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 Betreff des Beitrags: Re: Hausdurchsuchungsbefehl
BeitragVerfasst: 26. Juli 2006, 00:54 
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Zitat:
Achtung, es gibt ein magisches Wort (3 Worte):

Gefahr im Verzuge

Das Exekutivorgan brauch nicht immer einen Durchsuchungsbefehl.

Die Leute sind hier von den vielen Kriminalfilmen falsch informiert!

Wenn es zufällig in der Nähe einen bestimmten Anlaßfall gibt (und derer gibt es oft), hat das Exekutivorgan das Recht auch ohne HD-Befehl Räumlichkeiten und Behältnisse und auch Personen zu durchsuchen.

Gefahr im Verzuge ist gegeben, wenn es auf Grund "bestimmter Tatsachen" nicht tunlich ist, einen richterlichen Befehl sofort einzuholen.

Jetzt müßt ich wohl auch die "bestimmten Tatsachen" auch noch erläutern. Aber das sprengt den Rahmen meines Eintrages.

FS 0226
Lieber FS, das bringt mich zu einer anderen Frage :

Bei einer routinemäßigen Verkehrskontrolle wurde ich nach einem kurzen Blick in den Zulassungsschein und Führerschein nach dem Zulassungsbesitzer gefragt. Dazu wäre zu sagen, dass ich ein Firmenauto Marke A6 fahre und nach den derzeitigen Temperaturen in Badeshorts und T-Shirt bekleidet unterwegs war. Da ich ohnehin nicht besonders gut aufgelegt war habe ich dem jungen Kollegen recht pampig geantwortet, dass dies in Zeile 4 des Zulassungsscheins den er ja vor Augen hat drinnen stehe, aber wenn er Schwierigkeiten beim entziffern der Buchstaben hätte wäre ich ihm gerne behilflich. Dieser darauf mit Papieren verschwand und ein anderer Kollege kurz darauf nocheinmal die Prozedur startete und mich frage ob ich denn nicht wüsste auf wen das Fahrzeug zugelassen sei. Meine Antwort : Wenn er mich verdächtigt das Fahrzeug entwendet zu haben solle er diesen Vorwurf mir gegenüber deutlich äußern, jedoch nicht meine Intelligenz dadurch beleidigen, dass er mir unterstellt, das Fahrzeug mit Zulassungsschein entwendet zu haben und nicht vorher hineingesehen zu haben auf wen es zugelassen ist. Darauf kurze Stille, überreichen der Papiere und ein grußloses "Fahrn's weiter..."

Ist das OK ? Muss ich den Zulassungsbesitzer (oder gar das Kennzeichen) auswendig kennen ? Kann das ein Verdachtsmoment begründen ?

P.S. Natürlich kenne ich den genauen Wortlaut meiner Firma, ich wollte halt nur nicht "compliant" sein diesmal ...


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 26. Juli 2006, 09:39 
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Zitat:
habe ich dem jungen Kollegen recht pampig geantwortet
Ein gewisses Maß an freundlicher Höflichkeit bringt meist mehr als es kostet..
Der Beamte macht ja normalerweise auch seine Arbeit.
Warum die Leute unnötig verärgern ?


Und - wie man in den Wald hineinruft, ...


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 Betreff des Beitrags: Re: Hausdurchsuchungsbefehl
BeitragVerfasst: 26. Juli 2006, 09:43 
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Zitat:
Lieber FS, das bringt mich zu einer anderen Frage :

