Aktuelle Zeit: 15. November 2019, 22:03

Alle Zeiten sind UTC+02:00




Ein neues Thema erstellen  Auf das Thema antworten  [ 10 Beiträge ] 
Autor Nachricht
BeitragVerfasst: 1. Oktober 2018, 12:29 
Offline

Registriert: 25. Februar 2007, 21:44
Beiträge: 166
Es wurde in diesem Forum schon einige Male gefragt: Wann muss ich eine große Menge Munition melden?

Eindeutig ab 5.000 Stück, so zumindest die bisherigen Antworten.

Nehmen wir folgenden Fall (nur hypothetisch!): Besuch des Ortpolizisten als ausführendes Organ der BH. Ich habe 3.500 Patronen. Polizist: Mein Vorgesetzter ist der Meinung, dass 3.000 Schuss eine große Menge sind und daher gemeldet werden müssen! Punktum!

Wo steht aber die Definition einer großen Menge?

Waffengesetz 1996, § 41 Abs. 1: "Wer - aus welchem Grunde immer - 20 oder mehr Schußwaffen in einem räumlichen Naheverhältnis zueinander oder Munition in großem Umfang verwahrt, hat darüber die für den Verwahrungsort zuständige Behörde in Kenntnis zu setzen und ihr mitzuteilen, ..."
Also keine exakte Menge!

1. Waffengesetz-Durchführungsverordnung
Keine Bezugnahme auf Lagerung großer Mengen Waffen/Munition

2. Waffengesetz-Durchführungsverordnung in der Fassung vom 1. Oktober 2018 (https://www.ris.bka.gv.at/GeltendeFassu ... r=10006074)
Keine Bezugnahme auf Lagerung großer Mengen Waffen/Munition

Ich würde im obigen Fall gerne Antworten: Gemäß dem Waffengesetz/Durchführungsverordnung/sonstige rechtliche Regelung, § XX, Absatz YY wurde bestimmt, dass 5.000 Stück Munition als große Menge gelten. Meine 3.500 Stück sind daher nicht meldepflichtig - schönen Gruß an Ihren Vorgesetzten!

Meine Frage daher: Wo steht es geschrieben?


Nach oben
   
BeitragVerfasst: 1. Oktober 2018, 16:02 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: 16. Februar 2011, 12:57
Beiträge: 2519
Wohnort: Niederösterreich
Wenn du ein KK Gewehr und eine Flinte zum Tontaubenschiessen hast würde ich den Polizisten auslachen. ;)

_________________
Lieber Gott, bitte schütze mich vor meinen Freunden, vor meinen Feinden schütze ich mich selbst!

Pirker Dietmar Nr. 6928


Nach oben
   
BeitragVerfasst: 1. Oktober 2018, 23:47 
Offline

Registriert: 17. Februar 2011, 00:40
Beiträge: 224
Wohnort: wien
Hej,

damit du auch eine Antwort auf deine Frage erhältst, zu diesem Thema gibt es viel in diesem Forum, einfach über die Suchfunktion z.b. nach "5000 Munition" suchen und schon findest du eine Menge. Es gibt nur einen "Runderlass". Diesen gab es mal auf der IWÖ Page verlinkt:

Runderlass 13.000-1184 - Stand 1.1.2005


Aber am ehesten wird es dieser Thread beantworten:

viewtopic.php?f=2&t=3346&hilit=5000+munition

viewtopic.php?f=13&t=22417&p=229805&hil ... on#p229805



Zitat:
3. Munition in großem Umfang
Von einer nachgeordneten Behörde wurde die Frage aufgeworfen, ab welcher
Größenordnung von „Munition in großem Umfang“ im Sinne des § 41 Abs. 1 WaffG
gesprochen werden kann.
Dazu wird nachstehende Rechtsansicht vertreten:
Das Waffengesetz selbst und auch die Regierungsvorlage zum Waffengesetz 1996
geben keine Auskunft, ab welcher Stückanzahl eine Meldepflicht gem. § 41 WaffG
besteht.
Ausgehend von der Intention dieser Gesetzesbestimmung wird von ho. die Ansicht
verteten, dass jedenfalls bei Bereithalten von zumindest 5.000 Schuss Munition,
unabhängig von Art und Kaliber, die Meldeverpflichtung gem. § 41 WaffG gegeben
ist.
Selbstverständlich ist Munition unabhängig von der Anzahl in jedem Fall sorgfältig zu
verwahren.


lg

_________________
-I=I====>leben und leben lassen<====I=I-

Steyr AUG Z
Glock 17


Nach oben
   
BeitragVerfasst: 2. Oktober 2018, 07:44 
Offline

Registriert: 4. Januar 2006, 19:53
Beiträge: 3601
Dazu nochmals der Hinweis: Bei Schusswaffen sind die erstmalige Überschreitung der Stückzahl sowie jede Verdoppelung zu melden; bei Munition reicht eine einmalige Meldung beim erstmaligen Überschreiten der 5.000 Schuss.

_________________
MgNr 3730

„Lösungen mathematischer Probleme werden nicht durch Abstimmung entschieden.“ – Marilyn vos Savant

"Ich trage eine Waffe weil mir ein Polizist zu schwer ist."

