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BeitragVerfasst: 20. März 2007, 16:51 
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Wer hat Erfahrung mit einem Enfield Jungle Carbine und der .303 British Patrone? Das Ding gefällt mir, steht auf meiner Wunschliste und daher habe ich (wie immer) ein paar Fragen. 8)

Kann man mit diesem Ding trotz kurzem Lauf auf 100m schöne Treffergruppen machen? (ähnlich wie kurzer Nagant) Welche besonderheiten haben Enfield Gewehre grundsätzlich und wie sind Abzug und Rückstoß?

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Bin interessiert an österreichischen Ordonnanzwaffen & Zubehör, auch Exportmodelle (ab 1800)


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BeitragVerfasst: 20. März 2007, 17:01 
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ohhooo, der kurze engländer geht ab wie gift :lol: .

rückstoss wird gern etwas übertrieben dargestellt, is halb so wild.
trefferleistung is ein bisserl weniger als beim grossen bruder, mit vernünftiger munition, lauf und schützen lassen sich da ohne weiteres 6-8cm halten.
ich hab(hatte) auf meinen eine s&k montage draufgedonnert und mit einem 8 fach glas damit sogar auf 200m geschossen und getroffen :D .

die 303er gild auch als sehr eigenpräziess, aus no.4ern verballert sind gruppem um 4omm möglich, ohne grossartigem tuning.

ich mag die 303er, bin aber auf die nagantpatrone umgestiegen da originalgetreue zf gewehre bei den russen eher zu bekommen sind als bei den briten.


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BeitragVerfasst: 20. März 2007, 17:15 
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Aha, das hört sich mal nicht schlecht an.

Wurden sie in England oder Indien gebaut?
Ist bei .303 British die Surplus Munition brauchbar?

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BeitragVerfasst: 20. März 2007, 20:55 
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Zitat:
Aha, das hört sich mal nicht schlecht an.

Wurden sie in England oder Indien gebaut?
Ist bei .303 British die Surplus Munition brauchbar?
Ich kann zwar nicht aus eigener Hand berichten, da ich selber keinen Nr.5 habe. Bei mir stehen Nr.1MkIII*, Nr.4MkI, Nr.4MkI*, Nr.4Mk2 und ein Nr.8MkI herum, aber ein Nr.5 hat sich noch nicht zu mir in den Schrank verirrt. Die Preise sind meißtens ziemlich hoch, das hat mein Studentenbudget dann nicht hergegeben.
Was ich aber so beobachtet habe schießen die Lee Enfield Nr.5 Karabiner eigentlich genausogut wie die Nr.4 Varianten. Es ist ja nicht so daß ein kurzer Lauf schlechter schießt. Eigentlich ist ein kurzer Lauf sogar weniger schwingungsanfällig als ein längerer mit gleichem Aussendurchmesser. Die Visierlinie ist halt etwas Kürzer, aber das wird vielfach überbewertet.

Die Nr.5 Karabiner wurden nur von Fazakerley bei Liverpool und BSA in Birmingham von 1944 - 1947 gebaut. Geplant war auch die Produktion bei Longbranch in Canada, aber bevor die richtig anfangen konnten war der Krieg schon wieder aus und so haben sie nur ein paar extrem seltene Prototypen gefertigt. Insgesamt wurden vom "Jungle" etwa 250000 Stück gebaut.

Mit Surplus .303 British ist heutzutage eigentlich nix mehr. Die ganzen Milliarden Patronen wurden großteils schon vor Jahrzehnten in den USA und den Ländern des Commonwealth von Jägern und Schützen verschossen. Gelegentlich taucht noch was auf, aber das ist oft total überlagert, vermischt aus unterschiedlichsten Fertigungen und macht oft nur Klick...............Bummmm wegen verdorbener Zündsätze.

Schau Dich um wegen S&B oder Prvi Partizan Munition, die ist relativ preiswert und trifft besser als überalterter Surplus Mischmasch. Über kurz oder lang empfehle ich eh das Wiederladen der .303British. Da kann man erst das volle Potential rausholen und das ist beeindruckend!

