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BeitragVerfasst: 22. Januar 2017, 22:22 
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Ja ja in Vorarlberg............
Jenes Bundesland, daß schon vor Jahrzehnten eine amtsärztliche Untersuchung vor die WBK gestellt hat. Die längerdienenden Forumsmitglieder erinnern sich? In diesem Bundesland ist es auch möglich, daß die Polizei die Räumlichkeiten besichtigt, ob sie denn geeignet sind zur Verwahrung von Waffen. Labern bei dieser Gelegenheit noch jede Menge Schwachsinn daher, wie die vorgesetzte Behörde auf Nachfrage.
Klarer Fall von Amtsmissbrauch. Anzeige an die Staatsanwaltschaft. Bei fehlendem Mut gegenüber der Behörde hilft auch der beste Rechtsschutz nichts.

Peter


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BeitragVerfasst: 22. Januar 2017, 23:04 
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Registriert: 18. Mai 2013, 09:02
Beiträge: 400
Zitat "Peter":
In diesem Bundesland ist es auch möglich, daß die Polizei die Räumlichkeiten besichtigt, ob sie denn geeignet sind zur Verwahrung von Waffen. Labern bei dieser Gelegenheit noch jede Menge Schwachsinn daher, wie die vorgesetzte Behörde auf Nachfrage.
Klarer Fall von Amtsmissbrauch. Anzeige an die Staatsanwaltschaft. Bei fehlendem Mut gegenüber der Behörde hilft auch der beste Rechtsschutz nichts.


Allein diese Zeilen belegen ja meine obige Anregung ein klar formuliertes IWÖ-Formblatt zu erstellen in dem die Gesetzeslage bzgl. "Verwahrung" unmissverständlich dargelegt wird...!
Für unsere IWÖ Juristen sollte das ja kein großes Problem sein...und wir...die IWÖ Mitglieder hätten bei ungesetzlichen Forderungen eine fundierte Unterlage zur Hand!
Wie gesagt, ich denke nur laut nach...so ein neues IWÖ Formblatt wäre sicher hilfreich!


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BeitragVerfasst: 22. Januar 2017, 23:44 
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@ Centershot

Kann man nur unterstützen.
So ein Informationsblatt würde vielen Leuten mehr Selbstvertrauen geben.
Wenn daneben der Paragraph steht kann man sich darauf berufen und muss den Beamten nicht alles durchgehen lassen. Ich bin trotzdem dafür das man das Waff. Gesetz und die wichtigsten Verordnungen versteht und beherrscht. Für mich als Waffenbesitzer halte ich das wie mit der ADV. Muss man wissen.

LG


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BeitragVerfasst: 23. Januar 2017, 01:47 
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Ich bin trotzdem dafür das man das Waff. Gesetz und die wichtigsten Verordnungen versteht und beherrscht

Ganz meine Meinung, im Bedarfsfall kann ich mich sicher gut "verständlich" machen...
Wenn wir aber immer und immer wieder lesen müssen welche Probleme es im Bezug auf "Verwahrung" gibt...dann fürchte ich dass nicht alle LWB entsprechend argumentieren können...vielleicht trauen sie sich auch gar nicht unrichtige "behördliche Forderungen" entsprechend zu thematisieren.

Daher meine Überlegungen ein weiteres IWÖ Formblatt zur Diskussion zu stellen...als weiteres Service für IWÖ Mitglieder!


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BeitragVerfasst: 30. Januar 2017, 13:36 
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Zitat:
Im Runderlaß (siehe IWÖ-Homepage)
Danke für die zahlreichen Antworten. -> ich bin (fast) genauso schlau wie zuvor...

Meine "Lösung":

- habe den Runderlass komplett ausgedruckt (plus schicken Ordner)
- die relevanten Stellen farbig markiert
- diese relevanten Blätter (Stellen) doppelt kopiert
- werden bei nächster Kontrolle ggf. mitgegeben

Somit steht nicht Aussage "gegen" Aussage im Raum, sondern Ausdruck (Schwarz auf Weiss) gegen Aussage.

Alles bestens. Oder auch nicht.

_________________
„Den Wert eines Menschen erkennt man zuverlässig daran, was er mit seiner Freizeit anfängt.“
Karl Heinrich Waggerl (1897-1973), östr. Schriftsteller


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BeitragVerfasst: 30. Januar 2017, 15:51 
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Zitat:

Alles bestens. Oder auch nicht.

