Aktuelle Zeit: 12. Dezember 2018, 15:18

Alle Zeiten sind UTC+02:00




Ein neues Thema erstellen  Auf das Thema antworten  [ 149 Beiträge ]  Gehe zu Seite 1 2 3 4 510 Nächste
Autor Nachricht
BeitragVerfasst: 4. Juni 2018, 14:17 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: 12. Januar 2006, 11:41
Beiträge: 432
In letzter Zeit häufen sich bei der IWÖ vehement die Anfragen von Mitgliedern, was mit den halbautomatischen Langwaffen, wie beispielsweise Steyr AUG-Z, Oberland Arms OA15, Schmeisser AR15, SIG-Kempf SG550, etc. nach der Umsetzung der EU-Waffenrechtsrichtlinie passieren wird. Soll man schnell vor der Änderung des Gesetzes noch ein solches Stück kaufen? Oder soll man genau das Gegenteil machen und dringend versuchen vor einem Verbot samt eventueller Enteignung eine derartige Waffe zu verkaufen?

Dazu ist zu sagen, daß der Gesetzwerdungsprozeß noch nicht abgeschlossen ist. Zwar sind die Arbeiten betreffend einen Entwurf praktisch durchgeführt, der politische Konsens ist aber noch nicht hergestellt, auch kam es noch zu keiner offiziellen Begutachtung. Dies bedeutet, daß zum derzeitigen Zeitpunkt niemand eine hundertprozentig verläßliche Vorhersage geben kann, die Politik ist eben nicht immer berechenbar.

Dennoch ist die Marschrichtung aufgrund der politischen Zusagen, der erteilten Informationen und der verfassungsgesetzlichen Grundlagen relativ klar:

Ein bestimmter Teil der halbautomatischen Langwaffen, die derzeit in die Kategorie B (Waffenbesitzkarte, Waffenpaß) eingereiht sind, werden zu Kategorie A-Waffen (nur mit Sonderbewilligung erwerbbar). Welche Waffen betrifft dies? Nach der EU-Waffenrechtsrichtlinie betrifft dies jedenfalls halbautomatische Langwaffen, mit denen ohne Nachladen mehr als 11 Schüsse abgegeben werden können, sofern entweder eine fixe Ladevorrichtung mit einer Kapazität von mehr als 10 Patronen eingebaut ist oder ein abnehmbares Magazin mit einer Kapazität von mehr als zehn Patronen eingesetzt wird. Das heißt es werden nicht nur die „großen Magazine“ an sich verboten, sondern die gesamte Waffe, sofern eben ein derartiges Magazin eingesetzt wird.

Weiters werden zu Kategorie A-Waffen alle halbautomatische Langwaffen die einen Klapp- oder Teleskopschaft oder einen ohne Werkzeug abnehmbaren Schaft besitzen, wenn die Länge durch diese Vorrichtungen unter 60 cm gekürzt werden kann. Vereinfacht gesagt werden unter 60 cm verkürzbare Langwaffen zu verbotenen Waffen. Dies kann die Halbautomaten sämtlicher Hersteller betreffen, wenn eben ein entsprechender Klapp- oder Teleskopschaft, oder ein ohne Werkzeug abnehmbarer Schaft vorliegt.

All diese genannten Waffen werden jedenfalls verbotene Waffen werden. Nach der derzeitigen Lage und den politischen Zusagen werden weitere Halbautomaten nicht von Kategorie B zu Kategorie A umgestuft.

Was wird nun mit den halbautomatischen Langwaffen passieren die entsprechend den oben dargestellten Regeln doch von Kategorie B zu Kategorie A umgestuft werden (müssen)? Gleich vorweg, der Gesetzgeber ist hier relativ frei, es könnte daher „alles“ passieren. Dennoch ist der Weg zumindest vorgezeichnet: Eine entschädigungslose Enteignung ist nach der österreichischen Verfassung unzulässig, sodaß der Gesetzgeber bei der Festschreibung einer Enteignung viel Geld für Entschädigungen in die Hand nehmen müßte, um die Waffenbesitzer finanziell zu befriedigen. Dazu würde man sich politisch den großen Unwillen der Legalwaffenbesitzer zuziehen. Wieder basierend auf den politischen Zusagen und der Praxis des österreichischen Gesetzgeber in der Vergangenheit (Pumpguns, Umreihung von freien Halbautomaten zu genehmigungspflichtigen Halbautomaten) ist davon auszugehen, daß bei Inkrafttreten des Gesetzes legale Besitzer einer derartigen Waffe der Kategorie B eine Ausnahmebewilligung für den weiteren Besitz dieser Waffe als Waffe der Kategorie A erhalten werden. Es ist wahrscheinlich, daß sozusagen die selbe Praxis angewendet werden wird wie in der Vergangenheit bei den Pumpguns.

