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 Betreff des Beitrags: Bisamratte
BeitragVerfasst: 14. Februar 2007, 19:48 
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Hallo,

Hab ein paar Fragen.

- Laut einem Bekannten darf man eine Bisamrattenfalle auf seinem Grundstück aufstellen. Darf das auch eine nicht-Lebendfalle sein?
- Wenn die erste Frage bejaht werden kann: Muss ich das kennzeichnen? Ist auf meinem Grundstück und bei meinem Teich, aber kein Zaun rundherum ..
- Wie oft muss ich so eine Falle kontrollieren?
- Was passiert wenn mir etwas anderes als eine Bisamratte (Fischotter soll's angeblich auch in der Nähe geben) in die Falle geht?

*edit* hab keinen Jagdschein oder was auch immer man dazu braucht.

Georg


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 Betreff des Beitrags: hoi du
BeitragVerfasst: 14. Februar 2007, 20:05 
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Beiträge: 261
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Die Frage ist gar nicht leicht zu beantworten:
1 Jagdrecht ist Landessache Du müstest Dich also bei der Oö-Jägerschaft noch schlau machen. Ich kann nur für den wilden Westen sprechen
2. An sich darfst Du sofern das Grundstück nicht eingezäunt ist auch keine Totschlagfalle (=Nichtlebendfalle) (i.U. bin mir nicht sicher auch keinen Lebendfalle) aufstellen. Ist das Grundstück eingezäunt gehts.
3. Kein eingezäuntes Grundstück: stellt sich die Frage ob das Grundstück nicht Teil eines Jagdgebietes ist dann wäre Deine Falle schlichtweg Wilderei. Ist es kein Jagdgebiet brauchst Du - wenn ich mich recht erinnere eine besondere Genehmigung der BH (und den Jagdschein).
3 Wenn in der Gegend Fischotter vorkommen (geschütztes Tier) und es wird eines in der Fallen erschlagen und es kommt auf - hockst Du in der Sch... Daher bleibt nur die Lebend(Sprich Kastenfalle) Wenn es da Otter gibt bekommst Du auch kaum eine Genehmigung zur Fallenjagd. Bisam sind in der Kastenfalle aber kaum zu bekommen.
Hast Du Schäden an Deinem Teich? Wenn ja würde ich Dir raten mit dem örtlichen Jäger zu sprechen -
Wenn Du Dich trotzdem zum Falle aufstellen entschließt, dann mußt Du sie zumindest täglich kontrollieren.
Was ich nicht weiß: Ist der Bisam bei euch jagbares Wild (Bei uns ja), dann darf Du als Nichtjäger den Biestern nicht nachstellen - sofern Du dich nicht der Wilderei schuldig machen willst.
LG.
TS

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"Nessun maggior dolore, che ricordarsi del tempo felice! ne la miseria!"


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 14. Februar 2007, 20:53 
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Wenn nicht, dann raus mit dem Bogen. :mrgreen:


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 14. Februar 2007, 21:22 
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Danke mal für die Antworten. Dann heißt's mal sich erkundigen ..

Wieso darf man bei einem nicht umzäunten Grundstück keine Totschlagfallen aufstellen? Hab im Wald desöfteren auch "Achtung Fallen, nicht betreten"-Schilder gefunden. Waren vermutlich auch keine Lebendfallen, und der Wald ist auch nicht eingezäunt.
Wie kann ich herausfinden ob mein Grundstück Jagdrevier ist? Und sollte es das sein, kann ich das "abstellen" (ist auch kein so gutes Gefühl wenn man weiß dass am eigenem Grund einer mit Waffe seine Runde drehen darf - nichts gegen deren Tätigkeit, aber wenn sie einem in ihrem Revier finden sind die meisten ziemlich überheblich und unfreundlich.
Obwohl zurzeit kein Fischotter da zu sein scheint (keine frischen Spurem im Schnee (ja, dort liegt noch einer)) hatte ich sehr wohl Schäden. Nervt natürlich auch, aber mir macht zZ die Bisamratte mehr sorgen, wenn die den Damm durchbuddelt..
Der örtliche Jäger ist ein ziemlicher Sturkopf und einer vom Typ "mir das meine und was eure Probleme sind das ist mir sch...egal" - aber dürfte ich einen anderen Jäger bitten das Bisamrattenproblem ggf. mittels Schusswaffe auf meinem Gelände (sozusagen mit meiner ausdrücklichen Erlaubnis, als eine Art "Ungezieferbekämpfer") zu beseitigen? Oder dürfte ich das gar selbst machen?