Wenn du dir wirklich unsicher bist, bzw. deine Frau, besorgts euch einen zusätzlichen kleinen Tresor. Die Dinger gibts ab 45 Euro mit Elektronikschloss und den Abmessungen 35x25x25cm mit Mittelboden. Passen perfekt 2 FFW, ein paar hundert Schuss 9mm und ein paar Magazine rein.... oder auch ein paar Tausend Schuss .22! :mrgreen:

Haben wir so gemacht, da nicht verheiratet. Beide Tresor sind im Kleiderschrank (Schlafzimmer) durch die Rückwand vom Kleiderschrank mit der Wand verschraubt.
Klar, die Dinger kann man sicher leichter knacken als einen großen Tresor. Sind aber rein zur "getrennten Verwahrung der Waffen"! (für die Sicherheit sorgt die Alarmanlage!) 8)


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BeitragVerfasst: 30. Januar 2017, 19:00 
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Beiträge: 149
Das Hauptproblem ist meistens, die Polizisten wissen oft selbst nicht genau über die gesetzliche Lage bescheid und legt dann mal gern selbst aus. Grundsätzlich kann die Verwahrung der Waffen im Haushalt wo beide Personen wohnhaft sind lockerer nehmen als wenn Personen ohne WBK mit wohnhaft sind. Im ersteren Fall dürfen ja beide uneingeschränkt Zugriff auf beide Waffen und Munition haben. Solange halt kein Besuch kommt...

Auch muss sich die Anzahl der im Tresor befindlichen Waffen nicht mit der Anzahl von Waffen die man lt. Waffenrechtlichen Dokument besitzen darf, decken. Jeder der ein Waffenrechtliches Dokument besitzt, darf auch Waffen aufbewahren von jemanden anderen der ein Waffenrechtliches Dokument besitzt. Wenn du z.B. mit einem Freund am Schießplatz warst und er danach zu dir nach Hause mit kommt (die Waffe natürlich nicht im Fahrzeug belässt, sondern in die Wohnung/Haus mitnimmt) und sich dann dazu entschließt die Waffe nicht gleich wieder mitzunehmen, weil ihr eh in den nächsten Tagen vielleicht wieder schießen geht's, oder er jetzt noch einen anderen Weg hat, wo er die Waffe vielleicht nicht mitnehmen kann, oder er einstweilen keine sicher Aufbewahrungsmöglichkeit zu Hause hat...weiß der Teufel warum, darf er dir die Waffe zur Aufbewahrung überlassen. Dies ist überhaupt kein Problem. Es muss halt sicher gestellt sein, das die Waffen ordentlich verwahrt sind. Wennst jetzt 2 Waffen besitzen darfst, bei dir im kleinen Wandtresor liegen aber 12 herum wirst vielleicht bei einer Kontrolle in Erklärungsnot kommen. Aber in einem großen Waffenschrank ist das okay. Ebenso wenn bei einer Kontrolle deine Waffe nicht bei dir ist... auch kein Thema. Gibst einfach an wo die Waffe gerade aufbewahrt wird und die Polizei wird halt dort nachsehen gehen. Hoffentlich ist sie dann auch dort und ordentlich verwahrt :lol:

Ich kann da aus eigener Erfahrung sprechen. Hatte bei zwei Kontrollen genau diese Fälle. Überhaupt kein Thema.


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BeitragVerfasst: 30. Januar 2017, 19:30 
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Beiträge: 16
Zitat:
Zitat:

Alles bestens. Oder auch nicht.

Wenn du dir wirklich unsicher bist, bzw. deine Frau, besorgts euch einen zusätzlichen kleinen Tresor. Die Dinger gibts ab 45 Euro mit Elektronikschloss und den Abmessungen 35x25x25cm mit Mittelboden. Passen perfekt 2 FFW, ein paar hundert Schuss 9mm und ein paar Magazine rein.... oder auch ein paar Tausend Schuss .22! :mrgreen:

Haben wir so gemacht, da nicht verheiratet. Beide Tresor sind im Kleiderschrank (Schlafzimmer) durch die Rückwand vom Kleiderschrank mit der Wand verschraubt.
Klar, die Dinger kann man sicher leichter knacken als einen großen Tresor. Sind aber rein zur "getrennten Verwahrung der Waffen"! (für die Sicherheit sorgt die Alarmanlage!) 8)
Sichere Behältnisse sind in unserem Haushalt tendenziell kein Problem. Aktuell 3x biometrisches Safes (Keller, EG, OG), plus massiver Waffenschrank (ca. 90kg).
Denn für den Fall einer möglichen Selbstverteidigung muss (will) ich binnen 10 Sekunden "ready" sein.

Entweder, man(n) macht es richtig - oder man lässt es.

_________________
„Den Wert eines Menschen erkennt man zuverlässig daran, was er mit seiner Freizeit anfängt.“
Karl Heinrich Waggerl (1897-1973), östr. Schriftsteller


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BeitragVerfasst: 3. Februar 2017, 09:19 
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Zitat:
Im ersteren Fall dürfen ja beide uneingeschränkt Zugriff auf beide Waffen und Munition haben. Solange halt kein Besuch kommt...