Bei einer routinemäßigen Verkehrskontrolle wurde ich nach einem kurzen Blick in den Zulassungsschein und Führerschein nach dem Zulassungsbesitzer gefragt. Dazu wäre zu sagen, dass ich ein Firmenauto Marke A6 fahre und nach den derzeitigen Temperaturen in Badeshorts und T-Shirt bekleidet unterwegs war. Da ich ohnehin nicht besonders gut aufgelegt war habe ich dem jungen Kollegen recht pampig geantwortet, dass dies in Zeile 4 des Zulassungsscheins den er ja vor Augen hat drinnen stehe, aber wenn er Schwierigkeiten beim entziffern der Buchstaben hätte wäre ich ihm gerne behilflich. Dieser darauf mit Papieren verschwand und ein anderer Kollege kurz darauf nocheinmal die Prozedur startete und mich frage ob ich denn nicht wüsste auf wen das Fahrzeug zugelassen sei. Meine Antwort : Wenn er mich verdächtigt das Fahrzeug entwendet zu haben solle er diesen Vorwurf mir gegenüber deutlich äußern, jedoch nicht meine Intelligenz dadurch beleidigen, dass er mir unterstellt, das Fahrzeug mit Zulassungsschein entwendet zu haben und nicht vorher hineingesehen zu haben auf wen es zugelassen ist. Darauf kurze Stille, überreichen der Papiere und ein grußloses "Fahrn's weiter..."

Ist das OK ? Muss ich den Zulassungsbesitzer (oder gar das Kennzeichen) auswendig kennen ? Kann das ein Verdachtsmoment begründen ?

P.S. Natürlich kenne ich den genauen Wortlaut meiner Firma, ich wollte halt nur nicht "compliant" sein diesmal ...
Nachdem so viele Autos gestohlen werden, ist es nachvollziehbar, dass die Polizei bei einer Verkehrskontrolle (überhaupt bei einem beliebten Fahrzeug wie einem Audi A6) schon einmal genauer hinsieht. Und nach Deiner Schilderung war ihr Verhalten dabei in Ordnung. Was hat Dich daran gehindert, auf die Frage des Beamten mit einem "Das Fahrzeug gehört der Firma X, und meine Funktion dort ist Y" zu antworten? Damit wäre die Angelegenheit schneller und reibungsloser erledigt gewesen. Stell Dir vor, Dein Wagen wird wirklich gestohlen, und Du erfährst nachher, dass der Täter zwar von der Polizei kontrolliert, aber nicht festgehalten wurde?

Trenck

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Als "Kleinbürger mit Abstiegsängsten" bezeichnet die Gesinnungspresse Menschen, die ihr Leben mit Arbeit verbringen, aber keine Neigung verspüren, für noch mehr fremder Leute Rechnungen aufzukommen.
Michael Klonovsky


Zuletzt geändert von Trenck am 27. Juli 2006, 10:12, insgesamt 1-mal geändert.

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BeitragVerfasst: 26. Juli 2006, 09:59 
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tja, wie man in den wald schreit...

also ich habe vielmehr die erfahrung gemacht, dass mir gegenüber die exekutive - wenn ich in meinem (mittlerweile verunfallten) A6 unterwegs war - außerordentlich freundlich aufgetreten ist. selbst wenn ich es mit der geschwindigkeit nicht so genau genommen hatte. :wink: ob ich verbandskasten und warnweste dabei hätte wurde ich höchstens mal gefragt, nie kontrolliert. ein bisschen freundlichkeit, einen kleinen schmäh gemacht und schon klappt's auch mit der rennleitung. :)

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BeitragVerfasst: 26. Juli 2006, 10:04 
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Auch ich habe die Erfahrung gemacht, daß freundliche Höflichkeit gegenüber den Polizisten (generell gegenüber allen Mitmenschen) weitaus mehr Komplikationen verhindert, als ein forsches und besserwisserisches Auftreten es jemals könnte. Dieses Verhalten, gepaart mit Einsicht, hat mir schon das Eine oder Andere größere Loch in meinem Portemonnaie erspart.

