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BeitragVerfasst: 19. Februar 2017, 18:11 
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Schönen Abend,
nehmen wir an, jemand hat eine Coachgun und kauft sich zwei so Einsteckläufe a 15cm von 12 auf 357, also Zubehör Kat D.
Was kann er was machen, damit er die Munition dazu legal erwerben darf, außer eine WBK zu machen?
Ist der Einstecklauf zur Flinte eintragungsfähiges Zubehör im Sinne des Gesetzes, muss er das überhaupt eintragen lassen oder reicht der Nachweis des Besitzes, durch einen Kaufvertrag gegenüber dem Händler?
Danke!!


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BeitragVerfasst: 20. Februar 2017, 09:44 
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Zitat:
Schönen Abend,
nehmen wir an, jemand hat eine Coachgun und kauft sich zwei so Einsteckläufe a 15cm von 12 auf 357, also Zubehör Kat D.
Was kann er was machen, damit er die Munition dazu legal erwerben darf, außer eine WBK zu machen?
Ist der Einstecklauf zur Flinte eintragungsfähiges Zubehör im Sinne des Gesetzes, muss er das überhaupt eintragen lassen oder reicht der Nachweis des Besitzes, durch einen Kaufvertrag gegenüber dem Händler?
Danke!!
Dann hat er schon eine Übertretung des Waffengesetzes begangen. Und der Verkäufer auch.
Zitat:
Die Bestimmungen über Schußwaffen gelten auch für Lauf, Trommel, Verschluß und andere diesen entsprechende Teile von Schußwaffen - auch wenn sie Bestandteil eines anderen Gegenstandes geworden sind -, sofern sie verwendungsfähig und nicht Kriegsmaterial sind. Sie gelten jedoch nicht für Einsteckläufe mit Kaliber unter 5,7 mm.
Einsteckläufe für Kaliber über 5,7mm sind WBK pflichtig, damit erübrigt sich die Frage nach dem Munitionserwerb.

_________________
MgNr 3730

„Lösungen mathematischer Probleme werden nicht durch Abstimmung entschieden.“ – Marilyn vos Savant

"Ich trage eine Waffe weil mir ein Polizist zu schwer ist."

"L'Etat n'est plus nous."


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BeitragVerfasst: 20. Februar 2017, 09:46 
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PS: Jeder der beiden Einsteckläufe belegt einen eigenen Platz auf der WBK, da sie nicht "Zubehör zu einer Schusswaffe Kat B" sind.

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BeitragVerfasst: 20. Februar 2017, 18:51 
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Registriert: 16. November 2015, 18:41
Beiträge: 229
Zitat:

Dann hat er schon eine Übertretung des Waffengesetzes begangen. Und der Verkäufer auch.
Zitat:
Die Bestimmungen über Schußwaffen gelten auch für Lauf, Trommel, Verschluß und andere diesen entsprechende Teile von Schußwaffen - auch wenn sie Bestandteil eines anderen Gegenstandes geworden sind -, sofern sie verwendungsfähig und nicht Kriegsmaterial sind. Sie gelten jedoch nicht für Einsteckläufe mit Kaliber unter 5,7 mm.
Einsteckläufe für Kaliber über 5,7mm sind WBK pflichtig, damit erübrigt sich die Frage nach dem Munitionserwerb.
Sorry Gunter, aber irgendwie verstehe ich Deine Einordnung von den Dingern unter B nicht, das ist doch maximal C, da es sich um Teile für eine Langwaffe ohne Selbstladefunktion handelt.
Gegenbeispiel aus dem Bauch wäre doch, ich habe so ein Alpha Revolvergewehr KAT C in .45LC, der auch 410 kann.
Für das kaufe ich mir nun auch je sechs solche Einsteckdinger von .45LC auf 9mm und auf .22 für meinen Schießkeller. Gleiche Situation. Vielleicht ist das eigentlich kein Lauf sondern nur ein Kaliberumsteckstück, also ein Adapter, ich glaub die da
http://www.gunadapters.com/12-gauge-to- ... er-series/
nennen das auch Adapter und nicht Lauf, wobei das sicher die Luxusausführung ist, so ein Teil ist eigentlich eine EUR 10,- Geschichte. Aber zurück zum Alfa 45LC auf 9mm Konvertierer, ist ja alles innerhalb C, wie wär denn das dort, als Nachweis für günstigen Muneinkauf?
LG W


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BeitragVerfasst: 21. Februar 2017, 09:27 
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Nach genauerer Durchsicht gibt es hier mehrere Fälle:

a) Einsteckläufe mit Kaliber unter 5,7 mm

Z.B. Kaliber 12 auf .22 lr, egal ob mit gezogenem oder glatten Lauf -> frei, da keine Schusswaffe

Munitionserwerb von .22 lr als Langwaffenmunition sollte problemlos möglich sein.

b) Einsteckläufe Für Schrotkaliber (außer .410/.45 LC) auf Kaliber über 5,7 mm

Z.B. Kaliber 12 auf 9mm mit gezogenem Lauf -> meldepflichtig, da Schusswaffe und Kat C wegen gezogenem Lauf

Munitionserwerb mit Meldebestätigung möglich.

