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 Betreff des Beitrags: Waffenpass - Bedarf nachweisen?
BeitragVerfasst: 8. Juni 2007, 00:09 
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Registriert: 7. Juni 2007, 23:49
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Hallo!

Kurz zu meiner Person: 21 Jahre, Student, Wiener, geringfügig bei einer Eventagentur beschäftigt in deren Auftrag ich im Sicherheitsdienst einer Wiener Bank arbeite

In meinem jetzigen Dienstverhältnis wird kein Waffenpass verlangt. Da dieses Dienstverhältnis allerdings befristet ist und ich auch zukünftig in der Sicherheits-Branche arbeiten möchte (zumindest geringfügig), wäre der Erwerb eines Waffenpasses eindeutig eine wichtige Zusatzqualifikation.

Beim Antrag für einen Waffenpass, wäre neben Selbstschutz und Sportschießen ein potentieller zukünftiger Dienst in einer Sicherheitsfirma ein Bedarfsgrund?


Wenn ja, wie sollte ich den Bedarf formulieren? Schlicht und einfach: Selbstschutz, Sportschießen und Führen der Waffe im Sicherheitsdienst ?

Oder ist ein bestehendes Dienstverhältnis in einem Sicherheitsdienst wie Securitas etc. notwendig, das man nachweisen muss?


Wäre für fachkundigen Rat äußerst dankbar!
Mit bestem Dank und freundlichen Grüßen,
Martin

P.S.:
Für den Antrag auf einen Waffenpass muss u.a. im vorhinein ein Waffenführerschein nachgewiesen werden. Diesen kann man problemlos mit einer "Leihwaffe" machen, da ich ja noch keine Waffe besitze?
Oder erst nach Antragstellung und der Waffenführerschein muss nachgereicht werden?

Wäre über etwaige Tipps dankbar, welche Prüfungsstelle für das psychologische Gutachten (u.a. auf der IWÖ-Seite angeführt) empfehlenswert ist, bzw. bei welche Bundespolizeidirektion bzw. Antragsstelle die formellen Abwicklungen "relativ" rasch ablaufen.


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BeitragVerfasst: 8. Juni 2007, 00:49 
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Hallo,

Waffenführerschein kann jeder machen, ist eine Voraussetzung für die Waffenbesitzkarte. Zumeist halten Händler diese Kurse ab, Leihwaffen für Schießübungen sollten dabei sein.

Habe gestern mit einem Waffenreferenten von einer BH geredet. Er hat gemeint dass die Leute desöfteren mit der Begründung gekommen sind sie brauchen einen Waffenpass weil sie bei der Sicherheitsfirma arbeiten wollen, und da ist das Voraussetzung. Aber da kann jeder kommen. Deshalb: erst dort anfangen, und die beantragen das ganze dann ohnehin für dich :wink: .

Georg

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BeitragVerfasst: 8. Juni 2007, 01:25 
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Kurz und Bündig: In der Form wird das keinesfalls durchgehen.

Sobald Du vom Sicherheitsunternehmen die Bestätigung des Bedarfs bekommst, wird es dann aber einfacher. Übrigens: Der ausgestellte WP verliert seine Gültigkeit dann automatisch, wenn Du nicht mehr bei der Firma oder im Sicherheitsgewerbe beschäftigt bist. Kommt auf den Einschränkungsvermerk an.

lg digital

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BeitragVerfasst: 8. Juni 2007, 09:13 
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Registriert: 7. Juni 2007, 23:49
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Vielen Dank für euere Antworten!

Schade, dass es so nicht klappt, wollte mir damit den Verwaltungsaufwand ersparen, einen erneuten Antrag zu stellen. Dann werde ich wohl vorerst eine WBK beantragen, das sollte mit der Begründung Selbstschutz&Sportschießen ja problemlos durchgehen.

Habe ohnehin kein Interesse die Waffe privat außerhalb der Wohnung zu führen, sondern Interesse am Schießstand!


Eine vielleicht wichtige Frage dazu:

Ist mit dem Besitz einer WBK ein Antrag auf den Waffenpass eventuell einfacher?
In dem Sinne, dass beim Besitz einer gültigen WBK der erneute Waffenführerschein und das erneute psychologische Gutachten entfallen würden?

Vielen Dank schon im Voraus!
LG
Martin


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BeitragVerfasst: 8. Juni 2007, 09:22 
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Registriert: 5. August 2006, 18:00
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Es entfallen zwar der Waffenführerschein und der Psychotest, aber bei manchen restriktiven BHs soll ein WP-Antrag angeblich leichter glaubwürdig darzustellen sein sein, wenn man noch keine WBK hat. (Ansonsten kommt das Kriterium von "will ja nur einen WP haben, weil er ein Waffennarr ist")

Aber in Wahrheit ist das Kaffeesatzleserei. Wenn Du einen seriösen Dienstgeber aus dem Sicherheitsgewerbe hast, der Dir den Bedarf bestätigt sollte der WP problemlos drchgehen. Ist aber wie gesagt beschränkt, und wird von der Gültigkeit her wie eine WBK, wenn Du nicht mehr im Sicherheitsgewerbe bist.

Die geringfügige Beschäftigung würde ich dabei auch noch als eher problematisch sehen. Weil das ev. durchaus nicht als volle Anstellung bewertet wird.

lg digital

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BeitragVerfasst: 8. Juni 2007, 10:07 
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Registriert: 7. Juni 2007, 23:49
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Danke für die Antwort!

Dann werde ich mich mal unabhängig von etwaiger dienstlicher Nutzung entscheiden, ob und wie ich eine WBK beantrage.

