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BeitragVerfasst: 14. Januar 2019, 16:30 
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https://derstandard.at/2000096156695/Wi ... ren-lassen

Für diejenigen die zu niedrigen Blutdruck haben.


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BeitragVerfasst: 14. Januar 2019, 17:05 
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Beiträge: 114
Siehe Startseite der IWÖ-Homepage!


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BeitragVerfasst: 14. Januar 2019, 17:11 
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Registriert: 25. Februar 2007, 21:44
Beiträge: 165
Zitat:
ENDLICH !!!

Wien, wird das Paradies auf Erden!!!

Keine Waffen mehr, keine Gewalt mehr, alle haben sich lieb!

PS: Wird es an den Stadteingängen Container geben, in die man als Besucher dieser geschlossenen Anstalt waffengeeignete Gegenstände, wie zum Beispiel Regenschirme, Gehstöcke oder Krücken deponieren kann?


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BeitragVerfasst: 15. Januar 2019, 15:05 
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Registriert: 4. Januar 2006, 19:53
Beiträge: 3598
Herrn Bürgermeister Michael Ludwig
per email michael.ludwig@wien.gv.at

Sehr geehrter Herr Bürgermeister!

Den Medien entnehme ich, dass Sie für eine "ganz Wien" umfassende Waffenverbotszone eintreten.

Vorerst eine Bitte in eigener Sache:

Ich ersuche um eine Aufstellung der nach §36b(1) SPG dazu erforderlichen "bestimmten Tatsachen", die im gesamten Stadtgebiet von Wien "gefährliche Angriffe" erwarten lassen. Hilfsweise wäre auch eine Bestätigung, dass solche Angriffe zu befürchten sind, zwecks Vorlage bei der Waffenbehörde, erwünscht. Damit sollten die "besonderen Gefahren" die von einem Arbeitsplatz bzw. Wohnsitz in Wien ausgehen, gemäß §22(1) WaffG 1996 ausreichend glaubhaft gemacht werden können. Relevante Gesetzestexte sind unten angeführt.

Nun zur Sinnhaftigkeit der geforderten Maßnahme:

Ich darf darauf hinweisen, dass ähnliche Bemühungen in Großbritannien seit dem "Offensive Weapons Act" im Jahre 1959 (mit Verschärfungen in 1961, 1996 und 2018) keine Erhöhung der Sicherheit gebracht haben. Im Gegenteil, die Messerkriminalität ist in 2018 sogar noch um 16% gestiegen. Wenn solche Verbote nach 60 Jahren immer noch keine positive Wirkung auf die innere Sicherheit gezeigt haben, kann man ruhig davon ausgehen, dass auch in Zukunft keine positive Wirkung zu erzielen sein wird.

In Grossbritannien setzt man weiters auf die umfassende Überwachung des öffentlichen Raums mit Kameras. Inzwischen gibt es 1 Kamera auf 10 oder weniger Bürger. Man kann keinen öffentlichen Park besuchen, keinen Gehsteig betreten, keine Straße befahren, keine Kino oder Geschäft betreten, keine Schule oder Uni besuchen und keine öffentlichen Verkehrsmittel benutzen, ohne ständig von Sicherheitskameras überwacht zu werden. Dennoch hat das keine einzige Straftat und keine einzigen Terroranschlag verhindert.

Woran mag das liegen?

Das liegt in der Natur von Kriminalität. Kriminelle halten sich definitionsgemäß aus Gewohnheit nicht an Gesetze. Sie rechnen auch damit, eben nicht erwischt zu werden. Somit ist die Strafandrohung oder die Wahrscheinlichkeit einer späteren Ausforschung irrelevant. Der Kriminelle hat nur zwei Fragen: "Hast Du, was ich will?", und "Bekomme ich das ohne Schwierigkeiten?". Eine Waffenverbotszone, an die sich nur die potentiellen Opfer halten werden, begünstigt nur die Kriminalität, weil der Täter mit einem garantiert wehrlosen Opfer rechnen kann.

Bei Terroristen und Amokläufern liegt die Sache anders aber ähnlich. Keiner von beiden rechnet damit, dass er entwischen könnte, sondern rechnet mit dem eigenen Tod. Die einzige Frage ist die, ob das gesetzte Ziel - nämlich bestimmte und/oder möglichst viele Menschen zu töten - auch erreicht werden kann. Was wiederum die Begehung in "waffenfreien Zonen" enorm begünstigt, da der Täter meistens schon "mit morden fertig ist" bevor die Polizei eintrifft.

Was ist also die Lösung?

Die Regierung in Tschechien wählt angesichts ähnlicher Probleme den einzigen erfolgversprechenden Ansatz: Die Zivilgesellschaft resistenter zu machen, indem man unbescholtenen und geprüften Bürgern einen Rechtsanspruch auf einen Waffenpass zugesteht. Das hat in den 1970ern in Israel so gut gegen Terroristen geholfen, dass kaum noch Schussattentate verübt, sondern fast nur mehr Bomben gelegt werden. In den USA hat dies nicht nur zu einer Senkung der Gewaltkriminalität geführt, sondern nachweislich auch die Häufigkeit und Lethalität von sogenannten Amokläufen reduziert. Bei Gegenwehr durch anwesende Bürger sind im Schnitt etwa 2 Todesopfer zu erwarten, gegenüber 15 Todesopfern wenn auf die Polizei gewartet werden muss.

