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BeitragVerfasst: 12. April 2008, 13:35 
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Zitat:
Muss man sich eigentlich fair und sportlich verhalten oder darf man auch hinterhältig Nothilfe leisten ???

Ich meine jetzt den Fall der Nachbarin auf der der Bösewicht schon zu liegen gekommen ist.

Naja, die Unterhose würd ich ihm schon hochziehn lassen.
Im ernst, denk nicht daß es in einer Gefahrensituation um fairnis geht, ees ist ja auch nicht fair sich einfach auf die Nachbarin zu legen, zumindest nicht ohne ihrer Einwilligung


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BeitragVerfasst: 12. April 2008, 22:09 
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Beiträge: 812
Zitat:
Wenn sich ein Exekutivbeamter nicht entsprechend zu erkennen gibt, so liegt die Schuld bei der Behörde.
Und die Behörde hat dann einen Totschlag ? zu verantworten.
Meines Erachtens hat die Behörde ganz grundsätzlich solche Fehleinsätze und alle daraus resultierenden Folgen voll zu verantworten. Ein Beamter kann sich unter diesen Umständen gar nicht "entsprechend" zu erkennen geben, denn was immer er auch anhat oder tut oder brüllt - ein Krimineller könnte das hinreichend ähnlich auch tun, und es ist einem unschuldig in seiner Wohnung Angegriffenen sicher nicht zuzumuten, auf angemessene Verteidigungsmaßnahmen zu verzichten, um erst einmal die Situation zu klären (anders ein Schuldiger, der ja mit Polizeieinsatz gegen ihn rechnen muß). Von psychologischen Phänomenen wie Tunnelwahrnehmung einmal ganz abgesehen.


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BeitragVerfasst: 12. April 2008, 22:11 
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Registriert: 4. Januar 2006, 20:08
Beiträge: 812
Zitat:
Im ernst, denk nicht daß es in einer Gefahrensituation um fairnis geht, ees ist ja auch nicht fair sich einfach auf die Nachbarin zu legen, zumindest nicht ohne ihrer Einwilligung
Natürlich nicht. Angemessenheit ist gefordert, nicht Fairneß. Bei Nothilfe wird man sich klugerweise nach Möglichkeit immer von hinten heranmachen.


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BeitragVerfasst: 12. April 2008, 23:19 
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Registriert: 21. Juli 2006, 23:40
Beiträge: 1551
Wohnort: Wien
Erstens: Vermeidung eines slchen Zwischenfalls! Wenn jemand versucht dir die Tür aufzubrechen, versuche ihn dazu zu bringen, damit aufzuhören, bevor er drinnen ist. Gib dich zu erkennen, und auch, dass du eine Waffe hast. Das wird einen normalen Einbrecher recht schnell zur Flucht verleiten. Dass ausgerechnet dich die Cobra versehentlich besuchen kommt, halte ich für so unwahrscheinlich, dass ich darauf eigentlich nicht näher eingehen möchte.

Zweitens: Wenn du Nothilfe leisten willst, dann ist es unerheblich, ob du dabei eine Verwaltungsübertretung begehst, oder nicht. Und wie genau du hilfst, welches Mass an Gewalt du für nötig hältst, beantwortet dir glaub ich den Gewissen am besten.

Die Frage sollte finde ich immer lauten: Wann muss ich schießen, nicht wann darf ich!

DVC,
Coolhand

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Ich bremse auch für Grün-Wähler!


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BeitragVerfasst: 13. April 2008, 09:42 
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Registriert: 4. Januar 2006, 19:53
Beiträge: 3633
Zitat:
Muss man sich eigentlich fair und sportlich verhalten oder darf man auch hinterhältig Nothilfe leisten ???

