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 Betreff des Beitrags: Bowling for Columbine
BeitragVerfasst: 23. April 2007, 12:53 
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Hallo alle,

ich hab gestern zum ersten mal Bowling for Columbine gesehen, und heute hat mich schon jemand drauf angeredet, weil ich ja quasi einer von den Bösen bin.

Ich war von der manipulativen Art der Doku einerseits entsetzt, andererseits habe ich mich auch fast gewundert, dass (hab ich so verstanden) der Grundtenor ist, dass Moore eher nur restriktivere Gesetze im Bezug auf Jugendliche fordert. (Was ich BTW auch für sinnvoll halte, denn 12jährige und Waffen passen nicht zusammen, und sichere Verwahrung ist auch ein Unfallschutz für die Kinder dieser Welt.)

Anyway, nachdem der Film vor meiner Zeit als aktiver Verfechter des Legalwaffenbesitzes lag, wüsste ich mal gerne, was man dem Film so aus unserer Sicht sachlich vorwerfen kann. (z.B. Vergleich von Absoluten Zahlen anstatt von Pro-Kopf-Zahlen beim Ländervergleich)

Freu mich über sachdienliche Hinweise.

lg digital

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Digital - Nr. 5415
"Ich dachte Sie sind ein sympathischer Mensch, und jetzt entpuppen Sie sich als Jäger!"


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BeitragVerfasst: 23. April 2007, 13:03 
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is schon ne weile her das ich den film gesehen habe.

ich fand ihn recht gut.
der unterschied der mentalität zwischen amis und canadiern war heftig.
hat mich erinnert an graz / pampa...

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BeitragVerfasst: 23. April 2007, 13:07 
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Eine Aufzählung der Ungereimtheiten aus dem Film findet man zB. hier :!:


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BeitragVerfasst: 23. April 2007, 13:30 
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dieser link is ja fast interessanter als der film ^^

naja, wie ich schon sagte, ich fand die unterschiedliche mentalität am faszinierendsten.

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BeitragVerfasst: 23. April 2007, 14:08 
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Da stimme ich Euren Meinungen zu. Das sich in den USA jeder bedingt durch die Medien von morgens früh bis spät am Abend zu tode fürchtet, äußert sich zum Teil in den Problemen des Landes. Wie Moore allerdings mit Charlton Heston umspringt ist mehr als daneben ... kaum ein Amerikaner hat z.B. soviel für die Gleichberechtigung der Rassen getan. Früher war er ja auch mal ein Privatwaffengegner, aber immerhin steht er mittlerweile zu seinem Irrtum.


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BeitragVerfasst: 23. April 2007, 14:11 
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Moore hat nur eine Agenda: seinen eigenen Ruhm. Der ach so soziale Moore ist beim eigenen Stab verdammt schnell im Rauswerfen. Er schafft es auch einen "Waffenfilm" zu drehen, indem weder die (laut Statistik) häufigsten Opfer noch die häufigsten Täter zu Wort kommen- die Afroamerikaner. Sie werden nur in einem halbdebilen Comic gezeigt, indem die einzige Message die Gleichsetzung von NRA und KKK ist. Waffen sind demnach nur zur Versklavung der Schwarzen da. Sorry, aber wenns jemandem ernsthaft darum geht die Ursachen von Gewalt aufzuzeigen (Kanada hat übrigens eine höhere Gewaltkriminalität als die USA!), disqualifiziert er sich mit solchen Methoden nachhaltig. So sehr seine anderen Filme auch berechtigte Fragen aufwerfen mögen, ich kann ihm nicht mehr trauen.
Ich sehs so- wenn es "in" wäre Kopfjagd zu betreiben würde er es auch machen. Momentan ist halt Waffenlobby& Bush-Bashing das, was bei halbgebildeten Gutmenschen am besten ankommt. Und nein, ich bin kein Bush Fan.


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BeitragVerfasst: 23. April 2007, 14:12 
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moore is ein unsyphatischer fetter knilch.
aber ganz unrecht hat er nicht.

einige seiner kritiken sind ja ok.
aber was aus dem zusammenhang gerissenes material alles aussagen kann...
sicher viel shice dabei.

ich mein moore will ja kein 2ter jesus werden, sondern fett kohle verdienen.
und das hat er drauf.
muss man ihm anerkennen...

