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BeitragVerfasst: 28. August 2006, 20:24 
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Kann man auch Kat A vererben ... Vorderschaftrepetierer ja, aber Vollautomaten ? Wohl kaum.

rhodium


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BeitragVerfasst: 28. August 2006, 22:39 
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warum die Raterei, ein Blick auf die IWÖ - Rechts-Seite klärt das auf:
Zitat:
Erbschaft oder Vermächtnis
§ 43.

(1) Befinden sich im Nachlaß eines Verstorbenen genehmigungspflichtige Schußwaffen, Kriegsmaterial oder verbotene Waffen, so hat derjenige, in dessen Obhut sich die Gegenstände im Erbfall befinden, dies unverzüglich der Behörde oder – sofern es sich um Kriegsmaterial handelt – der nächsten Militär- oder Sicherheitsdienststelle anzuzeigen. Die Behörde hat gegebenenfalls die Sicherstellung oder vorläufige Beschlagnahme dieser Gegenstände zu veranlassen oder die zur sicheren Verwahrung erforderlichen Anordnungen zu treffen.
Das ist soweit ganz klar...
Zitat:

(2) Gemäß Abs. 1 sichergestellte oder beschlagnahmte Gegenstände sind
1. an den Erben oder Vermächtnisnehmer, wenn dieser innerhalb von sechs Monaten, gerechnet an dem Erwerb des Eigentums, die erforderliche Berechtigung zum Besitzer dieser Gegenstände nachzuweisen vermag oder
2. an eine andere vom Erben od.- Vermächtnisnehmer namhaft gemachte Person, wenn diese zum Besitz dieser Gegenstände berechtigt ist, auszufolgen.
Anzeige- und Meldepflichten gemäß § 28 treffen in diesen Fällen die ausfolgende Behörde.
auch ganz klar, die Behörde muß die Waffen wieder ausfolgen, wenn man selbst befugt ist oder einen Befugten namhaft macht...
Zitat:

(3) Sind genehmigungspflichtige Schußwaffen, Kriegsmaterial oder verbotene Waffen keinem Berechtigten auszufolgen oder war die Vernichtung des Kriegsmaterials erforderlich, geht das Eigentum daran auf den Bund über. Dem Erben oder Vermächtnisnehmer ist eine angemessene Entschädigung zu gewähren, wenn es dieser binnen sechs Monaten als Eigentumsübergang verlangt und der Erblasser zum Besitz dieser Gegenstände befugt war. Für Kriegsmaterial leistet diese Entschädigung der Bundesminister für Landesverteidigung.
bei verbotenen Waffen oder Kriegsmaterial gibt es eine Entschädigung, aber nur , wenn der Verstorbene die Waffen legal besessen hat
Zitat:

(4) Der Antrag eines Erben oder Vermächtnisnehmers auf Erteilung der Berechtigung oder auf Erweiterung einer bestehenden Berechtigung, die für den Besitz eines gemäß Abs. 1 sichergestellten Gegenstandes erforderlich ist, bedarf keiner weiteren Rechtfertigung, sofern der Verstorbene den Gegenstand besitzen durfte. Die Frist des Abs. 2 Z 1 läuft jedenfalls bis zur Entscheidung über diesen Antrag.
Die genehmigung bedarf keiner beonderen Rechtfertigung ,aber auch wieder nur, wenn der Verstorbene die Waffen legal besessen hat
Zitat:

(5) Wurden die Gegenstände nicht sichergestellt oder vernichtet und dem Erben oder Vermächtnisnehmer keine Bewilligung zum Besitz erteilt, hat er die noch in seiner Obhut befindlichen Gegenstände der Behörde binnen zwei Wochen nach Eintritt der Rechtskraft der behördlichen Entscheidung spätestens binnen sechs Monaten abzuliefern oder einem zum Erwerb solcher Waffen Befugten zu überlassen. Bis zum Ablauf dieser Frist ist der Besitz der Gegenstände in diesen Fällen erlaubt.
(6) Sind in Abs. 1 genannte Gegenstände im Erbfalle in der Obhut eines Menschen, der das 18. Lebensjahr noch nicht vollendet hat, trifft die Anzeigepflicht dessen gesetzlichen Vertreter. § 11 Abs. 2 gilt. (7) Erben oder Vermächtnisnehmer einer meldepflichtigen Waffe trifft. die Meldepflicht gemäß § 30 Abs. 1 mit dem Erwerb des Eigentums.
soweit auch wieder klar, oder?

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BeitragVerfasst: 29. August 2006, 08:54 
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Heißt zu deutsch, daß eben in praxi "die Vernichtung .. notwendig war" und der Erbe durch die Finger schaut.
So etwas läßt dem Ermessen - sprich der Behördenwillkür - jeden Spielraum.


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BeitragVerfasst: 29. August 2006, 15:52 
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seh ich nicht so;

Knackpunkt dürfte sein, ob der Verstorbene die Waffen (ob normal, Kriegsmaterial oder "verboten"-wie zB Pumpgun) legal besessen hat (wie gerade bei der Kriegsmaterial oder Pumpgun durchaus möglich).

waren sie legal, dann muß ich auch als Erbe auf Antrag auch ohne speziellen Bedürfnisnachweis die GLEICHE Genehmigung bekommen. (zumindest lese ich das aus $43 Absatz (4)

waren sich nicht legal, dann kann ich nur Waffen übernehmen, zu denen ich (oder ein von mir Nominierter) befugt bin. (z.B illegale Pistole, ich hab aber eine WBK). Müsste ich hier erst um eine WBK ansuchen, dann entfällt nur das automatische Bedürfnis.(zumindest lese ich das aus $43 Absatz (2)

bekomme ich im letzetern Fall dann so ein Dokument nicht (z.B Kriegsmaterial oder verbotene Waffe) oder stelle erst gar keinen Antrag (z B WBK), nur dann werden die Waffen vernichtet oder gehen in das Eigentum des Staates über, und ich bekomme eine Entschädigung.....


so ist zumindest meine laienhafte Interpretation des geschriebenen Gesetzes. Die Rechtskundigen unter uns mögen mich eines Besseren belehren.... :?:

GS

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BeitragVerfasst: 29. August 2006, 21:00 
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Beiträge: 4597
Dein Wort in Gottes Gehörgang..
Es besteht aber recht viel Raum für Behördenwillkür..
Hoffentlich bin ich zu pessimistisch.
mfG. d.-


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BeitragVerfasst: 29. August 2006, 21:48 
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Beiträge: 812
Zitat:
Es besteht aber recht viel Raum für Behördenwillkür..
Hoffentlich bin ich zu pessimistisch.
Wenn es um Behördenwillkür geht, kann man nicht zu pessimistisch sein, sondern nur angenehm überrascht werden.


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BeitragVerfasst: 30. August 2006, 22:59 
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Zitat:
Dein Wort in Gottes Gehörgang..
Es besteht aber recht viel Raum für Behördenwillkür..
Hoffentlich bin ich zu pessimistisch
Ich sehe hier überhaupt keinen Spielraum für Behördenwillkür.
Abgesehen davon, daß viele Behördenvertreter sich anscheinend eigene Gesetze machen .... nur, genau das sollte man halt bekämpfen.

GS

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BeitragVerfasst: 31. August 2006, 10:08 
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Da bin ich pessimistischer:
Wenn die Behörde reflexartig befindet, daß "die Vernichtung notwendig war", stehen die Bürger vis a vis...


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