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 Betreff des Beitrags: Südamerikanische Mauser 98er
BeitragVerfasst: 9. Juli 2007, 08:39 
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Liebe Kollgen, mehrere Händler in Wien und Umgebung bieten eine Vielzahl an Mauser 98er Gewehren und Karabinern an die in Europa für Chile, Argentinien und Brasilien gebaut worden sind.

Bisher war ich im Glauben diese Gewehre mit den 7mm Kalibern sind bei uns seltene Exoten, wenn ich mir aber das Angebot so anschaue ist es ein Vielfaches im Vergleich zu manchen Europäern (Carcano, MAS, Santa Barbara, FN K98, ...)

Die Preise liegen zwischen 250€ und 800€, ich habe sogar fast neuwertige Gewehre aus 1908 gefunden die in Deutschland für Brasilien gefertigt worden sind. (G98!!!)

1.) Wie schaut es mit der Munitionsversorgung bei uns aus?
2.) Sind die mehr Wert als die deutschen G98 und K98k in 8x57IS?

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BeitragVerfasst: 9. Juli 2007, 08:48 
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Hallo Martin!

Ja, diese Gewehre sind wesentlich wertvoller als die supertollen deutschen G98-Sammlerstücke. Ich besitze einige dieser Schätzchen, alle im neuwertigen Zustand und sie schießen durch die Bank excellent! Die Schußleistung eines Brasilianers braucht sich hinter einem Schweden nicht zu verstecken, Streukreise um 3,5 cm/100 m mit Fabrikmunition und offener Visierung sind normal...

Die 7x57 gibts wie Sand am Meer, für die Argentinier wirds schon schwerer.

Viel Freude damit.

lg, JPC 200

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BeitragVerfasst: 9. Juli 2007, 10:57 
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grundsätzlich sollte diese teile nicht gerade extrem teuer sein, da in immensen stückzahlen vorhanden. im gegensatz zu den deutschen k98igern sind sie aber jeden cent wert, da sie durch die bank sehr gut schießen. vor allem die modelle in 7x57 schießen ganz hervorragend und die munitionsversorgung ist auch nur minimal schlechter als für die 8x57. sollte wirklich kein problem sein die wundervolle 7x57 ergo 275 rigby zu bekommen.
diese patrone hat des weiteren noch den vorteil eines sehr geringen rückstoßes. da ist sogar die 308er, für ihren relativ schwachen rückstoß bekannt, stärker.
der hauptvorteil dieser südamerikanischen 98iger, besonders den brasilianern, sind viel enger geschnittene übergangskegel, was präzisionfördern ist. die chilenen sind auch ganz feine stücke, bei einem argentinier würde ich auch schon aufgrund der munitionsversorgung wohl eher nicht zugreifen.

98iger aus der alten welt haben halt den ideologischen wert im krieg von deutschen soldaten bis russland getragen worden zu sein. am schießstand geben sie in der regel weniger her.
die spanischen 98iger in 8x57 und die norweger sowie israelis in .308 sind dagegen durchwegs ihr geld wert, da sehr präzise verarbeitet. nur an dem historischen wert mangelnds halt!

je nachdem was man möchte. zum schießen würde ich mir so einem südamerikanischen 98iger auf alle fälle in den schrank stellen. macht einfach mehr spaß.

mfg stefan

P.S. weil martin es erwähnt hat, ein MAS36 wäre nett, wenn da nicht das blöde kaliber wäre :cry: aber sonst ein wirklich interessantes gewehr!

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BeitragVerfasst: 9. Juli 2007, 13:56 
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was kostet eine 7x57 Patrone bei uns?

wo hat dieses Kaliber seinen Ursprung, Spanien, Portugal, Brasilien???

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Zuletzt geändert von Martin am 9. Juli 2007, 15:35, insgesamt 1-mal geändert.

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BeitragVerfasst: 9. Juli 2007, 15:25 
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Kann mich den Vorpostern im Wesentlichen Anschließen, aber man muß schon wenn man vom deutschen "98'er" spricht unterscheiden ob es sich nun um ein sehr gutes, nummerngleiches Gewehr 98 oder einen vermurksten, ausgeschossenen, von den Russen am Schlachtfeld erbeuteten K98k handelt.
Originale Gewehre 98 ohne Fremdstempel (keine türkisierten oder anderes Glumpert) in sehr guten Zustand haben saftigste Preise, einfach weil es fast keine mehr gibt und die restlichen alle in Sammlerhänden sind. Bei wirklich schönen und nummerngleichen K98k, evtl. auch noch aus den ersten Fertigungsjahren kann man natürlich auch ganz schön was ablegen.

