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 Betreff des Beitrags: Waffengesamtlänge Kategorie C
BeitragVerfasst: 15. März 2008, 18:43 
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Hallo,

Nachdem das WaffG bei Kategorie C-Waffen nur von einer Gesamtlänge von mindestens 60 Zentimeter spricht, eine Frage hierzu.

Inwieweit muss diese Gesamtlänge erreicht werden? Speziell im Bezug auf Revolver, die über 60 cm ja unter Kategorie C fallen gibt es hierbei mehrere Lösungsansätze. Von einem tschechischen Hersteller gibt es etwa längerläufige Revolver mit Anschlagschaft anstelle von Griffschalen.

Da man den Schaft absägen könnte, stellt sich mir die Frage ob dies ausreicht um aus der Kat.-C eine Kat.-B zu machen.

Ebenfalls habe ich bei einem deutschen Revolverhersteller gesehen dass dieser massive Metallstangen mit Gewicht am Ende an den Rahmen unten anschweißt, damit die Waffe über 60 cm Gesamtlänge kommt - und somit in England erworben werden kann.
Eine Metallsäge vorausgesetzt kann man natürlich wieder schnell eine Kat.-B draus machen. Aber wenn es sogar in England anerkannt wird .. ?!

Die Möglichkeit eine Griffschale mittels eines Anschlagschaftes ersetzen wohl nicht anerkannt wird, leuchtet mir ein. Aber wie sieht es aus wenn ich einem Kategorie-B Revolver einen Anschlagschaft anschweiße, wer bestätigt dann dass aus der Kat.-B eine Kat.-C wurde (falls es geht)?

Georg

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BeitragVerfasst: 15. März 2008, 19:00 
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Also, ich finde, auch wenn man einen Revolver künstlich auf über 60 cm verlängert, so ist es noch immer eine Kat.B-Waffe, da die Waffe ja immer noch halbautomatisch schießt. Ist dann zwar keine Faustfeuerwaffe mehr, aber ein Halbautomat. Und der ist ja auch Kat. B.
Oder irre ich mich da jetzt?


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BeitragVerfasst: 15. März 2008, 19:07 
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Nicht wenn es ein Single-Action ist oder? Dann ists ein Repetierer..

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BeitragVerfasst: 15. März 2008, 19:15 
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Zitat:
Also, ich finde, auch wenn man einen Revolver künstlich auf über 60 cm verlängert, so ist es noch immer eine Kat.B-Waffe, da die Waffe ja immer noch halbautomatisch schießt. Ist dann zwar keine Faustfeuerwaffe mehr, aber ein Halbautomat. Und der ist ja auch Kat. B.
Oder irre ich mich da jetzt?
Nein, Revolver ist unabhängig von SA/DA niemals halbautomatisch. Der nächste Schuss wird erst bei Betätigung des Abzuges geladen, und genau dies passiert bei Halbautomaten in umgekehrter Reihenfolge. Aber das hatten wir bereits einmal in einem anderen Thread geklärt. Bitte ggf. dort disktuierten, ich suche hier Antworten auf die Längen-Bestimmung.

Georg

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BeitragVerfasst: 15. März 2008, 19:46 
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ich sags mal so, bei einer flinte kann ich auch mit einer billigen metallsäge vom baumarkt den lauf sowie den schaft absägen und erhalte eine kat A waffe.

ich würde sagen, sobald eine metallstange angeschweißt wurde, sollte es kein problem sein.

mein vorschlag daher, eine gewindestange auf dem griffstück anschweißen, einen anschlagschaft mit einen entsprechendem loch, ähnlich einem flintenschaft, drüberstülpen und von hinten mittels mutter und beilagscheibe anschrauben. sollte man die mutter lösen und den schaft entfernen, hätte das teil noch immer eine gesamtlänge von >60cm. könnte man zwar mittels eisensäge entfernen, aber siehe hier gegenargument mit flintenlauf und eisensäge. absägen kann man nämlich alles!

mfg stefan

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BeitragVerfasst: 15. März 2008, 20:03 
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Zitat:
Nein, Revolver ist unabhängig von SA/DA niemals halbautomatisch.
Stimmit mit einigen Ausnahmen - Webley Fosbery, Mateba, ??