Andererseits kann ich auch Dr. Seltsam verstehen. Termindruck, viel Arbeit und die momentane Hitze können mitunter schon dazu führen, daß man ein wenig die Contanance verliert...

schwitzend, Hasenfuss

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BeitragVerfasst: 27. Juli 2006, 01:01 
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Zitat:
Auch ich habe die Erfahrung gemacht, daß freundliche Höflichkeit gegenüber den Polizisten (generell gegenüber allen Mitmenschen) weitaus mehr Komplikationen verhindert, als ein forsches und besserwisserisches Auftreten es jemals könnte. Dieses Verhalten, gepaart mit Einsicht, hat mir schon das Eine oder Andere größere Loch in meinem Portemonnaie erspart.

Andererseits kann ich auch Dr. Seltsam verstehen. Termindruck, viel Arbeit und die momentane Hitze können mitunter schon dazu führen, daß man ein wenig die Contanance verliert...

schwitzend, Hasenfuss
Ja, ihr habt ja recht und normalerweise bin ich auch ein ausgesprochen höflicher Mensch und habe auch überhaupt kein Problem mit der Exekutive, ganz im Gegenteil... Danke auch an FS für die gute Antwort, dem kann ich schon zustimmen.

Ich frage mich nur warum man nicht in der Ausbildung lernt klar zu formulieren warum man eine Frage stellt, so z.b. "Grüß Gott, wir würden gerne wissen ob Sie den Zulassungsbesitzer nennen können, da das Fahrzeug gestohlen sein könnte und ..." anstatt mit halb-psychologischen Befragungsmethoden zu versuchen etwas herauszufinden oder besser gesagt herauszudeuten ... Dies war ja der Grund für meine etwas schroffe Antwort, wenn mir jemand höflich begegnet, bin ich der letzte der unhöflich Antwortet.

Abgesehen davon wäre er ohnehin mit einer Abfrage im EKIS schneller dran (zumindest wenn das Fahrzeug eingemeldet wurde) als mit obiger Methode ...


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BeitragVerfasst: 27. Juli 2006, 01:21 
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Zitat:
Ich frage mich nur warum man nicht in der Ausbildung lernt klar zu formulieren warum man eine Frage stellt, so z.b. "Grüß Gott, wir würden gerne wissen ob Sie den Zulassungsbesitzer nennen können, da das Fahrzeug gestohlen sein könnte und ..." anstatt mit halb-psychologischen Befragungsmethoden zu versuchen etwas herauszufinden
Weil die meisten Menschen noch viel allergischer reagieren, wenn man ihnen ins Blaue hinein Diebstahl unterstellt.


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BeitragVerfasst: 27. Juli 2006, 10:00 
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Zum Thema Auto noch eine Frage: Ist mein Auto auch mein Grund und Boden? Darf ich im Auto die Waffe führen? Dass ich sie nicht im Auto verwahren darf weiss ich.

Georg

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Darf ich im Auto die Waffe führen?
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Zum Thema Auto noch eine Frage: Ist mein Auto auch mein Grund und Boden? Darf ich im Auto die Waffe führen? Dass ich sie nicht im Auto verwahren darf weiss ich.

Georg
Kurze Antwort: zweimal nein!

Trenck

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BeitragVerfasst: 27. Juli 2006, 10:05 
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@ Trenck:

4 Sekunden schneller! :lol:

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Zitat:
@ Trenck:

4 Sekunden schneller! :lol:
Du weißt ja: es ist nicht immer von Vorteil, der Schnellere zu sein! :lol:

Trenck

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BeitragVerfasst: 27. Juli 2006, 10:34 
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Du weißt ja: es ist nicht immer von Vorteil, der Schnellere zu sein! :lol:
Stimmt schon. Wer schneller zieht ist gegenüber demjenigen, der besser zielt, im Nachteil.

:arrow: Aber schnell ziehen und gut zielen... :shock:

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Gruß
Richard Temple-Murray


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Eigentlich ganz interessant, was in unserem Forum so alles besprochen wird... :mrgreen:
Meine Meinung dazu: schnell ziehen und beim Schießen viel
Zeit lassen, damit der Schuß auch trifft... :mrgreen: :mrgreen:

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Wie schreibt der alte Bill Jordan:
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