als wärs deine Schuld! Spiel auch schon seit einiger Zeit mit dem Gedanken, mir eine SIG zuzulegen, aber dieser Bericht lässt mich jetzt schon noch einmal sehr ernsthaft darüber nachdenken.


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BeitragVerfasst: 19. Juli 2011, 10:44 
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Tolle Fotos, danke! Schade, daß die Verarbeitung der Waffe derart zu wünschen läßt :(

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BeitragVerfasst: 19. Juli 2011, 15:49 
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Hatte in der Schweiz schon mit der Privatversion des Schweizer Sturmgewehrs (SIG 550 PE) das Vergnügen, eine wunderbare und hochpräzise Waffe. Ein Jammer, daß unser Staat diverse Verschandelungen vorschreibt die einem deutschen Büchsenmacher offenbar die Kohle in die Kasse spülen. Das die Waffe dann auch noch mit solchen "Schweiss-Tragödien" verunstaltet wird, treibt einem bei diesem Preis die Tränen ins Gesicht.

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»Ein Staat ist nur immer so frei wie sein Waffengesetz«

Gustav Heinemann (deutscher SPD-(!)-Bundespräsident 1899 – 1976)


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BeitragVerfasst: 19. Juli 2011, 18:49 
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Danke für den Bericht und die Fotos!

Peter


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BeitragVerfasst: 20. Juli 2011, 09:26 
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Nach dem Bericht bin ich heilfroh, daß ich mich für ein OA-15 M5 entschieden habe.


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BeitragVerfasst: 20. Juli 2011, 10:32 
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Danke für den Bericht und die fotos... das erleichtert meine kaufentscheidung ( eigentlich wollte ich mir ja ein sig zulegen ) schon sehr. wenn auch in negativer form. für das geld sollte man schon auch entsprechende ware bekommen.

allerdings, hut ab vor deiner geduld, ich hätte das teil vermutlich dem händler ( auch wenn der dafür nix kann, der hund liegt ja eher beim hiendlmayer begraben ) zurückgegeben.

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für ev fehlende oder doppelte buchstaben entschuldige ich mich im namen meiner tastatur ;-)


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BeitragVerfasst: 20. Juli 2011, 19:42 
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Da hab ich ja Glück gehabt dass ich mir ein AUG Z A3 in .223 zugelegt habe.
Das ist hervorragend verarbeitet und schiesst exzellent.

Habs vor ein paar Wochen in Stammersdorf beim 100 m Bewerb einem Schützenkollegen geborgt und wäre von diesem beinahe geschlagen worden.
Die ersten 5 im Präzisionsteil hat er auf die Grösse eines Daumennagels verteilt, da war dann nur mehr ein Loch zu sehen.
Nur beim Schnelldurchgang muss er irgendwie schief in das Glas geschaut haben, da hat er alle ein wenig rechts daneben gesetzt, aber wieder mit einem Ministreukreis.

Freundliche Grüsse,
fischeg3
4998


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BeitragVerfasst: 20. Juli 2011, 21:24 
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Danke für deinen ehrlichen Bericht und die hochwertigen Fotos!
Zitat:
...Die Hülsen werden gegen den Receiver geworfen, das Finish geht an der Stelle ab und die Hülsen sind am Hals, Körper oder beiden Stellen beschädigt, was Wiederlader nicht besonders freuen dürfte...
Konnte ich bei der Österreicheinführung der SIG550 Austria (war ein IWÖ-Benefizschießen) auch feststellen. Damit hatte sich das Gewehr für mich definitiv erledigt, obwohl das Schießen, vorallem mit der 240mm Version, richtig Spaß gemacht hat.

Es ist traurig zu sehen, wie wenig der österreichische Kunde für manche deutsche Hersteller zählt...

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Gruß max


Suche .44 Magnum Wechsellauf für Desert Eagle XIX


IWÖ - Mitgliedsnummer 4557


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BeitragVerfasst: 20. Juli 2011, 21:51 
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@fischeg3

Sind solche Streukreise mit dem AUG zu erzielen? Da muss ich an mir noch arbeiten. Habe zwar nicht das A3 sondern das alte, aber auch mit einen langen Lauf.

mfg francy


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BeitragVerfasst: 21. Juli 2011, 09:26 
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Meines Wissens happert es am AUG-Z in erster Linie am Abzug, zumindest stand das (früher) immer so in den Zeitschriftentests (Caliber, Visier und Co.). Ist dieses Problem gut zu beheben?

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Gustav Heinemann (deutscher SPD-(!)-Bundespräsident 1899 – 1976)


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BeitragVerfasst: 21. Juli 2011, 14:15 
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Ja, das mit dem Abzug ist natürlich ein gewisses Problem.
Er wurde bei Schwandtner überarbeitet und ist jetzt - für mich - ausgezeichnet.
Das aktuelle Abzugsgewicht habe aber ich noch nicht gemessen.

Was die Streukreise betrifft:

1. Fünf auf einen Daumennagel hat bis jetzt nur mein Schützenkollege geschafft.
Er ist ein hervorragender Schütze und gewinnt ständig Pokale und Medaillen aber zum ersten mal mit einem fremden Gewehr so gut zu
schiessen, noch dazu bei einem Bewerb, ist unglaublich.

2. Die ersten Probeschüsse am Beschussamt Wien verliefen enttäuschend.
Hatte das AUG auf die dort vorhandenen Vorrichtung (Schiessbock oder so ähnlich) gelegt und schlechte Streukreise auf 100 m
erzielt: ungefähr 10 cm.
Viele Munitionsarten wurden probiert, am besten ging noch die von Dynamit Nobel mit 55gr.

3. Ein paar Tage später hat mich jemand in Ma/Hö beim Schiessen beobachtet und anschliessend auf einen
Fehler aufmerksam gemacht.
Man muss das AUG vorne gut festhalten, da es aufgrund des geringen Gewichts zum Hüpfen neigt.
Den Ratschlag hebe ich beherzigt und schon wurden die Ergebnisse viel besser.
Zumindest beim Training, bei Bewerben bin ich nicht ganz so gut, um es vorsichtig auszudrücken :-(

Freundliche Grüsse,
fischeg3
4998


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BeitragVerfasst: 21. Juli 2011, 20:48 
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Man Oh Man

Naja da habe ich noch einiges vor. Wäre schon froh wenn ich 10 Schuss auf 3cm zusammenbringe. Momentan schieße ich noch S&B Schütte. Die ist aber auch gut. Aber bald wird die .223er auf er Hornady LNL AP geladen.

Naja Abzugstuning kann man das ja nicht nennen was da die Bümas machen. Ein bisschen mit den Federn spielen usw.

Von den Bümas hat noch keiner daran gedacht die Schlaggruppe zu überarbeiten.

Da muss der Hebel und der Hammer vom Schlagbolzen aus Stahl neu gemacht werden. Das ganze viel schmäler und mit wenige Auflagefläche. Nebenbei soll das Teil auch noch so sicher bleiben.

mfg francy


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BeitragVerfasst: 22. Juli 2011, 10:31 
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Wie heikel ist das AUG-Z eigentlich gegenüber selbstgeladener Munition? Im Visier Sonderheft Wiederladen II stand damals, daß HA grundsätzlich sehr empfindlich sind und z.t. Crimps und weiss Gott nicht was alles erfordern.

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