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 Betreff des Beitrags: Vorarlberg und die WBK ...
BeitragVerfasst: 23. November 2012, 16:48 
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Hallo zusammen!

Da es über den Erhalt der WBK in Vorarlberg nicht viele - und wenn, dann meistens schlechte - Berichte gibt, möchte ich Euch meine Erfahrungen schildern.

Nachdem die Passfotos (€ 12,00) gemacht waren und die Meldebestätigung ausgestellt war (die eigentlich gar nicht nötig gewesen wäre) konnte ich am nächsten Tag den Antrag bei der BH Dornbirn abgeben. Mit dem Hinweis, dass sich die Bundespolizei melden würde und anschließend ein Termin beim Amtsarzt ansteht, wurde die Abgabe mittels Stempel bestätigt.

Drei Wochen später habe ich den Waffenführerschein (€ 44,00) und die Verlässlichkeitsprüfung beim KfV (€ 181,68) gemacht. Das Gutachten lag eine Woche später in der Post und wurde am Tag darauf mit dem Waffenführerschein bei der BH abgegeben.

Die Befürwortung durch die Bundespolizei ließ leider etwas auf sich warten (blieb wohl liegen) und so bekam ich zwei Monate nach Abgabe des Antrages den Brief von der BH, einen Termin beim Amtsarzt auszumachen.

Weitere drei Wochen später wurde ich dann vom Amtsarzt untersucht. Von da an ging es noch zehn Tage und ich konnte die WBK (im Scheckkartenformat), nach bezahlen der Gebühren (€ 65,10) natürlich, in den Händen halten.

Von der Abgabe des Antrages bis zur Abholung der WBK hat es also drei Monate gedauert. Es hätte sicher schneller gehen können, was allerdings nicht an der BH lag. Andererseits hätte es auch doppelt so lange dauern können. Ich bin also zufrieden. Vor allem wurde ich bei allen Stellen sehr freundlich behandelt. Die "Horrorgeschichten" aus Vorarlberg kann ich somit - zu meinem Glück - nicht bestätigen.

Die Kosten lagen bei knapp über € 300,00, wobei das Gutachten inzwischen satte € 100,00 mehr kostet. Und auch die WBK im Scheckkartenformat soll - nach einer kurzen Übergangszeit - mehr kosten.

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Nicht wer zuerst die Waffen ergreift, ist Anstifter des Unheils, sondern wer dazu nötigt. (Niccolò Machiavelli)


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 Betreff des Beitrags: Re: Vorarlberg und die WBK ...
BeitragVerfasst: 23. November 2012, 17:45 
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Allein die Ladung zum Amtsarzt ist eine 'Horrorgeschichte' und für die Behörde eigentlich nicht zulässig. Was soll denn der bitte feststellen. Und wenn dann müsste ja der Beamte der dich dorthin schickt einen Verdacht haben. Drecksverein. Sowas macht mich jedesmal wieder sauer, wie Beamten hier von ihrem hohen Ross aus Leute rumscheuchen. Wer bezahlt eigentlich diese ungerechtfertigte Ladung zum Amtsarzt? Der Antragsteller, oder der Steuerzahler?

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 Betreff des Beitrags: Re: Vorarlberg und die WBK ...
BeitragVerfasst: 23. November 2012, 17:49 
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Zitat:
Wer bezahlt eigentlich diese ungerechtfertigte Ladung zum Amtsarzt? Der Antragsteller, oder der Steuerzahler?
Letzter.

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Gruß
Richard Temple-Murray


Cui bono?

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 Betreff des Beitrags: Re: Vorarlberg und die WBK ...
BeitragVerfasst: 23. November 2012, 19:09 
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Amtsarzt ist rechtwidrig. Wenn es geschehen ist, kann man natürlich nichts mehr machen. Und wenn man dagegen eine Berufung macht, dauert es Jahre bis der VWGH entschieden hat. So betrügt man die Bürger. Gerade in Vlbg ein Skandal, das ist ja immerhin ein seit Jahren von der ÖVP regiertes Land.


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 Betreff des Beitrags: Re: Vorarlberg und die WBK ...
BeitragVerfasst: 24. November 2012, 12:59 
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Registriert: 12. Januar 2012, 00:34
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Ich habe auch gerade meine WBK bekommen, in Innsbruck. Im gegensatz zum Threadersteller waren bei mir 280 € für das psychologische Gutachten fällig; selber schuld, weil ich mich so spät für die WBK entschieden hatte. Waffenführerschein 52 € beim Kettner, Behördengebühr identisch. Amtsarzt war nicht nötig, Meldbescheinigung auch nicht - hatte als Deutscher eigentlich damit gerechnet, aber wahrscheinlich reicht ein Blick in den Computer um festzustellen wo ich gemeldet bin. Gedauert hat es 15 Tage, da kann man sich echt nicht beschweren. Einzig dass mir die Dame von der Landespolizeidirektion zur Begründung Sportschiessen "geraten" hat fand ich etwas fragwürdig.