Schöne Grüße

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JLE

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BeitragVerfasst: 20. März 2007, 22:33 
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hallo,

habe auch schon mal nachgedacht, ob ein enfield meinem gemüt gut tut. soll präzise sein und spaß machen. der büxer bei der wiener tu hat einen neuen um 650,- stehen lt. seiner website. ist der grüne iwö-sponsor (das logo, pol. weiß ichs net). weiß aber net, ob das modell was taugt. wie ist denn allgemein so die enfieldstimmung?

konnte vor langer zeit einen enfield schießen, war aber im felsenkeller (nix mit präzision). das einzige, an was ich mich erinern kann, ist, dass nach wenigen schuss der fettsabber aus dem holz gekrochen kam. war eher ungustig (weiß, mit backrohrreiniger kann man was machen, hatte aber damals keinen zur hand :-) )

@ jle, was bedeuten die sternerl bei den modellbezeichnungen? konnte keine fußnote finden...

und wodurch unterscheiden sich die einzelnen enfields. bei den mosins sehe sogar ich optisch einen unterschied :-), aber die enfields sehen alle gleich aus. irgendwas mit 2 zügen solls geben

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wo ist meine signatur hin?


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BeitragVerfasst: 21. März 2007, 09:35 
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Ich besitze einen Jungle Carbine. Das mit dem Rückstoß wird meist übertrieben dargestellt. Er hat (serienmäßig) ein sehr gutes Diopter-Visier. Die Trefferleistung ist eben dem Alter entsprechend, die Freude am Schuss aber sicher.
Zitat:
…was bedeuten die sternerl bei den modellbezeichnungen?
Damit werden geringfügige Änderungen am Modell bezeichnet, die man meist gar nicht gleich erkennt.
Zitat:
…irgendwas mit 2 zügen solls geben…
Das sind Kriegsfertigungen des No.4 aus Kanada (Long-Branch), die ich auch besitze. Der Lauf hat nur zwei Züge und trägt die Bezeichnung Mark II (Herstellung nur 1941 – 1945). Er funktioniert deswegen aber nicht schlechter.
Zitat:
und wodurch unterscheiden sich die einzelnen enfields
Das äußere Erscheinungsbild ist schon sehr unterschiedlich! Die Unterschiede in den Hauptteilen der Konstruktion, bis auf die Visierung, sind weniger revolutionär. Zum Beispiel ist der Verschluss bei den Modellen No 1, No 4 und No 5 (Jungle Carbine) identisch. Nur das P14 fällt völlig aus der Reihe, es ist eine Mauser-Konstruktion.
Wenn man Enfield sammelt, sollte man unbedingt auch das Buch „Im Dienste ihrer Majestät“ kaufen.

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Gruss Erpi
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Ich bin zwar verantwortlich für das was ich schreibe, aber nicht dafür, wie es ein Anderer versteht.


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BeitragVerfasst: 21. März 2007, 10:27 
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Der Kruschitz hatte vor ein paar Monaten einen um 360€, bei eGun wollen manche Leute gleich 500/600€ dafür. Vor etwas mehr als einem Jahr hätte ich einen gepflegten Jungle Carbine um 250€ kaufen können - damals hat er mich aber nicht interessiert. :cry:

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BeitragVerfasst: 21. März 2007, 13:21 
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Gab es eigentlich jemals Enfield's mit originalen ZF?

Mein Freund hat sich kürzlich auf mein Anraten einen wunderschön erhaltenen 2A1 im .308 Win aus Ishapore gekauft. Auf 100m haben wir uneingeschossen zwar was auf der Scheibe gehabt, aber es ist schwierig im Kanal mit der offenen Visierung. Deshalb hat er sich eine Montage gekauft, wo am Original keine Änderungen vorgenommen werden müssen.

Georg


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BeitragVerfasst: 21. März 2007, 14:19 
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Der Enfield Jungle ist meines Wissens das einzige Militärgewehr, das ausgemustert wurde, weil es so schlecht geschossen hat. :?


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BeitragVerfasst: 21. März 2007, 15:08 
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Zitat:
Der Enfield Jungle ist meines Wissens das einzige Militärgewehr, das ausgemustert wurde, weil es so schlecht geschossen hat. :?
Das ist falsch. Die englische Armee wollte in den Jahren nach dem Krieg endlich Selbstladewaffen und nicht ein weiteres Repetiergewehr, weil deren Zeit eigentlich abgelaufen war. Es wurden daher wirklich gezielt die Gerüchte um das "wandering zero problem" gestreut um die generelle Einführung zu sabotieren.

