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 Betreff des Beitrags: Psychologisches Gutachten
BeitragVerfasst: 21. März 2010, 18:50 
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Registriert: 25. Februar 2007, 21:44
Beiträge: 173
Mein Sohn will nun doch eine WBK beantragen und es stellt sich daher die Frage, welcher Begutachter?

Kuratorium für Verkehrssicherheit ziemlich sicher nein. Gibt es im Bezirk Mödling Gutachter, zu denen man lieber nicht geht, da jeder Probant als Waffennarr und Vollkoffer angesehen wird? Gibt es positive Erfahrungen? (Vor etwa 1 1/2 Jahren hatte ich schon einmal diese Fragen gestellt, aber leider wurde es damals aus Zeitmangel und wichtigerer Prioritäten nichts aus dem WBK-Antrag.)

Da es vielleicht aus rechtlichen Gründen besser sein könnte, die Einschätzungen über die Qualität der Gutachter lieber nicht im Forum zu diskutieren, freue ich mich natürlich auch über PM mit Erfahrungsberichten. Auf jeden Fall schon einmal einen herzlichen Dank im Voraus!


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 Betreff des Beitrags: Re: Psychologisches Gutachten
BeitragVerfasst: 21. März 2010, 20:39 
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Wohnort: Oberösterreich, Wien
Hier:

Dr. Christian Huber
Waff. Psychologischer Gutachter in NÖ und Wien
Sportschütze Kal. .38 Special und Kal. 7,65; Langwaffen
0676 / 555 1 222 (Wien)
0676 / 414 25 87 /NÖ)
huber-christian@aon.at


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 Betreff des Beitrags: Re: Psychologisches Gutachten
BeitragVerfasst: 22. März 2010, 19:10 
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Wohnort: los waldos vienna del este
shooters hall in himberg.
dr. wallnöfer, selber schütze.
anruf genügt.

_________________
lg,
doc steel
------------------------


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 Betreff des Beitrags: Re: Psychologisches Gutachten
BeitragVerfasst: 22. März 2010, 19:51 
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Registriert: 25. Februar 2007, 21:44
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Zitat:
Dr. Christian Huber
Waff. Psychologischer Gutachter in NÖ und Wien
Sportschütze Kal. .38 Special und Kal. 7,65; Langwaffen
Sehr gut, wenn er auch selber ein Sportschütze ist, dann ist zumindest sichergestellt, dass er ein Verständnis für den Wunsch nach Ausübung dieses Hobbys hat!

Danke für den Hinweis!


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 Betreff des Beitrags: Re: Psychologisches Gutachten
BeitragVerfasst: 22. März 2010, 19:53 
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Registriert: 25. Februar 2007, 21:44
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Zitat:
shooters hall in himberg.
dr. wallnöfer, selber schütze.
anruf genügt.
In der Liste des IWÖ Service finde ich einen Dr. Wallnöfer nur in Kärnten.


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 Betreff des Beitrags: Re: Psychologisches Gutachten
BeitragVerfasst: 22. März 2010, 22:14 
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Registriert: 20. Februar 2008, 22:43
Beiträge: 2882
Wohnort: Oberösterreich, Wien
Zitat:
Sehr gut, wenn er auch selber ein Sportschütze ist, dann ist zumindest sichergestellt, dass er ein Verständnis für den Wunsch nach Ausübung dieses Hobbys hat!

Zudem hat er in den IWOE Nachrichten Ausgabe 50 Winter/09 auch einen Artikel verfasst, den Du auf der Hauptseite nachlesen kannst.

Ein guter Freund hat bei seiner Assistentin (?) das Gutachten gemacht und das soll auch ganz nett abgelaufen sein!

Viel Glück!


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 Betreff des Beitrags: Re: Psychologisches Gutachten
BeitragVerfasst: 23. März 2010, 00:48 
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Beiträge: 117
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Prof.Wallnöfer ist gebürtiger Kärntner mit Hauptwohnsitz in Villach.
Hat aber auch seit Jahren eine Praxis in Wien.Im 1.in der Herrengasse nähe Michaelerplatz.
Ein Anruf unter 01/5354128 oder 0676/7003867 genügt zur Terminvereinbarung.

lg

_________________
IWÖ Nr:5526


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 Betreff des Beitrags: Re: Psychologisches Gutachten
BeitragVerfasst: 3. Mai 2010, 17:02 
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Registriert: 21. April 2006, 15:30
Beiträge: 6
Eine Frage zu dem Psy-Test: ein Freund hat mir erzählt, dass es ziemliche Hetze ist, auch eine richtige Antwort auf eine Frage als "falsch" gesehen wird. Er hat den Test zweimal widerholt, erst in Salzburg und dann in Wien, wo er den Test am Ende doch bestanden hat.

Wie schaut so ein Test überhaupt aus?

