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 Betreff des Beitrags: Ungeziferbekämpfung?
BeitragVerfasst: 23. Mai 2007, 15:42 
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Hi,

hab mal eine Frage:

Darf ich Wühlmäuse, Ratten und Mäuse auf eigenem Grund und Boden mit Luftgewehr oder Kleinkaliber verfolgen?

Wie sieht es Allgemein mit "Raubzeug" im Garten aus, als noch-nicht Jagdscheinbesitzer!?

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kein ß!!!


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BeitragVerfasst: 23. Mai 2007, 16:18 
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kommt drauf an, ob Du den eigenen Garten meinst und ob dieser umfriedet ist. Kommt auch auf das jeweilige Bundesland an;
Kommt auch darauf an, ob Schaden entsteht.
Nachdem für Dich in Perg das OÖ Jagdgesetz gilt, ist dort zu lesen:


Zitat:
§ 60
Schädliches Wild

... (3) In Wohn- und Wirtschaftsgebäuden und in den umfriedeten
Hausgärten kann der Besitzer Füchse, Marder, Iltisse, Wiesel,
Habichte, Bussarde und Sperber fangen oder töten und sich aneignen,
wenn es zur Verhütung ernster Schäden, insbesondere an Kulturen, in der Tierhaltung und an sonstigen Formen von Eigentum erforderlich ist. (Anm: LGBl.Nr. 13/1988, 24/2004)
Wuhlmäuse, Ratten etc sowieso, da sie weder Jadbares WIld noch geschützt sind.
Aber:
UMFRIEDUNG!

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Der Weg ist das Ziel ! ---- aber wo ist der Weg?
(frei nach Messner)

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BeitragVerfasst: 23. Mai 2007, 19:12 
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Im NÖ Jagdgesetz ist es so, dass für das ausnahmsweise Töten von Raubwild am eigenen eingefriedeten Grund trotzdem Schusswaffen verboten sind.

Weiss nicht wie es in OÖ ist, aber wenn ja, achtung.

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"Ich dachte Sie sind ein sympathischer Mensch, und jetzt entpuppen Sie sich als Jäger!"


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BeitragVerfasst: 23. Mai 2007, 19:24 
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Ratten, Wühlmäuse und Co wäre verständlich,
aber Greif- u. Raubvögel? :? ich dachte davon sind viele vom Aussterben bedroht?


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BeitragVerfasst: 23. Mai 2007, 19:33 
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Schöner wär's wenn da was vom Fischreiher und Fischotter stehen würde .. :lol: .

Naja - angenommen jemand hat eine Hühner-Zucht die eingezäunt ist. Was sollte der ansonsten gegen Habicht/Bussard/Sperber/Fuchs etc. machen?

Georg

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"The problem with Socialism is that eventually you run out of other people's money"
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BeitragVerfasst: 23. Mai 2007, 20:18 
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Zitat:
Schöner wär's wenn da was vom Fischreiher und Fischotter stehen würde .. :lol: .

Naja - angenommen jemand hat eine Hühner-Zucht die eingezäunt ist. Was sollte der ansonsten gegen Habicht/Bussard/Sperber/Fuchs etc. machen?

Georg
auch oben einen Zaun/Netz anbringen? :lol: :wink:


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BeitragVerfasst: 23. Mai 2007, 20:39 
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Mit Strom, meinst? :lol:

Georg

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BeitragVerfasst: 23. Mai 2007, 20:55 
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Zitat:
Im NÖ Jagdgesetz ist es so, dass für das ausnahmsweise Töten von Raubwild am eigenen eingefriedeten Grund trotzdem Schusswaffen verboten sind.
kann ich mir nicht vorstellen .... wie sonst ?
- mit Steinen totwerfen?
- nachlaufen und erwürgen?
- Bauch aufschneiden, mit Wackersteinen füllen, und in den Brunnen stürzen?