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 Betreff des Beitrags: Re: Vorarlberg und die WBK ...
BeitragVerfasst: 25. November 2012, 02:27 
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Beiträge: 1160
Zitat:
Einzig dass mir die Dame von der Landespolizeidirektion zur Begründung Sportschiessen "geraten" hat fand ich etwas fragwürdig.
Warum das?
Gut, wenn man ganz streng ist, hätte sie im maximalen Interesse des Antragstellers zu SV raten müssen, aber darüber sehen wir mal hinweg.

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Wolfgang


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 Betreff des Beitrags: Re: Vorarlberg und die WBK ...
BeitragVerfasst: 25. November 2012, 21:15 
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Wohnort: Wean
Wieder mal der Amtsarzt in V und 3 Monate Wartezeit für die WBK, trotzdem ist man "zufrieden". Beamtenherz, was willst Du mehr? Mit Euch Voralbergern können´s wirklich machen, was sie wollen. :roll: :roll: :roll: :roll: :roll: :roll: :roll:

Peter


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 Betreff des Beitrags: Re: Vorarlberg und die WBK ...
BeitragVerfasst: 26. November 2012, 08:02 
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WBK Ansuchen sollten eigentlich ohne Amtsarzt und in maximal 2 Wochen erledigt sein. Die brauchen im Endefekt nur zu kontrollieren ob ein Waffenverbot besteht und ob der Psychotest gefällscht wurde. Dann das Scheinchen ausdrucken und unterschreiben. Fertig.

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Lieber Gott, bitte schütze mich vor meinen Freunden, vor meinen Feinden schütze ich mich selbst!

Pirker Dietmar Nr. 6928


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 Betreff des Beitrags: Re: Vorarlberg und die WBK ...
BeitragVerfasst: 26. November 2012, 10:17 
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Registriert: 5. Mai 2011, 15:20
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Dass man wenn man die WBK haben will in Vorarlberg nicht gegen die Behörden anstinken will ist klar. Allerdings wird es wohl WBK Inhaber in Vorarlberg geben die eine/n Lebenspartner/in haben!? Am Besten diese alle zum Ansuchen der WBK schicken und dann gegen die Schikane mit dem Amtsarzt vorgehen! Auch wenns dann 6 Monate oder länger dauert, ist doch egal, irgendwann hat man dann 2 zusätzliche Plätze! Und die Behörden merken mal dass sie es nicht mit allen so machen können...
Wie lange wollts euch das alle noch gefallen lassen!?


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 Betreff des Beitrags: Re: Vorarlberg und die WBK ...
BeitragVerfasst: 26. November 2012, 11:16 
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Registriert: 25. Juli 2012, 10:06
Beiträge: 31
Ich "schwirre" schon länger hier um Forum herum und habe einige Berichte über das Erlangen der WBK gelesen. Es wurde zwar jedesmal betont, dass die Untersuchung durch den Amtsarzt (ohne Veradcht oder Grund) nicht zulässig ist, allerdings wollte ich die ganze Geschichte auch nicht unnötig in die Länge ziehen. Sich darüber aufzuregen hätte mir nämlich genau garnichts gebracht. "Es gibt Fälle, in denen vernünftig sein, feig sein heißt." (Marie von Ebner-Eschenbach)

Hätte die Befürwortung durch die Polizei nicht so lange gedauert und hätte ich nicht zum Amtsarzt müssen, wäre die Sache wahrscheinlich in einem Monat erledigt gewesen. So hat es eben drei Monate gedauert. Da ich es nicht eilig hatte und durch die Berichte aus dem "Ländle" auch keine hohen Erwartungen hatte, bin ich zufrieden. Bis auf die unnötige Untersuchung durch den Amtsarzt kann ich der BH und auch der Sachbearbeiterin (die wahrscheinlich auch nur nach Vorgaben handelt) nichts vorwerfen.