Ich will nicht zum Wilderer werden, aber wenn ich schon von der Jägererseite keine Hilfe erwarten kann, dann möchte ich doch das unternehmen was ich auch unternehmen darf.

Zaun soll sobald ein letztes Problem beseitigt ist übrigens gesetzt werden - 2m hoch und mit betoniertem Fundament versenkt im Boden - dass auch nix mehr durchbuddeln kann (hab ich da dann eh kein Problem wenn das vorher ein Jagdrevier war? Weiß es ja wie gesagt nicht, möglich wär's, ist gleich neben einem Wald und in der Nähe gibts ein paar Hochstände)

Georg

*edit*

Wo finde ich das Landesjagdgesetz bzw. die Bestimmungen wo jagbares Getier und Schädling festgelegt ist?


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 14. Februar 2007, 22:18 
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Registriert: 4. Januar 2006, 20:08
Beiträge: 812
Zitat:

Wo finde ich das Landesjagdgesetz bzw. die Bestimmungen wo jagbares Getier und Schädling festgelegt ist?
Im RIS, suche "Jagdgesetz". Bisam scheint nicht unter jagdbares Wild zu fallen (siehe Liste ganz hinten).


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 14. Februar 2007, 23:37 
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Registriert: 29. Juli 2006, 23:06
Beiträge: 3955
Wohnort: Rot-Weiss
Dann muss ich nurmehr etwas finden was über das Stellen von Fallen aussagt (bzw find ich "Fallen stellen für Nicht-Jäger" überhaupt im Jagdgesetz?)

Georg

*edit*

steht folgendes da:
Zitat:
Nach § 59 Abs. 1 des O.ö. Jagdgesetzes erlaubte Vorrichtungen
zum Fangen von Wild (Fallen) dürfen nur von Personen verwendet
werden, die die zur ordnungsgemäßen Handhabung (Auswahl, Aufstellung,
Bedienung, Kontrolle udgl.) der Vorrichtungen erforderlichen
Kenntnisse und Fähigkeiten in einem vom O.ö. Landesjagdverband
abzuhaltenden Schulungskurs erworben und nachgewiesen haben.
demnach müsste ich mich an keine der Fallenverordnungen halten, weil Bisamratte nicht unter Wild fällt? Oder gibt es andere Paragraphen die für Fallen für Nicht-Wild gelten?

*edit2*

wird ja immer interessanter:
Zitat:
(1) Das Jagdrecht steht mit den in diesem Gesetz bestimmten Beschränkungen dem Grundeigentümer bzw. der Gesamtheit der Grundeigentümer zu. Als selbständiges dingliches Recht kann das Jagdrecht nicht begründet werden. Jagdberechtigte im Sinne dieses Gesetzes sind:
a) in Eigenjagdgebieten die Grundeigentümer (Eigenjagd);
-> auf meinem Grundstück bin ich jagdberechtigt??
Zitat:
(3) In Wohn- und Wirtschaftsgebäuden und in den umfriedeten Hausgärten kann der Besitzer Füchse, Marder, Iltisse, Wiesel, Habichte, Bussarde und Sperber fangen oder töten und sich aneignen. **(LGBl.Nr. 13/1988)**
:shock:


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 15. Februar 2007, 02:51 
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Beiträge: 1385
Wohnort: südlich von Wien
Zitat:
-> auf meinem Grundstück bin ich jagdberechtigt??
Ich nehme mal an nein, denn die Eigenjagd ist an gewisse Größen des Grundes gebunden (je nach Bundesland mind. 115 ha).

Achja, und eine Jagdkarte bräuchtest du trotzdem.

lg digital

_________________
Digital - Nr. 5415
"Ich dachte Sie sind ein sympathischer Mensch, und jetzt entpuppen Sie sich als Jäger!"