Ich meine jetzt den Fall der Nachbarin auf der der Bösewicht schon zu liegen gekommen ist. Darf ich ihm unsportlich von hinten eins über die Rübe ziehen (Stuhlbein) oder muss ich den 120 kilo Täter erst auf die Beine kommen lassen um ihn dann mit meiner Waffe zu bedrohen ?
"Always cheat and always win" Clint Smith (Gründer von Thunder Ranch)

Du musst nicht darauf warten, bis die Verteidigung "noch notwendiger" wird. "Notwendig" reicht, das Wort setzt sich aus "Not" und "(ab)wenden" zusammen, d.h. es muss eine Not bestehen (juristisch "gegenwärtiger oder unmittelbar bevorstehender, rechtswidriger Angriff auf ...") und die Aktion muss sich gegen diese Not richten und diese abzuwenden versuchen. Das schließt auch Handlungen ein, die unter anderen Umständen rechtswidrig wärem - z.B. unberechtigtes Führen oder auch Körperverletzung am Täter.

_________________
MgNr 3730

„Lösungen mathematischer Probleme werden nicht durch Abstimmung entschieden.“ – Marilyn vos Savant

"Ich trage eine Waffe weil mir ein Polizist zu schwer ist."

"L'Etat n'est plus nous."


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BeitragVerfasst: 13. April 2008, 12:59 
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Registriert: 2. März 2007, 00:39
Beiträge: 129
Wohnort: Wien / Steiermark
Zu Frage 1
Ich glaube nicht, wenn die Cobra in deine Wohnung eindringt, dass du Zeit hast, um überhaupt an den Waffenschrank zu kommen...


Zu Frage 2 sagt die Strafprozessordnung:

§ 80 Abs. 2 StPO
Wer auf Grund bestimmter Tatsachen annehmen kann, dass eine Person eine strafbahre Handlung ausführe, unmittelbar zuvor ausgeführt habe, oder dass wegen der Begehung einer strafbaren Handlung nach ihr gefahndet werde, ist berechtigt, diese Person auf verhältnismäßige Weise anzuhalten, jedoch zur unverzüglichen Anzeige an das nächst erreichbare Organ des öffentlichen Sicherheitsdienstes verpflichtet.

_________________
.223, .308, .45, 9mm... wird fortgesetzt


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BeitragVerfasst: 14. April 2008, 10:00 
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Registriert: 16. Mai 2006, 08:22
Beiträge: 536
Wenn ein Eindringling, schwarz vermummt, in dein Heim eindringt und du fürchtest dich um Leib und Leben darfst du natürlich dich wehren. Ob da jetzt ein Tschetschene oder ein Cobramann drinnensteckt den du nicht erkannt hast ist mal zweitrangig.

Auch dem Nachbarn darfst du in Nothilfe behilflich sein, aber bei beiden Dingen gilt höchstwahrscheinlich, das die Waffe mal als Beweismittel dir abgenommen wird und du einige Monate in Untersuchungshaft verbringen wirst bis deine Unschuld bewiesen ist. Danach ist man vielleicht schon seinen Job, seine Frau und sein Haus los. Einen neuen Job bekommt man auch nicht so schnell, da dein Foto in allen Zeitungen war um die Öffentlichkeit aufzuklären.

Also empfielt es sich leider bei Nachbarn eher die Polizei zu rufen und die eigenen Eindringlinge gut zu identifizieren bevor man Kugeln losschickt.


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BeitragVerfasst: 14. April 2008, 10:49 
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Nicht böse sein liebe Freunde, aber diese Diskussion erinnert mich an die Frage "Wieviel Engel passen auf eine Nadelspitze?"

Sollte es einmal so weit sein (sowohl was die Engel als auch die bei der Tür hereinstürmenden Cobra-Leute betrifft) ist alles ganz anders und keine Zeit über irgendwas nachzudenken.

eric

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BeitragVerfasst: 14. April 2008, 12:40 
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Wohnort: Rot-Weiss
Die Cobra hört man eh nicht kommen.

Sie haben mal einen Freund von mir in seiner (EDV-)Werkstatt überrascht. Schloss oben komplett zerstört und dann in voller Montur zu ihm runter.
War aber weniger problematisch, da sie nur einen Kunden-PC "abholten". Und nachdem der in einem gewissen Gewerbe tätig war, wo diese Kampfmontur Pflicht ist ..

Aber wer weiß, wenn man vielleicht immer daheim mit einer durchgeladenen Waffe geholstert herumläuft.