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BeitragVerfasst: 23. April 2007, 14:18 
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Im waffen-online.de Forum wird das Moore gerade diskutiert:

http://foren.waffen-online.de/index.php ... pic=330858


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BeitragVerfasst: 23. April 2007, 14:21 
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boa, ich bin gespannt auf den "anti-moore" film.

wird sicher auch lustig.
man sollte das alles nicht so eng sehen :wink:

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BeitragVerfasst: 23. April 2007, 14:24 
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@TmP: Nichts für Ungut, aber inwiefern beleuchtet er die Hintergründe? Was sind seine Thesen- neben "ach Gott, ist das fürchterlich" und "ist die Waffenlobby böse"?

Gewisse Themen (Gewalt in den Nachrichten, Angstmache, Armut etc.) mögen in eine richtige Richtung gehen, aber der Stil.... der Zeichentrickteil war schon mehr als polemisch. Die NRA mit dem KKK gleichzusetzen ist eine ziemliche Frechheit, denn die NRA hat immer gegen alle Waffengesetze gekämpft- auch gegen jene, die dazu gedacht waren Minderheiten zu diskriminieren. Klar ist die NRA eine männlich-WASP dominierte Organisation, aber das heißt noch lange nicht, daß sie rassistisch wäre.

Zudem unterstellt er den Weißen latente Paranoia- als ob "einfach Türe offen lassen" helfen würde beim Verbrechen reduzieren. Zu Beginn der 90er war die Rate der Gewaltverbrechen in den USA noch astronomisch. Und die Rodney King Riots- mit den 30min. Warteschleifen beim Notruf- hats wohl auch net gegeben...

Heute ist die US Gesellschaft- so man die gesamte Gewaltkriminalität betrachtet- jedenfalls friedlicher als die meisten europäischen. Und das obwohl (weil?) weit mehr Waffen bessessen und getragen werden als noch in den frühen 90ern.
Ist ja überhaupt spannend- fast nur mehr tiefenpsychologisch zu erklären, daß er jenen Anteil der Bevölkerung, die aufgerechnet auf ihren Anteil an der Gesamtbevölkerung die meisten Opfer durch- wie Täter mit Schußwaffen stellt, überhaupt nicht zu Wort kommen läßt: die Afroamerikaner.
Spektakuläre Amokläufe begehen Weiße, doch die alltägliche Gewalt ist leider schwarz- wobei man da nicht irgendwelche dämlich-rassistischen Theorien zur Erklärung braucht, sondern einfach nur die soziale Situation betrachten muß.

Menschen sterben auch nicht "an Schußwaffen"- die sind kein Virus. Sondern sie sterben an Selbstmord, Mord und Unfällen- das bedarf der Aufschlüsselung. Japan hat eine enorme Selbstmordquote- ohne Schußwaffenbesitz, Nordirland und Mexico eine höhere Mordrate als die USA- auch ohne großen Schußwaffenbesitz.

Was aber letztlich zählt, ist die gesamte Gewaltkriminalität, nicht der winzige Ausschnitt der Mordkriminalität bzw. der Morde mit Schußwaffen. Die Wahrscheinlichkeit Opfer Gewaltkrimineller zu werden ist laut dem "International Crime Victims Survey" der renommierten Universität Leiden
jedenfalls in solch vorbildlich "entwaffneten" Staaten wie Großbritannien (Nordirland wird dabei herausgerechnet), Frankreich, Finnland, Australien weit höher als in den USA, die erst an 8. Stelle rangieren.

Hätt ihn vermutlich auch verstört, daß eine Afroamerikanerin wie der Condolezza Rice, deren Vater in Alabama anläßlich der Wahlen in den 60ern eine Art Bürgerwehr gegen den KKK aufgestellt hat, oder eine, die das Leben ihrer Kinder gegen ihren Crack süchtigen Mann verteidigt hat, ihm da vermutlich gsund den Kopf waschen täten, wenn er "nette Menschen rufen die Polizei" bei denen deponieren würde.

Fakt ist, Moores einziges Anliegen ist es Organisationen wie die Republikaner oder die NRA oder die Pharmaindustrie abgrundtief böse darzustellen um sich selbst als Heros zu präsentieren.


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BeitragVerfasst: 23. April 2007, 14:31 
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OK, wenn noch jemand punktuell weitere böse Hinweise auf gute schlagkräftige Gegenargumente hat, anstatt Allgemeinkritik an Moore, würde ich mich freuen.

Lese jetzt die Links.

lg

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BeitragVerfasst: 23. April 2007, 15:10 
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Die Amerikanischen einschlägigen Internetseiten sind voll mit Informationen zum Film, Zb. www.moorewatch.com

Seriös wirkt für mich dieser Zeitungsartikel hier; Opinion Journal vom 21.03.2003
Der Artikel enthält diesen beachtenswerten Link.