Für alle die sich für Lee Enfields interessieren empfehle ich folgende Seiten: http://enfieldrifles.profusehost.net/

@Deutschmeister: Du meinst wohl das neuwertige Nr.4Mk2 mit Bajo und Riemen das beim Schwander rumsteht, oder? Die Nr.4Mk2 sind die letzen gebauten Lee Enfields und schießen excellent, wie eigentlich jedes gute Nr.4 egal ob MkI, MkI* oder Mk2. Die Nr.1MkIII (SMLE) sind auch gut aber reichen generell nicht ganz an die Schußleistung der Nr.4 Varianten heran.

650 Eur für ein Nr.4Mk2 ist eigentlich unverschämt, aber diese Gewehre wachsen auch nicht mehr auf Bäumen und irgendwann wird es ihm wohl wer abkaufen. Ich habe für mein fabrikfrisches Nr.4Mk2 glaube ich 250 oder maximal 300 Eur bezahlt, ist aber schon ein paar Jahre her.

@Georg: Natürlich gab es Lee Enfields mit ZF. Im ersten Weltkrieg wurden ein paar wenige Nr.1MkIII mit ZF ausgestattet, aber bald durch P14 mit ZF ersetzt, während die Australier mit den ZF bewährten Nr.1MkIII glücklicher wurden weil sie auch stärkere Läufe einbeuten und diese sogar im Korea-Krieg noch erfolgreich verwendeten. Im zweiten Weltkrieg verwendeten die Briten und Kanadier das Nr.4MkI (T) (T für Telescope) - wohl das präziseste Scharfschützengewehr das damals eine Streitmacht führte. Dazu wurden aus der laufenden Produktion die am besten schießenden Nr.4MkI gezogen und bei Firmen wie Parker Hale in feinster Handarbeit neureguliert, neugeschäftet und gebettet und mit den ZF versehen. Die Nr.4MkI T bewährten sich so gut, daß sie sogar noch bis in die 80'ger Jahre verwendet wurden, natürlich bereits auf die 7,62 Nato konvertiert.
Originale Nr.4MkI T sind begehrte Sammlerstücke und völlig vom Markt verschwunden. Soferne mal wo eines verkauft wird sind die Preise recht hoch. 2000-3000 Euro sind normal, aber wie gesagt, man muß erst mal eines finden!

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BeitragVerfasst: 21. März 2007, 15:18 
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Zitat:
650 Eur für ein Nr.4Mk2 ist eigentlich unverschämt
finde ich auch

Zitat:
Originale Nr.4MkI T sind begehrte Sammlerstücke und völlig vom Markt verschwunden. Soferne mal wo eines verkauft wird sind die Preise recht hoch.
auf dem sammlertreffen in pottendorf hat mal einer eines angeboten in einer holzkiste mit allem zubehör. preis weiß ich nimmer, war aber ziemlich deftig.

danke für die info

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BeitragVerfasst: 22. März 2007, 09:25 
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Hallo,

auf waffengebraucht.at wird gerade ein Lee Enfield No. 5 um € 450,- angeboten.

Lg, weana

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BeitragVerfasst: 22. März 2007, 10:08 
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Gestern beim Googeln was interessantes gefunden.
Ein Enfield Mk4 kann zu einem fake Junge Carbine umbebaut werden.

http://www.surplusrifle.com/shooting200 ... /index.asp


Man kann sie auch auf .223 Rem umbauen
http://www.surplusrifle.com/shooting/no4223/index.asp

und .45ACP auch
http://www.surplusrifle.com/reviews2005 ... /index.asp


PS: ich hab auch was gefunden wie man aus einem K98k ein G33/40 macht, man kann sie nur mehr durch kleine Details vom Original unterscheiden - weiß aber den Link nicht mehr

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BeitragVerfasst: 22. März 2007, 21:53 
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Wohnort: Niederösterreich
Australian International Arms (AIA) produziert ein,die No 4 Mk10A1 in
7.62 X 39. Es nimmt sogar die Kalashnikov Magazine.

http://www.rusmilitary.com/html/firearms_aiaM10.htm

http://www.chuckhawks.com/aia_rifle.htm

Leider sind beide Links auf englisch

Diese Feuerwaffen sind in Australien und in England wegen der gegenwärtigen Gesetzgebung sehr populär.

Lg

Austro Boer


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BeitragVerfasst: 7. April 2007, 23:50 
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tja, von solchen Preisen kann man bei uns wohl nur träumen :cry:

http://www.egun.at/market/item.php?id=1296664

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