Aktuelle Zeit: 8. Dezember 2019, 02:10

Alle Zeiten sind UTC+02:00




Ein neues Thema erstellen  Auf das Thema antworten  [ 16 Beiträge ]  Gehe zu Seite 1 2 Nächste
Autor Nachricht
BeitragVerfasst: 19. Januar 2016, 13:33 
Offline

Registriert: 9. Februar 2015, 18:13
Beiträge: 9
Hallo Leute,

ich wende mich hier mal an die Advokaten unter euch, aber auch alle anderen die sich
rechtlich mit folgender Thematik beschäftigt haben:

1.) Privatgrundstück - bergbäuerlich gelegen (Lärmbelästigung daher mal außer acht gelassen) - nicht zur Gänze eingefriedet
Geplante Schießmöglichkeit: Ebene Fläche neben einem verfallenen Wirtschaftsgebäude mit einer sehr steilen
angrenzenden Böschung in Schießrichtung. Diese Fläche inkl. der Böschung soll
mit 2m hohen Bauzäunen eingefriedet werden.
Wie sieht es hier rechtlich aus um nicht gegen §7 Abs. 2 zu verstoßen (Führen)? Der Transport der ungeladenen Waffen
wäre ja erlaubt und während des Schießens müsste das Führen in dieser eingefriedeten Zone doch rechtlich erlaubt sein.

2.) Private Schottergrube - dreiseitig mit hohen Felswänden umgeben - Zugang nur von einer Seite möglich
Hier müsste rechtlich eigentlich das Gleiche gelten oder irre ich mich?

3.) Jägerschaft
Kann die örtliche Jägerschaft wegen Schießen auf diesem privaten Grundstück rechtliche Schritte unternehmen?
Normalerweise ist ohnehin alles zu besprechen, da ich in einer kleineren Gemeinde wohne. Auch mit der hiesigen Polizei
wurde schon geredet, da scheiterte es leider aber auf Grund mangelnder Fachkompetenz was diese Thematik angeht.
Habe mal ein wenig im Kärntner Jagdgesetz gesetz gestöbert und da bin ich auf den §15 - Ruhen der Jagd - gestoßen.

Würde mich über eure geschätzte Meinung bzw. euer Wissen über diese Thematik freuen.

Vielen Dank,

mfG Patrick


Nach oben
   
BeitragVerfasst: 19. Januar 2016, 15:06 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: 16. Februar 2011, 12:57
Beiträge: 2519
Wohnort: Niederösterreich
In der heutigen Zeit, wo der Druck auf uns Legalwaffenbesitzer immer größer und die Natur immer kleiner wird, frage ich mich ob es unbedingt notwendig ist auch "daheim" unbedingt Lärm zu machen. Größere Schießclubs und Schießstätten können weniger leicht abgedreht werden und stärken uns den Rücken!

_________________
Lieber Gott, bitte schütze mich vor meinen Freunden, vor meinen Feinden schütze ich mich selbst!

Pirker Dietmar Nr. 6928


Nach oben
   
BeitragVerfasst: 19. Januar 2016, 20:36 
Offline

Registriert: 9. Februar 2015, 18:13
Beiträge: 9
Danke für eure Beiträge.

Mir geht es jetzt auch nicht um irgendeinen moralischen Aspekt, sondern viel mehr um
die rechtliche Geschichte.

Was das "Führen" anbelangt, so steht es mehr oder weniger eh eindeutig im Gesetz. Aber wie schaut
die Sachlage jetzt mit dem Grundstück aus. Steht da was konkretes im Gesetz? (ABGB oder WaffG)

Danke nochmals,

lG


Nach oben
   
BeitragVerfasst: 20. Januar 2016, 09:08 
Offline

Registriert: 4. Januar 2006, 19:53
Beiträge: 3607
Zitat:
Danke für eure Beiträge.

Mir geht es jetzt auch nicht um irgendeinen moralischen Aspekt, sondern viel mehr um
die rechtliche Geschichte.

Was das "Führen" anbelangt, so steht es mehr oder weniger eh eindeutig im Gesetz. Aber wie schaut
die Sachlage jetzt mit dem Grundstück aus. Steht da was konkretes im Gesetz? (ABGB oder WaffG)

Danke nochmals,

lG
ad1) Der gesamte Gefährdungsbereich muss eingefriedet sein, d.h. es müssten noch bauliche Maßnahmen getroffen werden, die sicherstellen, dass ein innerhalb der vorgesehenen "Abschußzone" abgefeuertes Geschoß nur einen vorgesehenen Kugelfang treffen kann. Da "Schießen" keine "landwirtschaftliche Nutzung" darstellt ist dafür vermutlich eine Bauverhandlung notwendig, bei der wohl auch die Jagdausübungsberechtigten des betroffenen Reviers geladen werden sollten.

ad2) Die Lücke in der natürlichen Einfriedung muss durch eine künstliche Einfriedung geschlossen werden. Ggf. ist auch hier das Einvernehmen mit der Jägerschaft herzustellen.

