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 Betreff des Beitrags: Eure Meinung ist gefragt!
BeitragVerfasst: 11. November 2006, 22:29 
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Registriert: 21. Juli 2006, 23:40
Beiträge: 1551
Wohnort: Wien
Also, mal eine kurze einleitende erklärung...
Ich muss im zuge meiner ausbildung zum gesetzeshüter eine 50-seitige arbeit zu einem irgendwie passenden thema schreiben.
Und da hab ich mir nach eingehendem studium dieses forums folgendes thema überlegt:
Ich würde gern über die verschiedenen gesetzeslagen zum thema führen einer FFW in Ö und anderen ländern schreiben, und die auswirkungen solcher gesetze auf die kriminalität beleuchten.
Zum vergleich hätt ich mir die beiden "extreme" USA und england vorgestellt.
Mir gehts drum, meinen kollegen (damit meine ich andere Asp.), von denen viele leider der meinung sind, dass waffen nur in die hände von uniformträgern gehören, zum nachdenken anzuregen. Das ist, denke ich, zwar nicht viel, aber besser als nix, wenn zumindest eine kleine zahl von werdenden EBs auch mal aus dieser richtung mit fakten konfrontiert wird.
Vielleicht erreiche ich ja damit, dass der ein oder andere in zukunft nicht mehr der meinung ist, dass jeder gesetzestreue bürger, der eine waffe führen möchte, eine wandelnde zeitbombe ist!

Bin über jeden input zum thema inhalt/aufbau von euch hoch erfreut!

DVC,
Coolhand


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 12. November 2006, 09:33 
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Registriert: 26. Januar 2006, 00:47
Beiträge: 4516
50 Seiten Fachbereichsarbiet im GAL???? Sind die Irr?
Umfangreiches und nicht ganz einfaches Thema hast du dir da ausgesucht.
Wird nicht leicht werden, das in einen entsprechenden Rahmen zu bringen.
Erstmal Respekt, das du dir das "antust" und nicht einfach irgendwas abliefern willst, das es halt einfach erledigt ist.
Wie weit hast du den Zugang zu Material betreffend USA und Großbritanien? Rechtliches und empirisches Material?
Wäre vielleicht etwas leichter(und besser den Kollegen und Lehrern zu "verkaufen") wenn du mit dem Thema mehr in Österreich bleibst und z.B. die rechtliche Ist-Situation, mit kurzem historischen Überblick über die Entwicklung bis zum heutigen WaffG 1996 und dem Vollzug bez. legalem Zugang zu und Besitz von Waffen beleuchtest(das ist ja relativ einfach und klar und bringt schon mal ein paar Seiten) davon ausgehend dann beschreibst, daß Legal(schuß)waffen als Tatmittel einen verschwindend geringen Anteil ausmachen und Verschärfungen von Waffengesetzten Kriminalität fördern. Wenn du dann GB z.B. nur als Fallbeispiel heranziehst wie Totalwaffenverbote zu einem Anstieg der Kriminalität und dem vermehrten Einsatz von Waffen als Tatmittel führen. Da dann als anderes Beispiel die USA, wo gezielt zur Verbrechensprävention und Bekämpfung Bürgern die Möglichkeit zum bewaffneten Widerstand gegeben wird als probates Mittel zur Verbrechensbekämpfung gesehen wird(natürlich mit Zahlen belegen)
Um so dann zu dem abschließenden Ergebnis kommst, daß Verschärfung von Waffengesetzen ungeeignete Mittel zur Prävention sind und privater Legalwaffenbesitz kein sicherheitspolizeiliches Risiko darstellt, sondern im Gegenteil helfen kann Kriminalität vorzubeugen und zu bekämpfen(wichtig nicht in die "law and order" oder "zero tolerance" Schiene kommen)
In diesem Licht kann man dan auch noch ethische Fragen betrachten z.B. Waffengesetze und das Verhältnis des Staates zu seinen Bürgern (z.B:Schweiz-Österreich, hier bietet sich ebenfalls wieder ein kurzer historischer Exkurs an), Fragen der Menschenrechte(da stehen sie im BMI und in der SIAK grad voll drauf, aber aufpassen das entspricht unter Umständen nicht unbedingt "deren" Vorstellung von der Rolle der Menschenrechte)Recht auf Leben usw. wie es die IWÖ bez. der Fragen an die Parteien zur Nationalratswahlen vorgemacht hat, weiters bez. Vorurteils, Stereotypenbildung (Waffennarren) und Rolle der Medien, auch bez. des Einflußes auf Gesetzesbildung, könnte man da was einbauen.
Just my 2 cents.
Weiß nicht ob dir das jetzt wirklich eine Hilfe war, vielleicht war ja was für dich dabei.
Also zu der Situation in Österreich(Gewalttatenstatistiken mit Tatbegehungsmitteln) sollte der Kollege FSchmidt dir mit einigem Material helfen können. Bezüglich der Gesamtsituation(rechtlich, Vollzug, medial, usw.) in Ö und verschiedenen internationalen Belangen denke ich, daß dir das Sekretariat sicher behilflich sein kann, besonders wo es doch von Interesse ist wenn sich da jemand als objektiver Meinungsbildner in der Exekutive anbietet.
Keep up the good spirit!
PS:
Mach dir halt nicht zuviel Hoffnung bezüglich der Kollegen und speziell auch bez. der Vortragenden. Im BMI und in der SIAK herrschen ja generell die pc.
Mit dem Thema: "Herausforderungen für das polizeiliche Einschreiten in einer multikulturellen Gesellschaft" oder "Die Schubhaft als verfahrenssichernde Maßnahme und das Problem des Vollzuges im polizeilichen Anhaltewesen" würdest du dir vermutlich mehr Freunde machen.(Welchen Grundtenor du einnehmen müßtest ist wohl klar)