Mit dem Sicherheitsdienst wird es sich dann ohnehin erweisen, ob ein Waffenpass notwendig wäre. Ich denke, wenn ich eine Stelle bei einem Sicherheitsdienst bekomme, die einen WP vorsieht, sollte dieser Anspruch auch geltend gemacht werden können. Zb. bei Werttransporten

So wie du die Sache schilderst, wundert mich die Notwendigkeit der IWÖ wirklich nicht mehr, wenn von Seiten der Behörden so gerne fadenscheinige Steine in den Weg gelegt werden.
Der Waffenpass selber ist schließlich nun wirklich keine Einladung zum Missbrauch von Waffenbesitz. Wenn man missbräuliche Anwendung im Sinn hat, dafür reicht die WBK schließlich völlig aus: Ein potentielles Risiko stellt schließlich der reine Besitz einer Waffe dar, nicht der Umfang in der sie legal geführt werden darf :shock:

LG
Martin


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BeitragVerfasst: 8. Juni 2007, 12:55 
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Servas!

ich denke bei geringfügiger Beschäftigung wird es schwer, da man ja pro Monat nur einige Stunden arbeitet oder gar nur fallweise innerhalb einer bestimmten Zeit eingesetzt wird ... kenne das bei Secutity für diverse Konzerte/Veranstaltungen

dann wird es wohl auch vom Dienstgeber abhängig sein, wenn es eine Eventagentur ist (ist es schon mal interessant wie man da zu einer Bank! kommt :roll: ) und kein einschlägiges Sicherheitsunternehmen

ich hab auch von einem Bekannten gehört, zumindest hab ich es damals so verstanden, der selbst ein Security-Unternehmen hat, das diverse Behörden Stress machen, wenn der Sicherheitsmann keine Ausbildung/Kurs vorweisen kann,
also es soll verhindert werden, das ein Wochenend-Türlsteher einen Waffenpass bekommt, anscheinend gab es da mal Schwierigkeiten,
seither stellt er nur mehr eine Bestätigung für geschultes Personal aus, die mindestens Teilzeit bei ihm arbeiten ...


das zur Einladung zum Missbrauch von Waffenbesitz hab ich auch nicht verstanden :roll:
es reicht eine WBK dafür? WOFÜR? der Besitz ist ein Risiko? das Führen nicht? keine Ahnung was du meinst ...

ich würde mir eher um den illegalen Besitz und Führen Sorgen machen ...


naja, wie auch immer ...

lg.


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BeitragVerfasst: 8. Juni 2007, 13:30 
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Hallo!

Zum Thema Eventagentur und Sicherheitsdienst:
Stichwort ist Outsourcing. Der Sicherheitsdienst wird zunehmend an externe Firmen vergeben. Das bietet praktisch jeder Firma die Möglichkeit, einen Sicherheitszweig aufzubauen. Wie seriös das ist, lassen wir mal außen vor. Jedenfalls bieten viele Firmen von Zeitungsverteilung bis Eventsicherheit alles an.

In dem derzeitigen Dienstverhältnis steht das Führen einer Waffe aber ohnehin nicht zur Diskussion. Wie es bei echten Sicherheits-Unternehmen aussieht, wird sich zeigen. An sich erhält man dort generell die selbe Schulung wie ein Vollzeit-Arbeitnehmer, egal welchen Dienstvertrag man hat. Und Einsätze sind auch nicht "fallweise", sondern regelmäßig.


Bei dem Risiko für Waffenmissbrauch hast du mich missverstanden:

Ich meinte, wenn jemand unlautere Absichten hat, ist die Tatsache eine Waffe zu besitzen (wofür eine WBK reicht, die man verglichen mit dem Waffenpass relativ problemlos erhält) alleine schon ein Risiko.
Eine solche Person würde die Waffe auch verdeckt und illegal außer Haus führen und missbrauchen.

Darum finde ich es unsinnig, den Erwerb eines Waffenpasses schwieriger zu gestalten, als den Erwerb einer WBK. Ein mündiger, verantwortunsvoller Waffenbsitzer wird beide Scheine nicht missbrauchen.

Ein charakterschwacher Egomane kann, wenn er "nur" eine WBK genehmigt bekommt, aber keinen Waffenpass, genauso viel Schaden anrichten, als hätte er den Pass.


Hoffe ich hab das jetzt verständlicher geschrieben. Bin einfach der Meinung, die eigentliche, sinnvolle Hürde sollte der Erwerb einer Waffe sein (um schwarze Schafe auszusieben), nicht ob man sie auch legal außer Haus führen darf.

LG


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BeitragVerfasst: 8. Juni 2007, 14:53 
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Registriert: 24. Januar 2006, 17:34
Beiträge: 918
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achso ...

es ist nicht immer alles sinnvoll, was per Gesetz verordnet wird ...



ich denke, jemand der sich die Hürden/Kosten usw. einer WBK antut,
wird diese und seine Waffen nicht aufs Spiel setzen, zumindest wird es nur wenige geben, die ohne WP in der Öffentlichkeit damit unterwegs sind

ich denke, die "anderen" werden sich einfach eine Waffe illegal besorgen und sie einstecken ...

ich weiß nicht wer schlechter dran ist, einer der für WBK und legale Waffen viel Geld ausgibt, durch einen solchen Vorfall alle seine registrierten Waffen verliert und eine Strafe bekommt
oder der eine, der eine Strafe wegen illegalen Waffenbesitz bekommt und die illegale realtiv günstig erworbene Waffe eingezogen wird ...

deswegen lachen sich die Gauner ja immer ins Fäustchen, die halten sich nicht an Gesetze und kommen meist besser weg als jene, die sich an Gesetze halten
man braucht nur einmal unvorsichtig sein oder nen Blödsinn machen, auch wenn keinem etwas passiert, schon ist man die Zuverlässigkeit inklusive Waffen los ...



lg.


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