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BeitragVerfasst: 18. März 2016, 18:20 
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Hallo Freunde des liberalen Waffenrechts,

bin frisches Mitglied bei IWÖ und habe direkt mal eine waffenrechtliche Frage:
Es gibt von mehreren Flinten wie auch Büchsen (Kat C oder D-Waffen) Take-Down-Modelle, bzw. an sich Modelle, welche man in der Mitte zerlegen kann.
Von der ital. Firma Investarms gibt es bspw. auch Flinten, die sich einklappen lassen (was ich persönlich sehr praktisch finde).

Fallen solche "einfach zerlegbaren" Waffen dann unter Kat A?

Zitat Wikipedia-Artikel (https://de.wikipedia.org/wiki/Waffengesetz_1996).
"Verbotene Waffen sind Waffen,... zusammenklappbar, verkürzbar, schnell zerlegbar)."

Vielen Dank vorab.


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BeitragVerfasst: 18. März 2016, 21:21 
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Zitat:
Fallen solche "einfach zerlegbaren" Waffen dann unter Kat A?
Nicht unbedingt.
Zwei Beispiele von ohne Werkzeug zerlegbaren Waffen:

Baikal MP43 - Kategorie D - erlaubt
Armalite AR7 - Kategorie A - verboten

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Ein feste Burg ist unser Gott! (Martin Luther)

"Wer halb Kalkutta aufnimmt, rettet nicht Kalkutta, sondern der wird selbst Kalkutta."

(Peter Scholl - Latour)


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BeitragVerfasst: 18. März 2016, 22:11 
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Servus JOHI, willkommen hier im Forum und als neues IWÖ-Mitglied, wünsche Dir hier interessante Diskussionen mit vielen LWB...
grüsse
sousek, M.Nr. 718


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BeitragVerfasst: 19. März 2016, 01:06 
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@sousek: Danke :)

@300: Folgt die Festlegung irgendeiner nachvollziehbaren Logik?

Hier einige Beispiele, die wohl "erlaubt" sind, da man sie offenbar bei österr. Waffenhändler kaufen kann (ich leite daraus einfach mal eine "Erlaubnis" ab):

- Browning BLR Take Down
- Sauer 202 Take Down
- Diverse Winchester-UHR-Modelle

Desweiteren läßt sich doch jedes Kipplaufgewehr relativ einfach und schnell "zerlegen", z.B.:
- Khan Arms A-Tec

Was ist mir Modellen wie:
- IMI / Action Arms Timberwolf Vorderschaft-Repetierbüchse in Kaliber 357 oder 44
- Den beschrieben Klappflinten von Investarms (Link: http://www.investarm.com/eng-sovrapposti.html).

Habe schon den Thread vor 6 Jahren darüber durchgelesen. Dort heißt es nach meinem Verständnis im Wesentlichen: Alles wischi-waschi-Auslegungssache. Hat sich seitdem irgendetwas geändert?
Gibt es eine Liste der verbotenen Modelle oder wie kann man das vor einem Kauf eigentlich sicherstellen?


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BeitragVerfasst: 19. März 2016, 08:51 
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Zitat:
@300: Folgt die Festlegung irgendeiner nachvollziehbaren Logik?
Lauflänge darf nicht unter 45cm sein.

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BeitragVerfasst: 19. März 2016, 10:20 
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Aber das "Leicht Zerlegen" ist reine Ansichtssache. Jede Doppelflinte läßt sich ganz leicht zerlegen, ist aber D. Take Down-Büchsen auch, sind aber C.

Das entspringt Beamtengehirnen, die meistens von Waffen nichts verstehen, außer daß man sie möglichst verbieten soll.


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BeitragVerfasst: 19. März 2016, 10:53 
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Ok, also alles Ansichtssache. Dann die Frage zur Rechtssicherheit:

Ist denn zumindest sicher oder wahrscheinlich, dass einmal als Kat. C / D eingestufte Take-Down-Modelle dies auch bleiben, oder kann sich das morgen schon ändern und dann macht man sich "strafbar" und muss die Waffe abgeben?

Mit dem ZWR ja nun alles möglich...

Ist es in der Vergangenheit (außer die Episode mit den Pumpguns) schon mal vorgekommen, dass rückwirkend Einstufungen geändert wurden?


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BeitragVerfasst: 19. März 2016, 15:59 
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Da gibt es keine Garantie. Man denke an den § 17 WaffG. Da kann das BMI alle Waffen einfach verbieten.


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BeitragVerfasst: 19. März 2016, 16:15 
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Beiträge: 1308
Zitat:
Da gibt es keine Garantie. Man denke an den § 17 WaffG. Da kann das BMI alle Waffen einfach verbieten.
Was nicht automatisch bedeutet, dass das Volk dadurch unbewaffnet sein müsste.

_________________
LG und bleibt wachsam...


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BeitragVerfasst: 19. März 2016, 22:27 
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Denn verbieten kann man nur die legalen Waffen. Richtig. Es bleiben daher die Waffen in den falschen Händen. Für unsere Politiker scheinen das aber die richtigen zu sein.


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BeitragVerfasst: 21. März 2016, 09:37 
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Beiträge: 3598
Zitat:
Ist es in der Vergangenheit (außer die Episode mit den Pumpguns) schon mal vorgekommen, dass rückwirkend Einstufungen geändert wurden?
Die halbautomatische Version der CZ61 "Skorpion" MP soll dem Vernehmen nach ursprünglich Kat B gewesen sein, wurde aber dann auf die Kriegsmaterialliste gesetzt und bei den legalen Besitzern abkassiert.

