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BeitragVerfasst: 27. Juni 2006, 17:00 
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Die Jagdkarte entziehen kann nur der Landesjagdverband. Im NÖ Jagdgesetz ist der §5(5) Zivildienstgesetz explizit als Entziehungsgrund genannt, im Wiener Jagdgesetz nur das Waffengesetz. Heikel wird es wenn sowhol die NÖ als auch die WR Jagdkarte besteht: NÖ entzieht aufgrund §5(5) Zivildienstgesetz, daraufhin entzieht Wien, weil NÖ entzogen hat.

Alle anderen waffenrechtliche Dokumente hat die Behörde zu entziehen. Wird sie auch machen, weil ihr die Evidenthaltung des Waffenverbotes ebenfalls obliegt und beim Eintragen desselben im Computer wohl der Widerspruch auffällt.

Kurz gesagt: WBK/WP ist sicher weg. Jagdkarte möglicherweise auch. Falls nicht, kann die Jagd nur ohne Schußwaffe ausgeübt werden; möglicherweise mit Ausnahmegenehmigung Bogenjagd (Armbrust ist z.B. im Wr. Jagdgesetz explizit verboten).

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BeitragVerfasst: 27. Juni 2006, 17:12 
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interessante fragestellung.

anders gefragt:
ist nicht eigentlich der offizielle grund zivildienst zu leisten die verweigerung des dienstes an der waffe? (deshalb auch das anschließende waffenverbot) oder hat sich das mittlerweile geändert, dass man "einfach so" wählen kann?

das würde ja bedeuten, jemand der bereits einen jagdschein hat kann wohl schwer behaupten, er könne psychisch keine waffe in die hand nehmen. folglich kein zivi möglich!?

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BeitragVerfasst: 27. Juni 2006, 17:53 
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Zitat:
interessante fragestellung.


das würde ja bedeuten, jemand der bereits einen jagdschein hat kann wohl schwer behaupten, er könne psychisch keine waffe in die hand nehmen. folglich kein zivi möglich!?
Wenn er nicht gefragt wird, wird er nichts behaupten.

Im Kärntner Jagdgesetz kommt der Begriff Zivildienst nicht vor.
Schickt die Stellungskommission eine Liste aller Zivi-Anwärter zum Abgleichen an die Ktn. Jägerschaft ? Und gleicht die dann ab ?


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BeitragVerfasst: 27. Juni 2006, 17:57 
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Zitat:

Kurz gesagt: WBK/WP ist sicher weg. Jagdkarte möglicherweise auch. Falls nicht, kann die Jagd nur ohne Schußwaffe ausgeübt werden
Für normale Jagdwaffen (Kat C und D) benötigt man keine WBK/WP also sind die existierenden Waffen von Seiten der Behörde nicht erfasst.


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BeitragVerfasst: 27. Juni 2006, 19:07 
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Es geht mich ja nichts an, aber wenn jemand für Jagd und Waffen ohnedies etwas über hat, was ist am Wehrdienst dann so schwer zu verkraften ?


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BeitragVerfasst: 27. Juni 2006, 19:25 
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@ Dave:

Da gehe ich völlig mit Dir d'accord.
jaga hat aber auch geschrieben:
Zitat:
Rein theoretische Frage.

Mein Sohn besitzt den dritten Jagdschein. Im Jänner hatte er Musterung und rückt im Herbst ein. Wenn er sich zum Zivildienst gemeldet hätte...

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Gruß
Richard Temple-Murray


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BeitragVerfasst: 27. Juni 2006, 19:27 
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@ritm daran dachte ich erst auch - aber der eigentliche threadersteller möchte tatsächlich nachm zivi eine waffe.. :wink:

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BeitragVerfasst: 27. Juni 2006, 19:43 
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@ realSMILEY:

Ist schon richtig.
Dave hat aber von Interesse an Jagd und Waffen gepostet, der Threadersteller, Mr_DCM, allerdings
Zitat:
wäre persönlich sehr stark an der Ausübung des Schießsports interessiert.
Somit war ich der Auffassung, der Kommentar von Dave bezieht sich auf die Anfrage von jaga.

Ist aber eigentlich auch egal - ich teile jedenfalls wie gesagt seine Ansicht.

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Gruß
Richard Temple-Murray


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BeitragVerfasst: 27. Juni 2006, 22:39 
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Mein Sohn ist erfolgreicher Sportschütze, begeisterter Jäger und Zivildienst war nie eine Alternative für ihn.

