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BeitragVerfasst: 12. Juni 2007, 13:03 
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Hallo!

Habe bislang nur allgemein die Information erhalten, dass Untauglichkeit für den Präsenzdienst solange kein Hinderniss für den Erwerb einer WBK darstellt, solang ein sicherer Umgang mit der Waffe gewährleistet ist. Sprich, an Parkinson sollte man nicht leiden.


Wird von der Bundespolizei auch ein Grund der Untauglichkeit erfragt, bzw. darf das Bundesheer den Untauglichkeitsgrund weiterleiten?


Mein Problem ist, ich war untauglich aufgrund einer Leberentzündung ungeklärter Ursache. Keine Hepatitis, nach mehreren Untersuchungen im Heeresspital hieß es nur, die Werte würden sich schon langsam normalisieren.

Mittlerweile sind die Werte auch nur mehr leicht erhöht, scheint bei mir einfach eine genetische Disposition zu sein. Ich nehme keine Medikamente, trinke sehr selten und wenig.

Möchte mir von der Bundespolizei nicht unterstellen lassen, ein Alkoholproblem zu haben und deshalb vom Waffenbesitz ausgeschlossen werden. (Nachdem ich ~250 Euro in psychologisches Gutachten und Waffenführerschein investiert habe)


Also wird der Untauglichkeitsgrund beim Bundesheer angefordert, oder ist die Frage nach dem Präsenzdienst nur formell, um eine etwaige zeitliche Sperre von Zivildienern festzustellen?

Bzw. reicht das psychologische Gutachten, um zu attestieren, dass man tatsächlich kein Alkoholproblem oder sonstige psychische Probleme hat?


Wenn jemand eine Antwort wüsste, wäre ich ihm sehr verbunden!

MfG
Martin


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BeitragVerfasst: 12. Juni 2007, 14:07 
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Im psychologischen Gutachten steht ja geschrieben ob du geeignet bist, wenn das der Fall ist hast du nichts zu befürchten. Ärzte und Psychologen dürfen Patientendaten nicht weitergeben, beim ÖBH wird das sicher nicht anders sein. Sollte man dennoch bei der Behörde von deinem Leberleiden erfahren hat dort niemand das Recht dich desswegen als Alkoholiker zu bezeichnen.

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Vivat et res publica, gloriosa Austria.

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BeitragVerfasst: 12. Juni 2007, 14:27 
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Registriert: 7. Juni 2007, 23:49
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Hatte in meinem Studium unter anderem Vorlesungen zum Medizinrecht.

Es ist leider äußerst schwer zu sagen, wann die Schweigepflicht gilt und wann nicht!

Prinzipiell sind nur Psychologen und Psychotherapeuten absoluter Verschwiegensheitspflicht unterworfen, können auch vor Gericht ihr Entschlagungsrecht geltend machen.
Ob Ärzte gewisse vertrauliche Informationen an Krankenkassen oder den Gesetzgeber weiterleiten, steht ihnen mehr oder weniger offen, wenn sie den Nutzen der Weitergabe über den Bruch der Verschwiegenspflicht stellen und begründen können. Etwa bei Selbstgefährdung.


Darum ist das hier glaube ich weniger eine Frage von ärztlicher Schweigepflicht, als Gepflogenheiten der Bundespolizei bzw. des Bundesheeres.
Vielleicht gibt es ja jemanden, der in der Materie vertieft bzw. gar Jurist ist?

MfG
Martin

P.S.: Ich bin mir im klaren, dass Leberwerte nicht mit Alkoholismus gleichgesetzt werden können. Welchen Schluss die Bundesbehörden letztendlich ziehen, ist jedoch bekanntlich eine andere Sache. Gerade weil Alkoholismus keine objektiven Kriterien erfüllt, man muss schließlich nicht immer Alkohol im Blut haben bzw. polizeilich/ärztlich bekannt sein.


