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BeitragVerfasst: 26. Juni 2006, 15:57 
Sehr geehrte Damen und Herren!

Ich wende mich hier an dieses Forum, da ich denke, dass sie mir evtl. weiterhelfen könnten.

Aus verschiedensten Gründen habe ich vor einiger Zeit meinen Zivildienst abgeleistet, nicht darauf Bedacht nehmend, dass damit ein "bis zu 15 jähriges Waffenverbot" mit einhergeht.

Seit einiger Zeit habe ich meinen ZD nun schon erfolgreich abgeleistet und wäre persönlich sehr stark an der Ausübung des Schießsports interessiert.

Was ich aus dem ZDG (Zivildienstgesetz) herauslesen konnte, kann die Behörde einem scheinbar bis zu 15 Jahren Waffenverbot auferlegen - meine Frage ist daher, ob es möglich ist, dieses "bis zu 15 Jahre" zu verkürzen bzw. das Verbot ganz aufzuheben.

Ist das ein Ding der Unmöglichkeit oder bestehen hier doch gewisse Aussichten auf Erfolg?

Ich würde mich sehr freuen, wenn Sie mir hier weiterhelfen könnten.


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BeitragVerfasst: 26. Juni 2006, 17:25 
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Diese 15 Jahre stehen im jeweiligen Zivildienstbescheid. Da diese Bescheide rechtskräftig sind (sonst wären die Adressaten nicht zum Zivildienst gekommen) gibt es mE keine Möglichkeit davon wegzukommen.

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Andreas Rippel


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BeitragVerfasst: 26. Juni 2006, 17:59 
Ich glaub damals bei der Stellung haben Sie sogar darauf hingeweisen!


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BeitragVerfasst: 26. Juni 2006, 20:07 
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Was ich bei der Formulierung nicht ganz eindeutig finde ist das "bis zu 15 Jahre". Heisst das in Amtsdeutsch automatisch "für 15 Jahre"?

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[i]haben sie schon mal blumen im garten angepflanzt, sie kranker tötungs-technik-freak, sie?[/i]
[url=http://derstandard.at/?id=2449634]Childerich von Bartenbruch[/url]


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BeitragVerfasst: 26. Juni 2006, 20:41 
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Registriert: 4. Januar 2006, 19:53
Beiträge: 3600
Die Dauer des Waffenverbots liegt im Ermessen der Behörde. Im Bescheid wird sie festgesetzt. Bitte zu beachten, daß das Waffenverbot alle Waffen betrifft, also z.B. auch Messer, Schlagstock und Pfefferspray.

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MgNr 3730

„Lösungen mathematischer Probleme werden nicht durch Abstimmung entschieden.“ – Marilyn vos Savant

"Ich trage eine Waffe weil mir ein Polizist zu schwer ist."

"L'Etat n'est plus nous."


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BeitragVerfasst: 26. Juni 2006, 20:44 
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pfefferspray ist eine waffe? mann, was bin ich froh, kein zivi (gewesen) zu sein.. :twisted:

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BeitragVerfasst: 26. Juni 2006, 20:53 
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Registriert: 4. Januar 2006, 19:53
Beiträge: 3600
Zitat:
§ 1. Waffen sind Gegenstände, die ihrem Wesen nach dazu bestimmt sind, 1. die Angriffs- oder Abwehrfähigkeit von Menschen durch unmittelbare Einwirkung zu beseitigen oder herabzusetzen

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BeitragVerfasst: 26. Juni 2006, 22:40 
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Registriert: 9. Januar 2006, 06:22
Beiträge: 508
Mr_DCM

Schade das du nicht in der Schweiz wohnst, denn bei uns gibt es so eine spezielle Regelung gar nicht. Egal ob du militärtauglich, untauglich oder zivildiensttauglich bist bzw. gerade Zivildienst ableistet, man kann sofern man nicht eindeutig vorbestraft ist immer legal Waffen kaufen. Wieso es diese für mich nicht nachvollziehbare Regelung betreffend Waffenverbot bei "Zivis" in Oesterreich gibt, entzieht sich jedoch meiner Kenntnis. :?


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BeitragVerfasst: 26. Juni 2006, 23:15 
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Registriert: 6. Juni 2006, 09:13
Beiträge: 117
Wohnort: Bayern
Zitat:
Mr_DCM

.....
Wieso es diese für mich nicht nachvollziehbare Regelung betreffend Waffenverbot bei "Zivis" in Oesterreich gibt, entzieht sich jedoch meiner Kenntnis. :?
Nun ja, der Zivi lehnt ja aus moralischen Gründen (zumindest die offizielle Version) den Dienst mit der Waffe ab. Ich kann zumindest nachvollziehen, daß der wohlmeinende Staat ihn da in Zukunft vor Irrungen schützen will. :lol:


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BeitragVerfasst: 27. Juni 2006, 10:41 
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Beiträge: 4781
Zitat:
Nun ja, der Zivi lehnt ja aus moralischen Gründen (zumindest die offizielle Version) den Dienst mit der Waffe ab.
Das war früher so. Die ZD Kommission ist ja abgeschafft, soviel ich weiß.

Die Gesetzesbestimmungen des Zivildienstgesetzes wurden 2005 (unter der Regierung schwarz-blau) sogar verschärft, die 15 Jahre sind jetzt zementiert:

§ 5 (5) (Verfassungsbestimmung) Zivildienstpflichtigen, für die nach
dem 30. September 2005 eine Feststellung gemäß Abs. 4 getroffen
wird, sind der Erwerb und der Besitz von verbotenen Waffen,
Kriegsmaterial und genehmigungspflichtigen Schusswaffen sowie das
Führen von Schusswaffen für die Dauer von 15 Jahren untersagt. Die
Frist beginnt mit Eintritt der Zivildienstpflicht.

