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Dieses Unterforum dient der Faktensammlung, entsprechend sollen hier auch nur Fakten besprochen werden.

Geschieht etwa ein Verbrechen mit einer Schußwaffe, so hat es wenig Sinn ewig zu diskutieren, ob die Waffe legal besessen wurde oder nicht. Wenn es bekannt wird ist genug Zeit für Diskussionen.

"Was wäre wenn" - Spekulationen sollen unseriösen Medien vorbehalten bleiben.



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 Betreff des Beitrags: BKA zu steigenden Einbruchszahlen
BeitragVerfasst: 14. Mai 2016, 09:12 
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http://www.krone.at/Welt/Armut_in_Europ ... ory-510181
Zitat:
Armut in Europa lässt Zahl der Einbrüche steigen

Die Armut in Teilen Europas führt nach Einschätzung des deutschen Bundeskriminalamtes (BKA) zu mehr Einbrüchen in Deutschland. "Wir müssen das Armutsgefälle in Europa betrachten", sagte BKA-Chef Holger Münch den Zeitungen der Funke Mediengruppe zur steigenden Zahl von Einbrüchen.

"In Staaten wie Georgien ist die Arbeitslosigkeit hoch, die Einkommen sind gering. Also versuchen die Menschen auf andere Weise an Geld zu kommen", erklärte Münch. Die Polizei habe es zunehmend mit Einbrecherbanden zu tun, die für ihre Taten aus dem Ausland nach Deutschland kämen.
Immer mehr ausländische Tatverdächtige
"Die Zahl der ermittelten ausländischen Tatverdächtigen hat stark zugenommen, während die Zahl deutscher Täter stetig abnimmt", so Münch in dem Interview. "Serben, Rumänen, Albaner, aber auch Georgier stehen hier im Fokus. Die Einbrecherbanden sind sehr mobil, die Täter agieren in wechselnden Teams und erbeuten neben Bargeld vor allem Gegenstände, die sich auf dem Schwarzmarkt leicht verkaufen lassen." Nach kurzer Zeit verließen die Täter Deutschland wieder oder zögen in andere Regionen weiter.
Nur ein kleiner Teil der mutmaßlichen Täter werde gefasst. Aber, "15 Prozent sind zumindest ausreichend, um Muster und Tendenzen zu erkennen", erklärte der BKA-Chef. "Wir sprechen hier immerhin von gut 17.000 Tatverdächtigen."

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Ein feste Burg ist unser Gott! (Martin Luther)

"Wer halb Kalkutta aufnimmt, rettet nicht Kalkutta, sondern der wird selbst Kalkutta."

(Peter Scholl - Latour)


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BeitragVerfasst: 14. Mai 2016, 09:20 
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Beiträge: 1308
17.000 ist mal die heraus gerückte Zahl, berücksichtigt man die Schönung und Dunkelziffer, dann würde ich mal vom doppelten ausgehen. Dazu kommt, dass ein Tatverdächtiger ja erst tatverdächtig ist, wenn man einen Verdacht hat. Heißt also die Unbekannten kann man auch noch mal hochrechnen. Aber das ist jetzt etwas schwer, man müsste die Aufklärungsquote heran ziehen. Wie auch immer, ob 100 oder 200 Tsd, jeder ist zu viel.

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LG und bleibt wachsam...


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BeitragVerfasst: 14. Mai 2016, 11:31 
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Beiträge: 1308
Zitat:
Das würde ja bedeuten, daß alle armen Menschen kriminell wären.
Da fällt mir Sido mit seinem Song "Halt dein Maul" ein, wo er für Tante Angi spricht. Zitat aus dem Songtext:
Zitat:
Frau Merkel ruft mich an, sie sagt, ihr platzt die Schädeldecke
Ich mach' ihr erst mal ein Kompliment: "Schöne Tränensäcke."
Schicke Frisur - Dann kommt sie gleich zur Sache
Sie sagt, es sei nicht gut was ich mit der Jugend unserer Heimat mache
Sie sagt: "Die gehen mit 13 in den Knast wegen dir."
Ich sag': "Es ist, wie es ist. So ist das Leben hier."
Sie sagt: "Man wird nicht gleich kriminell, wenn man arm ist."
Ich sag': "Schlampe, halt dein Maul. Du weißt gar nichts!"

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LG und bleibt wachsam...


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BeitragVerfasst: 14. Mai 2016, 21:09 
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Ganz ruhig aurum, keiner sagt dass der Typ super ist. Der Text passt nur zum Thema. Er selbst fährt eh schuldenfrei Touareg.

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BeitragVerfasst: 14. Mai 2016, 23:58 
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Zitat:
Die steigenden Einbruchszahlen sind importierte Kriminalität.
Einmal ein Beispiel wie das schon mal real funktioniert hat.