Z.B. Kaliber 12 auf 9mm mit glattem Lauf -> registrierungspflichtig, da Neuerwerb, Schusswaffe und Kat D wegen glattem Lauf

Munitionserwerb sollte mit Registrierungsbestätigung möglich sein

c) Einsteckläufe für .45 LC (Pistolenkaliber!) auf Kaliber über 5,7 mm

Z.B. .45 LC auf 9mm -> WBK pflichtig, da Zubehör zu einer Schusswaffe Kat B

Munitionserwerb problemlos, da WBK für die Kat B Hauptwaffe schon vorhanden

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BeitragVerfasst: 21. Februar 2017, 20:22 
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Zitat:

c) Einsteckläufe für .45 LC (Pistolenkaliber!) auf Kaliber über 5,7 mm

Z.B. .45 LC auf 9mm -> WBK pflichtig, da Zubehör zu einer Schusswaffe Kat B

Munitionserwerb problemlos, da WBK für die Kat B Hauptwaffe schon vorhanden
Der tut mir weh. Wenn ich zwei Alpha Gewehre kaufe, einen auf 9mm und einen auf 45LC, kann ich ohne WBK beide Mun kaufen.
Wenn ich mir sechs Adapter von 45LC auf 9mm kaufe (weil sie billiger sind als ein ganzes Alpha Gewehr)
https://www.waffengebraucht.at/waffen/r ... hr--260181
brauche ich für die Adapter eine WBK? Warum eigentlich? 45LC und 9mm sind doch Kurz- und Langwaffenmunition.


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BeitragVerfasst: 22. Februar 2017, 09:40 
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Die .45 [Long] Colt wurde mit dem Colt Single Action Army im Jahr 1873 eingeführt, die 9mm Luger/Parabellum/9x19 wurde (ursprünglich mit Kegelstumpfgeschoss) als Pistolenpatrone 08 für die Pistole 08 eingeführt und sind daher "Munition für Faustfeuerwaffen".

Dass es auch Gewehre (UHR in .45 LC bzw. die MP38 in 9x19) gibt ändert daran nichts.

Die .410 Schrotpatrone wurde ursprünglich für den Einsatz in Stockgewehren beworben und weist vermutlich nicht nur zufällig* einen ähnlichen Durchmesser wie die .45 LC auf. Ursprünglich mit einer (im ausgeschossenen Zustand) 2" langen Hülse gefertigt, hat sich inzwischen die Hülsenlänge von 3" etabliert, parallel dazu wurde auch .45 LC Revolver mit verlängerter Trommel angeboten, wodurch wiederum die Entwicklung der .454 Casull (basierend auf .45 LC mit verlängerter und verstärkter Hülse, sowie in weiterer Folge auch der .460 S&W Magnum mit nochmals verlängerter Hülse) ermöglicht wurde.

*während in den meisten Waffengesetzen eine mindestlänge für Schrotflinten festgesetzt ist, existieren derartige Bestimmungen für Kurzwaffen nicht. Für die Verteidigung gegen (giftige) Schlangen ist Schrot wegen der Streuung besser als Kugelmunition, da es notwendig ist, den kleinen und beweglichen Kopf so zu treffen, dass Gehirn und/oder Giftzähne zerstört werden..