Georg

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"The problem with Socialism is that eventually you run out of other people's money"
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 Betreff des Beitrags: Schussabgabe zu Hause
BeitragVerfasst: 14. April 2008, 13:05 
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Beiträge: 1808
Wohnort: Braunau (OÖ)
Servus,

das mit einer Schussabgabe zu Hause sollte man mind. genauso handhaben als am Schießstand - der Schütze ist für jeden aus seiner Waffe abgegebenen Schuss selbst verantwortlich!

MfG - Jogi

_________________
... proud to be a part of it ...
- Waffengalerie
- Priv. Schützengesellschaft Braunau 1403
IWÖ-Mitlgliedsnummer: 5222


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BeitragVerfasst: 14. April 2008, 13:58 
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 Betreff des Beitrags: SV im Eigenheim
BeitragVerfasst: 15. April 2008, 18:32 
Also ich finde Yogi hat recht, ich würde jedenfalls in der SV-Notwehrsituation zuerst zweimal in die Decke schießen ( leise rieselt der Putz... ), das deeskaliert schon einmal. Dazu muß ich natürlich (auch im Dunkeln) meine Waffe und meinen Handscheinwerfer finden können und muß mit der Bedienung der Waffe absolut vertraut sein, dazu gehört natürlich auch, daß meine Waffe IMMER im gleichen Ladezustand ist. Diese Dinge kann man NUR durch Übung in Fleisch und Blut übergehen lassen. Außerdem würde ich den Eindringling durch harschen Befehlston von seinem weiteren Vorhaben abzubringen versuchen ( kann man auch üben). Das durch die Tür schießen finde ich als absolut gefährlichen Unsinn, das sieht man nur in schlechten Filmen, sowie das Aufschießen von Türschlössern und die hundertschüssigen Trommeln von Revolvern, da wird geschossen was das Zeug hält und niemals nachgeladen....
schönen Abend wünscht
sousek, M.Nr. 718


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 15. April 2008, 19:29 
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Registriert: 29. Juli 2006, 23:06
Beiträge: 3956
Wohnort: Rot-Weiss
Herr Sousek, ich stimme Ihnen zu, allerdings möchte ich anmerken dass man - wenn wirklich Gefahr im Verzug ist - den Warnschuss auch nachträglich machen kann. Es kann niemand beweisen wann die Kugel in die Decke abgegeben wurde (also davor oder danach).
Und bei Wohnungshäusern mit vielleicht einer dünnen Decke oder bei besonders blöden Treffern kann man durch Querschläger etwas unbeabsichtig treffen und der herabriesende Putz kann auch die eigene Sicht trüben.

Georg

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 Betreff des Beitrags: Notwehr
BeitragVerfasst: 15. April 2008, 20:12 
Hallo GEORG!
Aber der herabrieselnde Putz nimmt auch dem potentiellen Gegner die Sicht und in diesem Fall ist das Überraschungsmoment bei mir, natürlich muß man wissen aus welchem Werkstoff die Decke besteht, das mit dem Warnschuß vorher oder nachher ist eine zwiespältige Sache in das "Center of mass" möchte ich eigentlich nur dann schießen müssen wenn es wirklich KEINE andere Option gibt, aber es ist schon richtig, besser verurteilt als tot.
schönen Abend aus Wien.
sousek, Mr.Nr. 718


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 16. April 2008, 08:55 
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Registriert: 4. Januar 2006, 22:38
Beiträge: 10548
Wenn der durchnittliche Bürger Schüsse hört, zählt er nicht. Kein Zeuge weiß dann, wie oft geschossen wurde.
Nicht einmal Polizisten sind dazu in der Lage (selbst getestet) und haben keine Ahnung wie oft geschossen wurde.
Wir Jäger machen das und zählen mit, daher kann ich immer sagen, wie oft es gekracht hat (außer es ist Dauerfeuer).
Auch Zeitunterschiede fallen kaum auf, geschweige denn verschiedenartige Waffen und Kaliber.
Daher kann man kaum widerlegt werden, wennm man hier Behauptungen aufstellt. Die Hülsen, soferne die herausfliegen, sollte man aber schon zählen.


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