Hierzulande Ladendiebstahl (Drogeriemarktprodukte) ... einhergehend die Frage wer kistenweise Shampoo stielt (löst sich gleich)
Dann Versand des Diebesgutes per Post Ex-EU (wird bar bezahlt)
Die Pakete verschwinden im Postweg im Zielland - folglich wird hierzulande Schadensersatz + Porto an den Absender ausgezahlt.
Die Ware ist natürlich nicht "weg" - die landet im Zielland im Regal und wird verkauft.
Im Zielland wurde natürlich kein Zoll bezahlt - Paket war ja futsch - der Laden der das verkauft hat natürlich keinen "Wareneingang" und verkauft das Diebesgut mit Steuer die er natürlich nicht abführt.

Lasst uns mal zusammen rechnen.
Ware "kostenlos"
Transport (bezahlt und rückerstattet) "kostenlos"
Schadenersatz für Postverlust der Ware (zum 1x "verkauft")
Im Zielland Ware verkauft (zum 2x) kein Zoll/Mehrwertsteuer abgeführt.

Ging eine Zeit lang auch mit Handys nach Afrika im selben Schema...bis man einfach keine Sendungen mehr angenommen hat.

Man hört immer nur einen Teil des Ganzen - in Wahrheit stecken hier oft ausgeklügelte Schemata dahinter. Organisierte Kriminalität eben. Und nein, das sind keine "armen Leute" die sich ein bisschen was zum Leben zusammenklauen, sondern die Oberen dort fahren im Benz rum...

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Werter Einbrecher. Die Türe die DU gerade aufgebrochen hast war zu DEINEM Schutz, nicht zu meinem!


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BeitragVerfasst: 15. Mai 2016, 00:01 
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Beiträge: 4781
Wie wärs mit der Schlagzeile: "Zahl der Einbrüche lässt Armut in Europa steigen" :twisted:


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BeitragVerfasst: 15. Mai 2016, 12:46 
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Zitat:
@Kawa650,
danke für die Analyse,
Bitte

Anderes Beispiel. Heute sehr beliebt "Versandhausbetrug". Die Versandhäuser, sei es jetzt amazon oder C&A und andere haben (persönliche Schätzung) Schäden im Bereich bis 10% resultierend aus Betrug. Dazu kommt noch Schäden aufgrund Zahlungsunfähigkeit der Kunden. Die sehen geschätzt 1/5 des Geldes nicht. Rechnet sich trotzdem, weil die Margen bei manchen Produkten so hoch sind. Wenn die Margen nicht so hoch sind dann passt man auch etwas besser auf auf die Ware. Aber so richtige chinesische Kleinelektronik Massenartikel und Fetzen aus Bangladesh etc. da liegen die Spannen im hohen zweistelligen %-Bereich.
Da wird mit gestohlenen Kreditkartendaten, gefakten Identitäten, falschen Ausweisen geklaut was das Zeug hält...das glaubts du nicht. (Ich hatte bei mir einen Fall der Täter hat bei praktisch allen öst.Banken rund 200 Konten mit gefälschen Ausweisen eröffnet - und jetzt siehst in der Bank aber genug Ausweise, so dass "schlechte Fakes" auffallen - zudem werden die Daten ja elektronisch erfasst und es wird automatisch geprüft ob es Einträge beim Kreditschutzverband gibt etc. Ob die Person real überhaupt existiert wird nicht geprüft.)

Zudem gibts immer mehr "multiple Persönlichkeiten". Ein und die selbe Person die mit unterschiedlichen Schreibweisen bei div. Behörden registriert sind - sollte man nicht glauben, aber das geht. Ganz abgesehen davon, dass man ja einiges was man da liest kaum mehr als "Namen" identifizeren kann, schon gar nicht obs Männchen oder Weibchen ist, gibts Personen mit Namen die in keine Datenbank mehr passen lange Doppelnamen oder Vatersnamen sind ja noch harmlos, da rennen Leute rum mit 10+ Vor- und Nachnamen - und das lässt sich oft nicht mehr darstellen in den Computerprogrammen - also wird je nach Notwendigkeit relativ wahllos (ab)gekürzt.

Dazu gibts auch noch unterschiedliche Schreibweisen - so übersetzt sich Kyrillisches Alphabet im englischen mit lateinischen Buchstaben anders als im deutschen mit lateinischen Buchstaben. Beispiel ( https://de.wikipedia.org/wiki/Kyrillisc ... Ukrainisch - ein "X" kann auch "Ch" oder "Kh" werden, ein Й zu "J" oder "Y", etc., etc.). Entsprechend einfach ist es sich multiple neue Identitäten zuzulegen. Man muss das nicht mal anstreben - das passiert von ganz alleine weil die Mitarbeiter in den Behörden ja auch überfordert sind. Brauchst nur ein bischen durch Europa ziehen und hast recht rasch zwei- drei Identitäten ohne selbst was dafür tun zu müssen. Mit ein bisschen krimineller Energie extrapoliert sich das enorm.