Das System, zu dem es höchstwahrscheinlich kommen wird, bedeutet daher, daß bisherige Besitzer weiterhin Besitzer dieser dann verbotenen Waffen legal bleiben dürfen; die Weitergabe derartiger Waffen (der Verkauf), aber auch die Vererbung wird aber schwieriger werden.

Ob diese Voraussetzungen eine Motivation zum Ankauf einer derartigen Waffe sind, oder ob man sich lieber soweit es nur irgendwie geht momentan noch davon trennen soll, muß jedem selbst überlassen bleiben. Eines ist aber klar, möchte man eine derartige Waffe, dann ist wohl jetzt die letzte Chance dazu.


Prof. DI Mag. Andreas Rippel
Präsident der IWÖ


Nach oben
   
BeitragVerfasst: 4. Juni 2018, 18:13 
Offline

Registriert: 4. Januar 2006, 21:22
Beiträge: 628
Wohnort: Wien
So ganz verstehe ich es nicht.
Zitat:
Ein bestimmter Teil der halbautomatischen Langwaffen, die derzeit in die Kategorie B (Waffenbesitzkarte, Waffenpaß) eingereiht sind, werden zu Kategorie A-Waffen (nur mit Sonderbewilligung erwerbbar). Welche Waffen betrifft dies? Nach der EU-Waffenrechtsrichtlinie betrifft dies jedenfalls halbautomatische Langwaffen, mit denen ohne Nachladen mehr als 11 Schüsse abgegeben werden können, sofern entweder eine fixe Ladevorrichtung mit einer Kapazität von mehr als 10 Patronen eingebaut ist oder ein abnehmbares Magazin mit einer Kapazität von mehr als zehn Patronen eingesetzt wird. Das heißt es werden nicht nur die „großen Magazine“ an sich verboten, sondern die gesamte Waffe, sofern eben ein derartiges Magazin eingesetzt wird.
Die bedeutet doch, dass ein halbautomatisches Gewehr (mit nicht fixer Ladevorrichtung) nur dann zu Kategorie A (und damit verboten) wird, wenn ein Magazin mit einer Kapazität größer 10 eingesteckt ist.
Wenn kein derartiges Magazin angebracht wurde, bleibt es demnach in der Katagorie B (und damit erlaubt).
Die bloße Möglichkeit, ein großes Magazin anzustecken, transferiert eine Waffe nicht in die Kategorie A, oder?
Zitat:
Ob diese Voraussetzungen eine Motivation zum Ankauf einer derartigen Waffe sind, oder ob man sich lieber soweit es nur irgendwie geht momentan noch davon trennen soll, muß jedem selbst überlassen bleiben. Eines ist aber klar, möchte man eine derartige Waffe, dann ist wohl jetzt die letzte Chance dazu.
Warum gibt es jetzt die letzte Möglichkeit, Halbautomaten (wie z.B. AR 15 , AUG-Z, ...) zu erwerben?
Ich kann sie doch weiterhin erwerben, darf aber kein zu großes Magazin anstecken.
Oder gilt diese Aussage nur für Gewehre mit fixer Ladevorrichtung oder die oben beschriebenen Waffen mit Klappschäften?

Freundliche Grüsse,
fischeg3
4998


Nach oben
   
BeitragVerfasst: 5. Juni 2018, 07:08 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: 4. Juli 2015, 06:15
Beiträge: 1134
Was ich aus diesem Konvolut herauslese, ist ein Verbot von HA mit einer Gesamtlänge von unter 60 cm bei maximaler Verkürzung. Andere HA mit fixem Magazin, welche mehr als 10 Patronen fassen, sind mir in Österreich nicht bekannt, selbst jetzt schon verbotene halbautomatische "Kriegswaffen" wie M1 Garand oder SKS haben nur max. 10 Patronen Ladekapazität. Welche Waffen das also sein sollen, weiß ich nicht.
HA mit Magazinen dürften somit Kat B bleiben, wenn man kein böses, weil dann verbotenes 20er Stangerl ansteckt, welches bei den meisten AR 15 Herstellern mitgeliefert wird. Somit stellt sich die Frage, ob sich dann jeder AR 15 Besitzer strafbar macht, weil er ja nachweislich mindestens ein 20er Magazin besitzt. Daher ist abzuklären, wie nun mit den vorhandenen nachweislich mit der Waffe im Koffer mitgelieferten 20er Magazinen umzugehen ist. Sollen sie erfasst, an die Behörde abgegeben oder sonstwie verfahren werden? Ich denke, die meisten HA Besitzer haben keine Lust, nach Inkrafttreten des Gesetzes ein Waffenverbot umgehängt zu bekommen, weil die Behörde argumentiert, dass man ja ein verbotenes Magazin besitzt.
Mein Gott, wie krank ist diese Welt....