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BeitragVerfasst: 23. April 2007, 17:37 
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Registriert: 29. Juli 2006, 23:06
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Generell sollte man bei Moore auch bedenken dass er zwar sich oftmals versucht als "Mensch der Masse" darzustellen, in Wirklichkeit aber mittlerweile Millionär ist. Seinen Einfluss nutzt er gezielt in der Politik. Und der feine Herr der gegen Waffen ist, läuft immer mit 2 Leibwächtern herum.

Ansonsten kann ich nur sagen dass er sich bestens darauf versteht Interviews usw. gezielt so zu schneiden, dass die angeblichen "Dokumentationen" zu Propaganda werden. Man verzeihe mir den Vergleich - aber für mich wirkt er wie ein Goebbels der Neuzeit.

Georg

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"The problem with Socialism is that eventually you run out of other people's money"
Lady Margaret Thatcher


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BeitragVerfasst: 23. April 2007, 17:56 
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Registriert: 12. Juli 2006, 19:41
Beiträge: 170
Wohnort: OÖ Linz Umgebung
Ich denke, man muss den Film und vor allem den Autor sehr differenziert sehen!
Die erwähnten Ungereimtheiten sind äußerst besorgniserregend und jeder Journalist würde sich für so ein Werk schämen (Kleinformate ausgeschlossen).
Andererseits hat Mr. Moore in seinen Büchern sehr gute Quellenangaben und verweise eingefügt, nun gut, soetwas ist in einem Film schwer machbar! Trotzdem sind viele angeführte Daten hinterfragungswürdig und polarisierend!

Aber am wenigsten gefällt mir, wie manche Leute auf den Film reagieren! Mancher fühlt sich dazu berufen, mit den Selben mitteln wie Moore (Populismus, Zahlenschieberei) gegen eben selbigen zu arbeiten!
Versteht mich nicht falsch, ich bin Waffenbefürworter, aber in erster Linie bin ich Demokrat! Wenn Herr Moore meint, so einen Film machen zu müssen, dann darf und soll er doch!
Aber im Gegenzug heißt das nicht, dass ich ihm alles glauben oder seiner Meinung sein muss! Aber ich trete energisch dafür ein, dass er seine Meinung Kund tun darf, und dassollte es auch jedem anderen möglich sein!

Klar, es werden Menschen von andern Menschen getöten, manchmal sind Waffen dabei im Spiel! Das ist nicht wegzuleugnen!
Aber warum sollte man Herrn Heston nicht darauf ansprechen. Er hat dem zugestimmt (OK, er hat das Interview unterbruchen, seine Entscheidung).
Mit seinen Verdiensten oder sonstirgendwas hat das nichts zu tun!
Das währe doch das Schönste. Da dürfte man keinen Politiker irgendwas fragen, weil er hat soviel geleistet ???
Irgendwer hat gesagt: Die Frage ist unschuldig. Ich sehe das genau so!

JG15

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[size=75]...Die Walter PPK unter den Schulsystemen...Das Aspirin Plus C unter den Massenvernichtungswaffen...[/size]
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BeitragVerfasst: 23. April 2007, 18:35 
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Beiträge: 1955
Wohnort: südlich von Wien
Zitat:
Aber am wenigsten gefällt mir, wie manche Leute auf den Film reagieren! Mancher fühlt sich dazu berufen, mit den Selben mitteln wie Moore (Populismus, Zahlenschieberei) gegen eben selbigen zu arbeiten!
Zeige mir einen Anhänger des privaten Schusswaffenbesitzer, der sich bei einem 80-jährigen, an Anfangssymptomen von Alzheimer leidenden prominenten Waffengegner unter Vorspiegelung falscher Tatsachen ein Interview erschlichen hat, um selbiges dann - massiv geschnitten und kommentiert - in einem reißerischen Film verpackt zu veröffentlichen. Wenn Du mir einen solchen Typen zeigen kannst, dann hast Du mir damit ein Riesen-A.... gezeigt. Bis dahin aber gebührt das selbige Prädikat Michael Moore ganz allein.

Trenck

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IWÖ-Mitgliedsnummer 4198

Als "Kleinbürger mit Abstiegsängsten" bezeichnet die Gesinnungspresse Menschen, die ihr Leben mit Arbeit verbringen, aber keine Neigung verspüren, für noch mehr fremder Leute Rechnungen aufzukommen.
Michael Klonovsky


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