Aktuelle Zeit: 11. Dezember 2018, 21:20

Alle Zeiten sind UTC+02:00




Ein neues Thema erstellen  Auf das Thema antworten  [ 17 Beiträge ]  Gehe zu Seite Vorherige 1 2
Autor Nachricht
 Betreff des Beitrags: Re: Andreas Tögel
BeitragVerfasst: 26. Oktober 2018, 12:02 
Offline

Registriert: 4. Januar 2006, 21:32
Beiträge: 197
Zitat:
Im Visier – die Waffenkolumne

Welche Waffe soll es sein?

In Deutschland ist es um einiges komplizierter, eine Waffenbesitzerlaubnis zu erlangen als in Österreich. Der Nachweis eines Bedarfs (etwa als Jäger oder Sportschütze) ist in Österreich nicht erforderlich. Auch nicht die Mitgliedschaft in einem Schützenverein und der Nachweis einschlägiger Übungen. Auf die Ausstellung einer Waffenbesitzkarte besteht bei Vorliegen der nötigen Voraussetzungen ein Rechtsanspruch. Das Erreichen des geforderten Alters (21 Jahre), der Besitz der österreichischen Staatsbürgerschaft, strafrechtliche Unbescholtenheit, der Vorweis eines (problemlos zu erlangenden) „Waffenführerscheins“, der nach einer mehrstündigen theoretischen Schulung und einer einfachen praktischen Schießübung von dazu berechtigen Fachleuten ausgestellt wird, und das Bestehen eines „Psychotests“ reichen aus. Dafür gewährt der deutsche Gesetzgeber größere Freiheit, was die Zahl der Waffen angeht, die der amtsbekannte Waffenbesitzer sein Eigen nennen darf: Sportschützen bis zu acht Stück, Sammler bis zu 168 Stück und Jäger dürfen pro Halbjahr um zwei Stück „aufstocken“.

In Österreich wird zunächst grundsätzlich nur der Erwerb und Besitz von zwei Waffen der Kategorie B, also Faustfeuerwaffen oder halbautomatischen Gewehren erlaubt, wobei auf Antrag Mengenerweiterungen bewilligt werden können. Die allerdings liegen im Behördenermessen. Für Gewehre ohne Selbstladefunktion gilt grundsätzlich keine Mengenbegrenzung. Indes ist eine 20 übersteigende Anzahl am selben Ort gelagerter Waffen der Behörde formlos zu melden.

Vorteil für deutsche Schützen: In Deutschland ist der Besitz bestimmter halbautomatischer Büchsen erlaubt, die in Österreich als Kriegswaffen (Kategorie A) eigestuft sind und deren Besitz daher verboten ist (wie beispielsweise der amerikanische M1-Karabiner oder das M1 Garand).

Die rigide Stückzahlbegrenzung in Österreich stellt jeden angehenden Waffenbesitzer vor die nicht einfache Entscheidung, welche(s) Gerät(e) er sich anschaffen soll. Wie immer lautet die Antwort: Kommt drauf an! Geht es ums gelegentliche Schießen „nur zum Spaß“, liegen sportliche Ambitionen vor, oder steht der Gedanke der Heimverteidigung im Vordergrund? Da eine Berechtigung zum Tragen einer scharfen Waffe sowohl in Deutschland, als auch in Österreich so gut wie nicht erteilt wird (es sei denn, man wäre Geldbote oder Personenschützer), bleibt dieser Punkt hier unbeachtet.
Wenn es ums gelegentliche „Spaßschießen“ geht, sind Kleinkaliberwaffen (.22 long rifle oder lfb) eine gute Wahl. Die auf dem Markt befindliche Typenvielfalt ist sowohl bei Kurz- als auch Langwaffen riesig, die Geräte sind aufgrund des fehlenden Rückstoßes problemlos zu beherrschen und die Munitionskosten vernachlässigbar. Aber auch für Sportschützen sind KK-Waffen interessant, gibt es doch zahleiche, speziell für Kleinkaliberdisziplinen ausgelegte Präzisionswaffen. Als „harmlos“ sind .22er übrigens keineswegs einzustufen. Dass der israelische Geheimdienst Waffen benutzt hat, die für dieses Kaliber ausgelegt sind, spricht Bände.

Sowohl für Gelegenheitsschützen, als auch für Sportschützen kommen „Großkaliberpistolen“ (ab Kaliber 9mm) in Frage, die auch über ausreichende Mündungsenergie für die Selbstverteidigung verfügen. Die angebotene Auswahl an Typen ist gewaltig. Das Preisspektrum für Neuwaffen reicht von 650,- Euro bis zu mehreren Tausendern, wenn es eine getunte „Racegun“ oder ein edles Sammlerstück sein soll.

Der kostbare zweite Platz auf der Karte, sollte nach meiner Einschätzung für eine halbautomatische Büchse im Kaliber .223 Rem. reserviert werden. Denn einerseits macht das Schießen mit Waffen dieser Art sehr viel Spaß (bei überschaubaren Kosten: wer günstige Angebote nutzt, kann mit unter 40 Cent / Patrone rechnen), sie schießen bis 200m (seitenwindabhängig) mit guter Präzision und, für den Fall, dass einmal wirklich schlimme Zeiten hereinbrechen sollten, steht man nicht völlig nackt und wehrlos hinter dem Fenster oder der Eingangstür.
Der Text wurde mir vom Autor persönlich mit der Genehmigung der Veröffentlichung zugesandt.

Der Text ist zuerst in der Ausgabe Nr. 187 des ef-Magazins erschienen.


Nach oben
   
 Betreff des Beitrags: Re: Andreas Tögel
BeitragVerfasst: 11. November 2018, 13:33 
Offline

Registriert: 4. Januar 2006, 21:32
Beiträge: 197
Erste Waffenverbotszone in Sachsen

https://ef-magazin.de/2018/11/10/13932- ... -passieren


Nach oben
   
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:  Sortiere nach  
Ein neues Thema erstellen  Auf das Thema antworten  [ 17 Beiträge ]  Gehe zu Seite Vorherige 1 2

Alle Zeiten sind UTC+02:00


Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 4 Gäste


Sie dürfen keine neuen Themen in diesem Forum erstellen.
Sie dürfen keine Antworten zu Themen in diesem Forum erstellen.
Sie dürfen Ihre Beiträge in diesem Forum nicht ändern.
Sie dürfen Ihre Beiträge in diesem Forum nicht löschen.

Suche nach:
Gehe zu:  
Powered by phpBB® Forum Software © phpBB Limited
Deutsche Übersetzung durch phpBB.de
Datenschutzhinweise