Auch muss sich die Anzahl der im Tresor befindlichen Waffen nicht mit der Anzahl von Waffen die man lt. Waffenrechtlichen Dokument besitzen darf, decken. Jeder der ein Waffenrechtliches Dokument besitzt, darf auch Waffen aufbewahren von jemanden anderen der ein Waffenrechtliches Dokument besitzt. Wenn du z.B. mit einem Freund am Schießplatz warst und er danach zu dir nach Hause mit kommt (die Waffe natürlich nicht im Fahrzeug belässt, sondern in die Wohnung/Haus mitnimmt) und sich dann dazu entschließt die Waffe nicht gleich wieder mitzunehmen, weil ihr eh in den nächsten Tagen vielleicht wieder schießen geht's, oder er jetzt noch einen anderen Weg hat, wo er die Waffe vielleicht nicht mitnehmen kann, oder er einstweilen keine sicher Aufbewahrungsmöglichkeit zu Hause hat...weiß der Teufel warum, darf er dir die Waffe zur Aufbewahrung überlassen. Dies ist überhaupt kein Problem. Es muss halt sicher gestellt sein, das die Waffen ordentlich verwahrt sind.
Darauf würde ICH mich nicht einlassen. Ich wüßte nicht, daß Stückzahlüberschreitung (außer bei Ehepartnern) durch irgendeinen Erlaß gedeckt wäre.

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Der Verstand des Gebildeten wählt den rechten Weg,
der Verstand des Ungebildeten den linken

Bibel Buch Kohelet 10,2


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BeitragVerfasst: 3. Februar 2017, 11:38 
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Zitat:

Darauf würde ICH mich nicht einlassen. Ich wüßte nicht, daß Stückzahlüberschreitung (außer bei Ehepartnern) durch irgendeinen Erlaß gedeckt wäre.
Musst DU ja auch nicht. Es muss ja jeder selbst wissen was er darf oder nicht. Ich weiß aber das es so ist. Kann auch aus eigener Erfahrung bei Kontrollen sprechen. Bestätigt wurde dies auch erst kürzlich bei der Erneuerung meines Waffenführerscheins. Es wurde auch genau dieser Punkt angesprochen. Es haben auch alle anwesenden Kursteilnehmer mir in dem Punkt widersprochen, außer dem Kursleiter, welcher die Richtigkeit meiner Aussage bestätigte. Es ist nicht verboten als WBK Besitzer ein oder mehrere Waffen (solange eine sichere Verfahrung gewährleistet ist! - ist ja generell so) die sich nicht in meinem Besitz befinden, aufbewahren zu dürfen. Das Gesetz regelt dir ja den "Besitz" von einer bestimmten Anzahl von genehmigungspflichtigen Schusswaffen. Wenn dir eine zusätzliche legale Waffe (welche du lt. Waffengesetz auch besitzen dürftest), zur sicheren Aufbewahrung auf bestimmte/unbestimmte Zeit überlassen wird, so besitzt du sie ja nicht.


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BeitragVerfasst: 3. Februar 2017, 14:42 
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Laut letzter Novellierung §6(1) "Als Besitz von Waffen und Munition gilt auch deren Innehabung".

Bei Ehepartnern sollen "keine überspitzten Forderungen an die Aufbewahrung gestellt werden", d.h. die gemeinsame Verwahrung (z.B: er WBK 15 Plätze, sie WBK 2 Plätze) von bis zu 17 Schusswaffen in einem oder mehreren, beiden grundsätzlich zugänglichen Tresoren ist zulässig. Sie darf halt nur nicht mehr als 2 Waffen zugleich putzen :evil:

Soferne die §41 Grenze von 20 Schusswaffen "im räumlichen Naheverhältnis" (bzw. nach entsprechender Meldung mehr) nicht überschritten ist, darf z.B. der angesprochene Freund seine Schusswaffen bei dir verwahren; wenn dadurch Deine erlaubte Anzahl überschritten würde, dann allerdings nur in einer Art und weise, die eine Innehabung durch Dich ausschließt, also z.B. den versperrten Pistolenkoffer in den Tresor geben.

_________________
MgNr 3730

„Lösungen mathematischer Probleme werden nicht durch Abstimmung entschieden.“ – Marilyn vos Savant

"Ich trage eine Waffe weil mir ein Polizist zu schwer ist."

"L'Etat n'est plus nous."


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BeitragVerfasst: 3. Februar 2017, 20:23 
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Zitat:
Laut letzter Novellierung §6(1) "Als Besitz von Waffen und Munition gilt auch deren Innehabung".