MfG
Resistance

_________________
„Wenn du jedoch die Untertanen entwaffnest, beginnst du, sie zu beleidigen; du zeigst nämlich, dass du ihnen gegenüber Misstrauen hegst, sei es aus Feigheit, sei es aus zu geringem Vertrauen; und beides erregt Hass gegen dich.“
Macchiavelli

M - 10092


Nach oben
   
BeitragVerfasst: 5. Juni 2018, 08:16 
Offline

Registriert: 4. Januar 2006, 19:53
Beiträge: 3561
Betroffen sind auch Pistolen mit Magazinen über 20 Schuss, wie z.B. das 33er Magazin von Glock.

Oder auch dieses Gerät https://www.forgottenweapons.com/guycot ... tol-video/

_________________
MgNr 3730

„Lösungen mathematischer Probleme werden nicht durch Abstimmung entschieden.“ – Marilyn vos Savant

"Ich trage eine Waffe weil mir ein Polizist zu schwer ist."

"L'Etat n'est plus nous."


Nach oben
   
BeitragVerfasst: 5. Juni 2018, 11:01 
Offline

Registriert: 4. Januar 2006, 21:22
Beiträge: 628
Wohnort: Wien
Theoretisch sind auch Zentralfeuer Repetierer von der Magazinkapazitätsregel betroffen, wie der UHR Rossi Mod. 1892.
In sein fest verbautes Magazin passen mehr als zehn 38-er bzw. 357-er Patronen.

Die Amnestie Regel klingt ja ganz gut, aber wird es auch in Zukunft Bewerbe geben, bei denen mehr als 10 Patronen in ein Gewehr geladen werden dürfen/müssen?

Freundliche Grüsse,
fischeg3
4998


Nach oben
   
BeitragVerfasst: 5. Juni 2018, 15:42 
Offline

Registriert: 4. Januar 2006, 19:53
Beiträge: 3561
Zitat:
Die Amnestie Regel klingt ja ganz gut, aber wird es auch in Zukunft Bewerbe geben, bei denen mehr als 10 Patronen in ein Gewehr geladen werden dürfen/müssen?
Pssst. Du kannst doch nicht die Strategie der Obertanen verraten. Erst nur mit Ausnahmegenehmigung für Sportschützen, die bestimmte Bewerbe schießen. Dann die Sportordnung genehmigungspflichtig machen. Und schließlich nur solche Sportordnungen genehmigen, die mit maximal 10 Schuss zwischen zwingenden Magazinwechseln auskommen.

_________________
MgNr 3730

„Lösungen mathematischer Probleme werden nicht durch Abstimmung entschieden.“ – Marilyn vos Savant

"Ich trage eine Waffe weil mir ein Polizist zu schwer ist."

"L'Etat n'est plus nous."


Nach oben
   
BeitragVerfasst: 5. Juni 2018, 15:47 
Offline

Registriert: 4. Januar 2006, 19:53
Beiträge: 3561
Gerade die Klapp- bzw. Schubschaft HA erfreuten sich wegen des Verbots von "Gewehrscheinwerfern" einer gewissen Beliebtheit. Dem Vernehmen nach sollte bei verkürzter Waffe die Montage erlaubt sein.

_________________
MgNr 3730

„Lösungen mathematischer Probleme werden nicht durch Abstimmung entschieden.“ – Marilyn vos Savant

"Ich trage eine Waffe weil mir ein Polizist zu schwer ist."

"L'Etat n'est plus nous."


