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BeitragVerfasst: 27. Januar 2016, 12:02 
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Hat jemand von euch Erfahrung mit einer Bewilligung nach §17 Abs3 bezüglich Schalldämpfer? (Insbesondere zur Jagd und in NÖ )
Ich würde gerne, auch wenn das Ergebnis wahrscheinlich negativ sein wird, eine beantragen um nicht immer mit Gehörschutz jagen gehen zu müssen. In Deutschland ist das ja seit einiger Zeit in manchen Bundesländern möglich.
Stellt man einen solchen Antrag analog zum WP-Antrag auf der BH? Gibt es etwas dabei zu beachten wie elendslange Begründungen/Studien/Atteste mitzuschicken?


mfg Lampe


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BeitragVerfasst: 27. Januar 2016, 16:41 
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Da kann man gleich die Republik Österreich klagen, weil sie bei der Umsetzung der Lärmschutzrichtlinie (Übergangsfrist schon ewig abgelaufen) säumig ist; diese schreibt vor, Lärm an der Quelle zu bekämpfen, d.h. Schalldämpfer wären zu erlauben.

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MgNr 3730

„Lösungen mathematischer Probleme werden nicht durch Abstimmung entschieden.“ – Marilyn vos Savant

"Ich trage eine Waffe weil mir ein Polizist zu schwer ist."

"L'Etat n'est plus nous."


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BeitragVerfasst: 27. Januar 2016, 16:41 
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Was ich so mitbekommen habe sind Schaldämpfer in Österreich ganz ganz pfui. Gib aber bitte die Reaktion von der BH weiter.

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Lieber Gott, bitte schütze mich vor meinen Freunden, vor meinen Feinden schütze ich mich selbst!

Pirker Dietmar Nr. 6928


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BeitragVerfasst: 28. Januar 2016, 01:35 
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Da es um die Ausübung zur Jagd geht, ist hier die Bewilligung zum Führen erforderlich. Das heißt es müsste ein Antrag auf einen Waffenpass mit Bewilligung nach § 17 Z. X gestellt werden.

An die Ausstellung dieses Dokumentes sind höhere Anforderungen geknüpft, unabhängig von der Kategorie selbst. In diesem Zusammenhang ist auch auf die aktuelle Judikatur zu WP für Jagdausübungsberechtigte verwiesen.

Ich gehe daher davon aus, dass du belegen musst, weswegen genau der Schalldämpfer für deine Jagd grundlegend notwendig, sprich unabdingbar ist. Beispielsweise bei Jagd neben Friedhöfen, Altenheimen etc.

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BeitragVerfasst: 28. Januar 2016, 11:16 
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Beiträge: 10548
Denkbar wären auch Fleischgatter (Damwild). Aber Genehmigung wird es sicher nicht geben. Trotzdem: ansuchen und Beschwerde machen.


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BeitragVerfasst: 28. Januar 2016, 21:16 
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Registriert: 29. Mai 2015, 19:31
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Ich hab mir schon gedacht, dass das schwierig wird. Im Februar werd ich mal ein Ansuchen aufsetzen.


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BeitragVerfasst: 29. Januar 2016, 10:16 
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Beiträge: 114
Wer sich für Schalldämpfer und die Sicht des Gesetzgebers in Deutschland interessiert, sollte regelmäßig die Seite des Ballistikers und Physikers Lutz Möller lesen:
http://lutzmoeller.net/index.php
Die beste Ballistikseite des deutschen Sprachraumes, ein Fernstudium der Extraklasse. Man muss nicht mit allem dort einverstanden sein, aber die Naturwissenschaftlichkeit ist gegeben, sage ich als Techniker.
Er entwickelt nicht nur, er befasst sich auch mit den gesetzlichen Grundlagen und der langsamen Bewusstwerdung, dass die Lärmschutzrichtlinie der EU einzuhalten ist (Knall unter 125db). Außerdem schreiben Leute ihre Erfahrungen mit den Behörden und er veröffentlicht das.