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BeitragVerfasst: 16. März 2008, 04:49 
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Ich verstehe den Sinn dieser Aktion nicht :? .
Wenn du einen Revolver beim Händler oder privat kaufst, brauchst du eine WBK oder einen WP und belegst einen Platz. Wenn du deinen schon vorhandenen Revolver auf über 60cm verlängerst bekommst du den Platz ja nicht frei. Du kannst ja nicht den Kat.B Revolver bei der Behörde auf Kat.C(die ursprüngliche Einstufung der Originalwaffe ist für die Behörde entscheidend) ummelden und für die Munition* brauchst du sowieso eine WBK/WP.

* In den 80ern sah ich auf einer Messe eine Einzelanfertigung mit Kal.308Win und 5Schuss Trommel. Sonst kenne ich keinen Revolver mit Gewehrmunition.

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IWÖ Nr. 5275
Der beste Schutz gegen ein totalitäres Regime ist eine bewaffnete Bevölkerung


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BeitragVerfasst: 16. März 2008, 08:59 
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Theoretisch ist ein Revolver mit >60cm Gesamtlänge Kat. C (abgesehen von den von Dave erwähnten HA-Revolvern, (Selbstlader => Kat. B) oder evtl. Schrotrevolvern (~Repetierflinte => Kat. B - oder A, siehe §17)).
Was man mit Hilfe einer Metallsäge o.Ä. daraus machen könnte, ist irrelevant (andernfalls könnte man auch gleich alle Repetiergewehre als Kriegsmaterial einstufen - man braucht ja "nur" einen Motor anzuhängen...)

Allerdings müßte es schon eine Neufertigung sein, kein Umbau - die Behörde wird sich kaum darauf einlassen, eine einmal als Kat. B eingetragene Waffe "herunterzustufen".

Ein anderes potentielles Problem an der Sache ist §2(2) - kritische Teile (Lauf, Verschluss, Trommel) werden vom Gesetz genau so behandelt wie die Waffe, zu der sie gehören.
Durchaus möglich, dass dann zwar die Waffe als solche Kat. C ist, aber ein Teil davon einen WBK-Platz verbraucht - wenn sich der Beamte dabei witzig vorkommt, könnte es sogar sein, dass man am Ende mit einer "Kat. C Waffe" dasteht, die aber 2 WBK-Plätze verbraucht - für Lauf und Trommel jeweils einen...


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BeitragVerfasst: 16. März 2008, 12:29 
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Zitat:
Ich verstehe den Sinn dieser Aktion nicht :? .
Wenn du einen Revolver beim Händler oder privat kaufst, brauchst du eine WBK oder einen WP und belegst einen Platz. Wenn du deinen schon vorhandenen Revolver auf über 60cm verlängerst bekommst du den Platz ja nicht frei. Du kannst ja nicht den Kat.B Revolver bei der Behörde auf Kat.C(die ursprüngliche Einstufung der Originalwaffe ist für die Behörde entscheidend) ummelden und für die Munition* brauchst du sowieso eine WBK/WP.
Genau darum geht es mir - kann ein BüMa oder ein Händler einen Revolver so verlängern dass er dann die Waffe herunterstufen kann?
Es ist auch nicht die Munition ein Problem, es geht darum ob die Waffe einen WBK-Platz belegt oder nicht.
Zitat:
Ein anderes potentielles Problem an der Sache ist §2(2) - kritische Teile (Lauf, Verschluss, Trommel) werden vom Gesetz genau so behandelt wie die Waffe, zu der sie gehören.
Wenn sie aber zu einer Kat.-C Waffe gehören sind sie ja auch nur meldepflichtig. Wie wäre das ansonsten bei den ab Werk erhältlichen Revolvergewehren die ja legal im Umlauf sind?

Georg

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BeitragVerfasst: 16. März 2008, 12:46 
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Zitat:
...mit einer "Kat. C Waffe" dasteht, die aber 2 WBK-Plätze verbraucht - für Lauf und Trommel jeweils einen...
also das ist mit abstand der grösste blödsinn, den ich bis jetzt gehört hab, wenns um einstufungsänderungen von waffen geht!

auch wenn teile einen platz belegen, dann gemeinsam einen - siehe wechselsysteme - lauf + verschluss -> 1 platz, wird aber meistens sogar als zubehör zur waffe eingetragen, wenns um kat. b geht!