Aber eigentlich wollte ich nur meine Erfahrung mit Euch teilen und keine Diskussion darüber lostreten, was wir Gsiberger uns alles gefallen lassen (müssen). Wegen einem Monat mehr Wartezeit und einer Stunde beim Amtsarzt wollte ich mich ehrlich gesagt nicht mit der BH "anlegen". Und die Lebenspartnerin (und die inzwischen 450 Euro) hernehmen um mit der BH zu streiten, darauf habe ich ehrlich gesagt auch keine Lust. Ich habe meine WBK ohne Stress und Ärger bekommen und damit hat es sich für mich ...

Und jetzt freue ich mich aufs Schießen mit meiner Glock 17 Gen2, die ich dafür viel schneller als gedacht und auch noch (meiner Meinung nach) sehr günstig bekommen habe. :) Und wenn's gut läuft, kommt bald ein Griffstück der Gen3 dran und ein Tritium-Visier drauf ... :wink:

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 Betreff des Beitrags: Re: Vorarlberg und die WBK ...
BeitragVerfasst: 26. November 2012, 11:24 
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Das ist schon klar und jeder der das so löst, hat natürlich recht. Dennoch sollten die Vorarlberger etwas gemeinsam unternehmen. Also ein Schreiben mit allen Unterschriften an die BH und an den LH.


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 Betreff des Beitrags: Re: Vorarlberg und die WBK ...
BeitragVerfasst: 26. November 2012, 11:49 
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"Bis auf den Amtsarzt kann man ihr nichts vorwerfen." Was hätte sie denn noch alles anstellen können. Schlimm genug, dass Beamte mit bestem Wissen das Gesetz brechen, und alle ziehen den Schwanz ein, weil man ja von diesen Steuergeldverschwendern was haben will. Ich erwarte von einem Beamten, dass er seine Arbeit so macht wies vorgesehen ist. Und gelobt wird er wenns deutlich besser als _vorgesehen_ abläuft, und nicht wenn er 'nur' in einem Punkt das Gesetz gebrochen hat, anstatt in mehreren.

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 Betreff des Beitrags: Re: Vorarlberg und die WBK ...
BeitragVerfasst: 26. November 2012, 12:06 
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Nachdem was ich hier schon gelesen habe, hätte sie wegen der Begründung oder der Anzahl "Mäuse" machen können. Auch wenn das genauso wenig rechtens gewesen wäre.

Und gelobt habe ich hier weder die BH noch die Sachbearbeiterin, wobei diese wahrscheinlich garnicht mal viel dafür kann, da sie auch nur nach Anweisung von oben handelt.

Nochmal, ich habe mich mit der Untersuchung durch den Amtsarzt abgefunden, weil ich - meiner Meinung nach - ohne großen Aufwand nicht viel dagegen tun hätte können.

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 Betreff des Beitrags: Re: Vorarlberg und die WBK ...
BeitragVerfasst: 26. November 2012, 12:36 
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Da hast natürlich vollkommen recht.
Ich hatte bei meiner WBK auch einen relativ kurze Wartezeit, bei der Erweiterung ebenso.
Und natürlich ist es verständlich dass man die Schikane hinnimmt, denn sonst kannst sicher sein dass 6 Monate warten darfst und eine spätere Erweiterung ist dann sicher auch mehr als schwierig.
Aber trotzdem musst zugeben dass diese Schikane mit dem Amtsarzt eine Frechheit ist, oder?
Daher sollten eben wirklich mal die Waffenbesitzer in Vorarlberg da was dagegen unternehmen. Denn wenn alle immer nur kuschen wird sich nicht viel ändern. Momentan ist es eben "nur" der Amtsarzt. Wer sagt aber nicht dass sie sich in Zukunft bei Erweiterungen dann nicht auch wieder was "spezielles" einfallen lassen?


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 Betreff des Beitrags: Re: Vorarlberg und die WBK ...
BeitragVerfasst: 26. November 2012, 12:41 
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User "zakrajsek" hat vor garnicht allzu langer Zeit in einem Beitrag zum selben Thema geschrieben:

"Was soll man raten? Zum Amtsarzt gehen und die WBK bekommen oder nicht hingehen und bis zum VwGH gehen (dauert zwei bis 3 Jahre) und so lange auf die WBK warten? Man könnte auch zum Amtsarzt gehen, die WBK in Empfang nehmen und dann die Waffenbehörde wegen Amtsmißbrauch anzeigen. Was da herauskommt, weiß ich natürlich nicht. Wahrscheinlich nichts."

Ich habe mich also entschieden, mich an Franz von Assisi zu halten: "Herr, gib mir die Kraft, die Dinge zu ändern, die ich ändern kann, die Gelassenheit, das Unabänderliche zu ertragen und die Weisheit, zwischen diesen beiden Dingen die rechte Unterscheidung zu treffen."

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