Mit freundlichen Grüßen




§ 22 Abs 2 Waffengesetz 1996 lautet:

"Ein Bedarf ... ist jedenfalls als gegeben anzunehmen, wenn der Betroffene glaubhaft macht, dass er außerhalb von Wohn- oder Betriebsräumen oder seiner eingefriedeten Liegenschaften besonderen Gefahren ausgesetzt ist, denen am zweckmäßigsten mit Waffengewalt wirksam begegnet werden kann"

§ 36b Abs 1 Sicherheitspolizeigesetz lautet:

"Ist auf Grund bestimmter Tatsachen ... zu befürchten, dass es an bestimmten öffentlichen Orten zu gefährlichen Angriffen ... kommen wird, sind die Sicherheitsbehörden ermächtigt, ... mit Verordnung zu verbieten, diese Orte mit Waffen ... zu betreten."

_________________
MgNr 3730

„Lösungen mathematischer Probleme werden nicht durch Abstimmung entschieden.“ – Marilyn vos Savant

"Ich trage eine Waffe weil mir ein Polizist zu schwer ist."

"L'Etat n'est plus nous."


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BeitragVerfasst: 15. Januar 2019, 20:51 
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Beiträge: 165
@ Gunther!

Super formuliert!
Daumen hoch!

LG Steamy

_________________
Mitglied Nr. 370


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BeitragVerfasst: 15. Januar 2019, 22:28 
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Registriert: 4. Januar 2006, 21:32
Beiträge: 243
Ich dachte, ich schreib dem Herrn Bürgermeister auch eine I-Mehl:

Sehr geehrter Herr Bürgermeister!

Nun bin ich aber froh, dass ich wieder ungefährdet nach Wien reisen kann.
Ich bin Polizeibeamter im Ruhestand aus der Steiermark und habe so drei- bis viermal jährlich in Wien zu tun.
Da ich mein Auto immer am Stadtrand abstelle und dann mit den öffentlichen Verkehrsmitteln weiterfahre, darf ich aufgrund der Vorschrift der Wiener Linien – deren Chef sie ja sind – keine geladene Schusswaffe einstecken. Als gesetzestreuer Bürger halte ich mich natürlich daran.
Aber ich habe ständig in der Straßenbahn bzw. in der U-Bahn ein mulmiges Gefühl. Finstere Gestalten umringen mich dort ständig. Und glauben sie mir, das ist kein Verfolgungswahn. Nach 40-jähriger Dienstzeit als Polizist bekommt man ein untrügliches Gespür für so etwas. Bewaffnet könnte ich bei einer eventuellen Gewalttat, im Sinne der Nothilfe, wirkungsvoll eingreifen und dem Opfer helfen. Ich habe das ja gelernt! Aber die Vorschrift der Wiener Linien verbietet mir das und so müsste ich zusehen wie neben mir jemand (z. B.) abgestochen oder überfallen wird. Aber ich bin mir sicher, die Wiener Linien haben sich dabei etwas gedacht.
Nun, wenn sie das von ihnen vorgeschlagene Gesetz durchbringen, kann ich endlich wieder mit ruhigem Gewissen nach Wien reisen. Alle bösen Menschen werden ihre Waffen oder waffenähnlichen Gegenstände in den hoffentlich dafür abgestellten Containern entsorgen und so werden sich die Wiener, egal welcher Herkunft, liebhaben und friedlich miteinander auskommen, auch jene, die uns Österreicher eigentlich von Grund auf hassen, aber das Gesetz verlangt es ja auch von ihnen. Das ist ein deutliches Zeichen für Waffengleichheit. Ich danke ihnen dafür!
Wien ist anders, hat schon ihr Vorgänger gesagt. Seither ist es zwar immer schlimmer geworden, aber sie werden das sicher schaffen!
Ich ersuche die Rathausverwaltung das neue Gesetz auch in arabischer Sprache und in sämtlichen asiatischen und afrikanischen Dialekten zu verlautbaren!

mit freundlichem Gruß


Ich bin sicher er freut sich über so viel Lob.


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BeitragVerfasst: 16. Januar 2019, 10:07 
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Wohnort: Niederösterreich
Ich finde beide Texte äußerst gelungen. 8)

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Lieber Gott, bitte schütze mich vor meinen Freunden, vor meinen Feinden schütze ich mich selbst!

Pirker Dietmar Nr. 6928


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BeitragVerfasst: 16. Januar 2019, 17:29 
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Beiträge: 114
Mittlerweile wurde von der IWÖ mitgeteilt, dass die im IWÖ-Rundschreiben angeführte offizielle BGM-email nicht mehr funktioniere.

Das kann ich mir gut vorstellen. Die sind so überheblich und beratungsresistent, dass ihnen jeglicher Ratschlag als Majestätsbeleidigung erscheint. So wie bei den Bolschewiken ist keine Kritik zulässig. Vorläufig gibt es den Gulag für Andersdenkende aber noch nicht. Aber sie sind sicher schon dabei ihn einzuführen.


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BeitragVerfasst: 16. Januar 2019, 19:09 
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Beiträge: 645
Wohnort: Wien
Hervorragend!

Freundliche Grüsse,
fischeg3
4998


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BeitragVerfasst: 19. Februar 2019, 14:17 
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Registriert: 7. Juli 2006, 20:02
Beiträge: 114
Sogar der Herausgeber des Deutschen Waffenjournals (DWJ) Walter Schulz hat in der März-Nummer dem Schwachsinn des "Wiener Waffenverbots" eine gebührende Glosse gewidmet.


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BeitragVerfasst: 21. Februar 2019, 14:51 
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Bis dato ist noch keine Reaktion aus dem Bürgermeisterbüro eingetroffen...

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MgNr 3730

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BeitragVerfasst: 21. Februar 2019, 15:42 
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Beiträge: 243
Auch ich habe keine Antwort bekommen. Dabei war ich überaus höflich im Ton.

Aber was soll man von den Linksextremen im Rathaus sonst erwarten?


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