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Mitglied Nr. 364


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BeitragVerfasst: 23. Mai 2007, 21:57 
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@ GSchoenbauer
Doch, doch. Hab die Jagdprüfung erst seit kurzem hinter mir. Bezieht sich vor allem auf Jagd mit Fallen, die man dann durchführen kann + anschließendes Töten (=erschlagen). Der Schußwaffengebrauch ist deswegen untersagt, um den "Workaround" für Jagen ohne Jagdausübrungsberechtigung zu unterbinden.
Zitat:
§ 97
Töten, Fangen und Beunruhigen des Wildes durch
jagdfremde Personen

...
(3) Zum Schutze der Haustiere ist den Besitzern von Häusern, Gehöften
und dazugehörigen Höfen und Hausgärten [ANM: d.h. eingefriedet]gestattet, dort Füchse, Baum- oder Edel-, Stein- oder Hausmarder, Iltisse und Wiesel zu fangen und zu töten. Die Bezirksverwaltungsbehörde kann für den Fang und die Tötung von Habichten Ausnahmen gemäß § 3 Abs. 8 zulassen. Der Gebrauch der Schußwaffe ist hiebei nicht zulässig. Das gefangene und getötete Raubwild ist dem Jagdausübungsberechtigten oder seinem Jagdaufseher unverzüglich bekanntzugeben und zu seiner Verfügung zu halten.
(4) Baumschulenbesitzern ist gestattet, Hasen oder wilde Kaninchen,
die in die Baumschule trotz einer dieselbe vollständig
umschließenden, mindestens 120 cm hohen, hasendichten Umfriedung
eingedrungen sind, daselbst auch während der Schonzeit zu erlegen.
Einer Jagdkarte bedarf es hiezu nicht. Die erlegten Hasen oder wilden
Kaninchen sind dem Jagdausübungsberechtigten oder seinem Jagdaufseher unverzüglich abzuliefern.
...
lg digital

PS: @ barrel of a gun
Wie so oft ist das mit den vom aussterben bedrohten Greifvögeln nicht ganz so zu verallgemeinern. Kaum eines der Wildtiere, von denen es die Allgemeinheit annimmt ist "vom Aussterben bedroht".

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BeitragVerfasst: 23. Mai 2007, 22:44 
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Mag vielleicht blöd klingen, aber kann es sein dass der unterstrichene Satz nur für die Sache mit dem Habicht gilt? Bin leider kein Jurist, aber wenn ich mir das so durchlese sieht das auf den ersten Blick nur auf den Satz davor bezogen aus ..

Klar, darüber steht ".. zu fangen und zu töten", sprich man muss die vorher fangen bevor man sie töten darf. Aber dann für das Töten kein Schusswaffengebrauch?

Wie soll ich denn ein Tier das lebend in einer Falle gefangen ist rausnehmen und erschlagen, wenn es beißen und kratzen kann?!?

Georg

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BeitragVerfasst: 24. Mai 2007, 00:41 
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Also, auch wenn das etwas weit hergeholt anders interpretierbar ist, so kannst Du davon ausgehen, dass das so gemeint ist, dass der Nichtjäger (und auch der nicht im jeweiligen Revier nicht Jagdausübungsberechtigte Jäger!) das nicht mit einer Schußwaffe machen darf. (Achtung, wenn doch: Wilderei!) Denn das ganze Jagdgesetz versucht die Jägerei - meiner Meinung nach zu Recht - ausschließlich dem Jäger zuzuerkennen.

Schon (4) grenzt an ein unglaubliches Zugeständnis an eine Lobby (Baumschulen), die diese Ausnahme wohl scheinbar wirklich braucht(e). Der bezieht sich aber nur auf Kaninchen & Hasen.

Würde der §97 jeder Privatperson zum Schutze der Haustiere gestatten, eine lustige Fuchsjagd mit der Flinte abzuhalten wären wir einerseits schnell bei häufigerem nicht weidmännischem Verhalten (mangels besserem Wissen, z.B. Fähe (w. Fuchs) zur Wölfzeit schießen und die Welpen verhungern dann) und andererseits hätte man ein Riesenschlupfloch für Möchtegernjagd geschaffen.

Du musst es rein juristisch sehen, dass auch das Töten von Raubwild ein Eingriff in ein fremdes Eigentum ist (normalerweise Wilderei). Die Wildtiere "gehören" ja dem Jagdausübungsberechtigten (das stimmt jetzt juristisch nicht, aber für diese Diskussion ist es so ausgedrückt ausreichend). Du darfst ja auch nicht ein Auto zerkratzen, nur weil es Deine Einfahrt blockiert.