Bei Ehepartnern sollen "keine überspitzten Forderungen an die Aufbewahrung gestellt werden", d.h. die gemeinsame Verwahrung (z.B: er WBK 15 Plätze, sie WBK 2 Plätze) von bis zu 17 Schusswaffen in einem oder mehreren, beiden grundsätzlich zugänglichen Tresoren ist zulässig. Sie darf halt nur nicht mehr als 2 Waffen zugleich putzen :evil:

Soferne die §41 Grenze von 20 Schusswaffen "im räumlichen Naheverhältnis" (bzw. nach entsprechender Meldung mehr) nicht überschritten ist, darf z.B. der angesprochene Freund seine Schusswaffen bei dir verwahren; wenn dadurch Deine erlaubte Anzahl überschritten würde, dann allerdings nur in einer Art und weise, die eine Innehabung durch Dich ausschließt, also z.B. den versperrten Pistolenkoffer in den Tresor geben.
Danke! Richtig, die Zahl 20 war noch wichtig.


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BeitragVerfasst: 3. Februar 2017, 22:15 
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Zitat:
... dann allerdings nur in einer Art und weise, die eine Innehabung durch Dich ausschließt, also z.B. den versperrten Pistolenkoffer in den Tresor geben.
DAS ist m.M. nach der springende Punkt. (Wobei ich sie unter diesem Umstand wohl auch bei einer nicht berechtigten, vertrauenswürdigen Person verwahren dürfte.

@Trockenschwimmer.
Ich fürchte Du verwechselst Eigentum und Besitz.

Wenn ich meine Waffe in Deinem Tresor lagere (und Du darauf zugreifen kannst, bin ich zwar der Eigentümer, aber Du besitzt sie.

Versteh' mich nicht falsch, wie Du sagst, muß jeder selbst wissen was er tut, und wenn die Kontrollen bei Dir immer glatt abgegangen sind, freut mich das.
Aber wie gesagt, ICH würde mich nicht drauf verlassen. Die Zuverlässigkeit ist in dieser beschissenen Zeit schnell dahin, und sicher nicht leicht wiederzuerlangen.

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Der Verstand des Gebildeten wählt den rechten Weg,
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BeitragVerfasst: 3. Februar 2017, 23:38 
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Registriert: 5. Februar 2006, 14:02
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Zitat:
Ich fürchte Du verwechselst Eigentum und Besitz.

Wenn ich meine Waffe in Deinem Tresor lagere (und Du darauf zugreifen kannst, bin ich zwar der Eigentümer, aber Du besitzt sie.

Versteh' mich nicht falsch, wie Du sagst, muß jeder selbst wissen was er tut, und wenn die Kontrollen bei Dir immer glatt abgegangen sind, freut mich das.
Aber wie gesagt, ICH würde mich nicht drauf verlassen. Die Zuverlässigkeit ist in dieser beschissenen Zeit schnell dahin, und sicher nicht leicht wiederzuerlangen.
Das mit der beschissenen Zeit unterschreibe ich sofort.

Und nein, ich verwechsle nicht Eigentum und Besitz. Denn zwischen Eigentum und Besitz besteht der Unterschied, das ich als Eigentümer das alleinige Recht auf Verfügung einer Sache z.B. Verwendung oder Veräußerung habe, der Besitzer jedoch nicht. Eine Person, die eine Waffe zur Aufbewahrung überlassen bekommen hat, hat lediglich die "Innehabung", also ist nur der Inhaber und nicht den Besitzer und schon gar nicht der Eigentümer. Die Innehabung einer zur Aufbewahrung überlassenen Waffe setzt voraus, das man nicht Willens ist, diese Waffe als die Seine zu betrachten, also die Waffe nicht behalten zu wollen. Wohingegen der Besitzer wiederum Willens wäre diese Waffe als die Seine zu betrachten und sie auch behalten will. Also, ganz einfach. Die Waffe gehört nicht mir, sie ist nur zur Verwahrung hier, ich habe nicht die Absicht sie zu behalten - erledigt.

Juristisch gesehen eine klar definierte Sache und somit ganz einfach zu handhaben.


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BeitragVerfasst: 6. Februar 2017, 11:25 
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Registriert: 4. Januar 2006, 19:53
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Zitat:
Unter "Besitz" von Waffen oder Munition (§ 4 Z. 1 WaffenG) ist nach ständiger Rechtsprechung (zuletzt LSK 1986/52) jede tatsächliche, unmittelbare und nicht durch das Medium einer anderen Person vermittelte Sachherrschaft zu verstehen
D.h. wenn Du durch einfaches öffnen Deines Waffentresors die Möglichkeit hast, die Waffe Deines Freundes anzufassen, dann bist Du waffenrechtlich "im Besitz" dieser Waffe und die Verwahrung in Deiner Wohnung stellt eine "Überlassung" iSd WaffG dar. Müsstest Du hingegen dazu ein versperrtes Behältnis (Pistolenkoffer) aufbrechen, fehlt das Merkmal der Unmittelbarkeit.

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