Ludwig


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 Betreff des Beitrags: Re: Psychologisches Gutachten
BeitragVerfasst: 3. Mai 2010, 17:20 
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Registriert: 18. Dezember 2008, 21:16
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Wohnort: Steiermark
Zitat:
Wie schaut so ein Test überhaupt aus?
Ist weder einheitlich noch irgendwie normiert - von mehreren hundert Fragen zum Ankreuzen bis hin zum Rorschach-Test hab ich schon einiges gehört. Wie "sinnvoll" so etwas ist sei dahingestellt... :roll:

In der Regel ist es aber soweit ich weiß inzwischen ein Fragenkatalog der am Computer auszufüllen ist, auf Basis dessen wird automatisiert ein Persönlichkeitsprofil erstellt und wiederum auf dessen Basis wird dann ein persönliches Gespräch mit dem jeweiligen Psychologen geführt. Zumindest war's bei mir so - bei anderen Psychologen kann es wieder ganz anders sein.


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 Betreff des Beitrags: Re: Psychologisches Gutachten
BeitragVerfasst: 3. Mai 2010, 17:48 
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Registriert: 18. August 2008, 14:26
Beiträge: 1372
Wohnort: Wien
Zitat:
Zitat:
Wie schaut so ein Test überhaupt aus?
Ist weder einheitlich noch irgendwie normiert - von mehreren hundert Fragen zum Ankreuzen bis hin zum Rorschach-Test hab ich schon einiges gehört. Wie "sinnvoll" so etwas ist sei dahingestellt... :roll:
Ja... haha der Farbkleks Test... den hatte ich. :mrgreen: Unter anderem... dann wurden mir noch "altersspezifische Fragen" gestellt... also der Psychologe sagte zumindest, dass diese Dinge in meinem Alter relevant wären. Ja und dann hat er mir mein Gutachten gleich mitgegeben, mit dem Hinweis, dass er normalerweise was dazuschreibt, aber ich einfach so unauffällig bin, dass er sich mit dem für die WBk ausreichenden Wortlaut begnügt.
Allerdings hatte ich auch nichts anderes erwartet... der Test soll ja soweit ich das verstehe nicht die besten der besten herausfiltern, sondern nur wirklich gestörte abhalten.

Bekommst den Psychologen per PM... ein sehr netter Herr.

_________________
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 Betreff des Beitrags: Re: Psychologisches Gutachten
BeitragVerfasst: 3. Mai 2010, 19:27 
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Registriert: 18. Juni 2007, 15:09
Beiträge: 27
Zitat:
Zitat:
Wie schaut so ein Test überhaupt aus?
Ist weder einheitlich noch irgendwie normiert
Die Begutachtung bei der Erstuntersuchung ist in § 3 Abs. 2 der 1. Waffengesetz-Durchführungsverordnung einheitlich normiert. Es gibt entweder MMPI-K ("mehrere hundert Fragen") und SVF oder - beim KfV - VPT.3 und F-R-F, jeweils zuzüglich einer allenfalls erforderlichen weitergehenderen Untersuchung des Betroffenen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Psychologisches Gutachten
BeitragVerfasst: 3. Mai 2010, 19:28 
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Registriert: 18. Juni 2007, 15:09
Beiträge: 27
Zitat:
der Test soll ja soweit ich das verstehe nicht die besten der besten herausfiltern, sondern nur wirklich gestörte abhalten.
Genau so ist es, und das funktioniert auch sehr gut.


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 Betreff des Beitrags: Re: Psychologisches Gutachten
BeitragVerfasst: 3. Mai 2010, 19:34 
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Registriert: 18. Dezember 2008, 21:16
Beiträge: 531
Wohnort: Steiermark
Zitat:
Zitat:
Zitat:
Wie schaut so ein Test überhaupt aus?
Ist weder einheitlich noch irgendwie normiert
Die Begutachtung bei der Erstuntersuchung ist in § 3 Abs. 2 der 1. Waffengesetz-Durchführungsverordnung einheitlich normiert. Es gibt entweder MMPI-K ("mehrere hundert Fragen") und SVF oder - beim KfV - VPT.3 und F-R-F, jeweils zuzüglich einer allenfalls erforderlichen weitergehenderen Untersuchung des Betroffenen.
Ah, danke für die Korrektur - wieder etwas gelernt. Kannst du einem Unwissenden noch erklären was die div. Abkürzungen im Detail bedeuten? Die Hälfte davon kann ich mir ja zusammenreimen, aber bei VPT.3 (vulgo Rohrschach?) und F-R-F hört's für jemanden der nicht vom Fach ist fürchte ich auf... :oops:


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 Betreff des Beitrags: Re: Psychologisches Gutachten
BeitragVerfasst: 3. Mai 2010, 22:11 
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Registriert: 18. Juni 2007, 15:09
Beiträge: 27
Zitat:
Ah, danke für die Korrektur - wieder etwas gelernt. Kannst du einem Unwissenden noch erklären was die div. Abkürzungen im Detail bedeuten? Die Hälfte davon kann ich mir ja zusammenreimen, aber bei VPT.3 (vulgo Rohrschach?) und F-R-F hört's für jemanden der nicht vom Fach ist fürchte ich auf... :oops:
Es gibt zwei "Testbatterien" (= Kombinationen von einzelnen psychologischen Tests).