In beiden Fällen empfiehlt sich insbesonders an den nicht einsehbaren aber noch überwindbarenTeilen der Einfriedung das Anbringen von Warnschildern (z.B. "Schießbetrieb. Achtung Lebensgefahr")

Der Transport zum eingefriedeten "Schießplatz" hat im geschlossenen Behältnis und ungeladen zu erfolgen.

_________________
MgNr 3730

„Lösungen mathematischer Probleme werden nicht durch Abstimmung entschieden.“ – Marilyn vos Savant

"Ich trage eine Waffe weil mir ein Polizist zu schwer ist."

"L'Etat n'est plus nous."


Nach oben
   
BeitragVerfasst: 20. Januar 2016, 09:24 
Offline

Registriert: 12. Januar 2006, 10:07
Beiträge: 4781
Kann mich erinnern, dass bis vor ca. 15 jahren die jährlichen "Hegeringschießen" oft auch irgendwo im Revier in der Botanik veranstaltet wurden. Zumindest hierzulande wurden diese dann auf die Schießstände verlegt. Den genauen Grund kenne ich gerade nicht mehr, aber mittlerweile finde ich auch, dass sowas dort besser aufgehoben ist.


Nach oben
   
BeitragVerfasst: 20. Januar 2016, 10:03 
Offline

Registriert: 12. Januar 2006, 10:07
Beiträge: 4781
Zitat:
Dies soll aber nicht die Verwendung und Nutzung von privatem Eigentum einschränken.
Eh nicht. Finde zB. auch nichts dabei, wenn man sich auf eigenem Grund eine Wurfscheibenanlage aufstellt.


Nach oben
   
BeitragVerfasst: 20. Januar 2016, 10:36 
Offline

Registriert: 12. Januar 2006, 10:07
Beiträge: 4781
PS: Noch ein Problem könnte auftreten.
Kenne einen Verein, dessen wirklich schöner Schiesstand in einem Steinbruch nicht abgesperrt werden kann, es gibt nur Verbotsschilder. Dort gab es gelegentlich Ärger bzw. Beschwerden von dritter Seite. Der Verein konnte aber zum Glück nachweisen, dass sich Unbefugte auf das Gelände geschlichen hatten, und dort herumschossen.

Wenn Du zuviel Aufsehen erregst, könntest Du ebensolche Schnorrer anlocken, die Ärger einbrocken.


Nach oben
   
BeitragVerfasst: 20. Januar 2016, 10:41 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: 16. Februar 2011, 12:57
Beiträge: 2519
Wohnort: Niederösterreich
Zitat:
Zitat:
Dies soll aber nicht die Verwendung und Nutzung von privatem Eigentum einschränken.
Eh nicht. Finde zB. auch nichts dabei, wenn man sich auf eigenem Grund eine Wurfscheibenanlage aufstellt.
Also hättet ihr sicher nichts dagegen, wenn sich euer Nachbar eine Mülldeponie, einen Telefonsendemast oder gar ein Atommüllendlager zulegt?!?.....

_________________
Lieber Gott, bitte schütze mich vor meinen Freunden, vor meinen Feinden schütze ich mich selbst!

Pirker Dietmar Nr. 6928


Nach oben
   
BeitragVerfasst: 20. Januar 2016, 11:02 
Offline

Registriert: 12. Januar 2006, 10:07
Beiträge: 4781
Zitat:
Also hättet ihr sicher nichts dagegen, wenn sich euer Nachbar eine Mülldeponie, einen Telefonsendemast oder gar ein Atommüllendlager zulegt?!?.....
Bei Wt-Schrot ist im Gegensatz zu Kat B Geschoßen in ca. 300meter schon mal die Gefährdung praktisch weg.


Nach oben
   
BeitragVerfasst: 20. Januar 2016, 21:22 
Offline

Registriert: 9. Februar 2015, 18:13
Beiträge: 9
Lärmbelästigung habe ich ja explizit ausgeschlossen.

Von den Gegebenheiten her würde es auch keine Gefahren geben. Weder der irrtümlich verirrte "Schwammerlsucher" noch sonst irgendjemand. Die Liegenschaften sind absolut abgelegen.


Nach oben
   
BeitragVerfasst: 21. Januar 2016, 16:38 
Offline

Registriert: 15. Februar 2012, 21:37
Beiträge: 98
Zitat:
der Druck auf uns Legalwaffenbesitzer immer größer wird
Deswegen soll man vorbeugend gleich nachgeben?

_________________
Christoph Weber's WeberSeite
Mitgliedsnummer 7280


Nach oben
   
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:  Sortiere nach  
Ein neues Thema erstellen  Auf das Thema antworten  [ 16 Beiträge ]  Gehe zu Seite 1 2 Nächste

Alle Zeiten sind UTC+02:00


Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast


Sie dürfen keine neuen Themen in diesem Forum erstellen.
Sie dürfen keine Antworten zu Themen in diesem Forum erstellen.
Sie dürfen Ihre Beiträge in diesem Forum nicht ändern.
Sie dürfen Ihre Beiträge in diesem Forum nicht löschen.

Suche nach:
Gehe zu:  
Powered by phpBB® Forum Software © phpBB Limited
Deutsche Übersetzung durch phpBB.de
Datenschutzhinweise