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 Betreff des Beitrags: Bisamfang in OÖ
BeitragVerfasst: 15. Februar 2007, 12:42 
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Beiträge: 59
Wohnort: im Mühlviertel
Liebe Leute!

Ich habe in OÖ fast 25 Jahre Bisam gefangen. Auch schon bevor ich die Jagdkarte besass. Ich habe die Paragrafen nicht im Kopf aber bei mir (eigenes landwirtschaflich genutztes Grundstück neben einem Bach) und Fang auf den angrenzenden fremden Grundstücken hat rechtilch einwandfrei funktioniert.

1) In OÖ ist der Bisam nicht jagdbares Wild (in Wien glaube ich schon)

2) Von den Grundeigentümern habe ich die Zustimmung für das Aufstellen von Fallen eingeholt. Bei Grundeigentümern die mir die Zustimmung nicht gegeben haben, habe ich keine Fallen gestellt um Wirbel zu vermeiden.

3) Den Jagdausübungsberechtigten (Jagdpächter) habe ich verständigt, dass ich mit Fallen (Bisam-Haarabzugeisen) im März jeden Jahres in seinem Revier 2 mal am Tag anzutreffen bin.

4) Die Fallen habe ich meistens im und unter Wasser aufgestellt (nicht sichtbar) und den Platz nicht gekennzeichnet. Bei gekennzeichneten Aufstellungsorten (Achtung Falle, usw.) wurde die Falle ab und zu gesucht und gestohlen. Wie weit die OÖ Fallenverordnung beim Bisamfang greift entzieht sich meiner Kenntis. Ich fange nicht mehr und habe alle Totschlagfallen verkauft.

5) Wenn im Gewässer Otter oder Biber anwesend sind, keine Fallen stellen! Auch keine Lebendfallen. (Steht im Natruschutzrecht: Kein Beunruhigen, Fangen, Töten .... usw. von geschützten Tieren)

Bei mir war es mit dem Bisamfang zu dem Zeitpunkt vorbei, als sich die Biber in unserem Revier angesiedelt haben. Heute lohnt sich der Bisamfang bei uns nicht mehr, weil ich beobachtet habe, dass der Biber den Bisam als Nahrungs- und Lebensraumkonkurrent verdrängt. In unserem Revier haben sich die Bisambestände innerhalb von ein paar Jahren auf ca ein Fünftel der ursprünglichen Bestände reduziert.

Übrigens: Für alle die den Bisamfang ernsthaft betreiben möchten (und noch können) empfehle ich ein wirklich gutes Buchv on Carsten Bothe:

http://www.amazon.de/Bisamfang-Alles-%C ... 3788806850

Es enthält sogar zwei Bisam-Kochrezepte.

Mahlzeit und freundliche Grüße!

bertl


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 15. Februar 2007, 14:31 
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Beiträge: 3955
Wohnort: Rot-Weiss
Danke für die Antwort!

Ich habe gestern auch noch dem Landesjagdverband eine Anfrage zukommen lassen, mal sehen was sich daraus ergibt.
Hab gestern beim Stöbern noch gelesen dass ich den Jagdrevierzuständigen für Schäden die durch Wild verursacht werden zur Verantwortung ziehen kann. Dh. wenn mein Teich zu einem Jagdrevier gehört, kann ich dann für die vom Fischotter (weil er ja Wild ist) gefressenen Fische in Rechnung stellen?

Werde mir wohl das ganze nochmal durch den Kopf gehen lassen. Wenn der Fischotter wirklich weg ist dann werde ich mein Glück versuchen, ansonsten sind mir ja die Hände gebunden.

Georg


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 23. Februar 2007, 15:49 
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Registriert: 4. Januar 2006, 20:10
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Zitat:

Werde mir wohl das ganze nochmal durch den Kopf gehen lassen.
Solltest Du, sonst sitzt Du ganz ganz tief in der Schei@@e


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 23. Februar 2007, 21:03 
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Sprichst du aus Erfahrung?

Habe aber mit dem Jäger ausgemacht dass er was gegen die Bisamratten unternimmt. Und vom Fischotter ist ohnehin nichts mehr zu sehen.

Georg


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