Also: Töten (erschlagen?) und - wichtig! - das Tierschutzgesetz dabei beachten. Ob es da dazwischen jetzt nicht sogar noch Widersprüche gibt, steht auf einem anderen Blatt, denn das Tierschutzgesetz verbietet das Töten von Tieren.

lg digital

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BeitragVerfasst: 24. Mai 2007, 08:05 
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lg Angel
-=PEACE=-
[size=84]IWÖ-Mitgliedsnummer: 5566
grossbuchstaben werden ignoriert und satzzeichen nur spärlich verwendet.
rechtschreibfehler sind meistens flüchtigkeitsfehler.
ausserdem bin ich ß-verweigerer ;-) [/size]


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BeitragVerfasst: 24. Mai 2007, 09:20 
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Darf ich Wühlmäuse, Ratten und Mäuse auf eigenem Grund und Boden mit Luftgewehr oder Kleinkaliber verfolgen?
Es geht ja nicht um „jagbares Wild“. Tu es einfach! Wenn man immer eingehend alle Vorschriften durchwühlt, stellt sich heraus, dass man eigentlich gar nicht atmen dürfte. Es ist wie beim Arzt: wer gesund ist, wurde nur nicht ordentlich untersucht.

_________________
Gruss Erpi
Mitglied 3910
Ich bin zwar verantwortlich für das was ich schreibe, aber nicht dafür, wie es ein Anderer versteht.


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BeitragVerfasst: 24. Mai 2007, 09:23 
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Beiträge: 3511
Zitat:
Also: Töten (erschlagen?) und - wichtig! - das Tierschutzgesetz dabei beachten. Ob es da dazwischen jetzt nicht sogar noch Widersprüche gibt, steht auf einem anderen Blatt, denn das Tierschutzgesetz verbietet das Töten von Tieren.
Das (Bundes)Tierschutzgesetz gilt nicht im Anwendungsbereich des (Landes)Jagdgesetzes. Sehr zum Leidwesen der Melonengutmenschen.

_________________
MgNr 3730

„Lösungen mathematischer Probleme werden nicht durch Abstimmung entschieden.“ – Marilyn vos Savant

"Ich trage eine Waffe weil mir ein Polizist zu schwer ist."

"L'Etat n'est plus nous."


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BeitragVerfasst: 24. Mai 2007, 09:29 
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Zitat:
Würde der §97 jeder Privatperson zum Schutze der Haustiere gestatten, eine lustige Fuchsjagd mit der Flinte abzuhalten wären wir einerseits schnell bei häufigerem nicht weidmännischem Verhalten (mangels besserem Wissen, z.B. Fähe (w. Fuchs) zur Wölfzeit schießen und die Welpen verhungern dann) und andererseits hätte man ein Riesenschlupfloch für Möchtegernjagd geschaffen
nana, langsam ... jetzt lass die Kirche im Dorf!

Die Fälle, wo derartiges in Hausgärten (und nur davon sprechen wir hier) passiert, sind wohl jährlich nicht einmal an den Finger einer Hand abzuzählen; hier gleich "Möchtegernjagd" zu unterstellen, führt wohl zu weit.
Sinn dieses Paragraphen kann doch nur sein, einer Privatperson den Schutz ihres Eigentums (Haustiere, Gartenpflanzen etc) zu gewähleisten, und das Eigentumsrecht steht wohl immer noch höher als das Jagdrecht.
Und nicht weidmännisches Verhalten wird dadurch gar nicht unterbunden, ganz im Gegenteil, denn Töten darf ich z.B. die Fähe ja trotzdem, aber nur mit Mitteln, die noch unweidmännischer sind als ein Schuß.

Wenn man dazu die verschiedenen Regelungen in den verschiedenen Bundesländern betrachet, kommt man zwangsläufig zu dem Schluss, daß noch mehr wie auf Bundesebende ein Menge "Gschaftlhuaber"(auf gut Deutsch "Wichtigmacher") an der Erstellung der Gesetze mitgearbeitet haben (ohne den Jägern unter uns dabei nahetreten zu wollen ... sie haben unter normalen Umständen meine Sympathie :wink: )

GS

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