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BeitragVerfasst: 30. November 2006, 09:06 
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Registriert: 5. Januar 2006, 08:24
Beiträge: 1607
Wohnort: Wien Süd
Zählen auch Vorderlader und Kat. D zur Gesamtzahl?
Was soll eine diesbezügliche Meldung sinnvoller Weise alles beinhalten?
Hat man mit Behördenterror zu rechnen?

Bitte um Erfahrungsberichte.

_________________
Gruss Erpi
Mitglied 3910
Ich bin zwar verantwortlich für das was ich schreibe, aber nicht dafür, wie es ein Anderer versteht.


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BeitragVerfasst: 30. November 2006, 09:51 
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Registriert: 6. Januar 2006, 13:12
Beiträge: 1808
Wohnort: Braunau (OÖ)
Servus,
Zitat:
Zählen auch Vorderlader und Kat. D zur Gesamtzahl?
Was soll eine diesbezügliche Meldung sinnvoller Weise alles beinhalten?
Hat man mit Behördenterror zu rechnen?

Bitte um Erfahrungsberichte.
Soweit ich weiß, zählt alles was unter das Waffengsetz fällt, also auf jeden Fall Kat. D.
Zitat:
§ 41. (1) Wer - aus welchem Grunde immer - 20 oder mehr Schusswaffen in einem räumlichen
Naheverhältnis zueinander oder Munition in großem Umfang verwahrt, hat darüber die für den
Verwahrungsort zuständige Behörde in Kenntnis zu setzen und ihr mitzuteilen, durch welche
Maßnahmen für eine sichere Verwahrung und für Schutz vor unberechtigtem Zugriff Sorge
getragen ist. Eine weitere derartige Meldung ist erforderlich, wenn sich die Anzahl der
verwahrten Waffen seit der letzten Mitteilung an die Behörde verdoppelt hat.

1. Änderung gegenüber dem WaffG 1986
Das Waffengesetz 1986 hat nur ansatzweise Regelungen für das Sammeln von
Faustfeuerwaffen (§ 19 Abs. 2) und (eingeschränkt) für Kriegsmaterial (§ 28a)
getroffen.
In Abs. 1 wird die Verpflichtung normiert, die Behörde zu verständigen, sobald 20
oder mehr Schusswaffen (§ 2), gleichgültig welcher Art, oder Munition in großem
Umfang in einem unmittelbaren räumlichen Naheverhältnis zueinander verwahrt
werden.
Die Meldepflicht des Abs. 1 trifft sowohl natürliche als auch juristische Personen ,
also etwa auch auf Vereine.
Von der Normierung einer genauen Anzahl von Munition wurde Abstand genommen
und die Umschreibung "Munition in großem Umfang" gewählt, da es auf den
konkreten Einzelfall ankommt, ob eine Ansammlung von Munition einer
Sammlertätigkeit zuzuordnen ist. Etwa bei Sportschützen mit großem Bedarf an
Trainingsmunition wird die Sammlertätigkeit erst ab einer größeren Anzahl von
Munition anzusetzen sein, als bei einem Menschen, der den Besitz seiner
Schusswaffen nur im Sinne des § 22 zu rechtfertigen vermag.
Normadressat ist derjenige, der die Waffe verwahrt, der über sie, wenn auch nur in
bestimmtem Rahmen, verfügungsberechtigt ist. Keinen Einfluss auf die Meldepflicht
hat, in wessen Eigentum die Waffen stehen.
Bei den für die sichere Verwahrung zu treffenden Maßnahmen wird es auch auf die
Art der zu sichernden Waffen ankommen. Bei 20 freien Schusswaffen werden die
Sicherungsmaßnahmen nicht so umfangreich zu sein haben, als wenn es darum
geht, eine Sammlung halbautomatischer Pistolen vor unbefugtem Zugriff zu sichern.
Ab der Verdoppelung der Menge der verwahrten Waffen ist anzunehmen, dass die
erforderlichen Sicherungsmaßnahmen qualitativer und quantitativer
Nachbesserungen bedürfen.
Dementsprechend wurde vorgesehen, dass in diesem Fall eine weitere Meldung an
die Behörde zu erfolgen hat.
Gemäß Abs. 2 soll es der Entscheidung des Betroffenen anheimgestellt sein, wie
und auf welche Weise er seine Waffensammlung sichern will. Die Behörde hat nur
einzuschreiten, wenn die vom Betroffenen vorgenommenen Sicherungsmaßnahmen
waffenpolizeilichen Erfordernissen nicht entsprechen. Diesfalls hat die Behörde
bescheidmäßig die notwendigen Ergänzungen vorzuschreiben.
Die von der Behörde festzusetzende Frist wird vom Umfang und der Dringlichkeit der
zu treffenden zusätzlichen Maßnahmen abhängen.
Abs. 3 sieht Maßnahmen vor, den aus Sicherheitsgründen erforderlichen Zustand
herzustellen.
Um die zur Gefahrenvermeidung erforderlichen Maßnahmen sicherzustellen, zählt
Abs. 3 alternativ einzusetzende Möglichkeiten auf. Einer gegen einen solchen
Bescheid erhobenen Berufung die aufschiebende Wirkung abzuerkennen ist
notwendig, weil der gefahrenmindernde oder gefahrenverhindernde Zustand so
rasch als möglich herzustellen ist.

Quelle: Erlaß zum WaffG 1996 vom Oktober 2006 - Seite 95

Wenn du die Meldung bei der BH oder BPD machst wirst sicherlich Besuch von der Polizei bekommen, die rein überprüfen soll, ob du die 20 oder mehr Waffen auch so verwahrst, dass sie Sicher sind.
Also 20 Kat. D Waffen, auch wenn sie "frei" sind wirst nicht einfach an der Wand hängen haben dürfen, wo man sie einfach nur runter zu nehmen braucht.


MfG - Jogi

_________________
... proud to be a part of it ...
- Waffengalerie
- Priv. Schützengesellschaft Braunau 1403
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BeitragVerfasst: 30. November 2006, 16:40 
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Registriert: 17. Februar 2006, 19:07
Beiträge: 35
Wohnort: 2484 Weigelsdorf
zuallererst würde ich zum zuständigen referenten (referentin) gehen und darum bitten, einen zuständigen (kripo) beamten vorbeizuschicken und mit diesem die sachgemäße aufbewahrung zu klären.(sicherheitsraum, waffenschränke fenster türen, innen u.außensicherung)
meiner meinung ist es wesentlicher besser alles vorab zu klären,
(habe es selbst so gemacht und beste erfahrung damit gemacht).
bei mehr als 20 waffen habe ich zusätzlich auch alle freien waffen
(Luftdruck,SSW, Dekowaffen, Griffstücke u.s.w.) angegeben.
nicht vergessen auch gleich eine meldung mitzugeben über die fallweise lagerung von mehr als 5.ooo schuss munition (kommen bei mehr als 20 stk schnell zusammen)
selbstverständlich weiss ich dass die zusatzangaben nicht notwendig sind.
man vergibt sich allerdings nichts und es gibt im nachhinein keine diskussionen.

_________________
Richard.adam


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