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BeitragVerfasst: 15. Mai 2015, 19:58 
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Liebe Mitstreiter,

Als ich ein wenig herumgegooglet habe, ist mir folgendes aufgefallen: Es ist eigentlich eine Frechheit ist, dass keine öffentliche Stelle vernünftig online Auskunft darüber gibt, wie man an eine WBK oder einen WP kommt, bzw wo man diese überhaupt beantragen kann. Ich weiß, auf der IWÖ Homepage findet man diese Infos, allerdings leider nicht durch bloßes Googlen sondern nur durch gezieltes Suchen, vielleicht kann man hier etwas technisch verbessern.

Auf wien.gv.at befindet sich jedenfalls beim "Behördenwegweiser" nur der link auf help.gv.at. Das ist dieser hier:

https://www.help.gv.at/Portal.Node/hlpd ... 90010.html

Auch die LPD Wien verweist nur auf diesen link, und die ist ja immerhin die zuständige Waffenbehörde. Wer den link öffnet sieht auf den ersten Blick, dass die Informationen unvollständig, teilweise sogar falsch sind. Außerdem fehlt der Hinweis völlig, wo man die WBK beantragt. Ich finde das nicht in Ordnung, könnte mir sogar vorstellen, dass das Absicht ist, um den Behördenweg möglichst zu erschweren. Es lässt sich schlicht nicht auf öffentlichen Seiten herausfinden, wo die zuständige Stelle für die Beantragung ist.

Kann die IWÖ hier etwas bewirken und verlangen, dass von öffentlicher Seite die notwendigen Infos korrekt zur Verfügung gestellt werden?

Liebe Grüße

lyhrenz

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Mitglied Nr. 10029


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BeitragVerfasst: 15. Mai 2015, 20:03 
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Natürlich ist das Absicht. Ich habe in 14 Tagen eine Besprechung im BMI, dort werde ich das vorbringen, aber habe wenig Hoffnung.


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BeitragVerfasst: 15. Mai 2015, 20:07 
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Vielen Dank für den Einsatz! Betreiber von help.gv.at auf die die Stellen des BMI verweisen ist allerdings das BKA. Das werden die bestimmt auch sagen. Es ist wirklich ein Wahnsinn, hab noch weitergesucht, immer noch keinen Hinweis von öffentlicher Seite gefunden!

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Mitglied Nr. 10029


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BeitragVerfasst: 15. Mai 2015, 20:40 
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Die kenne ich natürlich auch. Die haben uns die Bürgerkarte eingerichtet. Um 1.200 €. Das BMI hat uns das aber nie ersetzt.


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BeitragVerfasst: 16. Mai 2015, 00:07 
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@zakrajsek

Wie hieß das nochmals? Mandukationspflicht?

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»Ein Staat ist nur immer so frei wie sein Waffengesetz«

Gustav Heinemann (deutscher SPD-(!)-Bundespräsident 1899 – 1976)


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BeitragVerfasst: 16. Mai 2015, 07:49 
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Aber nicht im Waffenrecht. Da gilt die amtliche Betrugspflicht. Hineinlegen ist die Parole.


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BeitragVerfasst: 16. Mai 2015, 07:53 
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P.S.: Heißt übrigens Manuduktionspflicht und bedeutet die Verpflichtung einer Amtsstelle, den Bürger anzuleiten und zu informeren. Wie schon gesagt, wird beim Waffenrecht nicht beachtet - im Gegenteil. Das BMI verletzt das laufend und natürlich auch die Waffenbehörden.


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BeitragVerfasst: 16. Mai 2015, 11:09 
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Zur Krönung, die Geschichte geht noch weiter. Weil es ja online von öffentlicher Seite keine Infos gibt, war ich heute rein aus Neugier auf der nächstgelegenen Polizeidienststelle und hab mal nachgefragt. Zuerst wollte mich der Diensthabende aufs Magistrat schicken. Als ich ihm gesagt habe, dass die Polizei die zuständige Waffenbehörde ist, hat er erst seinen Computer bemüht, war dann den Vorgesetzten fragen und konnte mir dann erst die gewünschte Antwort geben, hat mich aber gleichzeitig darauf verwiesen, dass ich mich auch online informieren könnte...
War auf jeden Fall spannend. Schon klar, man kann nicht von jedem Polizisten erwarten, dass er jedes Gesetz kennt, aber zu wissen, dass die Waffenbehörde nicht auf dem Magistrat ist, hätte ich mir schon erwartet.

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Mitglied Nr. 10029


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BeitragVerfasst: 16. Mai 2015, 13:09 
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Beiträge: 282
Wohnort: Mühlviertel / OÖ
Zitat:
...Schon klar, man kann nicht von jedem Polizisten erwarten, dass er jedes Gesetz kennt, aber zu wissen, dass die Waffenbehörde nicht auf dem Magistrat ist, hätte ich mir schon erwartet.
Hi,

einerseits gut, weil es zeigt, daß praktisch gar nichts mit legalen Waffen passiert, andererseits schlecht weil offensichtlich Wenige eine WBK/WP beantragen.

_________________
Grüße
Geko

IWÖ Mitglied Nr.: 7138


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BeitragVerfasst: 16. Mai 2015, 14:35 
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Beiträge: 215
Zitat:
Zitat:
Schon klar, man kann nicht von jedem Polizisten erwarten, dass er jedes Gesetz kennt,
Das kommt eben davon, weil die Polizisten sehr selten mit diesem Gesetz zu tun haben - gut, in letzter Zeit mehr, weil wir mehr bewaffnete Eindringlinge im Land haben.
Weil die österreichischen Legalwaffenbesitzer grundehrlich sind und nichts anstellen.

Ich habe das auch während meiner Dienstzeit festgestellt. Da kam es nicht selten vor, daß mich einer meiner Kollegen anrief und mir eine Frage stellte, die etwa bei einer Waffenkontrolle aufgetreten war. Die behördliche Schulung war ja diesbezüglich nur 08/15. Auch heute - in meinem Ruhestand - kommt es noch vor, daß ich von einem aktiven Kollegen, der gerade vor einem für ihn unlösbaren Problem steht, telefonisch um Rat gefragt werde.

Ich habe "meine Buben" in dieser Hinsicht gut erzogen. Ich kann mich nicht daran erinnern, daß es an meinem Dienstort zu Schikanen der Legalwaffenbesitzer gekommen wäre.

Darum auch ein guter Rat von mir:
Auch wenn ihr feststellt, daß der Beamte irrt - was vorkommen kann - bleibt freundlich. Vertretet euren Standpunkt bestimmt, aber f r e u n d l i c h !
Wer dem Beamten rechthaberisch oder gar präpotent gegenübertritt, wird Widerstand ernten. Und der Hebel, auf dem die Beamten sitzen ist sehr lang. Polizisten sind auch nur Menschen und reagieren manchmal emotional.
Auch ich habe Unfreundlichkeit stets verachtet --- und auch meist bestraft.
Selbstverständlich, ich mache ja auch dem Beamten persönlich gar keinen Vorwurf, er war höflich und hat auch sofort nachgefragt und mir dann die korrekte Antwort gegeben! Ich wollte nur meinem Erstaunen insgesamt Ausdruck verleihen, dass ihm das zunächst gar kein Begriff war sondern er mich aufs Magistrat schicken wollte!

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Mitglied Nr. 10029


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