Immer wenn man die "besonders gefährlichen" Waffen verbietet, gibt es danach andere, die nunmehr "gefährlicher" als alle anderen verbliebenen Waffen sind. Bis keine mehr erlaubt sind.

In der Physik nennt man das Entfernen der besonders schnellen Moleküle einer Flüssigkeit "verdampfen" und das funktioniert mindestens so lange, bis die Temperatur der Flüssigkeit den Schmelzpunkt unterschreitet.

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MgNr 3730

„Lösungen mathematischer Probleme werden nicht durch Abstimmung entschieden.“ – Marilyn vos Savant

"Ich trage eine Waffe weil mir ein Polizist zu schwer ist."

"L'Etat n'est plus nous."


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BeitragVerfasst: 21. März 2016, 10:54 
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Die HA-Skorpion war tatsächlich einmal B, ist dann aber in die KM-Liste gegeben worden.


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BeitragVerfasst: 21. März 2016, 12:40 
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Die wesentlich agilere, vollautomatische Version der Scorpion scheint allerdings gelegentlich auf Kirtagen feilgeboten zu werden:
Zitat:
„Maschinenpistole bei Kirtag gekauft“

Er habe die Maschinenpistole bei einem Volksfest in Linz gekauft. Das hat nun der verdächtige Türke bei der Polizei angegeben. Er wurde - wie berichtet - in Straßwalchen (Flachgau) mit der schussbereiten Kriegswaffe unter dem Beifahrersitz seines Pkw erwischt.

Die Polizei ermittelt nach dem Fund nunauch im illegalen Waffenhandel. Dazu kommen Recherchen im Bereich des organisierten Verbrechens. Er habe große Angst um seine Sicherheit, darum wollte er sich eine Pistole kaufen. Die hätte seine Bezugsquelle aber nicht liefern können, so habe er eben die Maschinenpistole vom tschechischen Typ „Schkorpion“ auf einem Kirtag bzw. Volksfest in Linz gekauft - inklusive Munition. So schildern Polizisten die Begründungen des verdächtigen Türken, seit er mit der automatischen Waffe erwischt wurde.

Tschechische „Schkorpion“ des Verdächtigen, nunmehr behördlich beschlagnahmt

Zu schnell, betrunken, schwer bewaffnet

Der 34-Jährige Geschäftsmann war der Polizei bei einer Tempomessung mit dem Laser aufgefallen - zu schnell im Ortgebiet und mit knapp 1,6 Promille stark betrunken. Dazu kam noch die handliche Militärwaffe mit sehr hoher Feuerkraft.

Beschusstests und Datei-Abgleich

Mittwoch wird die illegale Maschinenpistole auf dem Schießstand des Landeskriminalamtes Salzburg ersten Beschusstests unterzogen. Ergebnisse der Projektil-Analysen werden mit der internationalen Datei des Bundeskriminalamtes verglichen. So soll geklärt werden, ob die Waffe mit Gewalt- und Straftaten in Verbindung gebracht werden kann.

Der Verdächtige wurde nach den Einvernahmen nicht in Untersuchungshaft genommen, sondern auf freiem Fuß bei der Staatsanwaltschaft angezeigt.
Zitat:
Waffenfund: Noch viele Fragen offen

Nach dem mysteriösen Fund einer schussbereiten Maschinenpistole im Flachgau ist die Herkunft weiter unbekannt. Die automatische Kriegswaffe war bei einem stark betrunkenen Türken gefunden worden - samt 40 Schuss Munition.

Wo der 34-Jährige die schussbereite Maschinenpistole her hatte und was er damit wollte, ist immer noch unklar. Der Mann verweigert nämlich jede Aussage.

Auf freien Fuß gesetzt

Trotz des beunruhigenden Fundes ist der Türke noch am Montag auf freien Fuß gesetzt worden. Der 34-Jährige habe einen festen Wohnsitz in St. Georgen im Attergau (Oberösterreich), daher gebe es keinen Grund, ihn in Haft zu behalten, begründet die Polizei ihr Vorgehen. Fest steht bisher nur, dass der Autofahrer in Straßwalchen in eine Polizeikontrolle geraten ist. Dabei hat sich zunächst herausgestellt, dass er stark betrunken und auffallend nervös war.

Bei einer Untersuchung des Autos haben die Beamten dann die Maschinenpistole gefunden - ein Fabrikat des tschechischen Typs „Skorpion“. Die militärische Waffe wird seit den 1960-er Jahren produziert und war in den Ländern des ehemaligen Ostblocks und in Afrika besonders beliebt.

Laut Polizei viele Varianten denkbar

Laut Polizei sind viele Varianten denkbar - von einem terroristischen Hintergrund bis hin zur organisierten Kriminalität. Mit einem Beschuss-Test soll jetzt festgestellt werden, ob die Waffe irgendwo amtsbekannt ist. Jeder Waffenlauf hinterlässt auf den Projektilen einzigartige Spuren, wie ein Fingerabdruck. Der soll die Ermittler zu möglichen Hintermännern des Waffenbesitzers führen.
Hat man auch nie wieder etwas davon gehört...

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