In D ist Jagen wie bei uns Ländersache, daher sind der Stand und die Zulassungspraxis je nach Bundesland verschieden, haben sich aber die letzten Jahre deutlich bewegt. Wie ich es sehe, wird in D nun ein Dämpfer genehmigt für Berufsjäger (Förster usw.), sowie für Leute, die ein Gatter betreiben. Gatter bedeutet Gewerbe und somit auf jeden Fall Arbeitsschutzrichtlinien. Jedenfalls sind die Argumente, die Deutsche vorbringen grundsätzlich von Interesse, weil die Physik und EU-Richtlinie die gleichen sind. Richtig Gunter: Schalldämpfer wären zu erlauben, auch der Hunde wegen. Es wird auch kommen. Das hängt natürlich davon ab, wann das wer über Beschwerden durchkämpft.

radius


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BeitragVerfasst: 29. Januar 2016, 10:51 
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Es ist sowieso nicht nachvollziehbar, warum SD nicht generell auch beim sportlichen Schießen als WBK - pflichtiges Zubehör freigegeben werden.
Die Lärmbelastung auf den Schießständen wäre um einiges geringer = weniger Probleme mit Anrainern.

Dass hier die Politik offenbar noch immer der Meinung ist, SD werden nur von Auftragskillern verwendet und sind daher furchtbar böse, zeugt entweder von zu viel Hollywoodfilmchen schauen oder purem Desinteresse.
Aber ich weiß schon. Nur nicht zu viel hinterfragen...

MfG
Resistance

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„Wenn du jedoch die Untertanen entwaffnest, beginnst du, sie zu beleidigen; du zeigst nämlich, dass du ihnen gegenüber Misstrauen hegst, sei es aus Feigheit, sei es aus zu geringem Vertrauen; und beides erregt Hass gegen dich.“
Macchiavelli

M - 10092


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BeitragVerfasst: 30. Januar 2016, 01:00 
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Beiträge: 114
Von der „Sicht des Gesetzgebers in D“ schrieb ich, aber es ist so wie Ö die Auslegung durch die Behörden um die es geht und die sich in den letzten Jahren bei den Deutschen langsam geändert hat. Danke den ausdauernten Vorkämpfern!

Klarerweise wäre eine SD-Pflicht auf Schießplätzen nicht sinnvoll, die Wahlmöglichkeit schon. Es will ja nicht jeder so ein Laufgewicht an der Waffe haben und ich will auch beim Sport einsatznahe trainieren, also mit einer Waffe, die so konfiguriert ist, wie ich sie führe. Die Schiessstandregel den Riemen abzunehmen, ärgert mich aus diesem Grunde. Der Jäger soll also mit dem SD üben und die Waffe damit führen. Mancher wird auf seinem historischen Jagdgewehr den SD ablehnen, wegen der Ästhetik oder weil er kein Gewinde draufschneiden kann oder will. Ich besitze eine Büchse, deren Lauf so dünn ist, dass für das Gewinde zu wenig Fleisch bleibt. Beim Sportschiessen ist das Tragen des Gehörschutzes zumutbar, anders in manchen jagdlichen Situationen.


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BeitragVerfasst: 30. Januar 2016, 12:35 
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Beiträge: 212
Ich weiss von HSV Schießstand dass es je nach Schießstand unterschiedliche Schießzeiten gibt wegen Störung der Anrainer.
Luftgewehr/Pistole und Bogen gehen immer, KK ist da schon eingeschränkt und GK aller Arten haben zum Beispiel Sonntags Schießverbot.
Eine 45er mit SD wäre aber nicht viel lauter wie eine KK oder wenn gut gemacht wie Luftpistole.
Ausserdem würde sich bei Schießständen im Privatbereich in Wohungen und Privathäusern nur mehr das Problem der Sicherheit/Kugelfangs geben und nicht mehr das Lärmproblem zusätzlich.
KK Kurzwaffen lassen sich extrem stark dämpfen.

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Melius est stantem mori quam genibus nixum vivere.
IWÖ Mitglied Nr: 10620


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BeitragVerfasst: 31. Januar 2016, 10:33 
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Beiträge: 1146
Allein die Möglichkeit einen SD beim sportlichen Schießen zu verwenden, würde viel Konfliktpotential wegnehmen.
Ich denke da vor allem an Gewehrschützen/Benchrester. Den Schußknall einer .308er oder .338er um 30 - 40 dB zu dämpfen, macht echt Sinn.

MfG
Resistance

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„Wenn du jedoch die Untertanen entwaffnest, beginnst du, sie zu beleidigen; du zeigst nämlich, dass du ihnen gegenüber Misstrauen hegst, sei es aus Feigheit, sei es aus zu geringem Vertrauen; und beides erregt Hass gegen dich.“
Macchiavelli

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BeitragVerfasst: 31. Januar 2016, 13:13 
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Beiträge: 562
Ich muss mich da mal kurz einklinken, denn die kursierenden Thesen sind tlw etwas sonderbar.