Nach oben
   
BeitragVerfasst: 5. Juni 2018, 19:07 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: 4. Januar 2006, 13:29
Beiträge: 701
Zitat:
Die bedeutet doch, dass ein halbautomatisches Gewehr (mit nicht fixer Ladevorrichtung) nur dann zu Kategorie A (und damit verboten) wird, wenn ein Magazin mit einer Kapazität größer 10 eingesteckt ist.
Wenn kein derartiges Magazin angebracht wurde, bleibt es demnach in der Katagorie B (und damit erlaubt).
Die bloße Möglichkeit, ein großes Magazin anzustecken, transferiert eine Waffe nicht in die Kategorie A, oder?
Das dürfte nicht so sein: Bereits der Besitz eines derartigen Magazins macht die Waffe zu Kategorie A; auch wenn es unmittelbar nicht angesteckt ist.
Zitat:
Ob diese Voraussetzungen eine Motivation zum Ankauf einer derartigen Waffe sind, oder ob man sich lieber soweit es nur irgendwie geht momentan noch davon trennen soll, muß jedem selbst überlassen bleiben. Eines ist aber klar, möchte man eine derartige Waffe, dann ist wohl jetzt die letzte Chance dazu.
Warum gibt es jetzt die letzte Möglichkeit, Halbautomaten (wie z.B. AR 15 , AUG-Z, ...) zu erwerben?
Ich kann sie doch weiterhin erwerben, darf aber kein zu großes Magazin anstecken.
Oder gilt diese Aussage nur für Gewehre mit fixer Ladevorrichtung oder die oben beschriebenen Waffen mit Klappschäften?
Die letzte Chance Halbautomaten zu erwerben gilt für die kurzen (verkürzbaren) HA und für die HA mit großen Magazinen. Beispielsweise ein "normales" AUGZ mit Magazin unter 10 Schuß bleibt Kat. B

_________________
Andreas Rippel


Nach oben
   
BeitragVerfasst: 5. Juni 2018, 19:09 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: 4. Januar 2006, 13:29
Beiträge: 701
Übrigens: Bei den Gewehrscheinwerfern könnte sich etwas (positives) tun. Aber das ist - wie alles hier - nicht fix und nicht politisch abgesegnet.

_________________
Andreas Rippel


Nach oben
   
BeitragVerfasst: 5. Juni 2018, 19:15 
Offline

Registriert: 16. November 2011, 18:41
Beiträge: 551
Vielen Dank Herr Rippel für diese Aufklärung sowie Ihre Arbeit für die IWÖ und den Legalwaffenbesitz.


Nach oben
   
BeitragVerfasst: 6. Juni 2018, 07:54 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: 4. Juli 2015, 06:15
Beiträge: 1134
Zitat:
Das dürfte nicht so sein: Bereits der Besitz eines derartigen Magazins macht die Waffe zu Kategorie A; auch wenn es unmittelbar nicht angesteckt ist.
Somit werden über Nacht 1000e Sportschützen zu Kriminellen gestempelt. Jeder IPSC Wettkampfschütze hat zig Magazine (Pistole + HA) über diesem Limit. Abgesehen von den vielen Hobbyschützen, die ihre Magazine mit der Waffe LEGAL erworben haben.
Ich habe diese Richtlinie gelesen, habe aber insofern nur herausgelesen, dass das Anstecken des großen Magazines die Waffe zu Kat A macht. Keinesfalls aber der Besitz des Magazines. Dies wäre ja auch nicht kontrollierbar, denn Magazine sind nicht erfasst, jeder 5jährige kann z. Z. eine 100er Trommel für ein AR 15 kaufen. Niemand weiß, wieviele "große" Magazine in diesem Land in div. Schränken liegen. Wie soll das praktiziert werden? Gibt es dann Hausdurchsuchungen bei jedem Kat B Besitzer, der eine Waffe registriert hat, die eventuell ein "großes" Magazin aufnehmen KÖNNTE?
Ist das den Herrschaften eigentlich klar? Oder kann man annehmen, dass dies ein gewünschter Nebeneffekt ist, mit dem man ganz bequem entwaffnen kann? Hier muss - energisch - seitens der IWÖ verlangt werden, das Ganze noch auf eine vernünftige Basis zu stellen.