Und die Versandhäuser, Banken und Behörden halten still weil es wäre a) schlechte Publicity und b) würde Nachahmungstäter motivieren.

Ausserdem würden die Menschen ihr Vertrauen in die Rechtstaatlichkeit (noch mehr) verlieren, weil klar ist, dass dieser Menge an Kriminalität Polizei und Justiz vollkommen überfordert und dem daher oft gar nicht mehr nachgegangen werden kann.

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BeitragVerfasst: 15. Mai 2016, 13:08 
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Kann kawa650 nur beipflichten.

Ein besonders krasser Fall wurde in D publik:

http://www.handelsblatt.com/politik/deu ... 09006.html
Zitat:
VERSANDHÄNDLER Zalando zeigt Flüchtlinge an

Zalando ist durch die Bestellungen ein hoher Schaden entstanden. Im Flüchtlingslager Lebach leben 4000 Menschen.

DüsseldorfDer Online-Modehändler Zalando hat immer wieder Pakete in ein saarländisches Flüchtlingslager geschickt, ohne je Geld zu sehen. Trotzdem lieferte das Berliner Unternehmen immer weiter – ein Jahr lang. Von Juni 2014 bis Juni 2015 hat Zalando 962 Bestellungen in einem Gesamtwert von 181 188,75 Euro in den Ort Lebach geschickt. Stets auf Rechnung. Das geht aus einer Anzeige hervor, die das Unternehmen bei der Polizeiinspektion Lebach gestellt hat. Die Staatsanwaltschaft ermittelt nun wegen des Verdachts auf Betrug.

Hochwertige Schuhe und Kleidung, außerdem Koffer, sind nach Angaben der Ermittler an zahlreiche Menschen gegangen, die überwiegend aus dem Balkan stammen. 41 der Verdächtigen leben noch in Lembach, bis auf fünf alle im Lager. Sie sollen 365 Bestellungen im Gesamtwert von 68.554,85 Euro getätigt haben. 59 Besteller sind bereits nach Vermutung der Staatsanwaltschaft in den Balkan zurückgekehrt. Ihnen werden 262 Bestellungen im Wert von gut 50.000 Euro zur Last gelegt.

Weitere 335 Bestellungen in die Flüchtlingsunterkunft konnten die Ermittler bislang nicht zuordnen. Die Namen seien nicht im Melderegister erfasst. Es könnten erfunden Namen sein oder nicht-registrierte Personen sein, sagte Staatsanwalt Christoph Rebmann dem Handelsblatt.

Zuvor hatte bereits der saarländische Innenminister Klaus Bouillon im Landtag berichtet, Zalando habe Strafanzeigen gestellt. Der CDU-Politiker, der sein Büro für drei Wochen in dem Flüchtlingslager aufgeschlagen hatte, berichtete allerdings von 650 Strafanzeigen. In einer frei gehaltenen Rede über seine Erfahrungen vor Ort kommentierte er die Vorfälle launig: „Das heißt, der eine oder andere ist durchaus clever und weiß, das System zu nutzen.“

Zalando findet die Vorgänge offenbar weniger lustig: „Zalando kommentiert generell keine Betrugsfälle. Wir empfinden die Äußerung des Ministers hier auch als sehr unangebracht“, teilte ein Sprecher auf Anfrage mit. Kein Wunder: Die Vorfälle werfen einen Schatten auf die Bemühungen des Versenders, Betrug frühzeitig zu erkennen. Dass ein Jahr lang fast 1.000 Pakete geliefert wurden, setzt ein großes Fragezeichen hinter die Ergänzung de Sprechers. „Wir investieren stetig in ein ausgefeiltes Sicherheitssystem, das uns hilft, Betrugsversuche möglichst frühzeitig zu erkennen.“
Anderes Beispiel:
Fragt mal bei Eurem nächsten Besuch eines Baumarktes beiläufig einen Verkäufer (sofern Ihr einen findet :mrgreen: ), was und vor allem wieviel dort gestohlen wird. Es ist abenteuerlich und geht ganz klar in den Bereich gewerbsmässiger Diebstahl und Betrug. Mit Armut hat das Null zu tun.

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BeitragVerfasst: 15. Mai 2016, 14:37 
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Mit ein Grund für den neuerdings gern kolportierten Begriff "Kleinstkriminalität".

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