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BeitragVerfasst: 18. Mai 2007, 10:29 
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@Iceman

naja, grundsätzlich umfasst der korridor mit +-4cm die entfernungen von 0m (je nach montagehöhe) bis 200m, außer man nimmt besonders schwere geschosse im jeweiligen kaliber. ein paar meter gewinnst du noch durch leichtes (!) drüberhalten und bist somit jagdlich wohl für 99% der Fälle mehr als gerüstet. Die Rumschraubere betreibe ich am Stand auch regelmäßig, jagdlich sollte man aber bedenken man schießt auf ein Lebewesen, dass man mit einem Schuss sicher töten möchte. Im Krieg wird die rumschraubere auch benutzt, weswegen? Ist ja nicht so schlimm, wenn der Feind nur verletzt wird, oder der schuss mal 3m daneben geht. Das ist eben auf der Jagd anders.

von kombinierten halte ich eigentlich auch relativ wenig. in der theorie sind das tolle teile, mit denen mal möglichst viel abdecken kann. leider geht die rechnung in der praxis nicht auf. entweder kombiniert man ein mittelkaliber (6,5-8mm) mit schrot, oder eine große kugel mit einer kleinen. bei der kombination mit schrot kann ich mir einfach nicht vorstellen wie man über die optik richtig schießen soll, also wie mit der flinte. mit schrot rein auf statische ziele ist quatsch, da man sich selbst in der entfernung sehr beschränkt.
bleibt noch die kombination großer mit kleiner kugel. ist dahingehend auch quatsch, da man es einmal schaffen muss auf zwei übereinander liegenden läufen mit zwei verschiedenen Vo und Geschossgewichten die selbe Flugbahn zusammen zu bekommen. Klar, beide +4cm auf 100m einschießen geht, aber wo schießt dann die eine auf 150m hin und wo die andere. vor allem auf kurze distanzen wirds dann interessant.

unterm strich bleibt alles ein gewisser kompromiss. man muss sich nur im klaren sein, was man bereit ist einzusparen. wenn schrot, dann richtig in meinen augen, wenn kugel, dann ein mittelkaliber und dazu noch eine waffe mit einem wirklich kleinen kaliber ala hornet. ergibt nunmal 3 waffen, dafür ist man für alles vorbereitet. was man dann mit raus nimmt, muss man aber noch immer selbst entscheiden.

mfg stefan


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BeitragVerfasst: 27. Mai 2007, 13:39 
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Hab das jetzt mal absolut mit entfernungsmesser und Korrekturdaten bis 400m durchgespielt und das mit der Korrektur funktioniert 100%. Und jeder ausnahmslos jeder Schuss war am Ziel, sprich Ringscheibe (was anderes hatte ich nicht zur Hand) 10er 2"(5cm), jeder weitere Ring 1"(2.5cm) von 20Schuss waren

8 reine 10er,
9 angerissene 9er
2 reine 9er (10 Uhr, 7Uhr)
1 angerissener 8er (3 Uhr)

Ergibt ein gesammt schussbild von 12cm Durchmesser umschliessend.

Distanzen willkürlich von einem Helfer gesteck: 82m, 95m, 134m, 112m, 378m, 356m, 396m, 267m, 289m, 346m, 402m, 176m, 200m, 120m, 98m, 125m, 192m, 257m, 345m, 399m

Pro Distanz ein Schuss nach entfernungsmessung und Korrektur.

Reicht das an zuverkässigkeit zur Jagd?! Sicher bedarf einiger Arbeit und Zeit aber Zeit sollte doch der jäger investieren der Waidgerechtigkeit zu liebe oder?!?!?!?!

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BeitragVerfasst: 31. Mai 2007, 19:34 
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soweit so gut, solange die verstelltechnik einwandfrei funktioniert (hast du schon einmal gesehen was für kleine schräubchen da drinnen sind??) ist alles im grünen bereich. dazu kommen aber noch ganz andere fehlerquellen, die man nicht verachten sollte! hast du schon einmal ein weitschussseminar besucht? weißt du wie sich seitenwind auf die geschossflugbahn auswirkt? das sind nämlich alles noch korrekturen, die du am schießstand mit seitenwänden und 0 wind einfach nicht trainieren kannst.

ich könnte vom verstellbereich meines glases und meiner patrone und deren schussleistung theoretisch rehwild bis 600m sicher erlegen. machen würde ich es nicht, da im feld soviele fehlerquellen dazukommen, dass fehlschüsse nur einer frage der zeit sind.