MfG
Resistance

_________________
„Wenn du jedoch die Untertanen entwaffnest, beginnst du, sie zu beleidigen; du zeigst nämlich, dass du ihnen gegenüber Misstrauen hegst, sei es aus Feigheit, sei es aus zu geringem Vertrauen; und beides erregt Hass gegen dich.“
Macchiavelli

M - 10092


Nach oben
   
BeitragVerfasst: 6. Juni 2018, 15:12 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: 9. April 2018, 10:42
Beiträge: 15
Wohnort: Windisch Bleiberg
Eines verstehe ich nicht, und deprimiert mich ziemlich. :cry:
Sorry, das ist vielleicht nicht der richtige Thread für diese Diskussion, aber ich muss es loswerden:

-> Von all diese Experten die ständig und vehement nach Verschärfungen, strengere Regeln und neue Verbote plädieren (angeblich wohl weil wir ja eine große Gefahr für die Gesellschaft sind): Hat sich einer mal die aktuellen Statistiken angesehen?
Gibt es irgendwelche wissenschaftliche Grundlagen für diesen ständigen Drang zur Verschärfung, oder sehen die sich einfach nur die Nachrichten und Stimmungen aus der USA an und denken es ist bei uns auch so schlimm?

Ich meine nur... Schaut man sich die Statistiken an (allgemein):

170 Tote in Österreich im Jahr wegen Stickstoffoxyde (Diesel Abgase).
http://orf.at/stories/2407385/
zwischen 5000 und 10000 Todesfälle im Jahr in Europa.
https://derstandard.at/2000064139416/Ab ... -jaehrlich

Das kann man nicht vergleichen? Gut, dann vergleichen wir mal mit andere Sportarten:

40 Tote im Jahr in Österreich auf der Skipiste (und über 50000 Unfälle!)
https://www.vvo.at/vvo/vvo.nsf/sysUNID/ ... 390038E326
+ etwa 20 Lawinentodesfälle im Jahr.
Etwa 80 Schwimmer in Jahr Ertrinken
http://www.wien-konkret.at/sport/schwim ... eunfaelle/
Dann 32 tödlich -verunglückte Radfahrer und 83 Motorradfahrer (2017)
https://www.bmi.gv.at/202/Verkehrsangel ... rjahr.aspx

Natürlich würde jetzt keiner eine Verschärfung für Schwimmer oder Skifahrer (außer für Kinder vielleicht) verlangen, die paar Todesfalle werden ja nicht mal erwähnt.

Nun: Wie viele Unfälle und Todesfälle gab es in Österreich im Jahr 2017?
Wie viele davon endeten tödlich?
Wie viele wurden durch LEGALE Waffen verursacht?

Ich weiss es echt nicht, man kann das auch schlecht rausfinden da man beim Suchen von "Unfälle mit Waffen" nur Ergebnisse bekommt wie "viele Waffen viele Tote" und "Zahl der Waffen steigt weiter" u.s.w. :roll:

Ich hab aber den Eindruck dass man hier, wie immer, nicht agiert "weil objektiv wichtig" sondern "weil es populär ist" und in aller Munde.. etwa wie die schlimmen 8 Todesfälle im Jahr wegen Hai-angriffe: Davon spricht die ganze Welt... dass es im Vergleich 450 Todesfälle im Jahr wegen "schlecht aus dem Bett fallen" gibt (Kein Scherz! http://www.dailycal.org/2017/06/30/14-t ... le-sharks/) weiss aber wohl keiner! :lol:

_________________
.22lr, 9mm Luger, .223, 8x57IS, .12 for Meditation :lol:


Nach oben
   
BeitragVerfasst: 6. Juni 2018, 16:11 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: 4. Juli 2015, 06:15
Beiträge: 1134
Zitat:
Eines verstehe ich nicht, und deprimiert mich ziemlich. :cry:
Da gibts auch nicht wirklich was zu verstehen. Diese Typen in Brüssel wollen die Zivilgesellschaft in Europa entwaffnen - Punkt! Dazu ist ihnen keine Lüge, kein Anlass und auch keine gefälschte Statistik zu blöd. Dass 4 Tage nach Charlie Hebdo die komplette Richtlinie auf dem Tisch gelegen ist, sagt jedem Volldeppen, dass man nur auf ein Blutbad gewartet hat. Man hat auch im Zuge der Verhandlungen in Brüssel ganz klar gesehen, dass diese Herrschaften kein einziges Argument seitens der LWB interessiert. Alle Fakten & Zahlen wurden weggewischt und nur durch die unglaubliche Arbeit von Firearms United, Katja Triebel u.v.a. konnte das Ärgste verhindert werden. Leider ist das noch nicht das Ende der Fahnenstange. Die werden weitermachen, bis wir nicht mal mehr eine Steinschleuder haben dürfen.
Die Politik in diesem Land ist auch mit der neuen Regierung leider nicht im Stande, zu den LWB zu stehen. Tschechien klagt gegen die Richtlinie, hier werden Legalwaffenbesitzer kriminalisiert, so schauts aus!