_________________
kein ß!!!


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BeitragVerfasst: 16. März 2008, 16:51 
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Beiträge: 144
Zitat:
Zitat:
Ein anderes potentielles Problem an der Sache ist §2(2) - kritische Teile (Lauf, Verschluss, Trommel) werden vom Gesetz genau so behandelt wie die Waffe, zu der sie gehören.
Wenn sie aber zu einer Kat.-C Waffe gehören sind sie ja auch nur meldepflichtig. Wie wäre das ansonsten bei den ab Werk erhältlichen Revolvergewehren die ja legal im Umlauf sind?

Georg
So weit ich weis, sind deren Teile üblicherweise nicht baugleich mit denen von "kurzen" Revolvern.
Zitat:
Zitat:
...mit einer "Kat. C Waffe" dasteht, die aber 2 WBK-Plätze verbraucht - für Lauf und Trommel jeweils einen...
also das ist mit abstand der grösste blödsinn, den ich bis jetzt gehört hab, wenns um einstufungsänderungen von waffen geht!

auch wenn teile einen platz belegen, dann gemeinsam einen - siehe wechselsysteme - lauf + verschluss -> 1 platz,...
Zugegeben, es ist die brutalste mögliche Interpretation des Gesetzes.
Und unsere netten, bürgerfreundlichen Beamten würden sich sicherlich niemals zu solch einer niederträchtigen Schickane herablassen...
Zitat:
... wird aber meistens sogar als zubehör zur waffe eingetragen, wenns um kat. b geht!
Weil das ausdrücklich so im Gesetz steht: Teile von genehmigungspflichtigen Waffen brauchen dann (und nur dann!) keine eigene Genehmigung, wenn sie Zubehör einer solchen (d.h. genehmigungspflichtigen) Waffe des Besitzers sind.


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BeitragVerfasst: 16. März 2008, 17:50 
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Zitat:
So weit ich weis, sind deren Teile üblicherweise nicht baugleich mit denen von "kurzen" Revolvern.
Ich kenne da diverse Modelle die sich wirklich nur in der Lauflänge unterscheiden, habe da letztens einen von Reck gesehen der hatte nur abweichend einen längeren Lauf.
Zitat:
Weil das ausdrücklich so im Gesetz steht: Teile von genehmigungspflichtigen Waffen brauchen dann (und nur dann!) keine eigene Genehmigung, wenn sie Zubehör einer solchen (d.h. genehmigungspflichtigen) Waffe des Besitzers sind.
.. und es ist ja dann Teil einer nicht-genehmigungspflichtigen Waffe wenn es Kategorie C ist. Wenn es auswechselbar mit einer scharfen Waffe ist - tja, da steht ich dann auch auf der Leitung.

Georg

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BeitragVerfasst: 19. März 2008, 18:03 
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Noch eine Frage zur Waffenlänge:

Gilt bei Waffen mit Klapp- oder Einschubschaft die Länge bei angeklapptem/eingeschobenem Schaft, oder bei voll ausgezogenem/ausgeklapptem Schaft?

Georg

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BeitragVerfasst: 19. März 2008, 20:45 
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eigentlich beide. repetierer mit klappschaft ausgeklappt --> kat C. sobald klappschaft aber eingeklappt ist, also <60cm --> kat B. da man dies aber schlecht exekutieren kann gilt die höherwertige kategorie. ergo immer kat B.

logisch, oder?

mfg stefan

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BeitragVerfasst: 20. März 2008, 01:12 
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Ja, danke. Schade. Dann muss ich es so gestalten dass es genau über 60cm eingeklappt hat.

Georg

*edit*

Kann ich eine Kat.B Langwaffe (zB KK-Halbautomat) so auf Klappschaft umrüsten dass es entweder FFW (also unter 60cm) oder Langwaffe (über 60cm) ist, oder ergibt das auch Probleme?

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