Fast alle Psychologen verwenden MMPI-K (Minnesota Multiphasic Personality Inventory, Kurzform, mehr als 300 Items) und SVF (Stressverarbeitungsfragebogen, meistens 120 Items). Das sind etablierte Tests, die man auch sonst verwendet, um bei Leuten, denen es psychisch schlecht geht, herauszufinden, wo der Schuh drückt. Der MMPI ist ein Breitbandtest, der viele verschiedene psychische Auffälligkeiten misst. Der SVF misst Elemente der Stressverarbeitung, mit denen man zum Beispiel beim so genannten Burn Out messen kann, wo es bei der Stressverarbeitung hapert. Der SVF ist weit verbreitet, der MMPI ist in Europa nicht so stark vertreten, in den USA aber umso mehr. Diese Tests haben also primär nichts mit Waffen zu tun. Gemessen werden Abweichungen zu verschiedenen Normen (sehr vielen Menschen, die den Test in einem "unverdächtigen" Zusammenhang = ohne Wunsch nach einer Schusswaffe oder sonstigen Vorteilen gemacht haben). Dissimulieren (= so tun, als hätte man eine bestimmte Auffälligkeit NICHT, um die WBK zu bekommen) und Simulieren (= so tun, als hätte man bestimmte Probleme, um z.B. als berufsunfähig zu gelten) ist hier sehr schwierig, weil man ja nicht weiß, was "normal" ist (da kann man sich bitter täuschen), und weil es zahlreiche Sicherheitsvorkehrungen gibt. Selbst wenn man die Tests haargenau kennt, ist das kaum zu schaffen, weil es so viele Items (Fragen, auf die man antworten muss) gibt, und man ja nicht hunderte Items zurückblättern kann, wie man auf ähnliche (Was ist eigentlich "ähnlich" etc?) Dinge geantwortet hat etc. Deshalb kann man entweder ehrlich antworten (dann kommt nichts heraus, wenn man unauffällig ist, aber Auffälligkeiten kommen hervor, wenn sie vorhanden sind) oder man kann versuchen, herumzulügen (was ziemlich sicher auffliegt). Daher ist diese Testbatterie gut. Wer unauffällig ist, kriegt sein Gutachten und daher auch die WBK, und wer auffällig ist, wird wahrscheinlich nie durchkommen. Außerdem muss man mit einem erfahrenen Psychologen reden. Das Netz ist sehr eng. Wer auffällig ist, weiß auch, dass er auffällig ist und geht daher sowieso nicht zum Psychotest, weil er seine "Chancen" kennt. Die Unauffälligen zerbrechen sich über den mysteriösen Psychotest zu sehr den Kopf, obwohl sie sowieso nichts zu befürchten haben.

Die anderen beiden Tests sind vom KfV. Verschlussache. Was da passiert, weiß nur das KfV. Von Farbklecksen ist da aber keine Rede.

Zusätzliche Tests können nur bei der weiteren Untersuchung kommen. Dann kann jeder Psychologe das tun, was er für richtig hält. So wie in einer gerichtlichen Begutachtung. Da kann mehr vorkommen, als man je beschreiben könnte. Es gibt unzählige Tests.

Der Rorschach-Formdeuteversuch ("der Rorschach", hat nichts mit dem roHHHr zu tun) wurde nie als Test entwickelt. Es gibt mehrere Systeme zur Durchführung (Sitzpositionen, Anweisungen, Verhalten des Testleiters etc) und Auswertung (welche/wieviele Antworten werden zugelassen, wie ordnet man sie welchen Kategorien zu etc), also kann man nicht von "dem" Rorschach sprechen, sondern man muss immer dazusagen, welches Durchführungs- und Auswertungssystem man anwendet. Zum Beispiel die Modelle von Bohm oder Exner. Es hat früher viele Versuche gegeben, die Interpretationen dieser Farbkleckse zu verstehen, aber leider hat das nie zufriedenstellend funktioniert. Von kleinen mehr oder weniger verschworenen Grüppchen abgesehen interessiert sich auch keiner mehr für den Rorschach. Trotzdem kann man mit dem Rorschach Kleinigkeiten herausfinden, die das Gesamtbild ergänzen können, also ist die Verwendung des Rorschachs auch kein Kunstfehler.

Weil die 1. Waffengesetz-Durchführungsverordnung festlegt, welche Tests zu machen sind, ist es auch egal, zu welchem Psychologen man geht. Die Fragebögen sind immer gleich, die Auswertung ist sowieso fix (also weder durch "Schummeln", noch durch die politische Meinung des Psychologen manipulierbar), und die Interpretation der Ergebnisse ist auch recht einheitlich.


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 Betreff des Beitrags: Re: Psychologisches Gutachten
BeitragVerfasst: 3. Mai 2010, 22:20 
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Registriert: 1. Februar 2007, 15:17
Beiträge: 1050
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Bin ich froh, dass ich diesen mühseligen und langwierigen Trotteltest mit Ankreuzen nicht machen musste. Bei mir war es nur ein Gespräch mit anschließendem Tintenklecks-Test. Dauer insgesamt ca. 45 min. Und tschüss mit ü.


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