MfG
Resistance

_________________
„Wenn du jedoch die Untertanen entwaffnest, beginnst du, sie zu beleidigen; du zeigst nämlich, dass du ihnen gegenüber Misstrauen hegst, sei es aus Feigheit, sei es aus zu geringem Vertrauen; und beides erregt Hass gegen dich.“
Macchiavelli

M - 10092


Nach oben
   
BeitragVerfasst: 6. Juni 2018, 16:12 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: 9. April 2018, 10:42
Beiträge: 15
Wohnort: Windisch Bleiberg
...warum ich das ganze meine:

Es wäre echt toll wenn man für die ganze Debatte selbst mal ein paar Statistiken veröffentlichen könnte, damit jeder auch sehen kann wie lächerlich und manipulativ das ganze schon ist.
Wie (Beispiel):

"Für unsere Sicherheit solltet Ihr generell lieber den Kauf und Besitz von Messer und weitere Küchenutensilien Verschärfen, da es 3 mal wahrscheinlicher ist erstochen als angeschossen zu werden"
http://www.ortneronline.at/waffenrecht- ... s-problem/

oder
"Es ist zwar Xmal wahrscheinlicher beim Duschen tödlich zu verunglücken als durch eine legale Waffe erschossen zu werden, also: Wer angst vor legale Waffen hat sollte lieber nicht duschen.." :lol: (ich kenne die genauen Zahlen leider nicht, aber... das kann sicher jemand rausfinden!)

_________________
.22lr, 9mm Luger, .223, 8x57IS, .12 for Meditation :lol:


Nach oben
   
BeitragVerfasst: 6. Juni 2018, 16:18 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: 9. April 2018, 10:42
Beiträge: 15
Wohnort: Windisch Bleiberg
Zitat:
Zitat:
Eines verstehe ich nicht, und deprimiert mich ziemlich. :cry:
Da gibts auch nicht wirklich was zu verstehen. Diese Typen in Brüssel wollen die Zivilgesellschaft in Europa entwaffnen - Punkt! Dazu ist ihnen keine Lüge, kein Anlass und auch keine gefälschte Statistik zu blöd. Dass 4 Tage nach Charlie Hebdo die komplette Richtlinie auf dem Tisch gelegen ist, sagt jedem Volldeppen, dass man nur auf ein Blutbad gewartet hat. Man hat auch im Zuge der Verhandlungen in Brüssel ganz klar gesehen, dass diese Herrschaften kein einziges Argument seitens der LWB interessiert. Alle Fakten & Zahlen wurden weggewischt und nur durch die unglaubliche Arbeit von Firearms United, Katja Triebel u.v.a. konnte das Ärgste verhindert werden. Leider ist das noch nicht das Ende der Fahnenstange. Die werden weitermachen, bis wir nicht mal mehr eine Steinschleuder haben dürfen.
Die Politik in diesem Land ist auch mit der neuen Regierung leider nicht im Stande, zu den LWB zu stehen. Tschechien klagt gegen die Richtlinie, hier werden Legalwaffenbesitzer kriminalisiert, so schauts aus!

MfG
Resistance
...Das mit den Tschechen hab ich gehört - Respekt!!
Ich schätze es ist weil die eine lange Diktatur gerade erst erlebt haben, deshalb lassen die sich jetzt nicht so schnell wieder von irgend welchen Deppen entwaffnen und bevormunden 8)

Ich hoffe dass auch bei Uns jemand den Mut findet, mal gegen den ganzen Brüssel -Nonsense was zu sagen (oder zumindest, die einfach zu ignorieren - das wäre auch schon gut!!) :lol:

_________________
.22lr, 9mm Luger, .223, 8x57IS, .12 for Meditation :lol:


Nach oben
   
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:  Sortiere nach  
Ein neues Thema erstellen  Auf das Thema antworten  [ 149 Beiträge ]  Gehe zu Seite 1 2 3 4 510 Nächste

Alle Zeiten sind UTC+02:00


Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 5 Gäste


Sie dürfen keine neuen Themen in diesem Forum erstellen.
Sie dürfen keine Antworten zu Themen in diesem Forum erstellen.
Sie dürfen Ihre Beiträge in diesem Forum nicht ändern.
Sie dürfen Ihre Beiträge in diesem Forum nicht löschen.

Suche nach:
Gehe zu:  
cron
Powered by phpBB® Forum Software © phpBB Limited
Deutsche Übersetzung durch phpBB.de
Datenschutzhinweise