§ 75b. (Verfassungsbestimmung) Zivildienstpflichtigen darf
innerhalb der Geltung des Verbotes gemäß § 5 Abs. 5 von den
zuständigen Behörden keine Erlaubnis zum Erwerb oder Besitz von
verbotenen Waffen, Kriegsmaterial und genehmigungspflichtigen
Schusswaffen sowie zum Führen von Schusswaffen nach dem Waffengesetz 1996 erteilt werden; ausgestellte derartige Urkunden sind zu
entziehen.


Grotesk wird es dann hier:

§ 6. (1) Der Zivildienstpflichtige kann die Zivildiensterklärung
widerrufen. Hiezu muss er erklären, dass er die Erfüllung der
Wehrpflicht nicht mehr aus den in § 1 Abs. 1 genannten Gründen
verweigere. Die Widerrufserklärung ist schriftlich oder mündlich bei
der Zivildienstserviceagentur oder beim Militärkommando
einzubringen. Das Recht, die Widerrufserklärung abzugeben ruht ab
dem 15. Tag nach Zustellung eines Zuweisungsbescheides zum
Zivildienst bis zu dessen vorzeitiger Beendigung und ist nach
vollständiger Ableistung des ordentlichen Zivildienstes
ausgeschlossen.
(2) Mit Einbringung einer Widerrufserklärung gemäß Abs. 1 erlischt
die Zivildienstpflicht. Der Bundesminister für Inneres hat mit
Bescheid festzustellen, ob die Zivildienstpflicht erloschen ist.
(3) Der Zivildienstbeschwerderat hat die Zivildienstpflicht
aufzuheben, wenn
ein Zivildienstpflichtiger
1. wegen einer in § 5a Abs. 1 Z 1 genannten strafbaren Handlung
rechtskräftig zu einer Freiheitsstrafe von mehr als sechs
Monaten verurteilt worden ist, oder
2. einem Wachkörper des Bundes oder einer Gemeinde angehört, oder
3. dem Verbot, verbotene Waffen, Kriegsmaterial und
genehmigungspflichtigen Schusswaffen zu erwerben oder zu
besitzen oder Schusswaffen zu führen, zuwidergehandelt hat.

Gemäß Z 3 ist die Zivildienstpflicht nicht aufzuheben, wenn der
Erwerb oder Besitz einer verbotenen Waffe, von Kriegsmaterial oder
einer genehmigungspflichtigen Schusswaffe den §§ 42 Abs. 2 und 4
sowie 43 Abs. 1 des Waffengesetzes 1996 entsprochen hat.

(4) Mit Einbringung einer Widerrufserklärung (Abs. 2) und mit
Aufhebung der Zivildienstpflicht (Abs. 3) unterliegt der Betreffende
der Wehrpflicht im Sinne des Wehrgesetzes. Die
Zivildienstserviceagentur hat das Militärkommando davon unverzüglich
in Kenntnis zu setzen und ihm gleichzeitig die in § 5 Abs. 3
angeführten Unterlagen
zurückzusenden.
(5) Zeiten des geleisteten ordentlichen Zivildienstes sind in den
ordentlichen Präsenzdienst einzurechnen. Vom Wehrpflichtigen gemäß
Abs. 4 ist jedoch mindestens ein ordentlicher Präsenzdienst in der
Dauer von vier Monaten zu leisten.
(6) (Verfassungsbestimmung) Das Recht, eine Zivildiensterklärung
abzugeben, ruht für die Dauer eines Jahres nach Einbringung einer
Widerrufserklärung (Abs. 2) oder nach Aufhebung der
Zivildienstpflicht (Abs. 3).


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BeitragVerfasst: 27. Juni 2006, 11:18 
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Wohnort: Vorarlberg
Hmm Kategorie C ist aber nicht genehmigungspflichtig, sehe ich dies richtig ? Könnte DCM also z.B. ein KK-Gewehr kaufen, oder sind Waffen wie von Gunter erwähnt generell pfui ?
:?:


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BeitragVerfasst: 27. Juni 2006, 11:41 
Nö des glaub ich nicht, als ich mir eine katC holte, 3 Tagewartefrist, ob Waffenverbot o.ä. gegen mich aufliegt.

so hat der damals gesagt im shop...


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BeitragVerfasst: 27. Juni 2006, 14:42 
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Registriert: 4. Januar 2006, 19:53
Beiträge: 3600
Wenn man das Zivildienstgesetz genaus liest, sind nur "verbotene Waffen, Kriegsmaterial und genehmigungspflichtige Schußwaffen" vom Besitz ausgeschlossen, sowie jegliches Führen von Schußwaffen.

Pfefferspray, Schlagstock und Messer darf er also doch besitzen/führen.

Aber nicht auf die Jagd (führen).

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BeitragVerfasst: 27. Juni 2006, 14:55 
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Registriert: 4. Januar 2006, 13:29
Beiträge: 701
Gunter hat Recht: Vereinfacht gesagt, gibt es für die im Bescheid festgesetzte Dauer kein waffenrechtliches Dokument.

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Andreas Rippel


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BeitragVerfasst: 27. Juni 2006, 15:54 
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Beiträge: 686
Rein theoretische Frage.

Mein Sohn besitzt den dritten Jagdschein. Im Jänner hatte er Musterung und rückt im Herbst ein. Wenn er sich zum Zivildienst gemeldet hätte ohne von sich aus seinen Waffenbesitz zu erwähnen, wäre dann trotzdem hintenrum kurzgeschlossen worden um ihm Jagdkarte und EFWP zu entziehen?
Oder gibt es solche Rückmeldungen (noch) nicht ?


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