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 Betreff des Beitrags: Schieß- und Sprengmittelgesetz
BeitragVerfasst: 4. April 2008, 12:55 
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Servus,
Zitat:
Schieß- und Sprengmittelgesetz

http://www.ris2.bka.gv.at/Dokument.wxe? ... 68242be562

oder nach Index: 41/04 auf http://www.ris2.bka.gv.at/Bundesrecht/ suchen
genau dort, oder das gesamte: Schieß- und Sprengmittelgesetz


MfG - Jogi

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- Priv. Schützengesellschaft Braunau 1403
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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 4. April 2008, 12:58 
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Zitat:
2 Fragen:

a) zählen zu den 5000 auch Luftgewehrdiabolos?
b) gibts eine absolute Obergrenze, wieviel Munition man lagern darf, oder ist ab gemeldeten 5000 dann egal, wieviel man hat?

Grüße!
Jürgen
Luftgewehrdiabolos fallen nicht darunter ... da sind ja keine treibenden Elemente (Pulver, Zündhütchen) vorhanden,
lediglich das Geschoss ... und das allein wird nicht waffenrechtlich geregelt
Zitat:
§ 4. Munition ist ein verwendungsfertiges Schießmittel, das seinem Wesen nach für den
Gebrauch in Schusswaffen bestimmt ist.
1. Änderung gegenüber dem WaffG 1986
Mit dieser Definition wird ein möglichst umfassender Munitionsbegriff im neuen
Waffengesetz verankert. Diese Bestimmung wird einerseits künftige Entwicklungen
auf dem Munitionssektor abdecken und andererseits Abgrenzungs- und
Interpretationsprobleme vermeiden.
Schießmittel wird in § 1 Schieß- und Sprengmittelgesetz (BGBl.Nr. 196/1935,
zuletzt geändert durch das Bundesgesetz BGBl.Nr. 521/1994) als Erzeugnis
definiert, das bei willkürlich auslösbarer chemischer Zustandsänderung derart
Energie frei werden lässt, dass Geschosse einer Feuerwaffe angetrieben
werden können.
Unter "verwendungsfertigem" Schießmittel ist nicht die Pulverladung allein zu
verstehen, sondern die Gesamtheit des Gegenstandes, die den Gebrauch in einer
Schusswaffe erst ermöglicht.
Gegenüber der bisherigen Definition bietet die nun normierte den Vorteil, dass
alle Gegenstände erfasst werden, von denen tatsächlich eine waffenpolizeilich
relevante Gefahr ausgeht. Das Geschoß allein, das nach § 4 WaffenG 1986 -
selbst wenn es sich nur um eine Bleikugel handelt - als Munition gilt, ist an sich
noch nicht gefährlich und daher auch nicht waffenrechtlichen Regelungen zu
unterwerfen
; dasselbe gilt auch für Knallpatronen.
Anmerkung: beachte aber das Verbot des Besitzes von Knallpatronen für
Jugendliche (§ 11 Abs.1)


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BeitragVerfasst: 4. April 2008, 13:11 
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Beiträge: 3190
OK.

Leider werde ich aus den geposteten Gesetzestexten nicht wirklich schlau, was die Lagerung von Zündhütchen angeht. Gibts da auch Höchstlagermengen, wißt ihr das?

Danke euch!
Jürgen


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BeitragVerfasst: 4. April 2008, 13:16 
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Registriert: 4. Januar 2006, 19:53
Beiträge: 3609
Sobald man mehr als 5000 Schuß Munition (egal welchen Kalibers) hat, muß man melden. (Das kann auch bei 4.000 lagernd plus 10.000 - weil günstiges Angebot - passieren, die Meldung lautet diesfalls eben auf 14.000; man kann auch eine höhere beabsichtigte Anzahl melden, riskiert aber damit Auflagen).

Die Behörde kann eine Überprüfung der Verwahrung vornehmen (unabhängig von einer eventuell erst kürzlich erfolgten "regelmäßigen Überprüfung der Verwahrung") und gegebenenfalls Auflagen erteilen. Dafür hat sie nach Grundsätzen des Verwaltungsrechtes 6 Monate Zeit - danach gilt, da nicht zwingend ein Bescheid erfolgen muß, eine stillschweigende Genehmigung.

Das Unterlassen der Meldung nach §41 ist eine Verwaltungsübertretung (§51 (1) Z 8 ).

Munition für Waffen mit "kalten Gasen" (Druckluft, Federdruckluft, CO2) zählt laut §45(3) nicht dazu, da für diese Waffen der §41 (Meldepflicht) nicht gilt.

In Gebinden gelagertes Schwarzpulver und Nitropulver fallen nicht unter den Munitionsbegriff des WaffG (sie sind nicht "schießfertig"), möglicherweise gibt es im Sprengmittelgesetz dafür Vorschriften.