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 12. November 2006, 12:04 
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Registriert: 1. November 2006, 09:29
Beiträge: 26
Wohnort: Niederösterreich
Also von einer Fachbereichsarbeit im GAL hab ich auch noch nichts gehört. Vielleicht ein Ergebnis der Reform? :lol:

Material dazu findest auf jeden Fall im Internet, und das sogar haufenweise.
Doch wie auch schon Egil vorgeschlagen hat, bezieh dich mehr auf die Situation in Österreich. Lässt sich sicher leichter recherchieren. Außerdem kannst du Erfahrungen von "älteren" Kollegen einholen.

Das Waffenrecht in Österreich ist ein sehr interessantes Thema. Besonders wenn du dich mit den Feinheiten und Spitzfindigkeiten auseinandersetzst.


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 12. November 2006, 12:14 
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Registriert: 4. Januar 2006, 20:09
Beiträge: 1014
Mehr Daten, Fakten, Ländervergleiche und Statistiken als Du auf 500 Seiten unterbringen könntest: http://www.guncite.com/

Das International Crime Survey der Uni Leiden gilt unter Kriminologen als das zuverlässigste Meßinstrument der Kriminalitätsraten.
http://ruljis.leidenuniv.nl/group/jfcr/ ... /Index.htm

Vielleicht kannst Du Dir- als IWÖ Mitglied (hoffe ich doch)- aus dem IWÖ Büro die Bücher von John Lott und Gary Kleck ausborgen. Die sind ein profunder Start weil sich beide extensiv mit den Auswirkungen der US-concealed carry permit beschäftigen.
http://www.johnrlott.com/
http://www.criminology.fsu.edu/p/faculty-gary-kleck.php

Ich würde evtl. Univ-Prof. Csaszar interviewen. Immerhin hat er sein volles Gewicht als renommierter Kriminologe gegen schärfere Waffengesetze ins Treffen geführt. Und Interviews kommen in Fachbereichsarbeiten immer gut.

Dieser Aufsatz könnte zum Einstieg dienen- er bleuchtet die Geschichte der US Regelungen:
http://www.claytoncramer.com/shall-issue.html

Nettes GIF zum Einfügen in Arbeiten:
Bild


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 Betreff des Beitrags: Richtig gute infos!
BeitragVerfasst: 12. November 2006, 12:37 
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Registriert: 21. Juli 2006, 23:40
Beiträge: 1551
Wohnort: Wien
Super! mit den infos und links fang ich schon eine ganze menge an! Und ich hab angst gehabt, dass ich die 50 seiten nicht voll bekomme!
Wer noch was hat oder weiß-bitte kundtun!

DVC,
Coolhand


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 12. November 2006, 12:57 
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Registriert: 4. Januar 2006, 20:09
Beiträge: 1014
Gern geschehen! Wir brauchen ja Exekutivbeamte die den Waffenbesitzern offen gegenüber sind! :!:

Ich hab auf dem Sektor Sozialwissenschaften etliches gemacht und da würde ich Dir von einem breiteren Ländervergleich abraten, wenn Du nicht in Statistik sattelfest bist. Konzentriere Dich doch auf USA vs. Österreich und beleuchte zuerst den Waffenbesitz allgemein und geh dann in die Tiefe um auf die Tragegenehmigungen, die neuen Entwicklungen in den USA und ihre Auswirkungen zu fokusieren. Das ist auch insofern spannend als die Regelungen noch in den 80ern gar nicht so unähnlich waren. Erst dann wurde in den USA liberalisiert und in Österreich restriktiv gehandelt.


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