Meine Frage war nach dem "Hintenrum"-Datenaustausch zwischen den Behörden.


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BeitragVerfasst: 27. Juni 2006, 22:48 
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Zitat:
Für normale Jagdwaffen (Kat C und D) benötigt man keine WBK/WP also sind die existierenden Waffen von Seiten der Behörde nicht erfasst.
Um den Besitz dieser Waffen geht es nicht, da diese ja nicht genehmigungspflichtig sind. Es geht um das führen von Schußwaffen, und das ist untersagt, selbst wenn im Jagdgesetz der Entzug aufgrund des Zivildienstgesetzes nicht vorgesehen ist.

Kommt es zu einer Anzeige, dann ist die Verlässlichkeit futsch, ein Waffenverbot erlassen und auch die Jagdwaffen Kat C und D werden sichergestellt.

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BeitragVerfasst: 27. Juni 2006, 22:54 
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Zitat:
Mein Sohn ist erfolgreicher Sportschütze, begeisterter Jäger und Zivildienst war nie eine Alternative für ihn.

Meine Frage war nach dem "Hintenrum"-Datenaustausch zwischen den Behörden.
Zitat:
§12 (6) Richtet sich ein Waffenverbot gegen den Inhaber einer Jagdkarte, so ist der Behörde, die die Jagdkarte ausgestellt hat, eine Abschrift des Verbotsbescheides zu übersenden.

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BeitragVerfasst: 29. Juni 2006, 09:29 
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Ich habe das schon einmal gepostet: Ein guter Bekannter von mir hat den ZD gemacht und nach ein paar Jahren das Pistolenschießen als seine Leidenschaft entdeckt. Mit dem Sachbearbeiter der W-Behörde geredet, WBK angesucht, nach gröberer Diskussion mit dem Beamten WBK für 2 FFW erhalten. So gehts auch.

Grüße, Bertl

PS: Bezirkshauptmannschaft Urfahr-Umgebung. Bravo!


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BeitragVerfasst: 29. Juni 2006, 09:39 
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@bertl:
Es wäre jetzt interessant abzuklären, ob der Sachbearbeiter sich nicht an´s Gesetz halten muss? Haben die Sachbearbeiter hier weitgehende Handlungsfreiheit inder Auslegung des Waff-Gesetztes?

Gruss
Peter


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BeitragVerfasst: 29. Juni 2006, 09:51 
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Wohnort: im Mühlviertel
Natürlich muß er sich an das Gesetz halten. Aber wenn Begriffe wie " bis zu....., höchstens...." usw. im Gesetz stehen dann tut sich auch ein Beamter etwas leichter. Ich weiß das: ich bin seit 24 Jahren Gemeindebeamter. Und ich lege seit 24 Jahren das Gesetz FÜR den Bürger und nicht GEGEN den Bürger aus. Habe noch nie Probleme gehabt. Und so wird es bis zu meiner Pensionierung hoffentlich auch bleiben.

Liebe Grüße!

bertl


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BeitragVerfasst: 29. Juni 2006, 09:51 
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Wohnort: Gars am Kamp
@ PETER:

Ich schätze einmal das ist schon ein paar Jahre her.
Früher waren diese 15 Jahre eine Obergrenze, es lag meines Wissens im Ermessen der Behörde, ab wann innerhalb dieses Zeitraums ein Waffenrechtliches Dokument ausgestellt werden konnte.

Mittlerweile sind die 15 Jahre aber obligatorisch, da dürfte es dann aber auch kein Ermessen mehr geben.

Siehe auch weiter oben:
Zitat:
Die Gesetzesbestimmungen des Zivildienstgesetzes wurden 2005 (unter der Regierung schwarz-blau) sogar verschärft, die 15 Jahre sind jetzt zementiert:

§ 5 (5) (Verfassungsbestimmung) Zivildienstpflichtigen, für die nach
dem 30. September 2005 eine Feststellung gemäß Abs. 4 getroffen
wird, sind der Erwerb und der Besitz von verbotenen Waffen,
Kriegsmaterial und genehmigungspflichtigen Schusswaffen sowie das
Führen von Schusswaffen für die Dauer von 15 Jahren untersagt. Die
Frist beginnt mit Eintritt der Zivildienstpflicht.

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Gruß
Richard Temple-Murray


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