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BeitragVerfasst: 12. Juni 2007, 16:00 
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Zitat:
ist die Frage nach dem Präsenzdienst nur formell, um eine etwaige zeitliche Sperre von Zivildienern festzustellen?
Ich bin mir fast zu 100% sicher, daß es sich nur um diese Frage "Zivilidienst oder nicht" dreht. Denn der Psychotest ist ja nicht zuletzt deshalb eingeführt worden weil aus Datenschutzgründen die Weitergabe von Informationen zwischen Behörden nicht mehr ohne weiteres möglich war (Stichwort Abfrage "Geisteskrankenkartei").
Die Waffenbehörde kann (glücklicherweise) auch nicht auf die genauen Ergebnisse der Stellungskommission zurückgreifen (sondern nur auf das Endurteil)- wo ja eine sehr viel längere Begutachtung stattfindet. Sonst hätten wir wohl auch schon mehr aufgrund körperlicher Mängel abgelehnte WBKs.


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 Betreff des Beitrags: Re: Leberwert
BeitragVerfasst: 12. Juni 2007, 16:05 
Zitat:
Auch ich habe seit einer Gallenoperation immer einen erhöhten Gamma-GT-Wert (oder so ähnlich). Kein Arzt kann sich das erklären.

Ein befreundeter Arzt sagte nach der Durchuntersuchung zu mir: "Franz, trankelst Du?" Ich war sehr verwundert. Damals war ich nocht so gut wie Leistungssportler und Antialkohliker.
Das gibt es, daß müßten auch die Ärzte wissen.

Gruß

Franz
Würde eher sagen, in Deinem Job einem öfters die Galle hoch, bzw. platzt einem der Kragen! Aber absolut verständlich, wenn man sieht und miterlebt was draussen abgeht.


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BeitragVerfasst: 12. Juni 2007, 21:57 
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Nein, du bekommst die WBK ja auch gleich danach.

Du musst nur was ordentliches betreffend "nicht Zivildienst" vor der Ausstellung vorweisen, z.B. Wehrdienstbuch oder Untauglichkeitsbescheinigung. Sonst nix, keine Rückfragen.

lg digital

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BeitragVerfasst: 13. Juni 2007, 11:43 
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Ich kann dich beruhigen, es geht nur darum, nachzuweisen, daß du nicht Zivildienstler warst. Auch ich hab damals den Untauglichkeitsbescheid hergezeigt, mehr nicht. Niemanden hat interessiert, warum ich UT war.

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Nein, tut mir leid... Goethes Faust ist ausverkauft. Da waren aber auch nur 2 da...


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BeitragVerfasst: 13. Juni 2007, 12:22 
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Zitat:
ich hab damals ...
war das nicht schon vor 30 Jahren :lol: :lol: :lol:

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BeitragVerfasst: 13. Juni 2007, 22:33 
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mach dir da mal keine Sorgen, ich war auch untauglich hab die Bescheinigung der Stellungskommision natürlich auf der BH mit den anderen Daten abgeben müssen, hab aber nach drei Wochen die WBK bekommen, da hat keiner ein Wort über die Untauglichkeit verloren.

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die Heisenbergsche Unschärferelation
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 Betreff des Beitrags: Leander, ich tröste dich auch noch:
BeitragVerfasst: 14. Juni 2007, 17:27 
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Bei mir war es wie bei allen Untauglichen: Die Untauglichkeitsbescheinigung wollten sie sehen und ein paar Wochen später hatte ich meinen ersten "Schmid und Western" im "Eis-Kasten".

Wenn die BH damals den Grund meiner Untauglichkeit erfragt hätte, dann hätte ich folgende Beschränkung in der WBK:

"Besitzverbot von Luntenschlosswaffen."

Weil ich durch mein Asthma bronchiale die Lunte ausgeblasen hätte.


Gruß, bertl


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 18. Juni 2007, 10:55 
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Registriert: 22. Mai 2007, 11:46
Beiträge: 199
Wohnort: Austria
Zitat:
Zitat:
ich hab damals ...
war das nicht schon vor 30 Jahren :lol: :lol: :lol:
Nein, vor 25 Jahren... :lol:

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Nein, tut mir leid... Goethes Faust ist ausverkauft. Da waren aber auch nur 2 da...


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