meine meinung, was du in deinem revier machst sieht sowieso kein anderer, du musst es aber verantworten können und man sollte auch mann genug sein um zu seinen fehler zu stehen.

mfg stefan


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BeitragVerfasst: 31. Mai 2007, 19:55 
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um dir mal kurz zu zeigen, was ich mit einfluss des seitenwindes meine habe ich eine typische jagdladung genommen und dies mal durchgerechnet.

extrembeispiel schuss auf ein reh auf 400m distanz. höhenabweichung kannst du einstellen, passt soweit, aber wir aben an diesem tag einen 90° von rechts kommenden seitenwind von 15km/h. du verwendest ein jagdgewehr im kaliber .30-06 mit einem relativ leichten 9,7g tig geschoss, da du ja eine hohe Vo brauchst. als vereinfachung nehmen wir an, dass du die angegebene Vo aus deinem lauf wirklich erreichst, was eigentlich nicht die regel ist, aber wir tun mal so, sonst wirds noch komplizierter.

also:
kaliber 30-06
geschoss 9,7g tig
Vo = 910 m/s
Distanz 400m
V400 = 541 m/s
Wind 90° von rechts mit 15 km/h = 4,167 m/s

Damit du dir vorstellen kannst wie stark 15km/h wind sind: das ist windstärke 3 und dabei bewegen sich die blätter und dünne (!) zweige leicht. ein mensch spürt den wind, wenn er nicht vollkommen verschwitzt ist erst ab windstärke 2. also eigentlich ein recht harmloser wind, grad mal ein angenehmes stärkeres lüftchen wie fast jeden zweiten tag auf offenem feld.

in diesem fall würde das geschoss auf 400m 46,58cm nach links getragen werden. das würde bedeuten, entweder schießt du gleich vorbei, oder du triffst das reh im bereich des spiegels.

nehmen wir an, es geht nur ein so leichtes lüftchen, dass sich gerade mal die blätter bewegen, also 3 m/s wind, dann wird das geschoss noch immer um 33,53 cm nach links versetzt und du hast einen weichschuss fabriziert.

was aber, wenn der wind nicht 90° von rechts kommt, sondern eben nur 70°, dann schauts in der praxis wieder ganz anders aus!

wenn du willst, kannst du mir natürlich auch DEINE jagdladung nennen, habe jetzt ja nur eine typische ladung angenommen, ich kann dir das alles ganz genau ausrechnen. so ein weitschussseminar bringt da sehr viel, da lernt man ganz andere faktoren zu berücksichtigen!

mfg stefan


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BeitragVerfasst: 31. Mai 2007, 22:03 
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Und wo ist das Problem?! Wenn Winddrift genullt kein Problemchen! Jederzeit Überall.

Na also die Berechnung ist doch gar nicht so schwer! Das schwere daran ist wie stark ist der WIND!!! meist habe ich keine möglichkeit die Schusstrecke abzugehen mit einem Windmesser?!?!
Das Programmchen zum berechnen ist auf einem PDA abgelgt daten rein und Bingo!

Wie gesag setzt voraus das mann sich damit beschäftigt und nicht nur einfach ballert! Und das ist das was ich nicht verstehe wie man so ignorant schiessen kann ohne interesse an einem guten Schuss (Künstler und Talente ausgenommen).

Danke für die Aufklärung der Windstärken als Segler und Kiter weis ich da recht gut bescheid! Und ich habe nicht erst einmal auf sehr grosse distanzen mit winddrift geschossen mit entpsrechendem "Seminar" von diversen Profi Ausbildnern.

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Lebe deine Träume


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BeitragVerfasst: 31. Mai 2007, 23:39 
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Und wo ist das Problem?! Wenn Winddrift genullt kein Problemchen! Jederzeit Überall.
und genau darum gehts! du weißt eben nicht, wie stark der wind genau geht, ob er auf der gesamten distanz gleich stark wirkt und in welchem winkel er genau einwirkt. auch geht der wind in den seltensten fällen am land konstant.

wie man das absehen bei einer bestimmten entfernung genau zentriert kann ich eben auch ausrechnen und auf schießständen gehts ganz gut, da gewisse naturgewalten fast ausgeschalten werden können z.b., aber in der jagdpraxis ist das alles was ganz anderes. scheiben verzeihen fehler, wild aber nicht. aber, wenns dir so sehr spaß macht, dann sniper deine rehe weg und gut so.

beim thema übung sind wir eh einer meinung, da denken viele leider anders :cry: und, wenn du eh schon öfters mit winddrift geschossen hast, dann viel spaß beim präzisen schuss auf wild auf größere distanzen.

mfg stefan


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