Der Schalldämpfer schluckt an der Waffe und somit im unmittelbaren Umfeld des Schützen
den Schussknall, entstehend durch die entspannenden Pulvergase und ein eventuell vorhandenes
Mündungsfeuer, welches bei ausreichender Lauflänge ohnehin kaum vorhanden ist. Weiters reduziert
der Schalldämpfer an der Langwaffe den Rückstoß. Das Schießen im Schützenhaus wird somit für den
Schützen etwas erträglicher.

Der Schalldämpfer reduziert nicht den durchaus erheblichen Geschossknall. Also wer nun meint,
die Anrainer würden durch Schalldämpfer nichts vom Schießbetrieb merken, hat noch nie seitlich einer
Schießbahn gestanden und den peitschenden luftzerreisenden Geschossknall einer Gewehrkugel erlebt
oder mit einem Schalldämpfer geschossen. Der Geschossknall wird vom Schütze wenig wahrgenommen,
von der Umgebung der meist nicht überdachten Flugbahn aber sehr wohl.

Der Schussknall wird auf den meisten Schießständen ohnehin bereits durch die bauliche Maßnahme "Unterstand"
absorbiert und von Außen meist als nur als gedämpftes 'Bumm' wahrgenommen dem ein lautes und längeres 'Pisch'
des Gehschoss folgt.

Bei Kurzwaffen steht die Frage im Raum ob der Schalldämpfer an Waffen mit abkippendem Lauf wegen dem
Impulsgeber überhaupt Sinn macht. Schießt sich nicht sonderlich angenehm und erhöht den Verschleiß. Außerdem
verdecken Schalldämpfer an Kurzwaffen das Visier und sind ziemlich kopflastig.


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BeitragVerfasst: 31. Januar 2016, 21:46 
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Beiträge: 1146
Zitat:
Der Schalldämpfer reduziert nicht den durchaus erheblichen Geschossknall. Also wer nun meint,
die Anrainer würden durch Schalldämpfer nichts vom Schießbetrieb merken, hat noch nie seitlich einer
Schießbahn gestanden und den peitschenden luftzerreisenden Geschossknall einer Gewehrkugel erlebt
oder mit einem Schalldämpfer geschossen.
Ich muss zugeben, dass ich mich mit dem Thema nur theoretisch auseinandergesetzt habe - wie auch sonst in unserm Land.
Ich bin daher von der Verwendung entsprechender Subsonic Munition in Verbindung mit einem SD ausgegangen. Wenn ich also unter Verwendung entsprechender Unterschallmunition vermeide, dass das Geschoß die Schallmauer durchbricht (was ja den Knall auslöst) habe ich doch eine erhebliche Lärmreduzierung erreicht. Oder liege ich da falsch?

MfG
Resistance

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Macchiavelli

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BeitragVerfasst: 1. Februar 2016, 10:28 
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Registriert: 4. Januar 2006, 19:53
Beiträge: 3600
Zitat:
Zitat:
Der Schalldämpfer reduziert nicht den durchaus erheblichen Geschossknall. Also wer nun meint,
die Anrainer würden durch Schalldämpfer nichts vom Schießbetrieb merken, hat noch nie seitlich einer
Schießbahn gestanden und den peitschenden luftzerreisenden Geschossknall einer Gewehrkugel erlebt
oder mit einem Schalldämpfer geschossen.
Ich muss zugeben, dass ich mich mit dem Thema nur theoretisch auseinandergesetzt habe - wie auch sonst in unserm Land.
Ich bin daher von der Verwendung entsprechender Subsonic Munition in Verbindung mit einem SD ausgegangen. Wenn ich also unter Verwendung entsprechender Unterschallmunition vermeide, dass das Geschoß die Schallmauer durchbricht (was ja den Knall auslöst) habe ich doch eine erhebliche Lärmreduzierung erreicht. Oder liege ich da falsch?

MfG
Resistance
Ich habe selbst Versuche mit Blei-Rundkugeln in .357er Hülsen und minimaler Ladung aus einem UHR gemacht. Die Flugbahn ist natürlich deutlich gekrümmt, aber es macht nur mehr klack....tock (Hammerfall und Kugelschlag) und geht immer noch durch 1 cm Holz durch.

Ganz so leise wird es natürlich nicht, aber subsonic ist eh schon schwächer geladen.

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BeitragVerfasst: 10. Februar 2016, 18:15 
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Registriert: 30. März 2006, 22:00
Beiträge: 59
Interessantes Dokument (aus DE), auf den Seiten der österreichischen Bundesforste gefunden :

http://www.bundesforste.at/fileadmin/ja ... echnik.pdf

Vielleicht kann man ja auch mal in AT was bewegen zu dem Thema ...


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