"L'Etat n'est plus nous."


Nach oben
   
BeitragVerfasst: 2. Oktober 2018, 21:08 
Offline

Registriert: 16. November 2011, 18:41
Beiträge: 562
Ein ordentlicher KK Einkauf einer passenden Laborierung bietet ist übrigens eine gute Gelegenheit, die 5000er Hürde unkompliziert zu knacken.


Nach oben
   
BeitragVerfasst: 4. Oktober 2018, 19:55 
Offline

Registriert: 25. Februar 2007, 21:44
Beiträge: 166
Besten Dank für eure Rückmeldungen, besonders der Hinweis auf den Runderlass! Da ich der 5000er-Grenze nur bei besonders günstigen Sonderangeboten nahe komme, sollte diese Grenze im Regelfall kein Problem darstellen. Da die Munition locker in den Waffenschrank passt, wollte ich nur ein offizielles Regelwerk wissen, auf das ich einen nicht so sattelfesten Polizisten hinweisen kann (soll es ja angeblich auch hin und wieder geben). Die bisherigen Kontrollen waren übrigens alle korrekt und freundlich (nur ein Mal wollte ein leicht mürrischer Beamter wissen "wozu brauchens des!"; ein weiteres Mal lief mir ein junger Polizist nach, um einen Blick in den Waffenschrank zu werfen - war wohl sehr neugierig!). War aber letztendlich auch kein Problem.


Nach oben
   
BeitragVerfasst: 5. Oktober 2018, 08:03 
Offline

Registriert: 4. Januar 2006, 19:53
Beiträge: 3601
In den Waffenschrank hineinschauen ist nicht erlaubt. Auch nicht von außen fotografieren. Man muss nur die Waffen Kat B (und ggf. Kat A) vorweisen und die Aufbewahrung dartun.

_________________
MgNr 3730

„Lösungen mathematischer Probleme werden nicht durch Abstimmung entschieden.“ – Marilyn vos Savant

"Ich trage eine Waffe weil mir ein Polizist zu schwer ist."

"L'Etat n'est plus nous."


Nach oben
   
BeitragVerfasst: 22. Januar 2019, 03:37 
Offline

Registriert: 7. Dezember 2016, 17:30
Beiträge: 16
Auch zu dem Thema würde ich gerne eine Zusatzfrage stellen:

Vor einigen Jahren habe ich meine Behörde über die größere Stückzahl informiert. Es kamen zwei Beamte, schauten sich den Lagerort an und abschließend bekam ich Bescheid, es spräche nichts dagegen.

Demnächst ziehen wir um in eine andere Stadt im Bundesgebiet. Muss ich diese Meldung dann der neuen Behörde wiederholen?


Nach oben
   
BeitragVerfasst: 22. Januar 2019, 10:42 
Offline

Registriert: 4. Januar 2006, 19:53
Beiträge: 3601
Zitat:
Auch zu dem Thema würde ich gerne eine Zusatzfrage stellen:

Vor einigen Jahren habe ich meine Behörde über die größere Stückzahl informiert. Es kamen zwei Beamte, schauten sich den Lagerort an und abschließend bekam ich Bescheid, es spräche nichts dagegen.

Demnächst ziehen wir um in eine andere Stadt im Bundesgebiet. Muss ich diese Meldung dann der neuen Behörde wiederholen?
Da an einem "neuen" Ort verwahrt werden wird und auch dort die Meldegrenze des §41(1) WaffG überschritten werden wird, ist dafür eine Meldung erforderlich. Dabei kann man sich darauf beziehen, dass sich die Lagerung gegenüber dem vorigen, genehmigten Sicherheitsstand nicht verschlechtert.

Vom Zeitpunkt der Meldung hat die Behörde 6 Monate Zeit, um die Verwahrungsmöglichkeit zu begutachten und eventuell notwendige Verbesserungen (mit angemessener Fristsetzung) mittels Bescheid vorzuschreiben; ansonsten gilt die Lagerung als genehmigt.

_________________
MgNr 3730

„Lösungen mathematischer Probleme werden nicht durch Abstimmung entschieden.“ – Marilyn vos Savant

"Ich trage eine Waffe weil mir ein Polizist zu schwer ist."

"L'Etat n'est plus nous."


Nach oben
   
BeitragVerfasst: 22. Januar 2019, 13:47 
Offline

Registriert: 7. Dezember 2016, 17:30
Beiträge: 16
Vielen Dank!


Nach oben
   
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:  Sortiere nach  
Ein neues Thema erstellen  Auf das Thema antworten  [ 10 Beiträge ] 

Alle Zeiten sind UTC+02:00


Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast


Sie dürfen keine neuen Themen in diesem Forum erstellen.
Sie dürfen keine Antworten zu Themen in diesem Forum erstellen.
Sie dürfen Ihre Beiträge in diesem Forum nicht ändern.
Sie dürfen Ihre Beiträge in diesem Forum nicht löschen.

Suche nach:
Gehe zu:  
Powered by phpBB® Forum Software © phpBB Limited
Deutsche Übersetzung durch phpBB.de
Datenschutzhinweise