Der Besitz von nach dem WaffG verbotenen Gegenständen ist gerichtlich strafbar (§50 (1) Z 2) und lässt Zweifel an der Verlässlichkeit Gem §8 (1) Z 3 aufkommen.

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MgNr 3730

„Lösungen mathematischer Probleme werden nicht durch Abstimmung entschieden.“ – Marilyn vos Savant

"Ich trage eine Waffe weil mir ein Polizist zu schwer ist."

"L'Etat n'est plus nous."


Zuletzt geändert von Gunter am 4. April 2008, 13:24, insgesamt 1-mal geändert.

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BeitragVerfasst: 4. April 2008, 13:19 
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Wohnort: Im Reiche des Steinadlers
Danke, Freunde für Eure Antworten.
Ich wusste doch, auf Euch ist Verlass!
Deshalb ein dickes Bild
von meiner Seite.

LG
Old Sam

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LG Old Sam
StyriaMountainMen


IWÖ Nr.: 2940


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BeitragVerfasst: 4. April 2008, 13:29 
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:oops:
Aber beim Kauf gabs doch was mit 2000, oder bin ich da total wirr.


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 Betreff des Beitrags: Re: Patronen im Haushalt
BeitragVerfasst: 5. April 2008, 00:03 
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Zitat:
Er, der Büchser kenne jemanden persönlich, der habe zuviel daheim gelagert ( eben 4000) und bei der Überprüfung sei das an den Tag gekommen und danach die WBK eingezogen worden. Obwohl dieser Schütze aktiver IPSCler gewesen sei und 3-4000 Schuß locker in ein bis zwei Monaten verbraten hat.
Weiters sei er mit einem Waffenverbot belegt worden.
Bravo! Vorschrift ist Vorschrift, das muss natürlich durchgezogen werden, ohne Rücksicht auf Verluste. Bürokraten im Amoklauf sozusagen.

Trenck

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Als "Kleinbürger mit Abstiegsängsten" bezeichnet die Gesinnungspresse Menschen, die ihr Leben mit Arbeit verbringen, aber keine Neigung verspüren, für noch mehr fremder Leute Rechnungen aufzukommen.
Michael Klonovsky


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 5. April 2008, 10:10 
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Wobei sich eigentlich fragt, warum man derartige Munitionsbestände ( wenn man sie schon zufällig hat ) unbedingt neben der zu überprüfenden Waffe lagern muß.
Es gibt andere Möglichkeiten.
Und eine Überprüfung ist keine Hausdurchsuchung ..


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 5. April 2008, 10:47 
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Wohnort: südlich von Wien
Zitat:
Wobei sich eigentlich fragt, warum man derartige Munitionsbestände ( wenn man sie schon zufällig hat ) unbedingt neben der zu überprüfenden Waffe lagern muß.
Es gibt andere Möglichkeiten.
Und eine Überprüfung ist keine Hausdurchsuchung ..
Wenn man einen guten Waffenschrank hat, ist das natürlich der beste Lagerort. Schlimm genug, dass man sich bezüglich des Lagerortes der Munition mehr Sorgen wegen der "Staatsorgane" als wegen Einbrechern machen muss.

Trenck

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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 5. April 2008, 19:35 
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§41(1) spricht von " ... Munition in großem Umfang verwahrt ... "
Laut Runderlaß ist dies jedenfalls ab einer Menge von 5000 Stk. der Fall.
Darüber muß eine formlose Meldung bei der zuständige Behörde erfolgen. Eine Angabe über die Stückzahl, die man beabsichtigt zu lagern ist nicht erforderlich. Es reicht, wenn man angibt, daß man eine Lagerung von einer größeren Menge an Munition ab einen gewissen Zeitpunkt (Datum) beabsichtigt. Sinnvollerweise wird man auch auf die Art der Verwahrung und die Sicherungsmaßnahmen hinweisen. Die Behörde kann (muß aber nicht) die Verwahrung überprüfen und gegebenenfalls Auflagen zur sicheren Verwahrung vorschreiben.
Hört man nichts von der Behörde kann ab den angegebenen Datum lustig drauf los gelagert werden.

sg

BF

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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 6. April 2008, 14:14 
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Registriert: 4. Januar 2006, 20:12
Beiträge: 4597
Zitat:
Schlimm genug, dass man sich bezüglich des Lagerortes der Munition mehr Sorgen wegen der "Staatsorgane" als wegen Einbrechern machen muss.
Richtig, aber wer sagt, daß unser Staatsystem das beste sei ?

Und nachdem die Munition nicht registriert ist, kann ich sie auch in einer Holzkiste aufbewahren.
Ist vielleicht auch besser ( Verdämmung )


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