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BeitragVerfasst: 22. Februar 2017, 19:39 
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Zitat:
....
Die .45 [Long] Colt wurde mit dem Colt Single Action Army im Jahr 1873 eingeführt, die 9mm Luger/Parabellum/9x19 wurde (ursprünglich mit Kegelstumpfgeschoss) als Pistolenpatrone 08 für die Pistole 08 eingeführt und sind daher "Munition für Faustfeuerwaffen".
Dass es auch Gewehre (UHR in .45 LC bzw. die MP38 in 9x19) gibt ändert daran nichts.
.......
Naja, der technische Fortschritt ändert schon was. Wenn es jetzt Langwaffen in dem Kaliber gibt, ists auch Langwaffenmunition. Danke aber, irgendwie kann ich die Antwort nicht zur Frage "matchen":
Wenn ich zwei Revolvergewehre kaufe, darf ich Mun in 9mm und .45LC ohne WBK kaufen. Das ist echt so. Das kriegen wir als Fakt nicht weg.
Wenn ich nur eines von den Gewehren und ein paar Adapter kaufe, brauche ich eine WBK?
Why that? Per Definition und Fakten ist das ja bei mir als C-Besitzer, die sehen das Gewehr ja im ZWR, Langwaffenmunition. Auch bin ich ungefährlicher für die Behörde mit nur einer C-Waffe und Adaptern, als wenn ich zwei Gewehre hätte, mit zwei könnte ich eines theoretisch meinem Buddy geben und wir wären ein SiKo KoPo Team, mit einem und ein paar Adaptern bin ich harmloser.
Um mir ohne WBK "Kurzwaffenmunition" zu unterstellen, müsste man mir vorab einen illegalen Kurzwaffenbesitz unterstellen, der aber sowieso ein Waffenverbot und Kat C Beschlagnahme verursachen würde. Das wäre die Situation, in der der Alpha vorne und hinten abgesägt wäre, was er aber nun mal nicht ist und was man leicht feststellen kann.


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BeitragVerfasst: 23. Februar 2017, 09:53 
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Wenn solche Teile bei einem Büchsenmacher im Inland ohne WBK erhältlich oder zumindest bestellbar sind, würde das Deinen Standpunkt belegen. Z.B. eine (Altbestand) Coach Gun mit .223 Remington ausrüsten zu können wäre was ganz feines, wenn der Verschluß das auch aushält.

Ein Einstecklauf ab Kaliber 5,7 der je nach Hauptwaffe die Kategorie wechselt ist schon fast EU-Blödsinn-verdächtig (wonach eine Kat B durch Besitz - nicht einmal anstecken - eines "großen" Magazins zu Kat A wird).

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BeitragVerfasst: 24. Februar 2017, 21:05 
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Zitat:
Wenn solche Teile bei einem Büchsenmacher im Inland ohne WBK erhältlich oder zumindest bestellbar sind, würde das Deinen Standpunkt belegen. Z.B. eine (Altbestand) Coach Gun mit .223 Remington ausrüsten zu können wäre was ganz feines, wenn der Verschluß das auch aushält.

ein Einstecklauf ab Kaliber 5,7 der je nach Hauptwaffe die Kategorie wechselt ist schon fast EU-Blödsinn-verdächtig (wonach eine Kat B durch Besitz - nicht einmal anstecken - eines "großen" Magazins zu Kat A wird).
An .223 dachte ich nicht, geht aber auch sicher und bleibt immer C korrigiere NIX bei Altbestand D. Weil der "Einstecklauf" wechselt nie die Kategorie, weil er eben kein ganzer kein Lauf sondern ein Adapter ist. Er ist ohne einen richtigen Lauf mit richtigem originalem Patronenlager nichts.
Aber ich frag gleich mal nächste Woche Lieferanten an, wobei mir ist gerade eine andere Lösung eingefallen, die ev. auch preislich interessant ist: Statt je sechs Adaptern je eine ganze Wechsel-Trommel. Wenn die Abstände und Bohrungen passen, kriegt man ja vorher raus, brauche ich zum Alpha Proj Revolvergewehr in 45LC und 410 je eine Wechseltrommel in 9mm und .22LR. Dann haben wir ein Kat C Wechselsystem in Form einer Trommel :-). Was ist so eine genau passende Wechsel-Trommel für sich alleine? Meldepflichtig? Nachweis für Munitionserwerb? Kat B Teil und Waffenverbot?
LG


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BeitragVerfasst: 24. Februar 2017, 21:26 
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Zitat:
Ein Einstecklauf ab Kaliber 5,7 der je nach Hauptwaffe die Kategorie wechselt ist schon fast EU-Blödsinn-verdächtig (wonach eine Kat B durch Besitz - nicht einmal anstecken - eines "großen" Magazins zu Kat A wird).
Die Blöden schrieben zuletzt es zählt nur angesteckt, oder? Es geht sicher schlimmer. Wer in Australien ein 7615 hat, hat ein Besitzverbot für große Magazine, eingetragen, geiles Thema. Ich mag meinen Nachbarn nicht, ich werfe ihm ein freies Magazin um USD 8 in die Scheune und rufe die Polizei. Das entspricht dann dem berühmten zufällig gefundenen weißen Pulver oder dem KiPoUSB-Stick, den der kleine Prince bei der Urlaubsvertretung am Arbeitsplatz gefunden haben will, um eine Dauerstelle frei zu schalten


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