Wenn man also den Vergleich anstellt muß man schon gleiche Erhaltungszustände voraussetzen und da sind die Preise nicht so unterschiedlich zwischen einem neuwertigen Mauser Chileno, Brasilianer etc. und einem Gewehr 98 des deutschen Kaiserheeres.

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BeitragVerfasst: 9. Juli 2007, 22:25 
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@John_Lee_Enfield

du sprichst von historischen werten, ich von schussleistung.

ich ging davon aus, dass martin einen solchen mauser in 7x57 eher zum schießen als zum sammeln erwerben möchte. und da hat die 7x57 halt ihre rückstoßmäßigen vorteile und die südamerikanischen waffen ihre engeren übergangskegel.

nichts dest trotz wird ein originaler wehrmachts karabiner mit viel geschichte auf seinem buckel immer seinen wert haben. am schießstand holt man in der regel relativ wenig raus. und die brasilianischen 98iger in 7x57 stehen den schwedenmauser nur minimal nach.

mfg stefan

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BeitragVerfasst: 10. Juli 2007, 00:14 
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Es stimmt daß die 8x57IS per se nicht die Ausgeburt an Präzision ist, aber hast Du schon mal wirklich gut erhaltene K98k oder Gew. 98 mit ordentlicher, selbstgeladener Munition geschossen? Erstaunlich wie gut manche von denen schießen. Da ist mitunter kein Unterschied zu einem Schwedenmauser zu erkennen wenn der Schütze mit V-Kimme und Dachkorn zurechtkommt und ihm der etwas stärkere Rückstoß nichts ausmacht. Wobei man ja aber auch bedenken muß daß die Schwedenmauser bis ca. 1941 auch alle V- Kimme und Dachkorn hatten, da erst dann die Visierung mit Einführung des 140gr Spitzgeschosses auf U Kimme und Balkenkorn geändert wurde.

Aber keine Frage die südamerikanischen Mauser sind generell sehr gut verarbeitete Gewehre und auf jeden Fall machen sie auch am Schießplatz gute Figur.

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BeitragVerfasst: 10. Juli 2007, 01:41 
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Wohnort: Rot-Weiss
Liegt die Schussleistung von K98 eigentlich hauptsächlich am Schaft bzw an der Systembettung und ob der Lauf frei schwingen kann?

Hier im Forum war desöfteren etwas von Pizza auf 100m oder Bierdeckel auf 50m zu lesen, habe kürzlich mit einem Büchsenmacher in der Nähe geredet und der hat gemeint alle seine K98 schießen auf 100m ca. auf 3cm zusammen (das garantiert er auch). Und die einzige Änderung die dabei vorgenommen wurde ist dass das Gewehr jagdlich geschäftet wurde und ein Zielfernrohr montiert wurde.

Georg

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BeitragVerfasst: 10. Juli 2007, 08:03 
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Beiträge: 623
Keine Ahnung, aber es dürfte wohl von allen etwas sein. Mein portugiesischer K98 schießt so wie er ist hervorragend. Aber schau Dir mal die Schwedenmauser, K31, Mosin Nagant M39 etc. an, die haben vorne bewußte Schaftdämpfung und schießen astrein. Wichtig ist glaube ich vor allem daß das System ordentlich im Schaft liegt denn sonst liegt der Lauf einseitig irgendwo am Schaft an und das hat dann meißtens Auswirkungen auf das Kalt/Warm-Verhalten.
Jagdlich Schäften? Brrrrrr. Ich bin Sammler und Schütze von Ordonnanzwaffen und nicht deren Vernichter! :shock:
Zitat:
Liegt die Schussleistung von K98 eigentlich hauptsächlich am Schaft bzw an der Systembettung und ob der Lauf frei schwingen kann?

Hier im Forum war desöfteren etwas von Pizza auf 100m oder Bierdeckel auf 50m zu lesen, habe kürzlich mit einem Büchsenmacher in der Nähe geredet und der hat gemeint alle seine K98 schießen auf 100m ca. auf 3cm zusammen (das garantiert er auch). Und die einzige Änderung die dabei vorgenommen wurde ist dass das Gewehr jagdlich geschäftet wurde und ein Zielfernrohr montiert wurde.

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